SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Woche 50 - Woche 51

Baden-Baden (ots) - Freitag, 15. Dezember 2000 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (79/9) Timbuktu, Mali Der Weg ist das Ziel Ein Film von Jens Dücker (Erstsendung am 01.06.1997, 3sat) Timbuktu - ein Klang, ein Name, der für die verschiedensten Vorstellungen und Hoffnungen steht, die man sich von einem Ort machen kann. Mehr eine Fata Morgana für die vorbeiziehenden Karawanen aus der Sahara als eine reale Stadt. Zentrum islamischer Gelehrsamkeit - so zumindest stellte sich Timbuktu den Menschen des 19. Jahrhunderts dar, als nach Timbuktu zu gelangen noch ein gefährliches Abenteuer war. Einer, der diesen mythischen Ort in die Realität holte, war Heinrich Barth. Zwei Jahre lebte der deutsche Afrikaforscher in der Stadt, beschrieb die Leute in dem riesigen Haufen von Lehmwürfeln, die uralten Moscheen - ebenfalls aus Lehm und heute der Grund, dass Timbuktu Welterbe ist. Seit dieser Zeit hat sich in Timbuktu äußerlich nicht viel geändert. Eine Stadt in der Wüste und scheinbar aus Sand gebaut. Die Bewohner beleben das allgemein Lehmbraun mit ihrer bunten Kleidung. Die Nahrungsmittel werden über hunderte Kilometer auf dem Niger herbeigeschifft, und es ist nach wie vor ein Abenteuer, nach Timbuktu zu gelangen. Die Lehm-Moscheen bestimmen immer noch das Stadtbild, wenn nicht Sandstürme alles begraben. Die islamische Universität hat allerdings nicht mehr die Bedeutung früherer Jahrhunderte, und heute ist man stolz auf den ungläubigen Forscher Heinrich Barth, der die traumhafte Stadt der Welt öffnete. Freitag, 15. Dezember 2000 (Woche 50) 23.15 Nachtkultur Moderation. Markus Brock Die Themen: Kreatives Multitalent - der Geiger, Maler, Schriftsteller und Schauspieler Armin Mueller-Stahl wird 70: Der 1930 in Ostpreußen geborene Armin Mueller-Stahl kann auf einen ungewöhnlichen Lebensweg zurückblicken: Zum Konzertgeiger und Musiklehrer ausgebildet, schafft er trotz "mangelnder Begabung" den Sprung auf die Bühne und wird einer der beliebtesten und meist beschäftigten Schauspieler der DDR - bis er 1976 als Biermann-Unterstützer auf die schwarze Liste gesetzt wurde. Nach dreijährigem Kampf konnte er nach West-Berlin ausreisen, von wo aus ihm der Sprung nach Hollywood gelang. Für die Paraderolle als Dichterfürst Thomas Mann ist Mueller-Stahl jedoch nach Deutschland zurückgekehrt. Sendetermin für die dreiteilige ARD-Dokumentation über Leben und Streben im Hause Mann ist der Herbst 2001. Was ist eigentlich schön? - zur Geschichte des Miss Germany Wahlen: Zu einem informativen und zugleich amüsanten Spaziergang durch die historische Entwicklung deutscher Miss-Wahlen lädt das Haus der Geschichte in Bonn ein. Über 250 attraktive Ausstellungsobjekte, zum Teil auch sehr persönliche Gegenstände der Titelträgerinnen, erzählen aus der 90jährigen Geschichte des Wettbewerbs: von der ersten Schönheitskonkurrenz 1909 im Kaiserreich bis hin zur Wahl der ersten gesamtdeutschen Miss Germany 1990. Nachtkultur hat einen Rundgang durch die Ausstellung gemacht. Das englische Auge - der Magnum Fotograf Martin Parr: Seine Bilder sind berühmt-berüchtigt: Auf der einen Seite der nüchtern-naturalistische Blick eines Reportage-Fotografen, auf der anderen Seite die farbliche und posenmäßige Überspitzung