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Grimme-Preis für Marcus Vetter
Auszeichnung für SWR-Feature "Wo das Geld wächst: die EM.TV-Story"

    Baden-Baden (ots) -
    
    Der SWR-Autor Marcus Vetter erhält für sein Feature "Wo das Geld
wächst: die EM.TV-Story" den Adolf-Grimme-Preis 2001 in der Kategorie
"Information und Kultur". Noch bevor der Kursrutsch der Aktien zu
einem Verkauf der Pfaffenhoffener Firma EM.TV an die Kirch-Gruppe
führte, hatte Marcus Vetter die heutige Börseneuphorie am
Fallbeispiel von Florian und Thomas' Haffas Medienunternehmen
kritisch unter die Lupe genommen und die Spekulationslust als
Veränderung der Geldkultur interpretiert. Ausgestrahlt wurde der
Beitrag des Südwestrundfunks über den Aufstieg und Fall eines "Global
Players" der New Economy am 15. November 2000 um 21.45 Uhr im Ersten.
Redaktion bei "Wo das Geld wächst" hatte Juliane Endres. Wie das
Adolf Grimme Institut heute, 15. März 2001, mitteilte, wird der Preis
am 23. März 2001 in Marl verliehen.Innerhalb des Wettbewerbs "Fiktion
& Unterhaltung" wird dann auch der Fernsehfilm "Einer geht noch"
ausgezeichnet. Die Tragikomödie ist eine Produktion der Multimedia
Film- und Fernsehproduktion im Auftrag des Bayerischen Rundfunks, des
Südwestrundfunks (Redaktion: Susan Schulte) und Arte.
    
    In der Begründung der Jury heißt es über "Wo das Geldt wächst: die
EM.TV-Story": "Kritisch im Kern, doch ästhetisch mit leichter Hand
ist der Film ein so intelligenter wie eleganter Essay über den
Gegensatz von spekulativer und ehrlicher Arbeit, über die Illusion
des großen Geldes, über die Mode der Medienanlagen und über die
Tücken der so genannten Aktienkultur. Ein optisch brillianter
Heimatfilm, der von Globalisierung handelt." Zu der Preisvergabe
sagte Vetter: "Ich freue mich, dass die Grimme-Jury mit ihrem Preis
ein Feature würdigt, in dem Kapitalismuskritik geübt wird, obwohl das
in heutigen Zeiten ganz unüblich geworden ist."
    
    Der SWR-Autor Marcus Vetter erhält mit der diesjährigen
Auszeichnung bereits seinen zweiten Grimme-Preis. Im vergangenen Jahr
hatte das Marler Institut ihm für sein erstes Dokudrama "Der Tunnel"
einen Grimme-Preis zuerkannt. Außerdem hatte "Der Tunnel" den
Deutschen Fernsehpreis 2000 sowie eine lobende Erwähnung beim
Deutschen Kamerapreis Schnitt und dem Prix Europa 2000 erhalten. Auch
seine Wirtschaftsreportage "Ein Schweinegeld" über sogenannte
Daytrader wurde zweimal ausgezeichnet: mit dem Axel Springer Preis
2000 für Junge Journalisten und dem Ludwig Erhard Förderpreis für
Wirtschaftspublizistik 2000.
    
    Marcus Vetter wurde 1967 in Stuttgart geboren. Nach einem
Sprachstudium in Buenos Aires (Argentinien) und Wirtschaftsstudium in
Worms absolvierte er bei der Bavaria ein Volontariat. Daran schloss
sich ein Aufbaustudium der Medienwissenschaften an. 1994 begann er
beim damaligen Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart seine erfolgreiche
Arbeit für den SWR.
    
    
ots Originaltext: SWR
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