SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Freitag, 28.09.12 (Woche 39) bis Freitag, 26.10.12 (Woche 43)

Baden-Baden (ots) - Freitag, 28. September 2012 (Woche 39)/24.09.2012

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Wieland Backes Diagnose Krebs - wie damit umgehen?

Eine schreckliche Vorstellung: Man steht mitten im Leben, hat Familie und ein gemütliches Zuhause, und auf einmal, bei einer Routineuntersuchung bekommt man vom Arzt eine Diagnose, die das ganze Leben verändert: Krebs. Eine Krankheit, die immer noch schwer zu heilen ist, eine Krankheit, von der man nie wirklich gesundet und oft austherapiert sein Dasein fristet. Wie soll man mit dieser Prognose umgehen? Für viele ein Schock, sie verkriechen sich und wollen nichts mehr wissen vom Leben. Andere beschließen: "Jetzt erst recht!", sie kosten die Zeit, die ihnen bleibt, noch einmal voll aus. Ob Schulmedizin oder alternative Heilmethoden, man findet zahlreich Hilfe und Hoffnung auf Heilung: So gibt es verschiedenste Methoden, die Krankheit zu bekämpfen, von klassisch bis unseriös - ob nun Diäten, Magnetfeldtherapien oder Mistelextrakte - und auch die Psyche spielt oft eine Rolle. Ist die Diagnose also nicht das Ende? Wie geht man am besten mit der Prognose um? Was ist zu tun, wenn man an Krebs erkrankt ist? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Besteht Hoffnung auf Heilung?

Die Gäste:

Für den Kulturjournalisten und Dokumentarfilmer Rázvan Georgescu ist seit seiner Krebsdiagnose die Auseinandersetzung mit dem Tod ein fester Bestandteil des Lebens geworden. Vor acht Jahren wurde bei dem Familienvater ein unheilbarer Gehirntumor festgestellt. Die schlechte Prognose der Ärzte von drei verbleibenden Lebensjahren hat er überlebt, doch nun ist erneut ein Hirntumor aufgetaucht. "Ich lebe in einem ständigen Zwiespalt zwischen Leben und Tod", sagt der 46-Jährige.

Jahrelang beschäftigte sich Dr. Gabriele Röhn als Biologin und Forscherin mit Krebs, doch dann ereilte sie selbst die Diagnose Brustkrebs. Mit einer völlig neuen Situation konfrontiert, lernte sich die rationale Frau neu kennen: Sie entdeckte ihr Bauchgefühl, ihre Weiblichkeit und eine neue Leidenschaft - das Tangotanzen. "Solange ich tanze, hat der Krebs keine Chance", sagt die 56-Jährige, die seit fast zehn Jahren ohne Befund ist.

"Der Geist hilft dem Körper!", davon ist Dr. Walter Weber überzeugt: Früher behandelte er als Onkologe tausende Krebspatienten, heute begleitet er sie als Psychosomatiker. Denn auch in der Psyche sieht er Ursachen für die Entstehung von Krebs. In Gesprächen und Selbsterfahrungsseminaren löst er mit seinen Patienten seelische Konflikte auf und trägt so seiner Meinung nach einen großen Beitrag zur Heilung bei.

Prof. Andreas Schneeweiss setzt vor allem auf den medizinischen Fortschritt. "50 Prozent der Krebspatienten können heute auf Heilung hoffen", so der Onkologe vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Neue Therapien und Medikamente und vor allem der Austausch zwischen den Fachärzten bieten laut Schneeweiss verbesserte Chancen bei der Bekämpfung vieler Krebsarten.

Carola Zimmermann Frey bekam 2008 die Diagnose Brustkrebs. Sie ließ sich einen Knoten entfernen, doch eine Amputation und eine dringend angeratene Chemotherapie lehnte sie ab. Stattdessen versuchte sie verschiedene Alternativverfahren, unter denen der Krebs jedoch Metastasen im ganzen Körper bildete. Erst dem Tode nahe, fand die vierfache Mutter zurück zur Schulmedizin. Ihr Lebensmut ist dennoch ungebrochen: "Ich werde neunzig!"

Claus Maywalds Tochter Lara war nicht einmal drei Jahre alt, als bei ihr ein aggressiver Hirntumor entdeckt wurde. Damit sie die Behandlung besser verstand, zeichnete Maywald ein Kinderbuch. Drei Jahre lang hoffte die Familie auf Heilung, nicht zuletzt weil Lara ihre Lebenslust nie verlor: "Sie hat uns sehr viel mit ihrem Humor und ihrer Lebensfreude geschenkt", erinnert sich Maywald. Am Ende verlor Lara den Kampf dennoch. Sie starb vor einem Jahr in einem Kinderhospiz.

An der Bar:

Karl-Heinz Blessing ging nie zur Vorsorge. Erst durch einen Zufall wurde vor zwei Jahren bei ihm fortgeschrittener Prostatakrebs festgestellt. Eine empfohlene Operation lehnte der 77-Jährige ab, zu groß war ihm das Risiko möglicher Folgeschäden. Zwar hält er die Krankheit mit Hormontherapien in Schach, doch sollte sich sein Zustand verschlechtern, will der ehemalige Schulleiter in der Schweiz den Weg des begleiteten Freitods gehen: "Ein Pflegefall zu sein, entspricht nicht meinem Bild eines lebenswerten Lebens."

