SWR - Südwestrundfunk

ARD-Ratgeber: Recht
Sonntag, 14. Januar 2001
17.03 - 17.30 Uhr
Moderation: Karl-Dieter Möller

Baden-Baden (ots) - Geplante Themen: Ehe ade - zahlen tut weh Scheidungen sind gesellschaftlicher Alltag: Fast jede dritte Ehe geht schief, Tendenz steigend. Dies hat, jenseits aller persönlichen Begleitumstände, auch gravierende wirtschaftliche Folgen - vor allem für Frauen. Denn die Normalität sind immer noch ca. zwölf Millionen Hausfrauen in der Familie, die von den Folgen einer Scheidung materiell stärker betroffen sind, als die Männer. Welche finanziellen Belastungen haben Frauen in der Trennungszeit und nach der Scheidung? Wie lange muss der Mann Unterhalt zahlen? Können Unterhaltsansprüche gekürzt, befristet oder sogar ganz versagt werden? Was können betroffene Frauen tun, wenn der Ex-Mann sein Einkommen bewusst reduziert, um weniger Unterhalt zahlen zu müssen? Kann gepfändet werden, wenn Unterhalt ausbleibt? Kindesentziehung - nicht ohne meine Söhne? Das Problem ist nicht erst seit dem Fall Becker gegen Becker bekannt, aber durch sie in die Schlagzeilen geraten. Immer öfter nehmen Eltern in binationalen Ehen das Gesetz in die eigenen Hände. Geht die Beziehung in die Brüche, setzt sich einer der Partner mit dem Kind oder den Kindern ins Heimatland ab, egal ob das die USA oder Frankreich sind. Da der "Krieg" um das Sorgerecht für die Kinder die Emotionen hochputscht, bleibt für den Blick auf internationale Regelungen erst gar keine Zeit. Bevor der Ehekrieg auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird, sollte auf Vorbeugung gesetzt werden. Und da gibt es praktische Möglichkeiten, wie der Ratgeber Recht aus Karlsruhe aus aktuellem Anlass aufzeigt. Betreuungsverfahren - ab in die Zwangsjacke? Wenn der Alkohol ständig die Sinne vernebelt, wenn Depressionen bei einem Menschen es nicht mehr zulassen, dass er seine Angelegenheiten selber regeln kann, wenn nach einem Unfall der Betroffene seine Angelegenheiten nicht mehr selber wahrnehmen kann, dann besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Betreuung zu stellen. Jeder kann solch einen Antrag stellen, auch wenn er mit dem Betroffenen familiär nicht verbunden ist. So kann es durchaus sein, dass weder die Kinder noch die vom Ehemann getrennt lebende Frau davon erfahren, dass die Freundin des vermögenden Ehemanns einen Antrag auf Betreuung gestellt hat. Wie läuft ein Betreuungsverfahren ab? Muss der Ehegatte oder die Kinder des Betroffenen vor der Bestellung eines Betreuers gehört werden? Können mehrere Betreuer gehört werden? Können mehrere Betreuer bestellt werden? Kann ein Betreuer auch gegen seinen Willen entlassen werden? Berufsbetreuer - Abkassieren ohne Ende? Wer zu alt, zu schwach oder zu verwirrt ist, um sich um seine Angelegenheiten zu kümmern, wird seit 1992 nicht mehr "entmündigt", sondern "betreut". Damals löste das neue Betreuungsgesetz das antiquierte Vormundschaftsrecht ab. Die Sorge für den schwachen Menschen sollte im Mittelpunkt stehen, nicht die Akte. Angehörige und Sozialarbeiter übernahmen die weitaus größte Zahl der Betreuungen. Inzwischen aber sind fast eine Million Menschen in Deutschland auf Betreuung angewiesen. Die Konsequenz: Die Gerichte bestellen immer häufiger Berufsbetreuer, z. B. Rechtsanwälte, den "Vereinsbetreuer" oder den "Behördenbetreuer", die als Angestellte oder Beamte eines Betreuungsvereins oder einer Betreuungsbehörde im Rahmen ihres Dienstverhältnisses, aber in eigener Person, eine Betreuung führen. Dabei kommt es nicht selten zu Auseinandersetzungen über die Vergütung der Betreuer. Wie hoch ist die Vergütung eines Berufsbetreuers, wenn der Betreute mittellos ist? Kann ein Anwalt als Berufsbetreuer bei einem vermögenden Mündel Stundensätze von 300,-- DM nehmen? Wer kontrolliert die Betreuer? Müssen Kinder für die Betreuungskosten ihrer Eltern aufkommen? Und wie immer höchstrichterliche Urteile u. a. zu den Fragen: Müssen Gerichte Privatgutachten von Klägern berücksichtigen? Und: Kann ein Autofahrer, gegen den ein Fahrverbot verhängt worden ist, immer selber bestimmen, wann er den Führerschein abgeben muss? Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter http://www.swr.de/programminfos/index.html ots Originaltext: Südwestrundfunk (SWR) Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an FS-Recht und Justiz, Tel.: 0721/176-191. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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