SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Breites Hörerinteresse am SWR-Aktionstag "Gegen das Vergessen"
Porsche stockt Beteiligung am Entschädigungsfonds NS-Zwangsarbeiter auf

    Baden-Baden (ots) - Auf ein unerwartet breites Hörerinteresse
stieß der Aktionstag "Gegen das Vergessen" aller
SWR-Hörfunkprogramme. Die Schilderungen über das Schicksal von
NS-Zwangsarbeitern führte zu zahlreichen spontanen Anrufen von
Hörerinnen und Hörern, die auf das Spendenkonto der Initiative von
Günther Grass, "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", eine Summe
einzahlen wollten. Ein Jungunternehmer erklärte sich spontan bereit,
DM 1.000,- in den Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft zu
zahlen. Der Stuttgarter Automobilhersteller Porsche gab am
SWR-Aktionstag im Südwestrundfunk bekannt, dass er seine Beteiligung
am Entschädigungsfonds aufstocken werde, und zwar auf ein Promille
des Umsatzes. Der Kosmetikhersteller Weleda erklärte im Rahmen des
SWR-Aktionstages, nun doch ein Promille des Umsatzes in den
Entschädigungsfonds zu zahlen. Das wären rund 140.000 Mark, mit denen
28 ehemalige Zwangsarbeiter entschädigt werden könnten.
    
    In über 50 Hörfunkbeiträgen hatte der SWR am Mittwoch, 13.12., von
morgens 06.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr in Kurzbeiträgen, Features,
Reportagen und Interviews das Thema "Entschädigungsfonds
NS-Zwangsarbeiter" aufgearbeitet. Der Sprecher der
Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, Wolfgang G. Gibowski,
nannte die Aktion des SWR "vorbildlich für die gesamte ARD". Der
Bundesbeauftragte für die Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter,
Otto Graf Lambsdorff, sagte im SWR, dass spätestens im März/April
nächsten Jahres die ersten Auszahlungen an ehemalige
NS-Zwangsarbeiter erfolgen würden. Lambsdorff erinnerte im
Südwestrundfunk daran, dass die deutsche Wirtschaft eindeutig
zugesagt habe, fünf Milliarden für den Entschädigungsfonds
aufzubringen. Noch fehlten allerdings 1,6 Milliarden Mark. In SWR3
war um 17.40 Uhr das Top-Thema "Entschädigungsfonds
NS-Zwangsarbeiter". Im SWR2 Forum diskutierten Wolfgang Gibowski, der
Wirtschaftshistoriker, Dr. Mark Spoerer und der Publizist Günther
Bernd Ginzel über das Thema "Schuld, Verantwortung, Solidarität - Die
Zwangsarbeiter-Diskussion und ihre gesellschaftlichen Folgen".
    
    Weitere Informationen zu der von SWR Hörfunkdirektor Bernhard
Hermann angeregten Programminitiative "Gegen das Vergessen -
SWR-Aktionstag Zwangsarbeiter" finden Sie im Internet unter
www.swr.de/aktionstag. Dort finden sich neben Links und einer
vollständigen Programmübersicht auch Audiofiles und Manuskripte
ausgewählter Beiträge und Interviews.
    
ots Originaltext: SWR
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