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"Zur Sache PoliTrend": Malu Dreyer weiter vor Julia Klöckner
Weitere Umfrageergebnisse der "zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 3.4.2014, 20.15 Uhr im SWR Fernsehen

Mainz (ots) - Bitte redaktionelle Sperrfrist beachten: 3. April 2014, 21.00 Uhr

Obwohl die CDU in der PoliTrend-Umfrage stärkste Partei in Rheinland-Pfalz ist, würde eine Mehrheit der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer für eine sozialdemokratische Regierungschefin stimmen. Laut Sonntagsfrage läge die CDU mit 41 (+1) Prozent deutlich vorne. Die SPD würde 33 Prozent der Wählerstimmen erhalten (-2). Die Grünen erreichten 11 Prozent (+2). Alle anderen Parteien würden bei einer Landtagswahl derzeit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Linke kommt in der Umfrage auf vier Prozent der Stimmen (+/- 0). AfD und FDP erhalten drei Prozent (-1). Fünf Prozent entfallen auf sonstige Parteien. Wenn die Ministerpräsidentin direkt vom Volk gewählt würde, käme Amtsinhaberin Malu Dreyer auf 48 Prozent (+/- 0). Für ihre christdemokratische Herausforderin Julia Klöckner würde mit 36 Prozent gut ein Drittel der Befragten stimmen. Damit kann sie gegenüber der Umfrage vom Dezember 2013 zulegen (+5) und erzielt das bislang beste Ergebnis im Duell mit Malu Dreyer.

Dreyers Krisenmanagement wird kritisch gesehen In der PoliTrend-Umfrage wurde auch nach dem Krisenmanagement der Ministerpräsidentin gefragt. Beim Thema Nürburgring sind 59 Prozent der Befragten "weniger zufrieden" oder "gar nicht zufrieden" (+/-0). 25 Prozent sagten, sie seien "sehr zufrieden" oder "zufrieden". (+4). Damit hat sich die Zustimmung zum Krisenmanagement gegenüber der Erhebung vom April 2013 leicht verbessert. Mit Dreyers Umgang mit dem defizitären Flughafen Hahn sind laut PoliTrend-Umfrage 54 Prozent der Wähler unzufrieden. 23 Prozent sind laut Umfrage zufrieden (+1).

Zufriedenheit mit Arbeit der drei Spitzenfrauen steigt Trotz der kritischen Stimmen zu Dreyers Krisenmanagement sind zwei Drittel der Rheinland-Pfälzer mit der Arbeit der Ministerpräsidentin zufrieden: 67 Prozent der Befragten (+9) geben das in der PoliTrend-Umfrage an. Damit konnte sie 9 Punkte gegenüber der Umfrage vom April 2013 zulegen. Oppositionsführerin Klöckner bekommt im Voting 51 Prozent, sie legt um 4 Punkte zu. Ebenfalls zulegen kann die grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (+5), mit ihrer Arbeit sind 28 Prozent der Befragten zufrieden - sie ist aber auch nur zwei Dritteln der Befragten bekannt.

CDU punktet in vielen Kompetenzfeldern, holt bei Bildung auf Das starke Abschneiden der CDU bei der PoliTrend-Umfrage ist auch darauf zurückzuführen, dass sie in vielen Kompetenzfeldern vor der SPD rangiert. In den klassischen CDU-Feldern Wirtschaft (47 Prozent, +10), Finanzen (47 Prozent, +11), Arbeitsmarkt (45 Prozent, +11) und Verkehr (40 Prozent, +11) liegt die Union deutlich vor der SPD. Die Sozialdemokraten erreichen im Bereich Wirtschaft 30 Prozent, (+10), Finanzen 26 Prozent (-4), Arbeitsmarkt 30 Prozent (-14) und Verkehr 29 Prozent (-7). Den regierenden Sozialdemokraten sprechen die Wähler weiterhin mehr Kompetenzen bei sozialen Themen zu. Die SPD profiliert sich mit sozialer Gerechtigkeit (49 Prozent, -2) und Familienpolitik (47 Prozent, +1). Beim klassischen landespolitischen Thema Bildung hat die SPD an Zustimmung verloren (36 Prozent, -9) die CDU hat zugelegt (37 Prozent, +4) und damit die Sozialdemokraten knapp überholt. Grüne Kernkompetenz bleibt die Umweltpolitik (53 Prozent, -5). Bündnis'90/Die Grünen könnten laut Umfrage auch am ehesten die Energiewende voranbringen (37 Prozent, erstmals erhoben). Ganz grundsätzlich trauen laut Umfrage 38 Prozent der Befragten der CDU am ehesten zu, die wichtigsten Probleme in Rheinland-Pfalz zu lösen (+6), der SPD trauen das 32 Prozent zu (-11).

Das sind die Ergebnisse der aktuellen repräsentativen Umfrage "PoliTrend" im Auftrag des SWR-Politikmagazins "zur Sache Rheinland-Pfalz!". Die Daten basieren auf einer repräsentativen telefonischen Umfrage des Wahlforschungsinstituts "infratest dimap" unter 1000 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum 28.-31. März 2014).

Die ausführlichen Ergebnisse sendet das Politikmagazin "zur Sache Rheinland-Pfalz!" am Donnerstag, 3. April 2014, 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

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