SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Montag, 16. April 2001 Ostermontag (Woche 16) bis Donnerstag, 10. Mai 2001 (Woche 19)

      Baden-Baden (ots) -      

    22.35
                 Henri Rousseau oder die Legende vom naiven Maler
        
                 Ein Film von Rudij Bergmann
    
    Generationen von Sonntagsmalern haben sich auf ihn berufen: Henri
Rousseau (1844 -1910). Er ist wohl der berühmteste aller naiven
Maler. Doch seine Dschungelbilder sind nur auf den ersten Blick
naiv-romantische Abenteuerfantasien. Sie erzählen von einer fernen
Welt, in der ein Lebewesen des anderen Feind ist - Projektionen von
Rousseaus eigenen existenziellen Sorgen und Nöten. Der französische
Maler stammte aus dem bretonischen Laval und lebte über vierzig Jahre
in Paris. Er malte, schrieb Stücke und komponierte. Picasso war ein
begeisterter Sammler der Bilder Rousseaus. Mit seiner flächigen
Malerei hat er Pablo Picasso sehr beeindruckt. Picasso und seine
Freunde vom Montmartre erkannten in Rousseaus Bildern einen
Primitivismus, den sie dem der afrikanischen und ozeanischen Kunst
gleichsetzten - mit jener Stilistik, die sie bewunderten und die die
Kunst des 20. Jahrhunderts so entscheidend beeinflussen sollte. Die
einfache und direkte Formensprache Rousseaus beeinflusste außerdem
Fernand Leger, Max Beckmann und Max Ernst. Für die Surrealisten war
er eine Art ein Vorläufer. Zu seinen wirkungsmächtigen Propagandisten
gehörten Künstler wie Robert Delaunay, Dichter wie Alfred Jarry und
Apollinaire. Rudij Bergmann zeigt in seinem Film diese andere Sicht
auf das Werk Henri Rousseaus. Dieses ist ab 3. Februar 2001 in einer
großen Retrospektive der Kunsthalle Tübingen zu sehen.
    
        
    Dienstag, 17. April 2001  (Woche 16)
    
    Wiederholungssendung beachten!
    
    08.15    nix wie raus...
                 Peloponnes
                 (Erstsendung: 25.03.2001, HR)
    
    
    Mittwoch, 2. Mai 2001  (Woche 18)
    
    Wiederholungssendung beachten!
    
    10.00    Landesschau (WH von MO)
                 (Erstsendung: 30.04.2001)
    
    
    
    
    Dienstag, 8. Mai 2001 (Woche 19)
    
    23.00
                 Um Elf: Früher war die Zukunft besser
        
                 Ethik, Moral und andere Wertsachen-
        
                 Eingesammelt von Andreas Neumann und Gerhard Widmer
    
    War früher alles besser? Sind Anstand und Moral in unserem Lande
auf den Hund gekommen? Wird irgendwer noch von Skrupeln geplagt, wenn
die Bedenkenträger nach Altväterart über den Werteverfall klagen?
Andreas Neumann hat diese Fragen auf seiner Suche nach der früher
schon sehr viel besseren Zukunft im Reisegepäck. Seine Tour durch die
deutsche "Wertelandschaft" führt ihn quer durch die Republik. Wo und
von wem werden Werte überhaupt verändert, vergessen, verdrängt,
gepflegt oder einfach gelebt? Haben beispielsweise Helmut Kohls
individuelle Wertedefinition oder Peter Sloterdijks philosophischen
Utopien mit dem Alltag der Mehrzahl der Menschen etwas zu tun?
Andreas Neumann schaut auf der Suche nach Antworten unter anderem bei
der Ohnsorg-Schauspielerin Heidi Kabel vorbei. Er spricht in einem
Gefängnis mit lebenslänglich Inhaftierten und begegnet in Sachsen
Gotthilf Fischer und dessen Fans bei der Pflege ihrer musikalischen
Werte. Ein "Day Trader"gewährt ihm Einblick in seine Wertewelt, die
des Geldes. Andreas Neumann und sein Team lernen, wie ein vormals
genialer Handballer wieder gehen lernt. Es ist die erste Begegnung
mit dem einstigen Nationalspieler Joachim Deckarm seit seinem
Sportunfall vor achtzehn Jahren. Unterstützt vom Sportmediziner Prof.
Klümper, kämpfte sich Deckarm Schritt für Schritt aus der Amnesie ins
Leben zurück. Früher war die Zukunt besser ist das filmische
Protokoll einer subjektiven Suche nach Moral, Ethik und anderen
Wertsachen.
    
