SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Dienstag, 17.01.12 (Woche 3) bis Freitag, 24.02.12 (Woche 8)

Baden-Baden (ots) - Dienstag, 17. Januar 2012 (Woche 3)/16.01.2012

15.00 Planet Wissen

Musik - Balsam für Körper und Seele

Musik ruft Emotionen hervor, weckt Erinnerungen und schafft Bindungen - Musik berührt uns Menschen. Viele Forscher sind der Meinung, dass Musik ein sehr wichtiger Faktor in der evolutionären Entwicklung war und auch heute noch ist.

Musizieren oder sogar nur Musik hören allein hinterlässt Spuren in Körper und Geist. Musik stimuliert das Gehirn und setzt Glückshormone frei, entspannt und inspiriert. Studien in Kindergärten und Grundschulen haben ergeben, dass gemeinsames Musizieren das Sozialverhalten verbessert und Aggressionen eindämmt. Musik ist auch hilfreich bei der Therapie von psychischen Erkrankungen oder in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten. Musizieren mobilisiert unser Gehirn, macht es vielleicht sogar schlau?

Studiogast: Prof. Eckart Altenmüller leitet das Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin in Hannover. Neben Musik studierte er Medizin und arbeitet zunächst als Neurologe an der Universitätsklinik Tübingen. Heute erforscht er physiologische Prozesse beim Musizieren und Hören von Musik. Außerdem beschäftigt er sich mit Ursachen von berufsbedingten Erkrankungen von Musikern und deren Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung.

Sonntag, 29. Januar 2012 (Woche 5)/16.01.2012

08.45 faszination musik

Mariss Jansons dirigiert Strauss: Ein Heldenleben Aufzeichnung aus der Philharmonie im Gasteig, München, März 2011

Ein Heldenleben" - Symphonische Dichtung opus 40 Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Die Tondichtung "Ein Heldenleben" entstand im Jahre 1899, kurz bevor Strauss als Kapellmeister von München zur Berliner Hofoper überwechselte. In dem imaginären "Helden, dessen wechselvollen Lebenslauf das Werk schildert, hatte der jungendliche Strauss offenbar den freischaffenden Künstler seiner Zeit im Sinn, der sich in der Wilhelminischen Epoche mancherlei Anfeindungen ausgesetzt sah, wie Strauss selbst in seiner frühen Münchner Zeit. So tragen einige Partien der Komposition eindeutig autobiographische Züge. Das in freier Sonatensatzform in Beethovens "Heldentonart" (Eroica!) Es-Dur konzipierte Werk war ursprünglich mit Zwischentiteln versehen, die die inhaltlichen Leitgedanken der Komposition wiedergeben. Wie im Falle von Mahlers frühen Symphonien hat der Komponist diese zwar nach der Uraufführung aus der Partitur getilgt, gewisse autobiographische Aspekte in dem Werk jedoch nicht geleugnet.

Die Titel lauten:

Der Held - Des Helden Widersacher - Des Helden Gattin - Des Helden Walstatt - Des Helden Friedenswerke - Des Helden Weltflucht und Vollendung.

Freitag, 10. Februar 2012 (Woche 6)/16.01.2012

23.30 Spätschicht - Die SWR Comedy Bühne Gastgeber: Christoph Sieber

Matze Knop hat mit Beckenbauer, Klopp, Matthäus und anderen prominenten Freunden inzwischen viele Alter Egos - er könnte mit sich alleine eine Selbsthilfegruppe gründen. Bodo Bach hat "gen emal e Problem". Allerdings nicht damit, die Zuschauenden zum Lachen zu bringen. Tobias Mann ist karnevalgeschult. Weder Wort noch Witz gehen ihm aus. Hennes Bender wurde an einem Rosenmontag in der Bochumer Landesfrauenklinik geboren. Wohl nicht zufällig wurde diese kurz darauf zur örtlichen Nervenheilanstalt umgewandelt. Laut wird es bei Nepo Fitz. Er bringt gleich eine ganze Band mit in die "Spätschicht".

Einmal im Monat begrüßt Gastgeber Christoph Sieber die bekanntesten Komik-Köpfe in der "Spätschicht" auf der "SWR Comedy Bühne".

Freitag, 17. Februar 2012 (Woche 7)/16.01.2012

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Wieland Backes Fürs Leben gezeichnet!

Schicksalsschläge hinterlassen unverwischbare Spuren: Da sind die schrecklichen Szenen eines selbst verursachten Unfalls, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennen oder Schuldgefühle, die einen nicht mehr los lassen. Auch ein körperlicher Makel, der die Aufmerksamkeit extrem auf sich zieht, kann Betroffene ein Leben lang zu Aussätzigen machen - für sie werden alltägliche Situationen oft zum Spießroutenlauf. Einer Wucht an Vorurteilen ist auch ein ehemaliger Häftling ausgesetzt. Sei es bei der Suche nach einem Job, einer Wohnung oder auch einer neuen Partnerin - die kriminelle Vergangenheit krallt sich wie eine Klette an das Leben in Freiheit. Während bei den einen eine lebenslange Stigmatisierung beinahe die Seele zermürbt, gehen andere gestärkt aus Extremsituationen hervor und geben ihrem Leben eine neue positive Wendung. Angeblich heilt Zeit alle Wunden, doch die Narbe bleibt ein Leben lang. Wie geht man mit einer lebenslangen Last um? Gibt es Wege, sich davon zu befreien? Wie kann das Umfeld dem Betroffenen dabei helfen? Wie schafft man es, sich mit dem Stempel "lebenslänglich" zu arrangieren? Darüber diskutiert Wieland Backes unter anderem mit Schlagersängerin Mara Kayser.

Schlagersängerin Mara Kayser verlor auf tragische Weise ihren geliebten Vater. Die Tatsache, dass sie sich nicht mehr von ihm verabschieden konnte, quälte sie fortan und legte sich viele Jahre wie ein Schleier über ihr Leben. "Die ersten zehn Jahre nach dem Tod meines Vaters erlebte ich wie einen nicht enden wollenden Albtraum: Nach außen habe ich funktioniert, in meinem Innersten war ich jedoch reglos." Erst dank einer Therapie lernte sie, ihre Trauer zu verarbeiten.

Eine Therapie zur Verarbeitung ihrer Tragödie kommt für Eddie Lange nicht in Frage. Ihr Leben ist vom Tode überschattet. Die Dozentin verlor fünf Menschen aus ihrem engsten Umfeld durch Suizid, darunter Ehemann, Lebenspartner und ihre Tochter. "Die Arbeit, meine Disziplin, hat mich diese schweren Zeiten überleben lassen. Doch der Schmerz vergeht nie, leider heilt die Zeit eben doch nicht alle Wunden." Die Frage der Mitschuld an den Selbsttötungen lässt sie bis heute nicht los.

Lebenslang wird sich Tilman Holweg um seine schwerstbehinderte Tochter kümmern müssen. Er macht für ihre Hirnschädigung Behandlungsfehler bei ihrer Geburt verantwortlich. Seither ist kein Stein mehr auf dem anderen: Der Vater gab seine gutgehende Medienagentur auf und kümmert sich rund um die Uhr um Deike. Er prozessierte vergeblich gegen Klinik und Ärzte und sieht nun seine letzte Hoffnung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte: "Ich werde erst meinen Frieden finden, wenn wir Gerechtigkeit erfahren."

Seit seiner Geburt hat Mario Galla einen verkürzten Oberschenkel - und hat es geschafft, genau diesen Makel zu seinem Markenzeichen zu machen. Mit seiner Beinprothese läuft das Supermodel auf den internationalen Laufstegen für die großen Designer - auch in kurzen Hosen. "Ich bin schon immer selbstbewusst mit meinem Handicap umgegangen. Man sollte sich durch seine Person und nicht durch seine Behinderung definieren", sagt der Hamburger, der an einer Imbissbude fürs Modelbusiness entdeckt wurde.

Von makelloser Schönheit träumte Gertraud Wagner und ließ sich ihre ersten störenden Gesichtsfältchen mit Silikon unterspritzen. Damit begann vor 20 Jahren für die einst erfolgreiche Geschäftsfrau eine unendliche Leidensgeschichte. Durch Entzündungen und Fibrosen ist das Gesicht der früher bildhübschen Bayerin trotz chirurgischen Nachkorrekturen bis heute entstellt. Sie durchlebte Zeiten der totalen Isolation und Depression. Heute sagt sie: "Von Schönheitsoperationen kann ich nur abraten. Jeder soll sich so annehmen, wie er ist, das ist das wahre Glück."

Jürgen Bengel ist Experte bei der Bewältigung von Schicksalsschlägen. Wie jemand mit einer schweren Lebenssituation umgeht, hänge maßgeblich von seinen Kindheitserfahrungen und von seinem nahen Umfeld ab, sagt der Professor vom Institut für Psychologie der Uni Freiburg. "Die Wege der Bewältigung sind vielfältig. Erfahrungsgemäß bewältigen Menschen, die über ihre Belastung reden können, ihre Situation besser und schneller als jene, die dies ausschließlich mit sich selbst ausmachen."

An der Bar:

Wer Mariam begegnet, erschrickt erst mal: Die 47-Jährige trägt langes Haar, dazu einen Vollbart. Den selbstbewussten Umgang mit ihrem außergewöhnlichen Aussehen hat sie sich hart erkämpft: 23 Jahre lang versuchte sie, ihre Besonderheit zu verheimlichen, zupfte, wachste und epilierte gegen den ausufernden Bartwuchs an. Vor zwei Jahren entschied sich die Mutter eines Sohnes jedoch, zu ihrem Bart zu stehen und ließ ihn wachsen. Erstaunte, zum Teil schockierte und angewiderte Blicke gehören nun zu ihrem Alltag.

Freitag, 24. Februar 2012 (Woche 8)/16.01.2012

Tagestipp

20.15 "Schnapsidee" Komödie von Albin Braig, Isolde Rinker und Winfried Wagner

Zutaten zu einer Komödie nach Art der "Komede-Scheuer Mäulesmühle": Eine schlecht gehende Wirtschaft, mühsam von einer jungen Witwe und ihrer Tochter am Leben gehalten. Als Gäste ein lustloser Installateur und sein Neffe, der aus finanziellen Gründen sein Studium abgebrochen hat. Eine arbeitslose Schauspielerin, die ihren Frust mit Schorle bekämpft. Und ein verklemmter Beamter, der noch nicht abgenabelt ist. Alle sind rechtschaffen Leut' - in ihrer verzweifelten Suche nach dem Glück manchmal gefährdet, die Grenze der Legalität zu überschreiten. Eine Schnapsidee und ein Urknall bringen die Welt der Verlorenen ins Lot und setzen dem wirren Treiben ein gutes Ende.

Freitag, 24. Februar 2012 (Woche 8)/16.01.2012

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Wieland Backes Erfolgsgeheimnisse

"Erfolg" ist das große Thema unserer Tage - egal ob beruflich, privat oder gesellschaftlich. So wünschen wir uns schon gegenseitig einen "erfolgreichen Tag" und seit Jahren wollen uns Erfolgscoaches und Ratgeber aller Art einreden, wie wir uns am besten vermarkten, um auf allen Gebieten des Lebens erfolgreich zu sein. Doch plötzlich sind vermeintliche Siegertypen wie zu Guttenberg und Wulff entzaubert und eher sperrige Zeitgenossen wie Winfried Kretschmann sind obenauf. Auch bei Schauspielern sind die individuellen Charakterdarsteller langfristig mehr gefragt, als die vordergründig Schönen. Ein Trost auch für Menschen, die mit einem ernsthaften Handicap durch das Leben gehen müssen. Kann nur derjenige nachhaltigen Erfolg haben, der sich selbst treu bleibt und sich nicht verbiegt? Hat langfristiger Erfolg mit Glaubwürdigkeit und Echtheit zu tun? Muss man sich ehrlich in den Dienst einer Sache stellen, um dauerhaft zu reüssieren? Verschieben sich derzeit die Maßstäbe für echten Erfolg? Unter anderem mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seiner Frau Gerlinde und der Schauspielerin Uschi Glas.

Freitag, 24. Februar 2012 (Woche 8)/16.01.2012

23.30 ALFONS und Gäste

mit Matthias Egersdörfer

Alfons ist heute wieder Gastgeber und Kabarettist in Personalunion. Mit französischem Blick und Akzent stellt der liebenswürdigste Kulturexport Frankreichs Passanten alltagspolitische Fragen wie: "Leben Sie lieber in einer Demokratie oder einer Diktatur? Wer ist fauler - ein Arbeitsloser oder ein Ausländer? Als Reporter, der mit seinem "Puschelmikrofon", zahlreichen Notizblättern und der deutschen Sprache kämpft, gibt er seinen "Opfern" das Gefühl, ihm überlegen zu sein und bringt sie so in atemberaubender Offenheit zum Reden - mit meist aberwitzigen Ergebnissen.

Matthias Egersdörfer hat am Samstag gefeiert. Weil es so schön war hat er am Sonntag auch noch gefeiert. Am Montag ist er mit Kopfschmerzen aufgewacht und würde gerne in aller Ruhe sterben. Egersdörfer darf aber nicht sterben. Stattdessen soll er eine Ankündigung für sein neues Programm schreiben. Das neue Programm gibt es noch gar nicht. Egersdörfers Sterbewünsche vervielfachen sich. Egersdörfer schreibt: Das neue Programm wird super. Es trägt den Titel: Ich mein's doch nur gut.

SWR Pressekontakt: Simone Rapp, Tel 07221/929-22285, simone.rapp@swr.de

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