SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Sonntag, 13. Mai 2001 (Woche 20) bis Donnerstag, 7. Juni 2001 (Woche 23)

    Baden-Baden (ots) -
    Sonntag, 13. Mai 2001  (Woche 20)/02.05.2001
    
    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    11.00    Die Bestenliste - Das Literaturmagazin
                 Die besten Bücher im Mai
                 Moderation: Hubert Winkels
                 Gäste: Urs Allemann und Norbert Zähringer
                 Folge 5/11
                 Regie: Thomas M. Lindner
    
    Die Bestenliste, das Literaturmagazin des SWR, stellt die
Neuerscheinungen der traditionsreichen SWR-Bestenliste vor. 34
renommierte deutschsprachige Literaturkritiker und -kritikerinnen
bestimmen Monat für Monat, welchen Büchern sie möglichst viele Leser
und Leserinnen wünschen. Es moderiert Hubert Winkels.
    
    Folgende Bücher werden besprochen:
    
    Urs Allemann: "Holder die Polder", Moses Rosenkranz: "Kindheit",
Paul Celan/Gisèle Celan-Lestrange: "Briefwechsel", Norbert Zähringer:
"So", Martin Kessel: "Herrn Brechers Fiasko"
    
    Gäste im Studio:
    
    Der Schweizer Schriftsteller Urs Allemann mit seinem neuen
Gedichtband "Holder die Polder": Oden, Elegien und Andere.

    Norbert Zähringer und sein erster Roman "So". Die skurrile Geschichte des Bankfilialleiters Gummer: sein Büro befindet sich in einem Wellblechcontainer in einer heruntergekommenen Berliner Gegend. Er erfindet Kunden und ahnt nichts von dem Tunnel, der gerade zu seiner Bank gegraben wird...

    Andreas Nentwich (Die ZEIT) stellt eine Wiederentdeckung vor: "Herrn Brechers Fiasko" von Martin Kessel, ein Angestelltenroman, ein Berlinroman aus der Endphase der Weimarer Republik.          Beiträge:          ...über den Briefwechsel von Paul Celan und seiner Frau Gisèle. Das beeindruckende Dokument gibt Einblicke in eine komplexe Beziehung, erzählt von einer Liebe unter extremen Bedingungen und deren erschütterndem Ende.          ...über Moses Rosenkranz und sein Fragment einer Autobiographie: "Kindheit", über die Jahre vor

    Sonntag, 13. Mai 2001  (Woche 20)/02.05.2001
    
    23.05    Sky Ligths
                 Das VIP-Journal mit Sky du Mont
                 Gespräche und Begegnungen mit Sky du Mont und prominenten
Gästen
                 Folge 17
    
    ... mit Frank Elstner zurück zu den Wurzeln seines Erfolges:
    Dort, wo andere Kur machen, begann Elstners Fernsehkarriere: in
Baden-Baden.  

    Als Zehnjähriger übernahm Elstner dort schon sein erstes Engagement: die Hauptrolle in einer Hörfunk-Bearbeitung von Walt Disneys "Bambi".

    Als Moderator, Produzent und Medienmanager hat Elstner später dann Fernsehgeschichte geschrieben. Er ist der Vater von "Wetten dass..?" und vielen weiteren erfolgreichen Unterhaltungsshows. Sky du Mont traf sich mit dem vielseitigen Medienmacher in Baden-Baden. Der Showmaster plaudert mit Sky über Leben und Beruf und zeigt ihm, wo er seine erste große Liebe geküsst hat. Wetten, daß Sie überrascht sein werden?          ... mit Lilo Wanders unterm Dach und auf dem Deich     Sie zählt zu den geheimnisvollsten Frauen Deutschlands. Was für ein Leben führt die berühmte "Wa(h)re Liebe" Moderatorin Lilo Wanders hinter der Kamera?

    "Sky Lights" durfte sie privat besuchen. Lilo Wanders lebt in einem alten Bauernhaus in Norddeutschland. In ihrem Kaminzimmer hat sie mit Sky du Mont über Lilos Welt geplaudert. Wir durften ihre enorme Büchersammlung, die fast 5000 Bände Literatur umfasst bewundern und später mit ihr unter Apfelbaumblüten am Deich spazieren. Dabei hat sie so manches Geheimnis ausgeplaudert...          ... Neustart in New York: im Gespräch mit Christian Kahrmann

    Kennen sie noch den kleinen Benny Beimer aus der Lindenstraße?
    Aus ihm ist mittlerweile ein engagierter und  vielbeschäftigter
junger Schauspieler geworden. Vor vier Jahren ging Christian Kahrmann
nach New York und gründete dort sein eigenes, sehr erfolgreiches,
Theater. Dort haben wir ihn getroffen und uns von ihm seine
Wahlheimat zeigen lassen. Wir sind mit ihm durch das Künstlerviertel
East Village gezogen und haben einen "barber shop" besucht, wo er
sich einer echten Nassrasur unterzogen hat. Nicht nur dabei wurde uns
klar, dass aus dem kleinen Benny Beimer alias Christian Kahrmann ein
echter Mann geworden ist....
    
    Der "Sky Lights" Wochenrückblick aus der Sicht von: Schauspielerin
Andrea L'Arronge
    
    
    Samstag, 19. Mai 2001  (Woche 21)/02.05.2001
    
    Kürzeren Beitrag beachten!
    
    09.15    DASDING im TV
    
    10.40    (VPS 10.30)
                 Anruf genügt - Komme ins Haus
                 (bis 12.30)
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    Sonntag, 20. Mai 2001  (Woche 21)/02.05.2001
    
    23.05    Sky Lights
                 Das VIP-Journal mit Sky du Mont
                 Gespräche und Begegnungen mit Sky du Mont und prominenten
Gästen
                 Fogle 18
    
    ... auf der Schiene mit Heike Drechsler

    Weit, weiter, am weitesten - Heike Drechsler. Die zweimalige Olympiasiegerin, mehrfache Welt- und Europameisterin sowie fünfmalige Weltrekordlerin im Weitsprung hat noch lange nicht vor die Spikes an den Nagel zu hängen. Sie ist immer auf Achse - und das vorzugsweise mit dem Zug. Im ICE haben wir die "Sieben-Meter-Königin" getroffen und unter anderem erfahren, wie es sich als realexistierender Sportstar in der DDR gelebt hat.          ... im Berliner Konzerthaus mit Ausnahmebariton Thomas Quasthoff

    "1,34 gross, keine Arme, sieben Finger". Mit diesen Worten beschreibt sich Thomas Quasthoff. Der Weltklassebariton und Grammypreisträger ist seit Geburt an Contergan geschädigt. Im Konzerthaus in Berlin erzählt er Sky du Mont von seiner beispiellosen Karriere trotz des enormen Handicaps. Ein Gespräch, für das es nur ein Fazit gibt: Kleiner Mann ganz gross.          ... beim Kaffee mit Dietrich Mattausch

    "Ich bin kein Typ, ich bin Schauspieler", sagt der beliebte Mime Mattausch über sich selbst. Ob als Hauptkommissar Rick im Vorabend-Dauerbrenner "Der Fahnder", als Fabrikant Sattmann in der "Piefke-Saga", als Nazi-Scherge Heydrich in der "Wannseekonferenz" oder Oberstaatsanwalt in der Serie "Die Straßen von Berlin", Mattausch ist Schauspieler aus Leidenschaft und einer der vielbeschäftigsten im Deutschen Fernsehen noch dazu. Neben zahlreichen Engagements auf Theaterbühnen hat Mattausch jetzt eine ganz neue Rolle für sich entdeckt: die des Familienvaters. Mit Sky du Mont plaudert Mattausch beim Kaffee über Filme und Familie, Fernsehen und Frauen. Lassen Sie sich überraschen.          Und wie jede Woche: der "Sky Lights" Wochenrückblick aus der Sicht von einem prominenten Zeitgenossen.

    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    Geänderten Programmablauf für SR beachten!
    
