SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Sonntag, 26. August 2001 bis Mittwoch, 5. September 2001

Baden-Baden (ots) - Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 22.35 Wortwechsel Gabriele von Arnim im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo Sein Lebensweg überwindet Grenzen, auch in den Köpfen. Als Sohn einer Deutschen und eines Italieners kommt Giovanni di Lorenzo in Stockholm zur Welt. In der Boule-vardzeitung "Neue Presse" erscheinen seine ersten Film- und Musikkritiken, es folgen Artikel in "Twen" und "Stern"; sein Dossier über die Lebensgeschichte eines rechtsex-tremen Terroristen wird in der altehrwürdigen "ZEIT" abgedruckt. Er arbeitet als politi-scher Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und lässt sich als einer der ersten Talk-ma-ster bei der NDR-Talkshow "Drei nach neun" aufs Plaudern im Fernsehen ein. Einen Bambi erhält di Lorenzo für die Lichterkette, eine Aktion gegen Ausländerfeindlich-keit. Seit Januar 1999 ist der 41-Jährige Chefredakteur des "Berliner Tagesspiegels". Giovanni di Lorenzo im Gespräch mit Gabriele von Arnim. Sonntag, 26. August 2001 Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 04.45 Wortwechsel (WH) Gabriele von Arnim im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo Dienstag, 28. August 2001 22.15 Zeichen der Zeit Die Diätenfalle - Vom sinnlosen Hungern Film von Karin Haug Jedes Frühjahr boomt das Geschäft: die neuesten Diäten versprechen den mehr oder weniger Dicken die Bikinifigur. Das Geschäft mit den Diäten ist ein Milliardenmarkt. Dabei erzielen die meisten Diäten nur einen kurzfristigen Erfolg. Wenn nicht die ganze Lebensweise umgestellt wird, tritt nur ein Jo-Jo- Effekt ein und die meisten Dicken starten im nächsten Frühjahr mit einem höheren Ausgangsgewicht zur nächsten Diätenrunde. Einige Wissenschaftler sagen inzwischen, das Diäten fett, süchtig und depressiv machen. Einen fetten Gewinn machen hingegen die Hersteller von sogenannten Light-Produkten und andere, die sich auf dem Diätenmarkt tummeln. Ein Film von Karin Haug über die Gefahren für die Gesundheit durch Diäten und darüber, wie man der Diätenfalle entkommen kann. Mittwoch, 29. August 2001 20.15 Länder-Menschen-Abenteuer Australien (1/3) Erinnerungen an die Traumzeit Ein Film von Edy Klein und Karl Schüttler "Der Kontinent ist eine Insel im Pazifischen und Indischen Ozean. Gut 8000 Kilometer Luftlinie von Europa entfernt waren wir gelandet und aus der Küstenstadt Darwin ganz oben am Nordend bald hinausgefahren. Wir sind gewandert und wieder geflogen. Südwärts mitten durch das Land, das so menschenleer scheint und auch ist. In unseren Ohren der Klang des Didjeridoos, der urtümlichen Holztrompete. Und die Augen waren fast geblendet von so viel unverstellter Natur." Das ist das Resümee der Filmemacher Edy Klein und Karl Schüttler über ihre Reise nach Australien. Die weitaus meisten der 18 Millionen Australier wohnen allerdings in den großen Städten an den Küsten. Und es gibt schätzungsweise nur noch 300.000 Ureinwohner oder "Aborigines", die sich auf zahlreiche Sippen und Sprachgruppen verteilen. Verwandtschaft verbindet die Gemeinschaften, nicht nur untereinander, sondern auch mit den Sternen und der Erde, mit den Pflanzen und Tieren, den Felsen, Hügeln und Schluchten, mit der Landschaft ihres natürlichen Lebensraumes. Sie ist geschaffen und wird immer wieder umgestaltet von den Schöpferwesen der "Traumzeit", die Urzeit war, aber bis heute fortdauert. Eindrucksvoll Naturdenkmäler, Felsmalereien und Rituale halten die Erinnerung wach. Träumen bedeutet