SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Themenergänzungen (Woche 8)
(Woche 9)

    Baden-Baden (ots) -      
    
    Freitag, 23. Februar 2001

    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Heike Greis
    
    Die Themen:
    
    "Birth of the cool" - das Lebensgefühl der Sixties in den Bildern
von David Bailey

    1958 schied David Bailey aus der Royal Air Force aus mit dem Ziel, Fotograf zu werden. Sein erster bezahlter Auftrag war ein Hochzeitsfoto, das er 1959 von seinen Nachbarn im Londoner East End machte. Hätte ihm damals jemand prophezeit, wen er künftig vor die Linse bekommen wird (z.B. Mick Jagger, Paul Mc Cartney oder Catherine Deneuve), er hätte es wahrscheinlich nicht geglaubt. Fest steht: kein anderer Fotograf hat die 60er Jahre so beeinflusst wie David Bailey. Er hat in Videoclip-Ästhetik fotografiert, bevor es überhaupt Videoclips gab, und seine Modefotos zeigen die 60er nicht wie sie waren, sondern wie sie sein wollten. Models posierten in Arbeitervierteln, Glamour traf auf Tristesse. "Birth of the Cool" zeigt die ganze Bandbreite von Baileys Können: seine Arbeiten für die Vogue, Porträts von Prominenten oder Dokumentarfotografien.

    Ein faszinierender Blick zurück in die coolen Sixties.          www.lostart.de - die Suche nach Nazi-Beutekunst mit Hilfe des Internets

    Während Hitlers Schreckensherrschaft haben die Nazis ihren
beispiellosen Raubfeldzug auch auf die europäischen Museen
ausgedehnt. Tausende von wertvollsten Gemälden wurden in der Zeit von
1933 bis 1945 gestohlen und in speziell eingerichteten Lagern
gehortet. Nur ein Teil der von den Nazis geraubten Kunst wurde 1945
sichergestellt und in den so genannten "Collecting Points" München
und Wiesbaden von der US-Besatzung gesammelt und begutachtet. Jetzt
haben die Museen begonnen, in den eigenen Beständen nach NS-Raubgut
zu forschen: Detektiv-Arbeit, die spannend und nervenaufreibend wie
ein Tatort-Krimi ist. Wichtigstes Ziel ist es, die umstrittenen
Bilder den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Wie schwierig diese
Arbeit ist, zeigt die Kunsthistorikerin Ilse von zur Mühlen, die
damit beschäftigt ist, eine Datenbank aufzubauen und umstrittene
Fälle zu lösen.
    
    Architektonisches Neuland - das Nachwuchstalent Patrick Weber
    In der Regel werden Architekten ausgezeichnet, wenn sie etabliert,
berühmt und wirtschaftlich erfolgreich sind. Dann sind sie meistens
über 50 Jahre alt und stiften das Preisgeld wohltätigen Zwecken. Als
Alternative gibt es allenfalls noch Förderpreise für besonders
fleißige Studenten der Architektur. Da bekannt ist, dass es
Berufsanfänger besonders schwer haben, hat sich die renommierte
Architekturgalerie am Weißenhof in Stuttgart vorgenommen, jene Erfolg
versprechenden Bau-Newcomer zu fördern, die mit Projekten in ihren
ersten Berufsjahren auffallen. Preisträger des Weißenhof
Architekturförderpreises 2000 ist der im badischen Renchen geborene
Architekt Patrick Weber. Seit 1996 wohnt und arbeitet der 34-jährige
in London, wo er auch an der Bartlett School of Architecture und an
der University of Greenwich unterrichtet. Besondere Aufmerksamkeit
erreichte Weber mit seinem utopischen Hausentwurf für ein Büro- und
Wohnhaus in Bühl, das in seiner formalen Kombination aus Höhle und
Ufo seit Baubeginn gleichermaßen die Neugierde von Nachbarn wie der
Fachwelt auf sich zieht. Leben in Utopia? Der Architekt Patrick
Weber.
        
    Sonntag, 25. Februar 2001  (Woche 9)
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    08.15    (VPS 08.14)
                 Innenleben eines Außenseiters
                 Dem Schriftsteller Hans Erich Nossack zum 100. Geburtstag
                 (Erstsendung: 29.01.2001)
    
    
    Dienstag, 27. Februar 2001  (Woche 9)
    
    21.45    Blickpunkt Europa
                 aus Stockholm
                 Moderation: Lisa Grenfors und Immo Vogel
    
    Die neue, schwedische Co-Moderatorin Lisa Grenfors führt die
Zuschauer durch ihre Heimatstadt Stockholm. Außerdem gibt es folgende
Beiträge:
    
    Streit um Rentiere: Die Samen, letzte Urbevölkerung Europas, von
denen etwa 17.000 in Nordschweden leben, verdienen sich ihren
Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Rentierzucht. Doch die privaten
Waldbesitzer klagen, dass die Herden der Samen angeblich junge Bäume
schädigen. Deshalb will die Holzbranche die Rentiere aus den Wäldern
vertreiben.
    
    Mangel an Arbeitskräften: Schwedens Wirtschaft boomt. Ärzte,
medizinisches Fachpersonal, Bauarbeiter, Computerexperten werden
dringend gesucht, um der Nachfrage entsprechen zu können. Dabei
werden Fachkräfte auch gezielt aus dem Ausland abgeworben. Und
Arbeitslose, zum Beispiel aus Ostdeutschland, brechen auf nach
Schweden, um dort einen interessanten Job zu finden
    
    Alkoholismus bei Jugendlichen: Am Wochenende sind die Straßen der
schwedischen Städte voll mit betrunkenen Jugendlichen. Eine neue
Studie belegt, immer mehr und immer jüngere Schweden haben ein
Alkoholproblem, das sie oft bis ins Entzugsheim führt.
    
    Fahren für Europa: Sie werden "Schwarze Hennen" genannt und
gehören zur freiwilligen Fahrbereitschaft, die jetzt, da Schweden die
Ratspräsidentschaft der EU innehat, den europäischen Politikern ihre
Chauffeurdienste anbieten. Es sind etwa 10.000 Damen, die dafür
sorgen, dass die Prominenz am richtigen Ort zur richtigen Zeit
ankommt.

    Freitag, 2. März 2001  (Woche 9)
    
    21.45    Nachtcafé
                 "Was macht die Frau zur Traumfrau?"
                 Aufzeichnung vom 22.02.2001, Schloss Favorite in
                 Ludwigsburg
    
    Was macht die Frau zur Traumfrau? Ist es die Zurückhaltung einer
Jenny Elvers? Ist es die Natürlichkeit einer Verona Feldbusch? Ist es
der Intellekt einer Claudia Schiffer? Oder sind es vielleicht immer
wieder nur diese 90-60-90-Maße, von denen alle Männer und deswegen
auch viele Frauen träumen. Glaubt man den Zahlen einer Umfrage, dann
muss man wohl zu dieser nüchternen Einschätzung kommen: 94 Prozent
der Männer legen wert auf ein attraktives Äußeres, aber nur 19
Prozent wollen es mit einer intelligenten Partnerin aufnehmen,
selbstbewusstes Auftreten gar ist nur für 15 Prozent wichtig. Aber
verliert als hübsch dummes Heimchen am Herd nicht irgendwann jede
Traumfrau ihre Reize? Denn ist es nicht gerade die Unerreichbarkeit
dieses obskuren Objekts der Begierde, die auch die Männerphantasien
im dritten Jahrtausend bestimmt? Mit Wieland Backes diskutieren
folgende Gäste:
    
    Yasmina Filali: 90-60-90 - so beschreibt sich die exotische
Schönheit in drei Worten. Zwar wollte sie lange Zeit viel lieber ein
Junge sein, hat aber inzwischen ihre weiblichen Reize entdeckt, die
sie auch schon im "Playboy" und in der Serie "Die rote Meile" zeigte.
Das konnte wohl auch dem ehemaligen Sat-1-Chef Fred Kogel nicht
verborgen bleiben, mit dem die Schauspielerin seit einem Jahr
zusammen ist.
    
    Sabina Begic: Sie ist ein Serienstar der anderen Art. "Abnehmen in
Essen" (ab März auf Arte und im WDR-Fernsehen) lautet das Vorhaben
mit vier weiteren "Ruhrpott-Frohnaturen", die den überflüssigen
Pfunden den Kampf angesagt haben. Mit Rohkost statt Rindsroulade will
sich die Tochter eines Restaurantbesitzers von ihren 104 Kilo
verabschieden. Zwischenzeitliche Rückschläge steckt die 30-Jährige
mit einer Extraportion Lebensfreude weg.
    
    Alfred Hrdlicka: Der Wiener Bildhauer steht auf barocke
Weibsbilder und hatte eine Zeit lang gleich drei Traumfrauen an
seiner Seite. "Meine Vielweiberei ist intellektuell", kommentierte
der 73-Jährige diese ungewöhnlichen Abhängigkeitsverhältnisse mit
Ehefrau Barbara sowie den Musen Angelina und Flora. Den Selbstmord
von Flora dokumentierte Hrdlicka in dem Reportageband "Der Fall Flora
- Reportage einer mörderischen Hörigkeit".
    
    Gabriel Barylli: Der Schriftsteller und Regisseur hat schon mit
vielen Frauen zusammengelebt - wenn auch hübsch der Reihe nach:
Inzwischen ist der 42-Jährige zum vierten Mal verheiratet. Aber ob es
sich nun bei der aktuellen Ehefrau um seine Traumfrau handelt,
darüber ist sich der Womanizer selbst noch nicht im Klaren. Und so
dreht sich in seinen Büchern und Filmen weiterhin alles munter rund
um die Liebe.
    
    Christian Nürnberger: Bei dem Journalisten und Autoren Christian
Nürnberger dreht sich zwar auch alles um die Liebe - aber eben nur um
die eine, mit der er seit 15 Jahren glücklich verheiratet ist. Seine
Traumfrau Petra Gerster lernte er lange vor ihrer Zeit als "Mona
Lisa"- und "Heute"-Moderatorin durch eine originell verfasste
Kontaktanzeige kennen. Gesellschaftsfähig gewordenen Ehebruch und von
den Medien überhöhte Schönheitsideale lehnt der studierte Theologe
entschieden ab.

    Katharina Rutschky: Traumfrauenbilder hält Katharina Rutschky ohnehin für reine Männerphantasien. Die Idealbildung der Frau als Traumfrau, Geliebte, Mutter und attraktive Karrierefrau trägt ihrer Überzeugung nach "Spuren einer pubertären Idee." Aber auch die "Jammer-Feministinnen" der Männer verteufelnden Frauenbewegung sind der "Alt-Emanze" (Rutschky über Rutschky) ein Gräuel. "Zurück zu mehr Weiblichkeit" fordert die Autorin deshalb die Frauen auf.          An der Bar: Sky du Mont und Ehefrau Mirja     Der Schauspieler und Moderator des Vip-Magazins "Sky Lights" hat schon von Berufswegen mit Traumfrauen zu tun. Aber auch privat kann der graumelierte Frauenschwarm einiges zum Thema beitragen: Der 53-Jährige, dessen Gefährtinnen mit den Jahren immer jünger wurden, ist seit Herbst vergangenen Jahres zum vierten Mal verheiratet. Zusammen mit dem 25-jährigen Ex-Playmate Mirja freut er sich jetzt darauf, noch einmal Vater zu werden.

    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: