SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Mittwoch, 7. März 2001 (Woche 10) bis Donnerstag, 29. März 2001 (Woche 13)

    Baden-Baden (ots) -

    Mittwoch, 7. März 2001  (Woche 10)
    
    21.00
                 (VPS 20.59)
                 Schlaglicht
                 Wehe Du wirst alt -
                 Alleinstehend, entmündigt, abgeschoben
                 Eine Reportage von Dörte Schipper und Gregor Petersen
                 (Erstsendung: 21.11.2000, N3)
    
    Was passiert mit alten Menschen, die keine Verwandten haben und
krank werden? Nach dem Gesetz erhält ein Alleinstehender einen
amtlichen Betreuer, früher als "Vormund" bezeichnet. Dieser von einem
Richter bestellte Betreuer hat alle Vollmachten; kann über Vermögen
bestimmen, über Konten. Und - er (oder sie) kann entscheiden, wo die
erkrankte Person vorrübergehend - oder zeitlebens - untergebracht
wird.
    
    Dörte Schipper und Gregor Petersen erzählen die Leidensgeschichte
von zwei alten Frauen aus Schleswig-Holstein.
    
    
    Samstag, 10. März 2001  (Woche 11)
    
    18.30    Sing Sang
                 Stargast: Kiki Cordalis
                 Folge 4
                 Moderation: Hansy Vogt
    
    Gaststar ist Kiki Cordalis, die bisher vor allem mit Vater Costa
Cordalis und ihrem Bruder Lucas auftrat und für andere Interpreten
als Backgroundsängerin arbeitete. Kiki Cordalis absolvierte eine
Ausbildung für Tanz und Schauspiel in New York und besuchte das
berühmte Musicians Institute in Los Angeles. Sie ist außerdem als
Song-Schreiberin erfolgreich, beispielsweise mit dem Titel "Vamos a
la playa". Nun startet sie eine Solo-Karriere als Sängerin. Außerdem
stellen sich in der Sendung sechs Kinder als musikalische
"Mini"-Talente vor - mit Auftritten auf selbst produzierten Videos.

    
    Sonntag, 11. März 2001  (Woche 11)
    
    23.05    Sky Lights
                 Folge 9
    
    Sky du Mont....
    
    ... zu Gast bei Paola und Kurt Felix in ihrer Schweizer Heimat
    Paola und Kurt Felix sind seit über 20 Jahren das vermutlich
glücklichste Paar des deutschen Showbiz. In ihrem Bungalow in St.
Gallen hat Sky du Mont die beiden ganz privat getroffen und
lustwandelt mit dem Ehepaar Felix durchs Appenzeller Land - in die
alte Berggrotte, wo die große Liebe einst begann: "Unsere Liebe ist
frischer denn je", freut sich Kurt Felix im Gespräch mit Sky du Mont.
    
    ... im Gespräch mit Modemacher und Konzernchef Werner Baldessarini
    Schon sein Vater trug Maßanzüge. Er selbst hat bereits über 3.000
Krawatten gesammelt. Aber selten trägt er selbst eine. Trotzdem ist
er der Meister des modischen Auftritts, der Boss von BOSS, Werner
Baldessarini. Im Gespräch mit Sky du Mont verrät der Edel-Manager,
wie sich Mann am besten anzieht, erzählt von seinem größten Patzer im
Millionenpoker um teure Stoffe und erklärt, warum Gattin Cathrin
Baldessarini dem bekennenden Pascha daheim mit Freuden ein Leben wie
im Paradies bereitet.
    
    ... über den Dächern von Berlin mit Marianne Rosenberg
    Als Teenager wurde sie auf einem  Schlagerwettbewerb entdeckt. Da
war sie 15.

    Mit ihrem Hit " Er gehört zum mir" wurde Marianne Rosenberg
deutschlandweit bekannt. Seither war sie aus der Schlagerwelt der
70er Jahre nicht mehr wegzudenken. In knapp zehn Jahren erschienen
zehn Alben von ihr. Anfang der 80er Jahre gab es in ihrem Leben einen
Bruch. Sie befreite sich von dem fremdbestimmten Leben, das sie bis
dahin führte. Als Sympathisantin der linksradikalen Berliner Szene
nahm sie an Demonstrationen teil. Einer ihrer besten Freunde wurde
der Sänger der Anarcho-Band "Ton Steine Scherben", Rio Reiser. Sie
begann ihre Lieder selbst zu texten und zu komponieren. Der
kommerzielle Erfolg blieb aus. Dafür fand sie sich selbst. "Mein
Leben war fremdbestimmt, ich war eine Marionette. Es gab viele Leute,
die von meinem Erfolg profitierten. Davon musste ich mich erst mal
befreien", gesteht Marianne Rosenberg im Gespräch mit Sky du Mont.
    