    15.25    (VPS 15.24)
    live    Sport extra (SR)
                 Landesturnfest 2001 in Kirkel
                 (bis 17.15)
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    20.15    Hereinspaziert
                 Talk und Show aus Mainz
                 Moderation: Sabine Hampel und Patrik Sommer
    
    Die "kleinen Helden" von nebenan mit ihren kuriosen, manchmal
unglaublichen, immer aber spannenden Geschichten stehen wie gewohnt
im Mittelpunkt von "Hereinspaziert!". So ist diesmal ein Mann zu
Gast, der in vier Jahren mit zwei Pferden einmal um die ganze Welt
ritt. Er kann von der Gastfreundschaft des mongolischen Staatszirkus,
den Fehldiagnosen koreanischer Amtsärzte, der Hilfsbereitschaft eines
amerikanischen Computerexperten und vielem mehr erzählen. Ein anderer
Gesprächspartner von Moderator Patrik Sommer saß jahrelang
un-schuldig in DDR-Haft und behielt seine aufwühlende Geschichte drei
Jahrzehnte lang für sich. Ulkreporterin Julia Schmitt geht diesmal
rheinland-pfälzischen Vatertagsfreuden auf den Grund. Und im Studio
sorgt der Dompteur des kleinsten Löwens der Welt für jede Menge Spaß.

    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    21.15    Pfälzisch aufgetischt
                 Szenen und Sketche von Pfälzer Bühnen
    
    Schon im gesunden Zustand kann so mancher Pfälzer eine
Herausforderung für das Zwerchfell sein. Der kranke Pfälzer aber läßt
sich eigentlich nur im Theater und mit Humor ertragen. Kein Wunder,
dass das Phänomen 'des kranken Pfälzers' bis heute die heimischen
Bühnen reizt. Deshalb zeigt 'Pfälzisch aufgetischt' diesmal kranke
Pfälzer und ihre gesunden Opfer - der 'ewige Kranke' Eugen Damm und
seine leidgeprüfte Familie. Aber auch Spitz und Stumpf und die
Pfälzer Theaterfamilie aus Frankenthal um Marion Kramper-Erb und
Günter Michael Blank führen dem Rest des Landes vor, was es heißt:
Pfälzer zu sein - und krank.

    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    23.05    Sky Lights
                 Das VIP-Journal mit Sky du Mont
                 Gespräche und Begegnungen mit Sky du Mont und prominenten
Gästen
                 Folge 19
    
    ...im Proberaum mit Peter Maffay

    51 Jahre und kein bisschen leise! Deutschlands Rocker Nummer eins, Peter Maffay, hat die Klampfe noch lange nicht aus der Hand gelegt. Zur Zeit bereitet der Mann mit der Whiskey-Stimme seine große Deutschland Jubiläumstournee vor: 30 Jahre Peter Maffay Band! Im Proberaum am Starnberger See plaudert Peter Maffay mit Sky du Mont über Leben und Karriere und über wieviele Brücken er nun tatsächlich gehen mußte.          ...auf der Fith Avenue mit New Yorks Würstchenkönig Rolf Babiel

    12 Uhr Mittags in New York. Lunchtime. Ob Wall Street Broker, Tourist oder Polizist, um diese Zeit  tummeln sich auf der 5th Avenue Scharen von hungrigen Mäulern um den Würstchenstand von Rolf Babiel. Das Temperamentsbündel aus Hoyerswerda siedelte vor 20 Jahren in den Big Apple über und versuchte sein Glück mit der Bratwurst. Mit durchschlagendem Erfolg. Die Amerikaner lieben seine Kombination aus zünftigem Essen und spektakulärer Verkaufsshow. Mittlerweile hat er in New York sein drittes Restaurant eröffnet. Sky du Mont traf ihn dort zum Gespräch, bei dem es nicht nur um die Wurst ging.

    ...mit Natja Brunckhorst in München:

    Mit 14 spielte sie die Christiane F. und wurde über Nacht zum Star . Mit 15 verließ sie Schule und Elternhaus. Mit 24 bekam sie eine Tochter, mit 25 erkrankte sie an Krebs. Heute, mit 34, schreibt das Drogenmädchen von damals erfolgreiche Drehbücher. Sky du Mont traf sich mit Natja Brunckhorst in München. Sie erzählt über Kindheit, Krankheit und Karriere und darüber, wie sie "alles immer ein bisschen früh gemacht" hat.          Aus dem Fernsehen kennt man sie als das weibliche Oberhaupt der TV-Familie "Die Fallers"  - wie der Alltag einer beliebten Serien-Schauspielerin aussieht, verrät Ursula Cantieni im "Sky Lights"-Wochenrückblick.

    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    23.35
                 SWR 3: Open air 2001 in Mainz
                 Highlights vom SWR 3-Open-Air-Festival in Mainz am Schloss
                 Aufzeichnung vom 26.05.01
    
    Zehn Stunden Hits nonstop von elf Top-Acts und das alles bei
freiem Eintritt: Am 26. Mai laden die Landesregierung, der Landtag
und SWR3 ganz SWR3-Land nach Mainz zur größten Party im Land ein -
zum SWR3 Rheinland-Pfalz Open Air. Gemeinsam wird das
Regierungsviertel auf der "Großen Bleiche" in ein gigantisches Open
Air-Gelände verwandelt. Mit dabei sind Superstars wie Vanessa
Amorosi, Rednex, Melanie Thornton, Atomic Kitten und Laith Al-Deen,
sowie ein Überraschungs-Top-Act der Extraklasse. Südwest
Rheinland-Pfalz zeichnet das Mammutkonzert auf und sendet die
Highlights.

    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    Zusätzlichen Beitrag für SR beachten!
    
    01.05    Sport extra (SR)
                 Landesturnfest 2001 in Kirkel
    
    02.55    Saartext (SR)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Montag, 28. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Zinsen - Wer gibt mehr?
    Wohnwagen - Fahrtipps für den Urlaub
    Behörden-Service - Wo bleibt die Türe zu?

    Montag, 28. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    21.45    Teleglobus
        
                 Schlimmer als Hiroshima
        
                 Die Agent-Orange-Opfer in Vietnam und USA
    
    Seit 26 Jahren ist der Vietnam-Krieg schon vorbei, doch die
schrecklichen Folgen sind noch immer allgegenwärtig - vor allem die
Schäden, die das Entlaubungsmittel Agent-Orange bei einer Million
Menschen angerichtet hat. Während des Vietnam-Krieges versprühten
Flugzeuge der USA 72 Millionen Liter Herbizide, um Teile des Ho Chi
Minh Pfades zu entlauben und so den gegnerischen Nachschub unter
Kontrolle zu bringen. Zehn Prozent des früheren Südvietnams sind
seitdem verseucht, Grundwasser und Boden sind vergiftet, Dioxin ist
in die Nahrungsmittelkette gelangt. Mehr als eine Million Menschen
sind daran gestorben, schwer erkrankt oder deshalb mit Missbildungen
geboren. Der Anteil der erblichen Geburtsschäden stieg in diesen
Gebieten nach dem Krieg von durchschnittlich 0,2 auf durchschnittlich
mehr als drei Prozent. Niemand weiß, wie lange das Gift den Menschen
noch krank machen wird. Die WHO hat zehn Krankheiten als Folge von
Agent Orange anerkannt, acht davon sind Krebserkrankungen. Aber viele
Erscheinungsbilder der Dioxinvergiftung in Vietnam sind bis jetzt
namenlos.

    Der Film erzählt die Geschichte des Kampfstoffes Agent-Orange aus der Sicht der Soldaten und Piloten, der Opfer und ihrer Angehörigen auf beiden Seiten des Pazifiks und mit den Worten von Ärzten und Wissenschaftlern, die das Problem zu erforschen und zu begreifen beginnen. Auch Politiker beider Seiten äußern sich. Im Mittelpunkt des Films steht der heute schwerkranke amerikanische Admiral Zumwalt, der in seinem Bereich (Navy) den Einsatzbefehl für Agent Orange gab. Sein Sohn, ebenfalls Soldat in Vietnam, starb 1988 an den Folgen. Dessen Sohn wiederum ist mental und seine Tochter physisch geschädigt.

    Donnerstag, 31. Mai 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
    
    Thema des Tages: Tigerenten-Club-Moderator Dennis Willms stellt
seine neue CD vor.
    Serien: Neues vom Süderhof, Oiski!Poiski!, Familie Superschlau
    
    
    Freitag, 1. Juni 2001  (Woche 22)/02.05.2001
    
    21.45    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Droge Ruhm
                 Vom schönen Schein und schweren Sein
    
    "Jeder Mensch auf der Welt wird künftig 15 Minuten Ruhm haben",
prophezeite einst Andy Warhol. Ganz so weit sind wir noch nicht, aber
noch nie waren die Chancen so groß, dass aus jedem Nobody ein Star
werden kann. Was tut man nicht alles für ein bisschen mehr
Aufmerksamkeit: sich auf allen Kanälen vorführen lassen, sich in
Magazinen ausziehen oder in Container einziehen. Aber schneller
Aufstieg und Absturz liegen oft nur einen Schritt auseinander.
Besonders für diejenigen, die nur berühmt fürs Berühmtsein sind. Und
so hoch mancher Star und manches Sternchen auch steigen mögen, runter
kommen sie alle. V    iele sind am Ende ihrer Karriere am Boden
zerstört. Warum ist es so schwer, von der Droge Ruhm loszukommen,
wenn man erst einmal angefixt ist? Wer bestimmt darüber, wem Ruhm
zuteil werden darf? Und was hat wirklich Bestand in diesem
gnadenlosen Medienzirkus?
    
