SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Montag, 2. April 2001 (Woche 14) bis Freitag, 27. April 2001 (Woche 17)

    Baden-Baden (ots) -

    Montag, 2. April 2001  (Woche 14)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Hampel und Stephan Schlentrich
    
    Die Themen:
    
    Schornsteinfeger - Was Sie nicht bezahlen müssen
    Versicherungswechsel - Hindernisse für Kunden
    Camcorder - Digital in die Zukunft
    
    
    Mittwoch, 4. April 2001  (Woche 14)
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Ich lasse mich nicht unterkriegen
    
        
    Freitag, 6. April 2001  (Woche 14)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    21.45    (VPS 21.44)
                 Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Deutsch - die verhunzte Sprache?
    
    Der moderne Deutsche hoppt von Meeting zu Meeting, unterbricht
kurz für den Lunch, surft im Internet, geht auf Afterwork-Parties
oder diversen Outdoor-Activities nach und relaxt  im Wellness-Bereich
oder zu Hause im Home-Dress als couch-potato beim Zappen. "Denglisch"
heißen die Wort-Neuschöpfungen, die englisch klingen, ein Mischmasch
aus deutscher Grammatik und englischen Wörtern sind und sich in der
letzten Zeit inflationär vermehrt haben.
    
    Sehr zum Leidwesen einer wachsenden Zahl von Sprachschützern, die
inzwischen gar gesetzliche Regelungen zum Schutz der deutschen
Sprache fordern. Steuern wir scheinbar unaufhaltsam und mit
bedrohlich wachsender Geschwindigkeit auf den Untergang der deutschen
Sprache zu? Oder bereichern und beleben Anglizismen und andere
Entlehnungen unseren Sprachschatz und beweisen, dass die Sprache
lebendig ist? Sind immer mehr Menschen, die nicht mit dem Englischen
vertraut sind, in Gefahr, ihre eigene Sprache nicht mehr zu
verstehen? Oder erweitern neue Wörter den geistigen Horizont? Gibt es
in der Zukunft vielleicht verschiedene deutsche Sprachen oder
Sprechweisen? Und wie will man eine Sprache überhaupt gesetzlich
schützen? Darüber diskutiert Wieland Backes mit seinen Gästen.
    
    
    Montag, 9. April 2001  (Woche 15)
    Genauen Titel beachten!
    
    21.45    Teleglobus
                 Arbeit unterm Absatz
                 Indisches Leder für deutsche Schuhe
    
    Sie schuften in Hitze, Gestank und gefährlichen Dämpfen. Täglich
leisten sie Schwerarbeit mit bloßen Händen, zwischen Säuren und
ätzenden Chemikalien. Die Gerbereiarbeiter von Ranipet im
südindischen Tamil Nadu setzen ihre Gesundheit aufs Spiel für ein
paar Rupien: Billiglohnarbeit für den deutschen Schuhmarkt, Arbeit,
die in Deutschland niemand mehr macht, mit Gefahrstoffen, die
hierzulande verboten sind. Die Schuhproduktion für Deutschland und
den übrigen Weltmarkt boomt wie noch nie. Das bringt Devisen. Doch
die Gerbereiindustrie verändert das Land, wie keine andere Branche
zuvor: Kostbares Wasser, das die Bauern dringend für ihre Felder
benötigen, wird jetzt in ungeheuren Mengen zum Gerben benutzt. Die
Gerbstoffe versalzen die Böden. Die Chemikalien verseuchen die Bäche
und Seen. Das schleichende Gift der Gerbereien sickert ins
Grundwasser. Reines Trinkwasser wird knapp. Durch das Wasser werden
nicht nur die Gerbereiarbeiter krank, sondern auch die Anwohner in
den Dörfern. Die indischen Medien berichten immer wieder über die
tägliche Tragödie. Für Teleglobus war zum ersten mal ein deutsches
Fernsehteam in den kleinen Gerbereien von Tamil Nadu. Die größeren
Gerbereien werden streng bewacht. Fernsehkameras sind hier nicht
gerne gesehen. Trotzdem gelang es Thomas Reutter und seinem
Fernseh-Team, Bilder aus einer der größten Anlagen zu bekommen: Es
entstanden heimliche Aufnahmen von der harten und
gesundheitsgefährdenden Arbeit der Gerber.
    
    
    Dienstag, 10. April 2001  (Woche 15)
    Genauen Titel beachten!
    
    05.30    Teleglobus (WH)
                 Arbeit unterm Absatz
                 Indisches Leder für deutsche Schuhe
                 (Erstsendung: 09.04.2001)
    
    
    Mittwoch, 11. April 2001  (Woche 15)
    Geändertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Blut ist dicker als Wasser - Familienbande

    
    Donnerstag, 12. April 2001 (Woche 15)
    21.00    Johannes-Passion
                 Aus dem Festspielhaus Baden-Baden
    
    Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion (BWV 245)
    
    Am Gründonnerstag, dem 12. April, wird im Festspielhaus
Baden-Baden Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion erklingen.
Michael Gielen dirigiert das Werk in prominenter Besetzung: Christoph
Prégardien ist der Evangelist, die Jesusworte werden von Thomas
Quasthoff gesungen, die Arien von Sibylla Rubens, Sopran, Cornelia
Kallisch, Alt, Markus Schäfer, Tenor und Hanno Müller-Brachmann,
Bass.