    Der prominente Wochenrückblick aus der Sicht von: TV-Moderatorin
Eve-Maren Büchner.
    
    
    Montag, 12. März 2001  (Woche 11)
    
    Nachgelieferten Gast beachten!
    
    09.35    Wunschbox
                 Zu Gast: Gotthilf Fischer

    
    Montag, 12. März 2001  (Woche 11)
    
    21.00    Verstehen Sie Spaß? - Klassiker von und mit Kurt Felix
(1/15)
        
                 Moderation: Kurt Felix
                 Superspaß im Supermarkt
    
    - Wenn die Dosen fallen
    - Die bodenlosen Tüten
    - Der verrückte Einkaufswagen
    - Das krachende Eiergestell
    - Geschlossene Türschranken
    - Verkehrschaos im Supermarkt
    
    Der Erfinder der Sendung "Verstehen Sie Spaß", Kurt Felix, zeigt
die besten Streiche mit der versteckten Kamera aus 20 Jahren. In der
ersten Folge "Superspaß im Supermarkt" erleben die Kunden die
tollsten Überraschungen Entweder machte sich der Einkaufswagen
selbständig oder es krachte (ausgerechnet!) das Eier-Gestell
zusammen. Was tun, wenn die Einkaufstüten bodenlos sind oder sich die
Türschranke nicht öffnet, durch die der Einkaufswagen geschoben
werden soll? Lockvogel Wolfgang Herbort sorgte zwischen den Regalen
für ein heilloses Verkehrs-Chaos.
    
    
    Montag, 12. März 2001  (Woche 11)
    
    Nachgelieferten Gast beachten!
    
    04.00    Wunschbox (WH)
                 Zu Gast: Gotthilf Fischer
    
    
    Samstag, 17. März 2001  (Woche 12)
    
    21.50    Menschenjäger -
                 Von Filmsternchen, Serienhelden und Werbeomis
                 Eine Reportage von Susanne Müller und Andreas Coerper
    
    Film, Fernsehen und Werbung verschleißen immer mehr Gesichter.
Aber Castingfirmen befriedigen die steigende Nachfrage nach neuem
"Menschenmaterial". Durch ihre Vermittlung hat schon so manch ein
"Niemand" unverhofft Karriere auf bundesdeutschen Plakatwänden
gemacht. Die Autoren Susanne Müller und Andreas Coerper begleiten in
ihrem Film drei Caster auf ihrer Jagd nach der "Ware Mensch". Wenn
die Talkshow XY eine Krankenschwester sucht, die Erfahrungen mit
Liebeskugeln hat, dann kommt die Casting-Agentur von Carsten Kelm zum
Einsatz. Mehr als 15.000 Menschen hat Kelm in seiner Kartei. Wenn es
sein muss, vermittelt der Jungunternehmer innerhalb von 24 Stunden
jeden erdenklichen Typ.

    
    Sonntag, 18. März 2001  (Woche 12)
    
    20.15
                 Die Säuferkur
        
                 Bäuerlicher Schwank von F.L. John
        
                 Aufzeichnung mit Peter Pfundtners Bauerntheater aus
        
                 dem Kurhaus in Schömberg vom Juli 2000
                 Rollen und Darsteller:
                 Alois    Peter Pfundtner
                 Kuni, seine Frau    Renate Pfundtner
                 Traudl, seine Tochter    Nicola Zielinski
                 Max Irlhuber    Paul Pfundtner
                 Franzl, sein Sohn    Markus Brandner
                 FS-Regie: Alfred M. Anders
    
    Alois hat einen Hof, eine Frau, eine Tochter und sehr viel Zeit,
die er im Wirtshaus bei den verschiedensten Vereinssitzungen
verbringt. Ob Sitzung der Feuerwehr, des Sportvereins oder des
Kirchenvorstands: Alois geht immer als letzter nachhause und immer
mit der gehörigen Bettschwere. Traudl, seine Tochter, und Kuni, seine
Frau, wollen ihm dies schon lange austreiben - allein es scheint kein
Kraut dagegen gewachsen. Bis der Verlobte von Traudl, der
Versicherungsagent Franzl, zusammen mit seinem Vater, dem Irlhuber,
einen Plan ausheckt, der eigentlich nicht schiefgehen kann: Man wird
Alois in verschwörerischer Weise einer Kur unterziehen, an deren Ende
ein anderer Alois stehen soll.
    