    Wieland Backes fragt nach in "Droge Ruhm - vom schönen Schein und
schweren Sein" im Nachtcafé am 1. 6. um 21.45 Uhr im
Südwest-Fernsehen.

    Die Gäste:
    
    Ernst Hannawald
    hat das Auf und Ab in Extremform durchlebt: Kindheit im Heim,
Jugendstar im Filmgeschäft, Unfall mit tödlichen Folgen, Absturz als
Drogenabhängiger. Sein Leben im Rausch endete mit zwei
Banküberfällen. Nach Verbüßung seiner Strafe versucht er seit August
vergangenen Jahres wieder Fuß zu fassen. Rückblickend sagt Hannawald:
"Mit 17 von heute auf morgen im Mittelpunkt zu stehen, das hat mich
zum regelrechten Kotzbrocken gemacht."
    
    Paul Sahner
    Solche Prominentenschicksale sind ein gefundenes Fressen für Paul
Sahner. Er ist seit über 30 Jahren im Klatschgeschäft und seine
Interviews sind zum Aushängeschild der "Bunten" geworden. "Ruhm macht
süchtig", weiß er aus Erfahrung und kaum einer ist davor gefeit. Doch
berühmt und nichts dahinter - davon hält Sahner nichts. Die wahren
Werte gedenkt der Klatschprofi ohnehin lieber bei den Mönchen in
Tibet zu finden.
      
    Professor Peter Weibel
    Philosoph, Künstler und Direktor des Zentrums für Kunst und
Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, sieht zwischen Promis und
Presse eine unheilvolle Komplizenschaft: Der Boulverardjournalismus
wird zum Mittäter in einem antidemokratischen Prozess. Wenn Leute aus
dem "Big Brother"-Container gerade wegen ihrer Defizite gewählt
werden, "entstehen Urteile ohne jegliche Kriterien". So hat für ihn
die Prophezeiung von Andy Warhol, dass jeder 15 Minuten Ruhm haben
kann, etwas Apokalyptisches.
    
    "Ruhm is hell", weiß auch Frances Schoenberger, die seit über 30
Jahren in Hollywood lebt und dort die Anlaufstelle für alle Berühmten
und Ruhmsuchenden ist. Arnold Schwarzenegger ist Patenonkel ihrer
Tochter, Leonardo di Caprios Mutter ihre beste Freundin, und mit Wim
Wenders besucht sie sonntags den Gottesdienst. Sie weiß, wie hart die
Stars für ihren Erfolg arbeiten müssen und sagt: "Alle, die hier her
kommen und die Öffentlichkeit suchen, die suchen eigentlich die
Liebe."
    
    Manuela Thoma
    ist mit ihren beiden Kindern wieder auf der Suche nach einem
normalen Leben außerhalb der Öffentlichkeit. Sie ist seit 1995 mit
dem ehemaligen Skispringer Dieter Thoma verheiratet und hat den
Medienrummel aus nächster Nähe erfahren. Doch mit dem Ende der
Weltklassekarriere beendete er auch die Ehe. "Er hebt ab und hat
entschieden, sein Leben im Alleingang durchzuziehen", sagt Manuela
Thoma. Der "Boris der Lüfte" scheint den Boden unter den Füßen
verloren zu haben und sucht in der Welt des schönen Scheins neue
Anerkennung.
    
    Dr. Edda Gottschaldt
    kennt die ewige Sucht nach Anerkennung aus der Praxis. Sie leitet
die Oberberg-Kliniken, in denen ihr verstorbener Mann Professor
Matthias Gottschaldt eine spezielle Therapie für Suchtkranke
entwickelte. Zum Patientenkreis zählen Spitzen aus Wirtschaft,
Politik und Showgeschäft. Als ausgebildete Therapeutin weiß die
Unternehmerin: Alkohol und Tabletten sind nur Symptome einer Sucht,
die dahinter steckt - "der Abhängigkeitskrankheit im weitesten Sinne:
dieses ständige Getriebensein und Streben nach immer mehr."
    
    An der Bar:
    
    Gina Wild
    Für ihre weitere Karriere ist Gina Wilds bisheriger Ruhm eher ein
Makel, denn die ehemalige Kinderkrankenschwester wurde als
Darstellerin in der Pornobranche zum Mediensternchen. Auf dem
Höhepunkt ihres Erfolgs beendete sie dieses Kapitel ihrer Laufbahn.
Doch als bekennende Exhibitionistin mag sie auf das Bad in der Menge
nicht verzichten. "Es ist doch ein schönes Gefühl, wenn sich die
Leute für dich interessieren." Nun versucht sie ihr Glück als
Moderatorin und Schauspielerin.

    Montag, 4. Juni 2001 Pfingstmontag  (Woche 23)/02.05.2001
    
    09.00    Aus dem Zürcher Opernhaus:
        
                 Cosi fan tutte
        
                 Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
        
                 Mit Cecilia Bartoli, Lilian Nikiteanu, Agnes Baltsa,
Robert Sacca, Oliver Widmer, Carlos Chausson
        
                 Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt
        
                 Inszenierung: Jürgen Flimm
        
                 Bühnenbild: Erich Wonder
                 Fernsehregie: Brian Large
                 Aufzeichnung einer Aufführung aus dem Zürcher Opernhaus
    
    Libretto von Lorenzo da Ponte. Fiordiligi: Cecilia Bartoli;
Dorabella: Liliana Nikiteanu Guglielmo: Oliver Widmer; Ferrando:
Roberto Saccà; Despina: Agnes Baltsa; Don Alfonso: Carlos Chausson.
Es spielt das Orchester der Oper Zürich unter der Leitung von
Nikolaus Harnoncourt.
    
    Zwei junge napoletanische Offiziere - Ferrando und Giuglielmo -
wetten mit dem zynischen Lebemann Don Alfonso um die Treue der von
ihnen angebeteten Schönen, Fiordiligi und Dorabella. Diese fallen
prompt auf die Verführungskünste der verkleideten Muselmanen und im
Rollentausch um sie werbenden Geliebten herein, allerdings erst, als
die erfahrene Zofe Despina aus der Schule plaudert. Don Alfonso
behält Recht - so machen es alle, nämlich die Frauen - und gewinnt
seine Wette. Zurück bleiben zwei verwirrte und desillusionierte
Paare.
    
    Nach "Le nozze die Figaro" und "Don Giovanni" fand im Februar 2000
mit "Così fan tutte" der Mozart/da Ponte-Zyklus des Teams
Harnoncourt/Flimm/Wonder am Zürcher Opernhaus seinen Abschluss. Zwei
aufsehenerregende Rollendebüts prägen die Zürcher "Così fan
tutte"-Inszenierung: Cecilia Bartoli singt erstmals die Rolle der
Fiordiligi, und Agnes Baltsa präsentiert sich als lebenserfahrene
Despina.

    Montag, 4. Juni 2001 Pfingstmontag  (Woche 23)/02.05.2001
    
    20.15    3. Deutsches Bundesmusikfest in Friedrichshafen
        
                 (Aufzeichnung vom Tag)
    
    20.000 Musiker präsentieren in der Bodenseemetropole vier Tage
lang mehr als Marsch- und Volksmusik. Ob Jagdhornbläsergruppen, Show-
und Marchingbands, Liebhaberorchester oder kleine Dorfkapellen - alle
haben fleißig geübt, um Publikum und Jury in verschiedenen
Wertungsspielen und Wettbewerben aufhorchen zu lassen. Sonja
Schrecklein präsentiert Ihnen dieses wahre "Feuerwerk der Blasmusik".

    Montag, 4. Juni 2001 Pfingstmontag  (Woche 23)/02.05.2001
    
    21.50    Flussfahrt in Ostpreußen
        
                 Die Gilge
        
                 Film von Volker Koepp
    
    Das nördliche Ostpreußen ist nach dem 2. Weltkrieg als
"Kaliningrader Gebiet" zur Sowjetunion gekommen und nach deren
Zerfall heute eine russische Exklave zwischen Litauen und Polen.