des Motivs, das fast surrealistisch wirkt. So porträtiert der 48-jährige Brite die Alltagswelt seiner Mitmenschen. In seiner jüngsten Arbeit, "Think of England", hat Parr seine Landsleute kritisch betrachtet. Was hier wie eine Sammlung von Klischees erscheint, ist jedoch nicht inszeniert, sondern erlebt. Für Parr der Beweis, dass nationale Stereotypen durchaus existieren. Samstag, 16. Dezember 2000 (Woche 51) 22.20 (VPS 21.45) Frank Elstner: Menschen der Woche Die Gäste: Erhard Bechtold ist der erste Mensch, der ein Kunstherz eingepflanzt bekommen hat. Am 26. Oktober 1999 mit 67 Jahren wurde er im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen operiert. Er hat ein vollimplantierbares Kunstherz eingesetzt bekommen. Damit schlagen jetzt zwei Herzen in seiner Brust. Er kommt zusammen mit seinem Arzt: Professor Dr. Reiner Körfer ist der ärztliche Direktor des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen. Er versorgte am 26. Oktober 1999 zum weltweit ersten Mal einen 67jährigen Patienten mit einem vollimplantierbaren Kunstherzen, dem sogenannten "Lion Heart" (Löwenherz). Am 12. Oktober war es soweit: Als erstem chinesischen Schriftsteller wurde Gao Xingjian der Literatur- Nobelpreis zuerkannt. Direkt aus Stockholm über seinen Wohnort Paris kommt er zu Frank Elstner und erzählt von seinem Erfolg als Autor und Maler. Hellmuth Karasek - Literaturkritiker, Autor und Mitglied des "Literarischen Quartetts" des ZDF diskutiert über die Bedeutung des Literaturnobelpreises und die Wege der modernen Literatur. Professor Peter Voß, Intendant des Südwestrundfunks, war zwei Jahre lang der ARD-Vorsitzende. Turnusgemäß geht das Amt am 1.1.2001 an den WDR-Intendanten Fritz Pleitgen über. In "Menschen der Woche" spricht Voß über seine Erfahrungen mit dem "Ersten" und über die Positionierung des SWR in einer sich verändernden Medienlandschaft. Sonntag, 17. Dezember 2000 (Woche 51) Geänderten und zusätzlichen Beitrag beachten! 10.00 (VPS 09.59) Götz Friedrich inszeniert Mozarts "Cosi fan tutte" (Erstsendung: 01.07.1974) 10.50 J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur, BMV 1048 Es spielt das Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Leitung: Hartmut Haenchen (Von den Schwetzinger Festspielen 1990) (bis 11.00) weiter wie mitgeteilt Dienstag, 19. Dezember 2000 (Woche 51) Geänderten Beitrag beachten! 07.20 (VPS 07.19) Kinder Afrikas Kamerun - Schätze aus dem Regenwald Folge 1/5 Dienstag, 19. Dezember 2000 (Woche 51) Längeren Beitrag beachten! 13.30 "Nicht nur für Brot allein" - Behinderte finden einen Arbeitsplatz 14.00 (VPS 14.03) Yo!Yo!Kids 15.00 Tagesschau um drei weiter wie mitgeteilt Donnerstag, 21. Dezember 2000 (Woche 51)/ Geänderten Beitrag beachten! 09.35 Wunschbox Zu Gast: Wildecker Herzbuben Folge 385 (Erstsendung: 21.12.1999, Das Erste) Donnerstag, 21. Dezember 2000 (Woche 51) 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (72/17) Das Kloster St. Gallen, Schweiz Ein Film von Raimund Ulbrich (Erstsendung: 30.03.1997, 3sat) Am Rande der Stadt gleichen Namens gelegen, zieht das Kloster St. Gallen seit über 1200 Jahren die Menschen in seinen Bann. Wo heute die barocke Klosterkirche steht, baute der Mönch Gallus Anfang des 7. Jahrhunderts für sich eine Zelle. An seinem Grab gründete der alemannische Priester Otmar 100 