SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Samstag, 17. März 2001 (Woche 12)/ Montag, 16. April 2001 Ostermontag (Woche 16)/

    Baden-Baden (ots) -     Samstag, 17. März 2001  (Woche 12)/06.03.2001     22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche

    Zu Gast u. a.: Alan Carr, Autor des Buches "Endlich Nichtraucher!"
    
    Sonntag, 25. März 2001  (Woche 13)/06.03.2001
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    09.15 Tele-Akademie
              Prof. Dr. Joachim Kersten:
              "Starke Typen" Kultursoziologische Betrachtungen
              jungendlicher Männlichkeitsbilder
    
    Dienstag, 27. März 2001 (Woche 11)/06.03.2001
    
    20.15 Reisewege Oberitalien
    Das Aosta-Tal
    Film von Elisabeth Mayer
    
    Umgeben von den grandiosen Massiven des Mont-Blanc, der Walliser
Alpen und des Gran Paradiso, geschützt und abgeschieden, liegt das
Aosta-Tal auf der Südseite der Alpen. Solange der Mont-Blanc-Tunnel
geschlossen bleibt, ist vom Norden her das Tal nur durch die Pässe
des Großen und des Kleinen Sankt Bernhard zu erreichen. Erst am
südlichen Ende öffnet es sich bei Pont-St.-Martin zur Po-Ebene. Die
besondere Lage hat den Unabhängigkeitsgeist der Talbewohner seit dem
Mittelalter geprägt. Heute sind sie zwar italienische Staatsbürger,
leben aber in einer autonomen Region. Zwei Drittel von ihnen sind
immer noch französischsprachig. Der Reiseweg verfolgt die Spuren der
Geschichte, die in der Römerzeit beginnen, als das Aosta-Tal ein
wichtiger Durchgang von Italien nach Nordeuropa war. Trotz moderner
Industriekulisse sind noch viele Zeugen der Vergangenheit in Aosta,
der größten Stadt im Tal und entlang der antiken Konsularstraße
vorhanden. Das Hospiz des Großen Sankt Bernhard, im frühen
Mittelalter gegründet, und seine berühmten rettenden Hunde sind eine
weitere wichtige Station. In den Seitentälern des Aosta-Tals haben
sich seit jeher Minderheiten mit eigenem Brauchtum behaupten können:
zum Beispiel die deutschsprachigen Walser im Gressoney - oder
"Krämertal". In neuerer Zeit sorgten die beiden Weltkriege für
Konflikte zwischen französischsprachiger Bevölkerung und
italienischer Regierung. Heute aber ist die Zeit der Kämpfe vorbei,
und das Tal lebt hauptsächlich vom Tourismus. Im Winter ist
Hochsaison. Dann erwacht das Städtchen Courmayeur, das unter anderen
für seine mutigen Bergführer und die atemberaubende Sicht auf den
Mont-Blanc, den höchsten Berg Europas, bekannt ist, zu neuem Leben.
    
    Sonntag, 1. April 2001  (Woche 14)/06.03.2001
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    05.15 Tele-Akademie (WH)
    Prof. Dr. Joachim Kersten:
    "Starke Typen" Kultursoziologische Betrachtungen
    jungendlicher Männlichkeitsbilder
    (Erstsendung: 25.03.2001)
    
    Montag, 2. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    14.00 Yo!Yo!Kids
    Thema des Tages: Leben mit Gänsen
    Tipp: Gänsespiel
    Serien: Familie Superschlau, Süderhof, Walter Mellon
    
    Dienstag, 3. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    14.00 Yo!Yo!Kids
    Thema des Tages: Wände bemalen, Komponieren,
    Singen - die Mitmachwerkstatt von Sergio Vesely
    Serien: Familie Superschlau, Walter Mellon, Süderhof
    
    
    Dienstag, 3. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    22.15 Zeichen der Zeit
              Wenn Hungern zur Sucht wird
              Ein Film von Anette Reiß und Lutz Rentner
    
    Julia kommt aus einem kleinen Dorf in Thüringen, ist vierzehn und
magersüchtig. Als ihr Vater sie im Februar 2000 in eine Klinik für
Essstörungen brachte, musste er sie tragen: Julia wog gerade noch 27
Kilo. In den härtesten Phasen ihrer Krankheit findet sie sogar den
Gedanken, dass sie daran sterben könnte, nicht schlimm. Die Gefahr,
dass Julia stirbt, ist zu diesem Zeitpunkt real. Schlank sein ist in.
Aussehen wie Kate Moss und andere Models - davon träumen viele junge
Frauen und Mädchen. Etwa drei Prozent der Frauen im Osten leiden an
Bulimie also an Ess-Brech-Sucht -, noch einmal soviele an Magersucht.
Tendenz steigend. Die Krankheit beginnt meist mit einer übertriebenen
Diät.
    