    Wenige Kilometer hinter Tilsit (heute: Sowjetsk) verliert die Memel (russisch: Neman, litauisch: Namunas) ihren Namen: die Hauptarme ihres Deltas heißen nun Ruß und Gilge. Durch die Elchniederung fließt die Gilge bis ins Kurische Haff.

    Der Film beschreibt eine einzigartige Flusslandschaft, von der kaum jemand noch etwas weiß. Ein kompliziertes Entwässerungssystem macht die Gegend gleichzeitig zur landwirtschaftlichen Besonderheit. Nach 1945 wurde die deutsche Bevölkerung ausgesiedelt und es kamen Menschen vieler Nationalitäten aus vielen Gebieten der früheren Sowjetunion. Der allgemeine Verfall in Russland wirkt sich in dieser Exklave besonders aus. Doch die Menschen geben nicht auf.

    Sina, die rothaarige Melkerin erzählt von ihrem Leben an der Gilge, sie lebt allein mit ihrer Tochter, die Nachbarn sind unfreundlich in ihrem Dorf...

    Anatoli, vor Jahren aus Sibirien gekommen, versucht hinter dem Deich Landwirtschaft zu betreiben, baut sich gar auf alten Grundmauern ein neues Haus...

    Die Ufer der Gilge sind ein Paradies für Kinder, auf Anatolis Grundstück mit der Kirchenruine kann man an die hundert Störche zählen.

    Der Fluss, der hohe Himmel Ostpreußens, der Wind, das Haff. Ein Film über eine Landschaft und über Menschen, die in dieser Landschaft leben.

    Nach seinem mehrfach preisgekrönten Film "Kalte Heimat" ist "Eine Flussfahrt in Ostpreußen" eine weitere Ostpreußen-Dokumentation des renommierten Filmemachers Volker Koepp.

    Dienstag, 5. Juni 2001  (Woche 23)/02.05.2001
    
    21.45    Blickpunkt Europa
        
                 "Helden im Faltenrock"
    
    Die gut Gegürteten in Griechenland müssen vor allem Haltung
bewahren. Und: die Helden tragen Faltenrock. "Evzonen" heißen sie, zu
deutsch: "Die gut Gegürteten". So heißt die Präsidialgarde des
griechischen Präsidenten. Sie tragen Faltenrock. Sie sind Helden.
Evzonen waren im Altertum die besonders kräftigen Elitesoldaten. Die
Griechen leben ihr Altertum. Also sind Evzonen heute noch mindestens
1,85 Meter groß, müssen makellose Beine haben - des Minirocks wegen -
und, so die Dienstvorschrift, über eine "ausgezeichnete körperliche
und geistige Verfassung, über Charakter, Moral und Gesundheit"
verfügen. Sie tragen einen weißen Faltenrock als Uniform, 400 Falten,
von der Garde-eigenen Schneiderei gefertigt und selbst gebügelt.
Diese Uniform trugen die aufständischen Griechen im Kampf gegen die
Türken, im 19. Jahrhundert. Evzonen sind deshalb Helden. Diese Figur,
der rocktragende Evzone, ist deshalb griechische Identität. Die
genauen Aufgaben der Evzonen im Krisenfall sind ein Staatsgeheimnis.
Zu sehen sind die Evzonen in aller Regel nur vor dem Syntagma-Palast
in Athen, dort fotografiert sie jeder Urlauber. BLICKPUNKT EUROPA
zeigt die Helden im Faltenrock auch hinter den Kulissen, Dienstag, 5.
Juni 2001, 21.45 - 22.15 Uhr, Südwestfernsehen.

    Mittwoch, 6. Juni 2001  (Woche 23)/02.05.2001
    
    21.00    (VPS 20.59)
                 Schlaglicht
                 Jagd auf die "Cabrio-Mörder"
                 Die Sonderkommission greift zu
                 Eine Reportage von Stephan Schlentrich
    
    Er wollte sein rotes AUDI Cabrio verkaufen. Doch mit dem Inserat
im Internet lockte der Stuttgarter Computerexperte Wolfgang K. nicht
nur potenzielle Autokäufer, sondern auch seine Mörder an. Unmittelbar
nachdem die Leiche des Mannes entdeckt wurde, nahmen die Beamten der
Stuttgarter Mordkommission die Arbeit auf. Die "SOKO Cabrio" forschte
im Umfeld des Mordopfers, verhörte Nachbarn, Freunde und Angehörige.
Doch gleich eine der ersten Spuren erwies sich als "heiß": Das Auto
des Mordopfers war verschwunden.
    
