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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Mittwoch, 16. Mai 2001 (Woche 20) bis Samstag, 19. Mai 2001 (Woche 21)

Baden-Baden (ots) - Mittwoch, 16. Mai 2001 (Woche 20)/15.05.2001 Geändertes Thema beachten! 11.30 Fliege Meine Eltern sind ganz anders! Freitag, 18. Mai 2001 (Woche 20)/15.05.2001 21.45 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Deutschland ohne Kinder? Greisengesellschaft, Baby-Crash, Pensionsfalle: Mit drastischen Vokabeln warnen Wissenschaftler seit Jahren vor einem Deutschland ohne Nachwuchs. Nun hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zur Pflegeversicherung der Politik die gelbe Karte gezeigt. Und das nicht zum ersten Mal. Doch ist die Schuld an einer überalterten Bevölkerung alleine bei der Politik zu suchen? Wieland Backes diskutiert diskutiert im "Nachtcafé" mit seinen Gästen über Familienglück, Strafsteuern für Kinderlose und die Frage, wie die Deutschen zu höheren Geburtenraten animiert werden können. Die Gäste: Christine Bergmann, seit 1998 Bundesfamilienministerin, glaubt, dass eine gute Kinderbetreuung Voraussetzung ist, um die Geburtenrate zu steigern. Deshalb gilt ihr Hauptaugenmerk der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Wer ausschließlich über Geld redet, wird keine gute Familienpolitik machen", ist ihr Credo. Trotzdem wird Rot-Grün ab 2002 voraussichtlich das Kindergeld um 30 Mark auf 300 Mark erhöhen. Jürgen Borchert hält nichts von der Familienpolitik der Bundesregierung. Für den Familienrichter aus Darmstadt ist die bloße Erhöhung des Kindergeldes keine Lösung. Das Hauptproblem sieht er in der systematischen Benachteiligung der Familie. Der Staat, so Borchert, greife gerade den kinderreichen Familien besonders tief in die Tasche und verletze damit das Grundgesetz. Das Bundesverfassungs-gericht hat ihm in Sachen Pflegeversicherung Anfang April Recht gegeben. Sabine Heitsch wartet noch darauf, dass sich die Folgen des Urteils in ihrem Geldbeutel bemerkbar machen. Denn, obwohl die kämpferische Frau und ihr Mann immer gearbeitet haben, bleibt ihnen mit ihren vier Kindern wenig Geld zum Leben. Kinder aber, so ihr Standpunkt, dürfen nicht zur Bedürftigkeit führen. Deshalb hat sie sich in juristischen Fragen fit gemacht und zog 1994 als erste Klägerin vor das Bundesverfassungsgericht. Tilman Gerwien fühlt sich als Kinderloser zu Unrecht an den Pranger gestellt. Der "Stern"-Journalist kann die Aufregung über die finanzielle Lage von Familien mit Kindern nicht nachvollziehen. Die Kinderlosen zahlen in seinen Augen als Leistungsträger der Gesellschaft schon genug Steuern. Wer Kinder kriegt, so Gerwien, weiß, worauf er sich einlässt und sollte nicht nachträglich herumjammern. Ulrike Horn jammert nicht, sie hat bewusst ihren Beruf an den Nagel gehängt, um sich um ihre drei Kinder zu kümmern. Wütend macht die überzeugte Vollzeitmutter aber, dass sie sich dauernd rechtfertigen muss, weil sie momentan nicht erwerbstätig ist. Mit Christine Bergmanns Politik ist sie deshalb gar nicht einverstanden: "Frau Bergmann macht eine verkappte Frauenpolitik, aber keine Familienpolitik." Gerhard Weiss ist Internist auf der schwäbischen Alb und Vater von fünf Kindern. Obgleich er die drei Kinder aus seiner zweiten Ehe nicht sehen darf, zahlt er monatlich fast 6.000 Mark an Unterhalt für seine Ex-Frau und die Kinder. "Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich mit dieser Frau keine Kinder in die Welt gesetzt", sagt der Arzt rückblickend. Akif Pirincci ist durch seine Katzenkrimis bekannt geworden, aber auch durch seinen ausgeprägten Kinderhass. "Ich kann Kinder einfach nicht ausstehen", sagte der Autor noch 1997 im Nachtcafé. Wenige Wochen später platzte eine Bombe: Pirinccis Freundin war schwanger - damals eine Katastrophe für den Schriftsteller, heute ist er ganz vernarrt in seinen dreieinhalbjährigen Sohn Sedrick. Samstag, 19. Mai 2001 (Woche 21)/15.05.2001 Nachgelieferten Beitrag beachten! 15.15 Sport extra Golf: Europameisterschaft der Profigolfer in St. Leon-Rot mit US-Superstar Tiger Woods Dienstag, 22. Mai 2001 (Woche 21)/15.05.2001 21.45 Blickpunkt Europa Magazin Moderation: Lisa Grenfors aus Schweden und Immo Vogel Die Themen: Neue Hoffnung durch Europa: Durch die geplante EU-Osterweiterung gerät die russische Exklave Kaliningrad zunächst in eine weitere Isolation. Dennoch macht sich vor allem die jüngere Generation Hoffnung, jetzt auch bald von Europa profitieren zu können. Das Beispiel einer jungen Kaliningrader Fernsehjournalisten zeigt Innenansichten und Erwartungen an die Zukunft. Auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer: Nach dem Krieg hatte man vermutet, dass das legendäre Bernsteinzimmer in den Trümmern des Königsberger Schlosses verbrannt sei. Erst 20 Jahre später fing man wieder an, nach dem verschwundenen Schatz zu suchen. Awenir Owsjanow, "Gebietsbeauftragter für die Suche nach kulturellen Gütern" sucht nun schon seit 30 Jahren, ohne Erfolg. Dennoch ist er überzeugt, dass das Bernsteinzimmer noch immer existiert, und zwar in Kaliningrad. Auf "Sightseeing" nach der eigenen Herkunft: Nach dem Zerfall der Sowjetunion setzte in Kaliningrad ein wahrer Nostalgietourismus ein. Deutsche, die noch selbst im ehemaligen Königsberg lebten, oder deren Vorfahren von dort kamen. Die meisten reisten enttäuscht wieder zurück, denn vom einstigen Prunk ist kaum etwas geblieben. Inzwischen ebbte der Tourismus ab. Aber zur Feier des zehnjährigen Bestehens der evangelischen Kirche in Kaliningrad kamen wieder viele Gäste. Die schönsten Mädchen der Welt: "Bei uns", so behaupten die Kaliningrader, "gibt es die schönsten Mädchen der Welt". Und in der Tat belegen bei Schönheitswettbewerben die Mädchen aus Kaliningrad fast immer vordere Plätze. Und manch ein Model schafft sogar den Sprung auf die Laufstege der Modehauptstädte, zum Beispiel nach New York. Aids und Drogenkriminalität: In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der offiziell erfassten Heroinkonsumenten auf über 1.500 verdoppelt, die Zahl der Aidskranken stieg auf 3.700. Beim Kampf gegen die zunehmende Drogenkriminalität und die Aidsverbreitung hofft Kaliningrad auf Hilfe vom Westen. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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