    
    Sonntag, 18. März 2001  (Woche 12)
    
    22.35    Wortwechsel
                 Gerd Ruge im Gespräch mit Fritz Frey
    
    Gerd Ruge - viele historische Ereignisse sind für das
Fernsehpublikum mit seinem Namen verknüpft. Der Journalist berichtet
vom Korea- und Vietnamkrieg, dem Streit um die Ostverträge in Bonn,
den Repressionen und dem kalten Krieg in der Sowjetunion sowie von
deren Zusammenbruch.  Dem stets um persönliche Zurückhaltung und
Distanz bemühten Ruge merkt man aber immer wieder an, wie nahe ihm
manche Geschehnisse gehen. Als er über die Ermordung von Robert
Kennedy berichtet, bricht er vor laufender Kamera in Tränen aus. Ruge
gründet auch die deutsche Sektion von Amnesty International und
engagiert sich jahrzehntelang gegen Unterdrückung und Folter.
    
    Gerd Ruge wurde am 9. August 1928 in Hamburg als Sohn eines Arztes
geboren. Nach dem Abitur besucht er drei Jahre eine Rundfunkschule
und beginnt im Anschluss seine journalistische Karriere beim
damaligen NWDR. Ruge wird schon bald im Ausland eingesetzt und ist
der erste ständige Rundfunkkorrespondent der ARD in Moskau. Nach
einem Einsatz in der WDR-"Zentrale" wird er 1964 nach Washington
entsandt und schließlich ARD-Chefkorrespondent in Bonn. Weitere
Stationen führen ihn nach China, Moskau und als Leiter des Magazins
"Monitor" wieder nach Deutschland. Seit 1993 ist Gerd Ruge im
"Ruhestand", arbeitet aber weiterhin als Moderator und freier
Journalist. Gerd Ruge hat drei Kinder und lebt in München.

    
    Sonntag, 18. März 2001  (Woche 12)
    
    23.05    Sky Lights
                 Folge 10
    
    Sky du Mont...
    
    ... zu Gast bei Nobelpreisträger Prof. Günter Blobel in New York
    Günter Blobel lebt und arbeitet seit 1962 in den USA. Seine große
Leidenschaft gilt neben der Forschung seiner Heimatstadt Dresden. Sky
du Mont besucht den Wissenschaftler in der Rockefeller-University in
New York und erfährt im Labor, warum der Nobelpreisträger für Medizin
und Physiologie fast sein gesamtes Preisgeld für den Wiederaufbau der
Dresdener Frauenkirche gestiftet hat und warum es nur ein einziges
gutes italienisches Restaurant in New York gibt.
    
    ... zur Entspannung mit Marie-Luise Marjan auf der Ayurveda
Schönheitsfarm

    Die Bilanz ihrer Film-Ehen kann sich sehen lassen: 27 Männer und 41 Kinder. Kein Wunder, dass Marie-Luise Marjan, die "Fernsehmutter der Nation", dabei auch mal Zeit zum Entspannen braucht. Die nötigen Streicheleinheiten holt sie sich durch die fernöstliche Naturheilkunde Ayurveda. "Sky Lights" hat Marie-Luise Marjan einen Tag lang bei einer Ayurveda-Kur in Bad Ems begleitet, sich von ihr in die Kunst des Öl-Stirngusses, der Synchronmassage und des Yoga einführen lassen.          ... zu Besuch bei Aktionskünstler Wolfgang Flatz auf der Praterinsel in München