    Auch bei Isabel (18) hat es so angefangen. Damals war sie zwölf
und fand sich zu dick. Jetzt hat sie Bulimie und in den letzten sechs
Jahren mindestens hundert Kilo ab- und wieder zugenommen. Der
ständige Stress und die Angst zuzunehmen, löste Depressionen aus.
Isabels Tagesablauf wurde von der Waage bestimmt, von
Kalorientabellen und Diätvorgaben. Ihre Familie war völlig
überfordert. Dieser anscheinend nicht zu durchbrechende Kreislauf
gipfelte in einem Suizidversuch. Im März kam Isabel nach
Berggießhübel, in die erste Klinik für Essstörungen im Osten. Hier
werden seit zwei Jahren magersüchtige, bulimische und fettsüchtige
Patienten gemeinsam behandelt: Trotz unterschiedlicher
Erscheinungsbilder der Krankheiten sind die Ursachen ähnlich.
    
    Henriette (17) ist schon zum zweiten Mal in der Klinik. Ein
typischer Fall von Magersucht. Magersüchtige führen einen
unbarmherzigen Kampf gegen den eigenen Körper, den sie mit Hilfe
ihres Intellekts auf ihre Weise verwalten. Daher muss das Verhalten
der Patienten - und ihrer Familien - von grund auf geändert werden.
Ein langer und schwieriger Prozess. Der Film begleitet Isabel,
Henriette und Julia auf diesem Weg. Drei Schicksale, die für viele
stehen.
    
    Mittwoch, 4. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    14.00 Yo!Yo!Kids
    Thema des Tages: Pesachfest
    Serien: Familie Superschlau, Walter Mellon, Süderhof
    
    
    Donnerstag, 5. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    14.00 Yo!Yo!Kids
    Thema des Tages: Computerthema
    Serien: Familie Superschlau, Walter Mellon, Süderhof
    
    
    Freitag, 6. April 2001 (Woche 14)/06.03.2001
    
    20.15 Fröhlicher Weinberg
    Gäste u. a.: Uwe Wesp, Markus Moller-Racke, Günther Neitzer,
    Eckhardt Bercher, Die Klostertaler, Regina Thoss, Francois
    Killian, Sarah Le Wark
    
    Moderation: Ulrike Neradt und Johann Lafer
    
    Uwe Wesp - der beliebte Fernseh-Meteorologe mit der Fliege vom
Deutschen Wetterdienst in Offenbach gibt nicht nur Wetterprognosen,
sondern überzeugt Johann Lafer und Ulrike Neradt durch seine
Kochkünste. Vielleicht wagt er ja eine Prognose über das Weinwetter
in diesem Jahr. Weinanalytiker Günter Neitzer aus Oestrich-Winkel
stellt eine ungewöhnliche Fleißarbeit vor: er hat die Qualität und
Menge der Weinjahrgänge und Wetterverläufe vom Jahre 1400 bis heute
für jedes Jahr in einem Buch gesammelt. Vor dem Jugoslawienkrieg war
der einfache Rotwein 'Amselfelder' der beliebteste Rotwein
Deutschlands - die Binger Firma Racke verkaufte in drei Jahrzehnten
über 600 Millionen Flaschen. Ab 1992 konnte der Wein aus dem Kosovo
wegen des Krieges und des Handelsembargos der Vereinten Nationen
nicht mehr produziert werden. Markus Moller-Racke verkündet nun nach
dem Ende des Krieges die Wiederaufnahme des populären Rotweins: Ab
April wird es Amselfelder aus dem Kosovo in neuer Ausstattung geben.
    
    Der Winzer Eckhardt Bercher aus Baden stellt die nicht so bekannte
Rebsorte Gewürztraminer vor. Musik machen Regina Thoss; die
Stimmungsgruppe 'Die Klostertaler' - Bandleader Markus Wolfahrt muß
Ulrike Neradts Weintest bestehen; der Pianist Francois Killian;
'Fröhlicher Weinberg' wartet mit einer TV-Premiere auf: die
12-jährige Trompeterin Sarah Le Wark aus Grünstadt  in der Pfalz
tritt zum ersten mal mit ihrer Trompete im Fernsehen auf. Die
Gewinnerin eines ersten Preises bei 'Jugend musiziert 2000' hat viel
von ihrem Vater gelernt, der im Walter-Scholz-Orchester mitgespielt
hat.
    
    Sonntag, 8. April 2001 (Woche 15)/06.03.2001
    
    20.15 Dees ond sell
          Schwäbisch-bayerischer Abend
          mit dem Theater "s'Boulevärle", Stuttgart-Münster
          "Peter Pfundtners Bauerntheater" und der "Albkomede"
            Fernsehregie: Isolde Rinker und Alfred Anders
    
    Dreierlei wird geboten: bayerischer Humor durch das "Pfundtnersche
Bauerntheater", schwäbischer Humor durch das Theater "s'Boulevärle"
aus Stuttgart und der Humor der schwäbischen Alb, vertreten durch die
"Alb-Komede".
    
    "s'Boulevärle": 1.Fasse dich kurz/ 2.Der Weltuntergang/ 3.Stress
em Hotzawald/ 4. A Pfondtsdiät/ 5. D'r Animateur/ 6. Das Telefonat/
7. D'Agentur.

    "Pfundtner's Bauerntheater": 1. Bauer sucht Bäurin/2. Warnung vor
dem Hunde Albkomede": 1. Die Kehrwoche/ 2. Die Müllmarken.
    
    Montag, 9. April 2001  (Woche 15)/06.03.2001
    
    20.15  Infomarkt - Marktinfo
    Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Handy-Verträge- Wählen, Wut und Warteschleifen
    Grundstücke - Lage, Luft und alte Lasten
    Fisch - Schmackhaft ohne Schwermetalle?
    
    Mittwoch, 11. April 2001 (Woche 15)/06.03.2001
    
    21.00 Schlaglicht
              Jung - schön - unsterblich
              Vom Kampf gegen das Altern
    
    Marina Schildgen, 55, spritzt sich Wachstumshormone, weil sie auch
mit 70 noch gesund, jung und faltenfrei durchs Leben gehen will. Max
Schildgen, ebenfalls 55, nimmt mehr als 20 Pillen jeden Tag: von
Vitaminen über Spurenelemente bis zu Hormonen. Er hat Angst vor dem
Alter. Mit 60 Jahren will er trotz- grauer Schläfen nicht als
alternder Mann. Petra Schaaf, 38, läßt sich durch ein schmerzhaftes
Peeling, das die Gesichtshaut wegätzt, erste Falten wegbügeln. Sie
will mit Ende 30 die Haut einer Ende 20jährigen haben. "40 Jahre lang
40 bleiben" - das verspricht die Anti-Aging-Medizin. Nicht nur
Kliniken, auch mehr als 300 Praxen in Deutschland haben sich auf
diesen neuen Zweig der Medizin spezialisiert. Dabei wird bei
gedeckeltem Budget nicht mehr nur an kranken, sondern auch an
gesunden Menschen Geld verdient. Unter dem Motto: Altern ist eine
"vermeidbare Krankheit". Die SCHLAGLICHT-Reportage begleitet eine
"Viral-Ärztin" und ihre Patienten, die viel investieren für die
Perspektive ewiger Jugend.
    
    
    Sonntag, 15. April 2001 Ostersonntag (Woche 16)/06.03.2001
    
    13.55 Puppenkinder
              Das Leben der Käthe Kruse
              Eine Dokumentation von Gabriele Dinsenbacher
    
    Die Käthe-Kruse-Puppen sind heute die berühmtesten Puppenkinder
der Welt. Käthe Kruse, ihre Schöpferin, hatte als junge hochbegabte
Schauspielerin im Berlin der Jahrhundertwende den sehr viel älteren
Bildhauer und Bühnenbildner Max Kruse kennengelernt. Käthe und Max
Kruse hatten sieben Kinder, dazu vier Kinder aus der ersten Ehe Max
Kruses. Die Jüngsten der Familie, die zu Beginn des Jahrhunderts mit
der Mutter am Lago Maggiore lebten, wünschten sich vom Vater eine
Puppe. Die lapidare Antwort aus Berlin sollte berühmt werden: "Nee,
ick koof euch keene Puppen. Macht euch selber welche!" So begann die
vielseitig begabte Schauspielerin mit den ersten Versuchen, aus
ausgestopften Handtüchern Puppen zu formen, bis jene Kunstwerke
entstanden, die auf dem Puppenmarkt eine Revolution auslösten. Mit
ihren weichen Stoffkörpern und der inwendigen Drahtkonstruktion, mit
den modellierten Köpfen wurden sie weltberühmt: das Schlenkerchen,
Träumerchen, Hampelchen und Glückskind, allesamt Prototypen der
Kruse-Puppe. Die Filmautorin Gabriele Dinsenbacher zeichnet das
Portrait einer Künstlerfamilie, deren unterschiedliche Talente sich
zum gemeinsamen Erfolg verbanden, denn auch die sieben Kinder der
Kruses arbeiteten mit am Lebenswerk der Mutter und führten es über
deren Tod hinaus weiter. Sohn Max Kruses Kinderbücher "Der Löwe ist
los" und "Urmel aus dem Eis", von Puppen gespielt, gelangten zur
Berühmtheit.
    
