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Südwestrundfunk (SWR): Vogt will Oberstufenreform der CDU kippen

Baden-Baden (ots) - Spitzenkandidatin der SPD Baden-Württemberg, fordert im DASDING-Interview mehr Eigeninitiative von Schülern und Lehrern, Änderungen in der Drogenpolitik und eine schnelle Lösung für Stuttgart 21 "Wenn wir die Landtagswahlen in Baden-Württemberg gewinnen, wird die Oberstufenreform der CDU gekippt", das sagte Ute Vogt, Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg heute (Mo., 5.2.) bei einem Interview in der DASDING Sondersendung "Wahlzeit". Die geplante Abschaffung des Leistungskurssystems an den baden-württembergischen Gymnasien sei "ein völlig verkorkstes Konzept", das die Situation an den Schulen eindeutig verschlechtere. "So einen Quatsch gibt es mit uns nicht", betonte die SPD-Spitzenpolitikerin, die "Bildungspolitik" als eines der wichtigsten Themen in ihrem Wahlprogramm bezeichnete. Ihrer Meinung nach sei es jedoch dringend nötig, die Lehrpläne zu entrümpeln, um Lehrern und Schülern Freiräume für engagiertes und projektbezogenes Arbeiten zu schaffen, sagte Vogt. Lehrer und Schüler sollten auch in der Schule die Möglichkeit haben, Dinge auszuprobieren, denn, so Vogt, "das Wichtigste ist, dass die Schüler lernen wie man selbstständig arbeitet. Deshalb muss man die Lehrer, die tolle Projekte machen, unterstützen." Auch der Medienunterricht an den Schulen solle in der Qualität verbessert werden und praxisorientierter ausgerichtet sein, forderte Vogt. "Ich finde es völligen Quatsch, an der Schule Computersprachen zu lernen." Vielmehr gehe es darum, den Computer in allen Fächern als sinnvolles Medium einzusetzen. Allerdings, so Vogt weiter, müsse man bei dem Versprechen, alle Schulen schon bald mit Multimadia-Equipment auszustatten realistisch bleiben: "Das ist nicht auf die Schnelle zu finanzieren. Das geht nur Schritt für Schritt." Ebenso wichtig wie die Anschaffung der Hardware sei jedoch die gründliche Ausbildung der Lehrer im Umgang mit den neuen Medien. Beim Thema der Verbeamtung von Lehrern sprach sich Vogt im DASDING-Interview dafür aus, die bestehende Einstellungspraxis noch einmal zu überdenken: "Anstellung statt Verbeamtung birgt auch die Chance für die Lehrer, gehen zu können, wenn sie keine Lust mehr haben." Beim Thema "Jugendpolitik" forderte die SPD-Spitzenkandidatin eine "jugendpolitische Gesamtkonzeption". Es mache keinen Sinn, Jugendpolitik nur isoliert zu betreiben. Um die Jugendlichen wirklich zu erreichen, müsse sich jedes einzelne Ministerium mit Jugendthemen befassen. "Die Politik muss auf allen Ebenen viel stärker auf die Jugendlichen zugehen. Überall müssen die Themen der Jugendlichen aufgegriffen werden." Allerdings räumte Vogt ein, dass auch das Wahlprogramm der baden-württembergischen SPD für Jugendliche kein leichter Brocken sei: "Die größte Barriere für viele Jugendliche ist sicher die abstrakte Sprache in der Politik. In dieser Hinsicht müssen auch wir unser Programm und unser Auftreten sicher noch einmal überarbeiten." In Bezug auf ihre Pläne in der Drogenpolitik erklärte Vogt im DASDING-Interview, dass in jedem Fall Hilfe vor Strafe gehen müsse. Vogt sprach sich für die Einrichtung sogenannter Fixerstuben aus und forderte den Einstieg in die Methadon-Substitutuon. "Als eines der wenigen Länder macht Baden-Württemberg bei der Drogenpolitik des Bundes nicht mit. Das muss sich ändern!" Beim Thema Stuttgart 21 forderte Vogt, dass Bund und Land damit aufhören müssten, "sich andauernd gegenseitig den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben". Es sei wichtig, möglichst bald eine positive Lösung zu finden, denn, so Vogt, "Stuttgart braucht den Ausbau unbedingt. Stuttgart 21 muss sein, daran besteht kein Zweifel und dafür werden wir uns einsetzen." Bis zur Landtagswahl am 25. März, so Vogt, sei es allerdings noch ein langer und anstrengender Weg. Da komme ihr die Schützenhilfe von Seiten der CDU ganz recht: "Wenn die gegnerische Partei sich nur noch streitet, hilft das sicher. Allerdings geht es jetzt natürlich auch darum, dass wir uns gut und geschlossen präsentieren." DASDING+++alles was du willst+++ DASDING-Frequenzen auf UKW: 98,9 MHz (Ulm), 90,8 MHz (Stuttgart), 90,5 MHz (Tübingen/Reutlingen), 107,2 MHz (Ravensburg), 91,5 MHz (Heidelberg), 100,5 MHz (Bad Mergentheim), 100,6 MHz (Buchen), 99,4 MHz (Koblenz) und 91,3 MHz (Bad Marienberg) DASDING im Internet: www.dasding.de ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Presse-Kontakt: Georg Brandl Tel.: 07221/929 3216 E-Mail: georg.brandl@swr.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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