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Lösungsperspektiven in ethnischen Konflikten

Baden-Baden (ots) - Bert Hellinger im Gespräch mit Leska Kaufmann in SWR2 Zeitgenossen am 26. August Seit vielen Jahren bemüht sich der Psychologe Bert Hellinger mit seiner Therapie der Familienaufstellungen um die Auflösung familiärer Verstrickungen. Auf einem internationalen Kongress zum Thema "Lösungsperspektiven in ethnischen Konflikten" im Mai 2001 in Würzburg hat Hellinger eine Erweiterung seiner Arbeit vorgestellt, die sich als Beitrag zur individuellen Befriedung vor dem Hintergrund ethnischer Konflikte und kriegerischer Auseinandersetzungen versteht. In seinem Gespräch mit SWR2-Redakteurin Leska Kaufmann, das am 26. August in SWR2 Zeitgenossen gesendet wird, erläutert Bert Hellinger sein auf den "Ordnungen der Liebe" basierendes und für die Lösung ethnischer Konflikte weiter entwickeltes Konzept ausführlich. Es gibt keinen Frieden, so Hellingers Überzeugung, solange sich Opfer und Täter auf beiden Seiten nicht als Menschen wahrnehmen und in ihre Gemeinschaft aufnehmen. In Folge interpretiert Hellinger das Aufleben rechtsextremer Gruppierungen als Wunsch der zweiten und dritten Nachkriegsgeneration, ihre als "Täter" ausgegrenzten Vorfahren wieder in die Gemeinschaft zu integrieren. In der nicht enden wollenden israelisch-palästinensichen Auseinandersetzung vermutet Hellinger eine Stellvertreterfunktion für die noch nicht vollendete Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland. Die von ihm geleiteten Lösungsaufstellungen in Würzburg mit Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen stützten dieses Friedenkonzept auf nachdrückliche Weise. Bert Hellinger, geboren 1925, hat Philosophie, Theologie und Pädagogik studiert und arbeitete sechzehn Jahre lang als Mitglied eines katholischen Missionsordens in Südafrika. Anfang der 70er Jahre verließ er den Orden und wandte sich der Psychotherapie zu und entwickelte über den Kontakt mit unterschiedlichen therapeutischen Verfahren sein Konzept der "Ordnungen der Liebe", das auf große Aufmerksamkeit wie Widerspruch stieß, letztlich aber Eingang fand in die systemische Familientherapie und darüber hinaus in die Arbeit mit Organisationen. Bert Hellinger lebt heute mit seiner Frau im südöstlichen Bayern nahe der österreichischen Grenze. Sonntag, 26. August, 14.15 bis 15.00 Uhr, SWR2 Zeitgenossen Bert Hellinger im Gespräch mit Leska Kaufmann Gerne senden wir Ihnen bei Interesse ein Manuskript und eine Rezensionskassette zu der Sendung. ots Originaltext: SWR2 Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bitte wenden Sie sich dafür sowie für Rückfragen an Georg Brandl, SWR2 Programmpresse, Tel.: 07221/929-3854, Fax: 07221/929-2238, E-Mail: georg.brandl@swr.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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