Jahre später das erste Kloster nach der Regel des heiligen Benedikt. Unter dem Schutz von Kaiser und Königen, geleitet von hochbegabten Äbten entwickelte es sich zu einem der bedeutendsten geistigen Zentren des europäischen Abendlandes. Liturgie, Kunst und Wissenschaft waren die drei Säulen, auf denen sein Ruhm über Jahrhunderte hinweg sich gründete. Höhepunkt war das sogenannte Goldene Zeitalter vom 09 bis zum 10. Jahrhundert. Die Stiftsbibliothek und das Stiftsarchiv hüten bis heute unschätzbare Zeugnisse aus dieser Zeit: Handschriften, Codices und Lehrbücher. In der Stiftsbibliothek sind es allein 2000 Handschriften, mehr als 400 davon über 1000 Jahre alt. Die berühmtesten unter ihnen sind der Folchart Psalter und das goldene Psalterium. Donnerstag, 21. Dezember 2000 (Woche 51) 21.45 Sonde - Wissen im Dritten Moderation: Ingolf Baur Warum schenken wir eigentlich? Jetzt, zur Weihnachtszeit, scheint der Drang, anderen etwas zu schenken, besonders groß. Ein wahrer Kaufrausch setzt ein, und in großer Hektik besorgen viele ihre Gaben auf den letzten Drücker. Schenken ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Handelns und hat im täglichen Leben viele Gründe. Man kann jemand eine Freude machen wollen oder jemanden besänftigen, wenn man aus irgend einem Grund ein schlechtes Gewissen hat. Manche schenken aus reiner Gewohnheit oder weil wieder eine Festivität vor der Tür steht. Aber wehe, das Geschenk bleibt aus oder entspricht nicht den Erwartungen. Dann hängt schnell der Haussegen schief. Was aber war der ursprüngliche Sinn des Schenkens, woher kommt dieses uralte »Ritual«, und welche Bedeutung hat es in anderen Kulturen? Drei Tage vor Weihnachten wollen wir im Wissenschaftsmagazin SONDE Antworten verschenken. Freitag, 22. Dezember 2000 (Woche 51) Geänderten Beitrag beachten! 09.35 Wunschbox Zu Gast: Oswald Sattler Folge 411 (Erstsendung: 22.12.1999, Das Erste) Freitag, 22. Dezember 2000 (Woche 51) 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Eisleben und Wittenberg, Deutschland Die Gedenkstätten Martin Luthers Ein Film von Ute Geisler (Erstsendung: 28.06.1998, 3sat) Sowohl Eisleben als auch Wittenberg führt den amtlichen Beinamen "Lutherstadt". Eisleben als Geburts- und Sterbeort Martin Luthers, Wittenberg als Zentrum seines reformatorischen Wirkens. Luther und die Reformation, das bedeutet nicht nur Verwandlung der christlichen Welt, sondern auch eine tiefgreifende politische Umgestaltung Deutschlands. Gedenkstätten: das sind in Eisleben das Geburts- und Sterbehaus Luthers, die seine Lebensspanne von 1483 bis 1546 dokumentieren. In Wittenberg ist es die Schlosskirche, an deren Portal er 1517 seine berühmten 95 Thesen gegen den Ablasshandel anschlug. In dieser Kirche fanden er und sein engster Mitstreiter Philipp Melanchton ihre letzte Ruhe. Die Stadtkirche St. Marien: eine seiner ersten Wirkungsstätten als von der Stadt gewählter Prediger. Hier findet sich der berühmte Reformationsaltar der beiden Cranach-Brüder. Wer sich für Dokumente und Zeugnisse aus der Luther-Zeit interessiert, wird am Reformationsgeschichtlichen Museum nicht vorbeigen können, auch deshalb nicht, weil es im ehemaligen Wohnhaus Luthers untergebracht ist. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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