Sonntag, 30. September 2012 (Woche 40)/24.09.2012

Beitrag wird mit Videotext-Untertitel ausgestrahlt!

13.15 Tierärztin Dr. Mertens

Mutterliebe Fernsehserie Deutschland 2008

Sonntag, 30. September 2012 (Woche 40)/24.09.2012

14.00 (VPS 13.59) Gagstätter reist... als Wohnwagen-Tramper durch Deutschland

SWR-Reporter Axel Gagstätter macht Urlaub - allerdings mit Hindernissen. Denn er ist zwar mit Wohnwagen, aber ohne Auto unterwegs. Um auf seiner Deutschlandreise von Süd nach Nord zu gelangen, braucht er deshalb Hilfe. Irgendjemanden, der seinen kleinen Wohnwagen zieht. Nach Möglichkeit ein Auto mit Anhängerkupplung. Gagstätter steht am Fähranleger in Meersburg und sucht jemanden, der ihn abschleppt. Sein Ziel: die Ferieninsel Sylt - Kult-Urlaubsziel im hohen Norden mit wunderschönen Dünenlandschaften und weißen Nordseestränden. Axel muss die Insel in 14 Tagen erreichen. Pro Tag stehen ihm allerdings maximal 20 Euro zur Verfügung. Das reicht gerade einmal, um auf einem Campingplatz die Stellgebühr zu bezahlen und nicht zu verhungern. Das heißt: Für die "Abschleppdienste" der Autofahrer oder auch für Gratisübernachtungen könnte Axel Gegenleistungen erbringen. Er muss dies aber nicht tun. Manches wird sich aus der Situation ergeben, anderes aus dem Stand der Reisekasse. Unterwegs trifft Axel auf ganz unterschiedliche Menschen mit ihren spannenden persönlichen Geschichten. "Gagstätter reist" - eine Reisereportage der etwas anderen Art.

Dienstag, 9. Oktober 2012 (Woche 41)/24.09.2012

Geänderten Programmablauf beachten!

23.00 (VPS 23.45) Studio Richling (WH von FR)

23.30 (VPS 00.15) Nachtcafé (WH von FR) Die SWR Talkshow Gäste bei Wieland Backes

01.00 (VPS 01.45) Nachtkultur (WH von DO) Die Kultur-Illustrierte Moderation: Markus Brock

01.30 (VPS 02.15) Fahr mal hin (WH) Mit Lust aufs Land - der Wonnegau

02.00 (VPS 02.45) BW+RP: SWR1 Leute night SR: aktueller bericht (WH)

02.40 (VPS 03.25) SR: bonus (WH) das SR-Servicemagazin

02.55 (VPS 03.25) BW+RP: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz (WH)

03.10 SR: SAARTEXT

03.55 (VPS 04.25) BW+RP: SWR Landesschau Baden-Württemberg (WH) SR: Planet Wissen (WH) Omas Hausmittelchen - Von Heilkräften und Quacksalberei

04.55 nano

Die Welt von morgen

(bis 05.25 - weiter wie mitgeteilt)

Mittwoch, 10. Oktober 2012 (Woche 41)/24.09.2012

Beitrag ist WH von DI!

06.50 nano (WH von DI) Die Welt von morgen

Mittwoch, 10. Oktober 2012 (Woche 41)/24.09.2012

Geänderten Beitrag beachten!

21.00 (VPS 20.59) betrifft: Macht und Marionette Wie ein Banker einen Politiker steuert

Freitag, 26. Oktober 2012 (Woche 43)/24.09.2012

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Wieland Backes Hauptsache billig?

Ein Friseurbesuch für elf Euro, das T-Shirt für zwei Euro, die Brezel für 29 Cent - auf den ersten Blick ist Deutschland zu einem wahrhaftigen Schlaraffenland für Schnäppchenjäger geworden. Und kaum jemand kann sich diesen Billigangeboten völlig entziehen, unabhängig vom Einkommen. Wirft man z. B. einen Blick auf die Parkplätze der Lebensmitteldiscounter, stehen da nicht selten Autos der Premiumklasse. Doch die verlockenden Dumpingangebote haben auch ihren Preis. Und den bezahlen letztendlich alle mit: Angestellte werden mit Niedriglöhnen abgespeist und stocken beim Staat auf, eine naturverträgliche Erzeugung von Lebensmitteln ist kaum noch möglich, Ketten drängen in die Einkaufsstraßen und beschleunigen das Aussterben der Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe. Der Kunde merkt es schließlich bei der Qualität und Auswahl der Produkte. Warum wird dennoch zum Billigprodukt gegriffen, obwohl den meisten die Konsequenzen durchaus bewusst sind? Ist es so verwerflich, den Preiskampf unter den Firmen für den eigenen Geldbeutel zu nutzen? Was muss sich ändern, damit niemand mehr sein gutes Gewissen an der Kasse ausblenden muss?

SWR Pressekontakt: Simone Rapp, Tel 07221/929-22285, simone.rapp@swr.de

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