SWR - Südwestrundfunk

SWR-Programmhinweis für Freitag, 2. Februar 2001 (Woche 5)
23.15 Uhr Nachtkultur
Moderation: Markus Brock

Baden-Baden (ots) - Die Themen: "Die Holocaust-Industrie" - Die spektakulären Vorwürfe von Norman Finkelstein erscheinen auf deutsch: Seit Erscheinen der englischen Ausgabe hat "Holocaust-Industry", das neueste Buch des US-Politologen Norman Finkelstein, für heftige Kontroversen gesorgt: Der Autor wirft darin etablierten jüdischen Verbänden vor, dass sie das Leiden der Juden und die Erinnerung an den Holocaust regelrecht vermarkten würden. Nicht zuletzt die zugespitzte Polemik Finkelsteins, der als Kritiker der Thesen Daniel Goldhagens bereits bekannt geworden ist, hatte dabei zu erbitterten Reaktionen geführt. Sogar auf eine deutsche Übersetzung sollte verzichtet werden. Um eine "direkte Auseinandersetzung" zwischen Finkelstein und seinen Kritikern zu ermöglichen, hat der Münchner Piper Verlag nun die deutsche Ausgabe vorgelegt. Nachtkultur stellt das Buch vor. "Die arabische Nacht" - Das Theaterstück eines Nachwuchsautors geht auf Erfolgskurs: Das Staatstheater Stuttgart sucht nach neuen Stoffen und Talenten. Unter dem Motto "6 Autoren haben ein Theater" bietet das Schauspielhaus den Nachwuchsschriftstellern die Möglichkeit, speziell fürs hauseigene Ensemble ein Stück zu verfassen, das dann auch zur Aufführung kommt. Nach "Merzedes Stirbt" von dem Österreicher "Franzobel", steht nun die nächste Uraufführung des Autorenprojektes "Dichter ans Theater" auf dem Programm: "Die arabische Nacht", ein Stück des 34-jährigen Göttingers Roland Schimmelpfennig. Es geht darin um fünf Bewohner einer Hochhaussiedlung, die an einem heißen Sommerabend in eine Traumwelt voller Liebe, Mord und Totschlag geraten: um Franziska, die jeden Abend von Karpati, dem Mann gegenüber, beobachtet wird, um Fatima und ihren Liebhaber Kalil und den Hausmeister Lomeier. Regie führt Samuel Weiss, einer der beliebtesten Schauspieler in Stuttgart. Nachtkultur über das Projekt, den Autor und den Regisseur. "Der Grenzgänger" - Die Tübinger Kunsthalle zeigt Henri Rousseau: Der Tübinger Kunsthallenleiter Götz Adriani hat ein Händchen für publikumswirksame Ausstellungen. Nach Degas, Toulouse-Lautrec, Cézanne und Renoir folgt jetzt eine Retrospektive über Henri Rousseau (1844 - 1910), die erste in Deutschland übrigens. Ab 3. Februar ist die umfangreiche Schau über die künstlerischen Entwicklung des französischen Malers zu sehen. Erst nach einem langen Berufsleben als Zöllner entschied sich Henri Rousseau für einen Neuanfang als Künstler. Von Publikum und Kritikern lange verlacht, faszinierte er mit seiner Naivität und Fantasie von Beginn an seine großen Malerkollegen wie Picasso, Kandinsky oder Beckmann und übte einen unvergleichlichen Einfluss auf sie aus. Heute zählt Rousseau zu den Wegbereitern der Moderne. Nachtkultur hat die Schau besucht. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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