SWR - Südwestrundfunk

SWR-Reihe "Um Elf" mit Themenschwerpunkt "Eros und Religion" ab 27. März im Südwestfernsehen: Fünf Sendungen über Sexualität und Religion

    Baden-Baden (ots) -     Talk mit Ex-"Liebe Sünde"-Moderatorin Mo Asumang, Geschichte einer Geschlechtsanpassung u.a.

      Mit dem Thema Sexualität und Religion setzt sich der
Südwestrundfunk (SWR) vom 27. März bis 24. April 2001 auseinander: Im
Dritten Fernsehprogramm geht die Reihe "Um Elf" unter anderem der
Frage nach, ob kirchliche Dogmen als Orientierung noch brauchbar
sind, zeichnet die Geschichte einer Geschlechtsanpassung nach und
versucht die Frage "Kann denn Liebe Sünde sein?" aus der Sicht von
drei Generationen zu beantworten. Die drei Dokumentationen und zwei
Gesprächsrunden werden jeweils dienstags um 23 Uhr im
Südwestfernsehen ausgestrahlt. Der Auftaktfilm "Kama Kala -Rituale
der Liebe" am 27. März zeigt, wie eng Eros und Religion einst in den
Naturreligionen zusammenhingen: Fruchtbarkeitsgöttinnen wurden
gefeiert, religiöse Rituale gipfelten in orgiastischen Feiern.
Hingabe bis zur Extase fand sich nicht nur in der körperlichen Liebe,
sondern auch in der Religion, was auf Tempelbildern noch heute zu
sehen ist.
    
    Am 3. April beschäftigt sich die Talksendung "Immer nur das Eine!"
mit Sexualität zwischen Markt und Moral. Zu Gast bei Moderator
Andreas Malessa sind Mo Asumang, Ex-Moderatorin des Erotik-Magazins
"Liebe Sünde" (Pro7) und Ulrich Beer, Psychologe und Buchautor. In
den christlichen Religionen ist von Sinnlichkeit wenig zu spüren. In
der katholischen Kirche gibt es sie im Gottesdienst, aber auch nur
dort. Sex habe ausschließlich der Fortpflanzung zu dienen und sei
überhaupt nur in der Ehe erlaubt. In der Praxis dagegen verhüten fast
90 Prozent der Katholiken und betrachten Sex nicht nur unter dem
Aspekt der Familiengründung. Sind also kirchliche Dogmen als
Orientierung der Gesellschaft überhaupt noch brauchbar? Darüber wird
in dieser Gesprächsrunde diskutiert.
    
    "Aus Berthold wird Beate" lautet am 10. April der Titel einer
Dokumentation über die Geschichte einer Geschlechtsanpassung: Der
Film begleitet Beate Biundo, 40 Jahre zuvor als Berthold geboren,
über ein halbes Jahr bis zur entscheidenden Operation. Beate und ihre
Freundin Sigrid berichten über ihr ungewöhnliches Leben. Nach dem
Film findet ein Gespräch darüber statt, wie das Leben von Beate
heute, ein Jahr nach der Operation, aussieht. "Gelegenheit macht
Liebe" heißt es am 17. April zum Thema Jugend und Sexualität. Auch
Jugendliche hinterfragen die kirchlichen Leitbilder, wie dieser Film
zeigt. So versucht die katholische Jugend, mit der Bischofskonferenz
den Dialog zu führen und fordert der Lebensrealität angepasste Werte
und Normen. Andere Jugendliche suchen ihre Vorbilder in Sendungen wie
"Liebe Sünde" oder "Wahre Liebe". Die klassische Frage "Kann denn
Liebe Sünde sein?" wird am 24. April zum Abschluss des
Themenschwerpunktes gestellt. Mit Andreas Malessa diskutieren darüber
Vertreter aus drei Generationen: Elisabeth Moltmann-Wendel,
Wegbereiterin der feministischen Theologie in Deutschland, die
Schriftstellerin Andrea Schwarz und als jüngste Teilnehmerin die
25-jährige Katja Feld.
    
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