SWR - Südwestrundfunk

Das Erste: 35 Jahre REPORT - ein ARD-Magazin hat Geburtstag
REPORT Mainz steht für investigativen Journalismus

Baden-Baden (ots) - Das politische Flaggschiff des Südwestrundfunks im Ersten feiert Geburtstag: REPORT wird 35 Jahre alt. Am 25. April 1966 ging das Politikmagazin das erste Mal auf Sendung, aus Baden-Baden. In 35 Jahren hat sich REPORT zu einem ARD-Markenzeichen entwickelt. Engagiert und pointiert haben die Moderatoren und Redakteure von REPORT die gesellschaftlichen Diskussionen in diesen 35 Jahren begleitet. Günter Gaus war Moderator und Redaktionsleiter der ersten Stunde. Peter von Zahn folgte 1967. 1972 begann dann die Ära von Franz Alt. Sie währte 20 Jahre und 230 Sendungen. Nach ihm übernahm Jochen Waldmann, 1996 Ulrich Craemer. Seit Juli 1998 moderiert Chefredakteur Bernhard Nellessen das SWR-Flaggschiff, Fritz Frey leitet die Redaktion. Mit dem Führungswechsel halten Neuerungen Einzug. REPORT zieht nach Mainz um, neue Reporter verstärken das Team, Beiträge stehen am Tag nach der Sendung im Internet. An Bewährtem halten die beiden Verantwortlichen jedoch fest. Bernhard Nellessen: "Wir geben Nachrichten nicht nur wieder, wir setzen selbst welche. Exklusiv recherchierte, investigative Stories waren immer das Markenzeichen von REPORT und sollen es auch bleiben." Und Redaktionsleiter Frey ergänzt: "Wir wollen unberechenbar bleiben, uns auf keine politische Linie festlegen." REPORT MAINZ stellt seine Unabhängigkeit immer wieder glaubwürdig unter Beweis. Markenzeichen: Seriosität und Unberechenbarkeit. Die oft exklusiven Recherchen bleiben nicht ohne Wirkung. So deckt das ARD-Magazin in einer der ersten Sendungen nach dem Umzug die dubiosen Anlagegeschäfte des designierten NRW-Justizministers Reinhard Rauball auf (Sendung vom 1.3.99). Eine Woche nach Ausstrahlung des Films in REPORT MAINZ verzichtet Rauball auf das Ministeramt. Für die Ermittlungsbehörden relevant auch die Rechercheleistung der Redaktion im Fall "Julius Viel": Reporter aus Mainz entdecken unbekannte Protokolle im Archiv des ehemaligen KZ Theresienstadt (Sendungen vom 28.2.00, 11.12.00). Daraufhin kann die Polizei den Mörder von sieben jüdischen Gefangenen festnehmen - im März 2001 ergeht der Schuldspruch gegen den ehemaligen SS-Offizier. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft jahrelang erfolglos gegen ihn ermittelt. Akzente setzt das ARD-Magazin wiederholt in der Berichterstattung zum NPD-Verbotsantrag. Die Redaktion durchleuchtet die Geschäftsverbindungen von Banken, Verlagen und Druckereien zur NPD, während Politik und Justiz bereits intensiv über ein Verbot dieser Partei nachdenken (Sendungen vom 21.08.00, 9.10.00). REPORT MAINZ zeigt, dass zahlreiche Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch immer Geschäfte mit der NPD machen. Nach der Ausstrahlung des Beitrags kündigen viele Banken NPD-Konten. REPORT MAINZ gelingt es im Januar 2001 auch, nach 24 Jahren den umstrittenen Verfasser des Buback-Nachrufs aufzuspüren. Erstmals stellt sich "Mescalero" - unter diesem Pseudonym hatte er nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback den Nachruf veröffentlicht - einem Interview vor der Fernsehkamera. (Sendung vom 29.01.01). Mitglieder der jetzigen Bundesregierung gerieten ihrer eigenen Rolle 1968 und 1977 wegen in die Kritik. REPORT MAINZ stößt bei den Zuschauern auf große Resonanz. Im Jahr 2000 wurde das Politikmagazin im Durchschnitt von 3,47 Millionen Menschen gesehen, was einem Marktanteil von 11,45 Prozent entspricht. In den ersten Monaten 2001 stieg die Quote sogar auf durchschnittlich 3,55 Millionen Zuschauer - damit nimmt REPORT MAINZ in diesem Jahr den ersten Platz unter den ARD-Magazinen ein. SWR-Feature "35 Jahre Report - ein ARD-Magazin hat Geburtstag. Ein Zwischenruf von Jürgen Flettner", Mittwoch, 25.04.2001, 23.20 Uhr im Südwest Fernsehen ARD-Magazin "REPORT MAINZ", jeden dritten Montag im Ersten Moderation: Bernhard Nellessen "REPORT NACHGEFRAGT", jeden dritten Montag im SÜDWEST Fernsehen Moderation: Fritz Frey Nächste Sendung: REPORT MAINZ, Montag, 7. Mai 2001, 21.00 Uhr im Ersten REPORT NACHGEFRAGT, Montag, 7. Mai 2001, 22.15 Uhr im SÜDWEST Fernsehen Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter http://www.swr.de/presse/news/index.html ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Inken-Dürten Schreyer, Tel.: 06131/929-3272. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: