SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Nachtkultur
Freitag, 30. März 2001 (Woche 13)
Frank Elstner: Menschen der Woche
Samstag, 31. März 2001 (Woche 14)
11.30 Fliege
Dienstag, 3. April 2001 (Woche 14)

Baden-Baden (ots) - 23.15 Nachtkultur Moderation: Markus Brock Die Themen: Vom hässlichen Entlein zur Popikone - Das exzessive Leben der Janis Joplin: 1943 wurde Janis Joplin im texanischen Port Arthur geboren. Aufgewachsen in einem strengen Elternhaus begann sie mit 14 zu rebellieren. Sie provozierte, indem sie ausgewaschene Jeans und übergroße Männerhemden trug, war aufsässig, und widersetzte sich den damals geltenden Regeln. Sie schloss sich der Beatniks-Bewegung an und knüpfte musikalische Kontakte. Erste Auftritte hatte Janis Joplin Anfang der 60er-Jahre in den Clubs von Austin, bei denen sie Folk- und Bluessongs interpretierte. 1965 wurde sie Mitglied der Band "Big Brother". Am 4. Oktober 1970 starb sie einsam in einem Hotelzimmer in Hollywood an einer Überdosis Heroin. Die amerikanische Historikerin Alice Echols gewährt in ihrem Buch "Janis Joplin - Piece of My Heart" einen Einblick in das Leben der Hippie-Queen. Sie schildert das hemmungslose Leben von Janis Joplin, ihre Alkohol- und Drogenexzesse und das Ende ihrer kurzen Karriere. Wie der Vater, so die Söhne - Die Künstlerfamilie Feininger zwischen Berlin und New York: Unter dem Titel "Feininger - Vater und Söhne" stellt die Städtische Galerie Karlsruhe den Bauhausmeister Lyonel Feininger und seine beiden Söhne zum ersten Mal in einer gemeinsamen Sonderausstellung vor. Die Schau umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien. Der Vater Lyonel Feininger (1871 - 1956) wurde als Sohn deutscher Einwanderer in New York geboren. Als Spross einer Musikerfamilie wurde er zwar als Geiger ausgebildet, entschied sich dann aber für die bildende Kunst. Der Bauhaus-Lehrer gilt als wichtigster Künstler der Klassischen Moderne. Sohn Andreas Feininger, 1906 in Paris geboren, entdeckte die Fotografie als künstlerisches Medium. Klarheit, Einfachheit und eine prägnante Bildorganisation waren die Grundprinzipien seiner Arbeit. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges emigrierte er nach New York, wo er von 1943 bis 1962 als Bildredakteur beim Life-Magazin tätig war. Andreas Feiningers New Yorker Bilder zählen heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte. Bruder T. Lux Feininger, 1910 in Berlin geboren, wurde wie sein Vater durch das Bauhaus entscheidend geprägt. Seine große Leidenschaft für Meer und Schiffe bringt er in seinen Marinebildern zum Ausdruck. Auch er wanderte 1936 nach New York aus, und entwickelte durch die Verbindung von deutscher und amerikanische Kultur eine neue Bildsprache. Meine Mutter, eine Fremde - Die persönlichen Bekenntnisse des iranischen Schriftstellers Said: Teheran im Mai 1947. Der kleine Said wird wenige Tage nach seiner Geburt von seiner Mutter getrennt. Er soll bei seinem Vater leben. Ein einziges Mal darf Said als 12-jähriger seine Mutter sehen, für einen kurzen Nachmittag. 31 Jahre später erhält der mittlerweile in Deutschland lebende Exilautor von seinem Halbbruder einen Anruf aus Teheran: Er kann nun seine Mutter in Kanada treffen kann. Was in einem Menschen vorgeht, der mit 43 Jahren zum ersten Mal die Möglichkeit erhält, seine Mutter für drei Wochen zu sehen, das erzählt der iranische Schriftsteller Said in seinem Buch "Landschaften einer fernen Mutter". Said schildert darin die zwiespältigen Gefühle, die von Sehnsucht über Trauer bis hin zur Wut reichen. Said wuchs während des Schah-Regimes auf. 1965 reiste er als Student nach München. Sein politisches Engagement gegen das kaiserliche Regime im Iran machte ihm zunächst eine Rückkehr in sein Heimatland unmöglich. Von 1995 bis 1996 war Said Vizepräsident und Beauftragter des PEN-Zentrums für das "Writers in Prison Committee". Seit Mai 2000 ist er Präsident des PEN-Zentrums Deutschland. Entfesselte Fotografie - Eine Retrospektive des Avantgarde-Künstlers Jürgen Klauke Für seine Fotos schlüpft er in Durchleuchtungsschächte von Flughäfen oder lässt Hüte vor der Linse durch die Luft fliegen. Jürgen Klauke zählte zu den ersten Nachkriegskünstlern, die der Fotografie neue Impulse geben konnten. Er entfernte sich von der realistischen Abbildung und entdeckte die Fotografie als eigene Kunstform. Seit 30 Jahren sorgen Jürgen Klaukes Schwarz-Weiß-Fotoarbeiten für Aufsehen. Die Bonner Kunst- und Ausstellunghalle würdigt das Werk des 57-jährigen Künstlers jetzt mit der ersten bundesweiten Retrospektive. Unter dem Titel "Absolute Windstille" sind knapp 1000 Fotoarbeiten aus allen Schaffensphasen von Jürgen Klauke zu sehen. Der Künstler schuff einige Arbeiten eigens für die Ausstellung. Nachtkultur hat Jürgen Klauke in Bonn getroffen. Samstag, 31. März 2001 (Woche 14) 22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche Gäste u. a.: Jenny Jürgens, Fritz Rau (Konzertveranstalter und Ehren-Echo-Träger), DJ. Bobo Dienstag, 3. April 2001 (Woche 14) Geändertes Thema beachten! 11.30 Fliege Briefe an Jürgen Fliege ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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