    Montag, 16. April 2001 Ostermontag (Woche 16)/06.03.2001
    
    09.00 Die "America"
              Schicksal eines Luxusliners
              Film von Olivier Guiton
    
    Manche Schiffe könnten spannendere Lebensgeschichten erzählen als
die meisten Menschen. Der amerikanische Luxusdampfer "America" ist so
ein Schiff. Buchstäblich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs lief es
als bis dahin größter und sicherster Transatlantikdampfer vom Stapel.
Sein Bau war ein Arbeitsbeschaffungsprogramm aus Präsident Roosevelts
New-eal-Politik zur Überwindung der Wirtschaftskrise und der Versuch
der USA, die starke europäische Konkurrenz in der Passagierschiffahrt
zurückzudrängen. Die "America" war von Anfang an ein Politikum.
    
    Aber der Kriegsausbruch in Europa verhinderte ihren Einsatz im
Liniendienst. So erlebte das stolze Schiff alle Höhen und Tiefen, die
ein Passagierdampfer in diesem Jahrhundert durchlaufen konnte:
Martialischer Truppen- und Munitionsdampfer, exklusiver
Transatlantikliner, überfülltes Auswandererschiff, Kreuzfahrtdampfer
für jedermann, stinkendes Nostalgieschiff. Fast wäre es noch
schwimmendes Hotel und Gefängnis geworden, doch es landete auf dem
Schiffsfriedhof bei Piraeus. Obwohl offiziell aus dem Schiffsregister
gestrichen, existiert der Dampfer immer noch, als gigantisches Wrack
auf einer Sanbank vor der Ferieninsel Fuerteventura. So ist das
Schiff wie ein Spiegel der Zeitgeschichte der vergangenen 60 Jahre.
    
    
    Montag, 16. April 2001 Ostermontag (Woche 16)/06.03.2001
    
    09.45 Das Ende der "France"
              Glanz und Niedergang eines Ozeanriesen
              Film von Olivier Guiton
    
    Meuterei auf einem Luxusdampfer, Geiselnahme auf dem größten
Passagierschiff der Welt - das ist keine Episode aus der Geschichte
des modernen internationalen Terrorismus, sondern Teil des Kampfes
französischer Seeleute um ihre Arbeitsplätze. Schauplatz des
Geschehens: Der gigantische Luxusliner "France", in den 60er Jahren
nationales französisches Prestigeobjekt und letzter Versuch, die
Präsenz der "Grande Nation" imposant auf den Meeren zu symbolisieren.
Vom französischen Staat hoch subventioniert, war der Ozeanriese schon
bei seinem Stapellauf ein Anachronismus: Das Flugzeug hatte das
Schiff als Transportmittel im Transatlantikdienst zwischen Europa und
den USA bereits überholt. Als die Ölkrise Anfang der 70er Jahre die
Treibstoffkosten vervierfachte, sollte die "France" aufs Dock gelegt
werden. Um diesen Schritt zu verhindern, nahmen die
Besatzungsmitglieder am 11. September 1974 den Kapitän und die
Offiziere als Geiseln und verhinderten die Ankunft in Le Havre. Die
Folge war eine monatelange Auseinandersetzung zwischen Meuterern,
Gewerkschaften, Reederei und Staatsmacht. Der Kampf endete mit der
Kapitulation der Besatzung. Fünf Jahre lang lag der Stolz der
französischen Handelsmarine in Le Havre fest, bis es zum Verkauf an
einen norwegischen Reeder kam, der den Luxusliner seitdem unter dem
Namen "Norway" als Kreuzfahrtschiff einsetzt.
    
    Der Film schildert die wechselvolle Geschichte des Ozeanriesen
zwischen Glanz und Glitter des Transatlantikverkehrs, erbittertem
Kampf um Arbeitsplätze in der Passagierschiffahrt bis hin zum
lukrativen Einsatz als "Musikdampfer" in der Karibik.
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

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