    Den Chorpart übernimmt der Tölzer Knabenchor, es spielt das SWR
Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.
    
    Die "Passio secundum Joannem" war Bachs erste Passionsmusik im Amt
des Thomaskantors. Sie erfuhr ihre liturgische Uraufführung am
Karfreitag 1724 und ist stets mit der wenige Jahre später
entstandenen, berühmteren Passion nach Matthäus verglichen worden:
stets Anlass auch zum Staunen über Bachs Fähigkeit, sich in die
unterschiedlichen Empfindungs- und Ausdruckswelten beider
Evangelisten hineinzuversetzen. Matthäus ist der objektiver,
schonender Berichtende, Johannes der spontaner, heftig und nicht
selten theatralisch-anschaulich schildernde Beobachter, der auch die
verschiedenen Grade an Bösartigkeit der Widersacher Jesu nicht
mitzuteilen vergisst. Deshalb nimmt der ungestüme Realismus der
Volkschöre auch in der Johannes-Passion bedeutend größeren Raum ein.
    
    Mit jener "Opernhaftigkeit", die das Leipziger Konsistorium ihm
eigentlich untersagt hatte, charakterisiert Bach den Zynismus der
"Kriegsknechte", die Scheinheiligkeit der Hohenpriester oder die
"Kreuzige"-Psychose des Pöbels. Selbst die Figur Christi ist deutlich
anders dargestellt: in der Matthäus-Passion wird er als Heiland und
göttlicher Dulder verklärt, in der Johannes-Passion ist er zunächst
Mensch, der zudem bei seinen Entgegnungen auf die Fragen und
Anschuldigungen von Annas, Kaiphas und Pilatus streng, erregt und
abweisend reagieren kann. Auch der Evangelist gewinnt ein ganz
persönliches Profil. Er erlebt leidenschaftlich, kämpferisch und
mitleidend nach und vergißt vor lauter Anteilnahme bisweilen seine
Rolle als Berichterstatter.
    
    Die Baden-Badener Aufführung wird im Südwest-Fernsehen, ab 21.00
Uhr live übertragen. Zeitversetzt um eine Stunde nach Konzertbeginn.
Am Karfreitag, dem 13. April findet eine weitere Aufführung im
Freiburger Konzerthaus statt, die ab 20.00 Uhr live im Hörfunk auf
SWR 2 übertragen wird.
    
    
    Montag, 23. April 2001  (Woche 17)
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Hampel und Stephan Schlentrich
    
    Die Themen:
    
    Steuerbescheide - Jeder Dritte ist falsch
    Sterndeuter - Die Tücken im Reiseprospekt
    Fußballvereine - Viel Service für die Fans?

    
    Mittwoch, 25. April 2001  (Woche 17)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Ich war schonmal hier - Wiedergeburt
    
    
    Freitag, 27. April 2001 (Woche 17)
    
    20.15    Fröhlicher Alltag
                 aus Boppard
                 Moderation: Heinz Siebeneicher und seine Assistentin "Frau
Wäber"
    
    Am 11. April ist der Fröhliche Alltag zu Gast am Mittelrhein in
Boppard. In der 200 Jahre alten Stadt mit ihren rund 17.000
Einwohnern finden sich viele historische Zeugnisse der Römer, Kelten
und Franken. In Boppard gibt es die steilste Normal-Eisenbahnstrecke
Deutschlands, die Hunsrückbahn, und vor allem für Urlauber
interessant: eine grüne Umgebung mit Wäldern, steilen Weinbergen,
alten Burgen und mehr. Aus Boppard kommen in den Fröhlichen Alltag:
Bürgermeister Walter Bersch und Ehefrau sowie eine Weinkönigin und
zahlreiche Künstler aus der Region.
    
    Gäste sind Andrea Jürgens, die bereits ihr 20jähriges
Bühnenjubiläum feierte. Nach fünf Jahren hat sie im Jahr 2000 dann
eine neue CD auf den Markt gebracht: "Wenn der Himmel es will".
    
    Marc Pircher, der schon seit seinem achten Lebensjahr die
steirische Harmonika spielt. Um sich von den zahlreichen
Musiker-Kollegen aus dem Zillertal abzuheben, verbindet Marc Pircher
Polka und Schlager. 1999 gewann er den Vorentscheid zum Grand Prix in
Österreich, dieses Jahr erhielt er seine erste Goldene Platte. Ferner
die Gruppe Gschwandtner mit der Sängerin Petra Murauer und den sieben
Jungs Gustl Viertbauer, Gerhard Holzer, Fredi Lang, Franz
Schindlauer, Heinz Breuer, Christian Spitzbart und Andi Nussbaumer.
Weiterhin Francine Jordi, die schon im Alter von 10 Jahren zusammen
mit ihren Schwestern rund um Interlaken auftrat. Michael Heck, der
ehemalige Polizist aus Mittelhessen, macht schon seit frühester
Jugend Musik. Als Sänger einer Deutsch-Rock-Band hatte er bereits
Auftritte mit den Rodgau Monotones und der EAV. Und Thomas Rothfuß,
der zehn Jahre lang mit der Volksmusik-Gruppe "Die Schäfer auf"
auftrat und nun eine Solokarriere startet.
    
    
ots Originaltext: SWR
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07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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