SWR - Südwestrundfunk

Das Erste: Öffentlich-rechtliches Glanzlicht: Neuinterpretation von Walter Ruttmanns "Berlin: die Sinfonie der Großstadt"

    Baden-Baden (ots) -
    
    "Visionäres Werk von musikalischer und filmischer Sprengkraft"
    SWR-Intendant Prof. Peter Voß lobt Zusammenarbeit von Hörfunk und
Fernsehen
    
    Mit der Bündelung vieler Programmressourcen wagt sich der SWR 75
Jahre nach der Uraufführung von Walter Ruttmanns Stummfilm "Berlin:
die Sinfonie der Großstadt" an eine Neuinterpretation des Klassikers.
Es wurde für dieses Kunstwerk mit Thomas Schadt nicht nur einer der
angesehensten deutschen Dokumentarfilmer gewonnen, sondern mit Iris
ter Schiphorst und Helmut Oehring auch zwei hochrangige Vertreter der
zeitgenössischen Musik. Beide werden in Zusammenarbeit mit dem
Regisseur eine Partitur für den Film schreiben. Und: Das
international bedeutende SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und
Freiburg mit dem Gastdirigenten Roland Kluttig begleitet als
Live-Orchester die Uraufführung am 10. April 2002 in Berlin.
SWR-Intendant Prof. Peter Voß sieht das Projekt als Einlösung
originärer öffentlich-rechtlicher Programmansprüche und erwartet ein
"visionäres Werk von musikalischer und filmischer Sprengkraft". Er
lobte die Zusammenarbeit von Fernsehen und Hörfunk beim SWR.
Fernsehdirektor Dr. Christof Schmid betont, dass der SWR mit dieser
zeitgenössischen Hommage an die Weltstadt Berlin selbstbewusst an ein
Meisterwerk der Filmgeschichte anknüpft. Hörfunkdirektor Bernhard
Hermann spricht von einer "neuen Begegnung des Hörens und Sehens, die
mit dem gemeinsamen Auftritt der ersten Garde der zeitgenössischen
Musik und des Dokumentarfilms möglich wird".
    
    Gemeinsam haben sich im SWR die Fernseh-Programm-Macher mit dem
SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg zusammengeschlossen,
um in einer konzentrierten Kraftanstrengung mit diesem
Gesamtkunstwerk gleichzeitig "Live- und Fernsehkultur" zu schaffen.
Dem ästhetischen Gleichgewicht von Film und Musik in diesem
sinfonischen Stummfilm entspricht die Kooperation der
Fachabteilungen. Im SWR zeichnet die Hauptabteilung Fernsehkultur
unter Dr. Christoph Hauser verantwortlich, die redaktionelle Leitung
liegt bei Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri und Peter Latzel. Der
SWR-Fernsehspielchef Dr. Dietrich Mack hat die musikalische Beratung
übernommen. Das Orchestermanagement und damit alle Aufführungen für
das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sichert Reinhard
Oechsler. Roland Kluttig ist der junge Gastdirigent, der sich
international mit der Interpretation zeitgenössischer Musikwerke
einen Namen gemacht hat.
    
    "Berlin: Sinfonie einer Großstadt" wird von teamWorx/Odyssee-Film
als Auftragsproduktion des SWR gemeinsam mit ARTE und Telepool
produziert. Gefördert wird das Projekt durch die Bundesstiftung Film,
den Filmboard Berlin-Brandenburg und die Medien- und Filmgesellschaft
Baden-Württemberg. Produzent ist Nico Hofmann, die Produktionsleitung
teilen sich Lisl Breuer von teamWorx und Jochen Dickbertel vom SWR.
Für das Klangkonzept und seine Realisierung sowie das Sounddesign ist
Torsten Ottersberg (GOGH surround music production) zuständig.
    
    Der SWR ist innerhalb der ARD sowohl im Dokumentar- als auch im
Fernsehfilmbereich mit ungewöhnlichen Produktionen hervorgetreten.
Der SWR-Dokumentarfilmer Marcus Vetter hat für sein Feature "EM.TV -
Wo das Geld wächst" gerade einen Grimme-Preis und die Berliner
Regisseurin Helga Reidemeister für "Gotteszell" den Grand Prix des
Pariser "Cinéma du Reel" erhalten; im vergangenen Jahr zählen Ebbo
Demants Bildessay "Wüste", der erstmals auf der Berlinale zu sehen
war, neben dem Dokumentarfilm "Kinderland ist abgebrannt" von Sibylle
Tiedemann und Ute Badura zu den mehrfach gewürdigten
SWR-Produktionen. Für das hohe Niveau bei den Fernsehfilmen stehen
der Film "Goebbels und Geduldig" von Peter Steinbach und Kai Wessel
und die dritte Staffel von "Heimat III", deren Dreh im Herbst
beginnen soll, aber auch Nachwuchsfilme wie "Oi Warning" der Brüder
Dominik und Benjamin Reding oder das Dokudrama "Der Tunnel" von
Marcus Vetter.
    
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