    "Rede nicht - Handle" heißt nicht nur die aktuelle CD des
Aktionskünstlers Flatz, der Titel ist vor allem Programm seines
Schaffens. Schon zu Beginn der 70er Jahre stellte Wolfgang Flatz
fest, dass die Mittel der klassischen Bildenden Kunst seinem
Mitteilungsbedürfnis nicht entsprachen, weil sie sein Lebens-Körper-
und Kunstgefühl nicht trafen. Und so provozierte er als nacktes
Zielobjekt für Dartpfeile, schockierte - zwischen Stahlplatten bis
zur Bewusstlosigkeit hin- und hergeschlagen - als Glockenklöppel zu
den Klängen eines Wiener Walzers. Nicht nur über sein radikales
Kunstverständnis hat sich Sky du Mont mit dem gebürtigen Wiener in
seinem Münchener Haus unterhalten.
    
    Der prominente Wochenrückblick aus der Sicht von: Comedy-Star
Marco Rima
    
    
    Montag, 19. März 2001  (Woche 12)
    
    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    09.35    Wunschbox
                 Zu Gast: Manuela Wolf & Reinhard Mirmseker
                 "Wernersgrünerr Musikantenschenke"

    
    Montag, 19. März 2001  (Woche 12)
    
    21.00
                 Verstehen Sie Spaß? - Klassiker von und mit Kurt Felix
(2/15)
        
                 Moderation: Kurt Felix
                 Lauter falsche Töne
    
    - Die alten Chordamen
    - Die Natur-Jodlerin
    - Juhnkes Steh-Geiger
    - Harald singt alle weg
    - Falsche Saiten im Klavier
    
    Entertainer Harald Juhnke wollte nur ungestört ein Mineralwasser
trinken. Wenn da nicht ein Stehgeiger aufgetaucht wäre, der ungefragt
und ununterbrochen an Juhnkes Tisch ein Ständchen nach dem anderen
gab. Und erst noch mit falschen Tönen. Disharmonien in Crash-Moll
erlebte auch Horst Jankowski, weil sein Flügel wie durch Zauberhand
andere Tasten anschlug als die Finger des Jazzpianisten. Ebenfalls
mit Misstönen hatte Harald Schmid eine Nobelbar leergesungen, der
noch grauenhafter klang als eine Natur-Jodlerin, die sich unter eine
Popgruppe mischte .
    
    
    Montag, 19. März 2001  (Woche 12)
    
    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    04.00    Wunschbox (WH)
                 Zu Gast: Manuela Wolf & Reinhard Mirmseker
                 "Wernersgrünerr Musikantenschenke"
    
    
    Freitag, 23. März 2001  (Woche 12)
    
    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    20.15    Fröhlicher Feierabend
                 aus dem Bierkrugmuseum Bad Schussenried
                 Moderation: Tony Marshall und Sonja Schrecklein
                 Die Gäste: Truck Stop, das Alpentrio Tirol, Maja Brunner,
Heini Öxle u. a.
    
    
    Montag, 26. März 2001  (Woche 13)
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
    
                 Thema des Tages: Moderator sein - ein Traumberuf?
                 Serien: Familie Superschlau, Süderhof, Walter Mellon
    
        
    Montag, 26. März 2001  (Woche 13)
    
    Nachgelieferten Beitrag für BW beachten!
    
    18.50    Treffpunkt (BW)
                 bei ... Hagen von Ortloff, Eisenbahn-Romantiker,
                 Weinstadt-Rommelshausen
    
    
    Montag, 26. März 2001  (Woche 13)
    
    21.45
                 Teleglobus
        
                 Im Banne des Zud
        
                 Die stille Katastrophe in der Mongolei
    
    Im vergangenen Jahr sind in der Äußeren Mongolei - eingekeilt
zwischen Rußland and und China, fünf Mal so groß wie Deutschland -
mehr Tiere erfroren, als es Menschen gibt: über drei Millionen. Die
Mongolen nennen es schlicht den Zud, die Katastrophe: Schneestürme,
Eiseskälte und Tiere, die es nicht mehr schaffen, an das Gras unter
der Schneedecke heranzukommen. Eine atemberaubende Fahrt für Thomas
Aders und sein Team über 1.200 Kilometer durch das eiskalte
Niemandsland, fernab jeder Straße zu den Nomaden in der Provinz
Bayanchongor. Dort wollten sie prüfen, ob die Natur den Menschen und
den Tieren eine Atempause gönnt. Doch während der Reise - bei
Temperaturen von minus 50 Grad - begann es wieder zu schneien und
eine Katastrophe noch größeren Ausmaßes bahnte sich an. Die Mongolei
im Winter 2001: ein wunderschönes, bizarres, eiskaltes, fremdartiges,
todbringendes Niemandsland - und Sterben im weißen Zud.
    
    
    Montag, 26. März 2001  (Woche 13)
    
    Nachgelieferten Beitrag für BW beachten!
    
    00.25    Treffpunkt (WH) (BW)
                 bei ... Hagen von Ortloff, Eisenbahn-Romantiker,
                 Weinstadt-Rommelshausen
    
    
    Montag, 26. März 2001  (Woche 13)
    
    Nachgelieferten Gast beachten!
    
    04.00    Wunschbox (WH)
                 Zu Gast: Arnulf Prasch "Wenn di Musi spielt"
    
    
    Dienstag, 27. März 2001  (Woche 13)
    
    Nachgelieferten Beitrag für BW beachten!
    
    11.00    Treffpunkt (WH von MO) (BW)
                 bei ... Hagen von Ortloff, Eisenbahn-Romantiker,
                 Weinstadt-Rommelshausen
    
    
    Mittwoch, 28. März 2001  (Woche 13)
    
    14.00
                 Yo!Yo!Kids
    
                 Thema des Tages: Kleine Hexen, viele Hexen -
Hexengeschichten von Ingrid Uebe
                 Serien: Familie Superschlau, Süderhof, Walter Mellon

    
    Donnerstag, 29. März 2001  (Woche 13)
    
    14.00
                 Yo!Yo!Kids
    
                 Thema des Tages: Digeridoo und Kängurus - Australienfans
in der Pfalz
                 Serien: Familie Superschlau, Walter Mellon, Süderhof
    
    
    Donnerstag, 29. März 2001  (Woche 13)
    
    22.15
                 Menschen und Straßen
        
                 Peking - Straße des ewigen Friedens
        
                 Ein Film von Thomas Schadt
    
    China erlebte innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen
dramatischen Wandel, vor allem wirtschaftlich veränderte sich das
Land von der klassischen Planwirtschaft hin zu einem knallharten und
weltoffen orientierten Kapitalismus, der in einem auf der Welt
einmaligen Spannungsverhältnis zum weiterhin streng sozialistisch
geprägten Politsystem steht. Nirgendwo sonst entlang des großen
Hauptboulevards Pekings, der "Chang An Jie", zeigt sich dieses
spannungsgeladene und pulsierende Aufeinandertreffen sozialistischer
"Tradition" und ökonomischer "Moderne". Architektonisch erlebte die
Straße in den vergangenen Jahren eine fast vollständige Verwandlung.
Wo früher klassisch traditionelle Hutongsiedlungen zu finden waren,
ragen heute moderne Geschäftshäuser in den Himmel, in denen
vorwiegend ausländische Firmen eine gewinnbringende Zusammenarbeit
mit der chinesischen Wirtschaft erproben.
    
    Der Film von Thomas Schadt dokumentiert diese dramatische,
faszinierende und zum Teil auch nachdenkenswerte Entwicklung Chinas
am Beispiel dieser Straße und ihrer Bewohner. Im Mittelpunkt stehen
dabei unter anderem Danmei Hu, Frühpensionärin und seit 40 Jahren
Bewohnerin eines ärmlichen Hutongs direkt an der Chang An, sowie die
deutsche Geschäftsfrau Marlies Rötting, die seit zehn Jahren in
Peking lebt und an der Chang An das Büro der Bausparkasse "Schwäbisch
Hall" leitet. In zahlreichen Interviews und mit beeindruckenden
Bildern geht Schadt auch der Frage nach, ob sich die dramatische
Wandlung Chinas und die damit verbundene Globalisierung ohne Verlust
der chinesischen Kultur vollziehen kann. Oder ob die Okkupation der
Chang An Jie durch internationale Logos wie "McDonald's", "Nike" oder
"Starbucks" eine Entwicklung markiert, die mehr auf amerikanische
Lebensstandards setzt, als auf den Versuch, bei aller Wucht des neuen
Kapitalismus chinesische Identität und Geschichte zu bewahren.
    
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.:
07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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