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Freitag, 11. Mai 2001 (Woche 19)
Nachtkultur

Baden-Baden (ots) - 23.15 Nachtkultur Moderation: Markus Brock Die Themen: Ist Liebe Sünde ? - Das schillernde Leben der Zarah Leander "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen" (1938) und "Kann denn Liebe Sünde sein" (1957) sind zwei Evergreens der Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander (1907 - 1981). Mit ihrer dunkel-melancholischen Stimme und ihrem schauspielerischen Talent avancierte die Schwedin ab den 30er-Jahren zum größten Filmstar Deutschlands. Micaela Jary, Tochter des Schlagerkomponisten Michael Jary, schildert in ihrem Buch "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen" das Leben des großen Stars und die Liebesgeschichte zwischen ihrem Vater und Zarah Leander, der sie im Februar 1949 auf eine Konzerttournee durch ganz Westdeutschland begleitete. Simone Reich erinnert an den einstigen UFA-Star. Buddhas, Götter, Heilige - Der Dalai Lama eröffnet die Baseler Tibet-Ausstellung Trost spendende Buddhas, zornvolle Schutzgötter, entrückte Mystiker, friedvolle Erleuchtungswesen: die tibetische Kunst kommt nach Basel. Die Sammlung des Hamburger Theologen und Galeristen Gerd-Wolfgang Essen mit über 750 Objekten tibetischer Kunst befindet sich seit 1998 im Besitz des Baseler Museums und wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben der Präsentation von Originalen aus dem tibetischen Kulturraum, erläutert die Ausstellung die buddhistischen Glaubensinhalte und dokumentiert die Lebensstationen der berühmtesten Meister. Am 6. Mai wurde im Beisein des Dalai Lama die neue Ausstellung eröffnet. "Nachtkultur" konnte den Dalai Lama für ein Interview gewinnen. Rechtsradikales Aussteigerprojekt - Christoph Schlingensiefs "Hamlet" in Zürich Der streitbare Film- und Theater-Regisseur Christoph Schlingensief schlägt wieder zu: In Zürich inszeniert der 41-jährige Shakespeares "Hamlet". In den vergangen Jahren hat er die internationale Kulturszene mit seinen Inszenierungen, Performances, Filmen und Ausstellungen irritiert, begeistert und gespalten. In "Hamlet" lässt er ehemalige Neonazis als Statisten mitwirken. Die als "Uraufführung" angekündigte Produktion hat am 10. Mai im Schauspielhaus Zürich Premiere. Der provokative Künstler kooperiert bei seinem neuesten Projekt mit der Initiative "Naziline.Com", die aussteigewilligen Rechtsextremen einen Weg aus der Szene öffnen will. Das Stück wird am 22. Mai auch auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen sein. Die Verantwortlichen nehmen erstmals in ihrer 38-jährigen Geschichte ein Stück ins Programm, das kein Mitglied des Auswahlgremiums vorher gesehen hat. Sabine Willkop hat Christoph Schlingensief in Zürich getroffen. Literatur meets Graffiti - Der erste Comic von Sten Nadolny und Sprayer LOOMIT Sten Nadolny landete in den 80er Jahren einen der größten Publikumserfolge unter den Romanen deutscher Sprache. Seine "Entdeckung der Langsamkeit", die Lebensgeschichte des britischen Entdeckers Lord Franklin, stand viele Monate ganz oben auf den Bestsellerlisten. Zu dieser Zeit begann auch LOOMIT seine Karriere. Allzu große Bekanntschaft allerdings war damals in seinem Metier eher hinderlich: LOOMIT ist Sprayer. Im Rahmen eines Filmprojektes lernten der Graffiti-Künstler und der Literat sich kennen - und entdeckten, dass sie ein gemeinsamer Traum verband: einen Comic zu machen. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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