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Südwestrundfunk (SWR): Schauspieler Hans-Günter Martens tot

Baden-Baden (ots) - Der aus der ARD-Krimiserie "Tatort" bekannte Schauspieler Hans-Günter Martens ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Nach Angabe seiner Münchner Agentur starb Martens an inneren Blutungen am Neujahrstag infolge eines Sturzes am Silvestertag, bei dem sich der bekannte Schauspieler zwei Rippenbrüche zuzog. Nach Stationen als Schauspieler, Regieassistent, Dramaturg und Regisseur in Hamburg wurde er Lektor für Hörfunk und Fernsehen beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Später arbeitete er als Schallplattenproduzent und wurde 1968 Geschäftsführender Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Seit 1969 gestaltete er die monatliche Radiosendung «Ich hab zuhaus ein Grammophon - Hans-Günter Martens kramt in seiner Plattenkiste» für den NDR, Rias Berlin und den Bayerischen Rundfunk (BR). Von 1973 bis 1975 war er Mitarbeiter des Berliner Generalintendanten Hans Lietzau. Danach war er zwölf Jahre lang Vize-Intendant der Münchner Kammerspiele. Von 1983 bis 1995 war er Betriebsdirektor am Staatstheater am Gärtnerplatz. Der 1930 in Hamburg geborene Martens spielte in vom Südwestrundfunk (SWR) hergestellten "Tatorten" den Kriminalrat Friedrichs im Dezernat KD11 der Kriminalpolizei Ludwigshafen am Rhein. In dieser Rolle war er von 1990 an der Dienstvorgesetzte der Ermittlerin Lena Odenthal, die von Ulrike Folkerts gespielt wird. Dort spielte er den väterlichen Chef, der sich stets um die Belange seiner Mitarbeiter kümmerte. Wenige Tage vor Martens plötzlichem Tod konnte der SWR in Baden-Baden Martens letzten "Tatort" fertigstellen. Unter dem Titel "Der Präsident" ist dieser "Tatort" am Sonntag, 22. April um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Dort geht es um den mysteriösen Tod des Ludwigshafener Polizeipräsidenten. Martens spielte auch in den Loriot-Kinofilmen «Ödipussi» und «Papa ante portas» sowie in zahlreichen TV-Krimis wie «Ein Fall für zwei» oder «SK Kölsch» mit. Ferner war er zu sehen in der ZDF-Reihe "Diese Drombuschs" oder in Filmen wie "Die schnelle Gerti" und "Lilli Lottofee". Neben seiner Schauspielertätigkeit war Martens Sprecher, Autor, Lektor und Regisseur beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Im Jahre 1968 kehrte er als Dramaturg zum Theater zurück. Er galt zudem als prägende Persönlichkeit des deutschen Theaterlebens. Beim zehnjährigen Ludwigshafener Tatort-Jubiläum im vergangenen Jahr wünschte sich Martens noch einen wohlverdienten Ruhestand. Wenn er in die Zukunft blicken könnte, "würde ich mich am liebsten für die nächsten zehn Jahre auf dem Tanzparkett sehen und bis in die Morgenstunden Twist tanzen." Aus Anlass des Todes von Hans-Günter Martens ändert das Südwestfernsehen sein Programm am Mittwoch, 10. Januar um 21.45 Uhr. Zu dieser Zeit wird der "Tatort" mit dem Namen "Jagdfieber" von 1997 ins Programm genommen. Ein Foto von Hans-Günter Martens erhalten Sie auf Wunsch digital von der SWR-Fotoredaktion, Telefonnummer 07221/929-2287. Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter http://www.swr.de/presse/news/index.html ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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