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REPORT Mainz: Fernsehinterview mit Klaus Hülbrock alias "Mescalero"
"Wir waren militant, aber nie gewalttätig"
Montag, 29.1.2001, 21.00 Uhr im ERSTEN

    Mainz (ots) - In einem Interview für das ARD-Politmagazin REPORT
Mainz hat sich der Literaturwissenschaftler Klaus Hülbrock zu dem
Artikel "Buback - Ein Nachruf" geäußert. Der 53-jährige Hülbrock lebt
heute in Ostdeutschland und arbeitet als Dozent. Sein 1977 als
Reaktion auf den Mord an Generalbundesanwalt Buback und die
öffentliche Debatte darüber geschriebener Artikel hatte mehrere Jahre
lang für intensive Debatten in der deutschen Öffentlichkeit gesorgt.
Hülbrock war 1977 Student in Göttingen und hatte den Artikel für die
"Göttinger Nachrichten", ein vom damaligen ASTA der Universität
herausgegebenes Blatt, geschrieben. Er war bis 1998 als Verfasser
namentlich nicht bekannt und äußerte sich gestern REPORT Mainz
gegenüber erstmals öffentlich. In dem ARD Politmagazin sagte er
wörtlich:
    
    "Wenn ich mir den Artikel heute durchlese, dann schmerzt mich
natürlich die Grässlichkeit und die persönlich auf Buback gemünzte
Sprache. Die tut mir weh heute und das ist auch damals so
beabsichtigt gewesen, dass es weh tut."
    
    Weiter sagte er gegenüber REPORT Mainz:
    
    "Also ich lebe jetzt 24 Jahre vor allem mit den Worten der
'klammheimlichen Freude'". Und damals gab es noch kein Unwort des
Jahres, heute hat man das Unwort erfunden. Die "klammheimliche
Freude" ist noch immer etwas, von dem ich mich nicht distanzieren
möchte, weil schon das Wort "klammheimlich" im Zusammenhang mit
Freude eine Bedenklichkeit anzeigt, die damals völlig unter den Tisch
gekehrt worden ist."
    
    
ots Originaltext: SWR
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