den traditionell empfindenden Aborigines nicht Flucht vor der Realität, sondern das Bewußtsein von Wirklichkeit selbst. Traum bedeutet für sie auch Gesetz, das ihr Zusammenleben regelt. Aber viele Ureinwohner sind der alten Lebensweise entfremdet. Und die anderen reden nur zögernd darüber. Dienstag, 4. September 2001 21.45 Blickpunkt Europa Die Insel der kalten Feuer Russlands berüchtigtes Gefängnis 800 km nördlich von Moskau, in den Sümpfen von Wologda liegt Russlands erstes Gefängnis für begnadigte Mehrfachmörder, auf einer einsamen Insel, die der Volksmund "Insel der kalten Feuer" nennt. Auf der Nachbarinsel, durch einen schmalen Steg verbunden, leben die Wachleute mit ihren Familien. "Die Häftlinge sitzen hier durch Gerichtsbeschluss und auch wir sitzen hier zwangsweise, weil wir nirgendwo anders Arbeit finden konnten", sagt der stellvertretende Sicherheitschef des Gefängnisses, Viktor Ptschelinzew. Als Russlands Präsident die Todesstrafe in lebenslange Haft umwandelte, hofften viele Gefangene, die 25 Jahre vielleicht überleben zu können. Doch heute schreiben sie an den Präsidenten, wie zum Beispiel der Häftling Wjatscheslaw Knasjew: "Ich bitte um Erschießung. Entnehmen sie meine Organe für Transplantationen, das wäre ein Ausweg. Das ist kein Leben hier, das ist nur noch primitives Existieren." 25 Jahre lang zu zweit in einer Zelle, 25 Jahre Handschellen an einen und denselben Menschen gekettet, 25 Jahre ohne weitere Kommunikationsmöglichkeiten und kaum Bewegung, so schreibt es die russische Strafvollzugsordnung vor. 147 Häftlinge füllen die Zellen eines ehemaligen Klosters, das seit der Revolution von 1917 als eines der berüchtigtsten Gefängnisse Russlands gilt. Es besitzt keine eigene Wasserversorgung. Nur in den Sommermonaten haben die Häftlinge die Chance, mit Handschellen gesichert, sich im Wasser des Sees zu baden, der die Gefängnisinsel umgibt. Medizinische Versorgung gibt es für die Gefangenen praktisch nicht. Denn das Geld, was die Regierung für sie übrig hat, reicht kaum zum Überleben. Zum ersten Mal war ein ausländisches Kamerateam auf der "Insel der kalten Feuer" und hat die Schicksalsgemeinschaft von Gefangenen und Wachleuten beobachtet. Mittwoch, 5. September 2001 20.15 Länder-Menschen-Abenteuer Australien (2/3) Menschen im Outback Ein Film von Edy Klein und Karl Schüttler Dreizehn der achtzehn Millionen Australier leben in den Städten nahe den Küsten. Im Outback, wie sie das nennen, im Hinterland da draußen, sind Menschen eine Seltenheit. Am Wochenende und im Urlaub allerdings streifen recht viele als Freizeit-Bushies umher. Doch dabei bleibt das scheinbar grenzenlose Outback ein Land der Stille. Ein kleines Team war für den Südwestrundfunk mit der Kamera unterwegs, meistens im Northern Territory, einem riesigen Gebiet. Es erstreckt sich über das "rote Herz des Kontinents" weit hinaus nach Süden. Der Kakadu-Nationalpark, die Catherine-Schlucht, der Kings Canyon und der berühmte Ayers Rock waren Stationen dieser Reise durch pralle und karge Natur, die zahlreichen Zuschauern wenigstens von Abbildungen bekannt sind. Die Autoren berichten aber nicht zuletzt auch vom Alltag der Menschen einst und jetzt. Da spielen etwa die Fahrer der "Road Trains" eine wichtige Rolle wie der "Flying Doctors Service" oder der Unterricht per Funkgerät durch die "School on the Air". Und wie die Stockmen auf einer der großen Rinderfarmen arbeiten, das vermittelt unser Film ebenso realisitisch wie stimmungsvoll. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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