    
    Mittwoch, 9. Mai 2001 (Woche 19)

    21.00    Schlaglicht
        
                 Sattes Land - hungrige Kinder
        
                 Eine Reportage von Eric Friedler
    
    "Hungernde Kinder - das gibt es in Deutschland nicht!" Diesen Satz
hört Pastor Bernd Siggelkow aus Berlin-Hellersdorf fast täglich. Doch
er selbst kann und will den Hunger der Kinder in seinem Stadtviertel
nicht ignorieren und so kämpft er für eine Küche, die hungrigen
Kindern täglich eine warme Mahlzeit anbietet. Die Reportage "Sattes
Land - hungrige Kinder" zeigt, dass Berlin- Hellersdorf kein
Einzelfall ist. Eine Statistik in der erfaßt würde, wieviele Kinder
in Deutschland hungern, gibt es nicht. Doch Beobachtungen von
Wohlfahrtsverbänden und dem Kinderschutzbund belegen: Immer mehr
Kinder aller Altersstufen sind von Hunger betroffen. Tatsache ist
auch, dass in immer mehr Städten Menschen wie Pastor Siggelkow
handeln, um den Hunger der Kinder zu bekämpfen. In Hannover wurde
z.B. die "Nordstädter Kindertafel" eingerichtet. Kinder aus einem
sozialen Brennpunkt erhalten hier einmal am Tag eine warme Mahlzeit
umsonst. Ähnliches findet sich in Oldenburg und München. All dies
beruht auf privatem Engagement und Spenden, denn für hungrige Kinder
gibt es aus kommunalen Töpfen keine Gelder. Und so bleiben diese
Initiativen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nur circa 4, 50 Mark
täglich stehen laut Sozialhilfegesetz zur Verfügung, um ein
siebenjähriges Kind zu ernähren. Dazu kommt: In armen Familien wird
immer zuerst am Essen gespart. So geschieht es, dass Kinder nur noch
unregelmäßig essen, keine warmen Mahlzeiten erhalten, manchmal -
insbesondere gegen Monatsende - nur noch mit Nudeln und Brot ernährt
werden. Stellvertretend für alle betroffenen Kinder spricht ein
14-jähriger Junge aus, was er empfindet, wenn er hört, dass viele
Menschen in Deutschland den Hunger im eigenen Land nicht sehen
wollen: "Ich finde, dass die Menschen wissen sollten, dass es
Menschen wie mich gibt, die hungern. Dass viele dies nicht wissen
wollen, das macht mich wütend.
    
      
    Donnerstag, 10. Mai 2001 (Woche 19)
    
    21.45    Sonde - Wissen im Dritten
        
                 Prima Klima? Die Folgen der Klimaveränderung
    
    Das Weltklima verändert sich, die Temperaturen steigen, soviel ist
sicher. In welchem Ausmaß das in den nächsten 100 Jahren der Fall
sein wird, ist schwer zu berechnen. Auch wenn Klimaforscher über die
Ursachen der Klimaerwärmung noch streiten, wird das Konsequenzen für
uns alle haben: Wir werden in Zukunft öfter mit Naturkatastrophen wie
Hochwasser, Stürmen oder Schlammlawinen rechnen müssen. Auch extreme
Dürre und daraus resultierende Hungersnöte werden in manchen Teilen
der Erde zunehmen. Große Versicherungsgesellschaften reagieren
bereits jetzt auf die Folgen der Klimaveränderung und wollen durch
Naturgewalten entstehende Schäden nicht mehr alleine tragen. Das
Thema betrifft letztendlich jeden »Häusle-Besitzer« dessen Eigentum
zum Beispiel von Hochwasser bedroht ist, denn die Versicherungsnehmer
sollen stärker zur Kasse gebeten werden.
    
    
    
ots Originaltext: SWR
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