    SWR-Autor Stephan Schlentrich und sein Kamerateam begleiteten die
Beamten der Mordkommission Stuttgart rund um die Uhr. Sie gewannen
einmalige Einblicke in die Arbeit der Fahnder: modernste Methoden der
Spurensicherung, bundesweite Intensiv-Fahndung, Telefonüberwachung,
kriminalistische Puzzle-Arbeit. Stück für Stück fügte sich in den
Tagen nach der Gewalttat das Bild zusammen: die letzten Stunden des
Opfers, die Handschrift der Täter, ihre möglichen Motive und ihre
Flucht durch das gesamte Bundesgebiet. Rasch kristallisierten sich
als mutmaßliche Mörder ein Pärchen aus Baden-Württemberg heraus. Die
Fahndung nach den beiden jungen Leuten, er 26 und sie 17 Jahre alt,
machte bundesweit Schlagzeilen. Auch deshalb, weil die Polizei sich
zur großangelegten Öffentlichkeitsfahndung entschlossen hatte. Man
befürchtete, dass die Mörder ein neues Opfer suchen könnten.
    
    Neun Tage nach dem Gewaltverbrechen in Stuttgart griffen die
Beamten eines "Mobilen Einsatz-Kommandos" zu. Die mutmaßlichen Mörder
wurden in einem Luxus-Hotel in der Karlsruher Innenstadt
festgenommen. Mit dabei: Ermittler der Stuttgarter "SOKO Cabrio" und
das Fernsehteam des Südwestrundfunks. Die Jagd auf die Cabrio-Mörder
war zu Ende.

    Donnerstag, 7. Juni 2001    (Woche 23)/02.05.2001
    
    21.00    Fahr mal hin
                 Schienen, Bienen und Draisinen
                 Auf alten Gleisen durch das Glantal
                 Ein Film von Uli Paulus
    
    Tief im Westen der Pfalz: Fahrrad-Draisinen rollen auf
stillgelegten Eisenbahnschienen am Glan entlang. Die 50 Kilometer
lange Draisinenstrecke von Altenglan im Pfälzer Bergland bis
Staudernheim im Nahetal ist ein Erlebnis für Eisenbahnromantiker und
Naturliebhaber: Die Trasse verläuft durch eine weitgehend intakte
Naturlandschaft.
    An jedem der 18 Haltepunkte gibt es viel zu entdecken: eine alte
Dorfschmiede, die für Besichtigungen noch in Betrieb genommen wird;
einen Bienen-Lehrpfad im Wald, wo die Kinder selbst Honig schleudern
dürfen oder die verwunschene Klosterruine Disibodenberg, in der einst
Hildegard von Bingen wirkte. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude von
Lauterecken hat der Wirt eine Brauerei aufgemacht, im Bahnhof von St.
Julian lädt ein Künstler zum offenen Atelier ein, und in Odernheim
können die Schienenradler im Weingut Klostermühle direkt von der
Draisinenfahrt zur Weinprobe übergehen.

    Donnerstag, 7. Juni 2001  (Woche 23)/02.05.2001
    
    21.45    Sonde
                 Wissen im Dritten
                 Hormontherapie in den Wechseljahren - Schutz oder Gefahr?
                 Moderation: Franziska Rubin
    
    Knochenschwund, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Depressionen: das sind
drei der Probleme, die durch die Veränderung des Hormonhaushalts in
den Wechseljahren auftreten können. Betroffen sind davon keineswegs
nur Frauen - auch bei Männern verusacht das Hormon-Tief Beschwerden.
Schutz vor diesen Krankheiten verspricht die Hormonersatztherapie.
Doch sie birgt auch Risiken: Inzwischen weiß die Medizin, dass die
Gefahr an Brustkrebs zu erkranken steigt, wenn Frauen nach den
Wechseljahren Östrogenpräperate einnehmen.

    Neuere Studien zeigen auch, dass die Hormone ihre Schutzfunktion
nur bei Gesunden gut entfalten. Liegen zum Beispiel Knochenschwund
oder Herzkrankheiten bereits vor, können Hormone kaum helfen. Andere
Medikamente wirken dann besser.
    
    Über Alternativen zur Hormontherapie berichtet Sonde.
    
    
    
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