SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von 26. Dezember 2000 (Woche 52) bis 19. Januar 2001 (Woche 3)

    Baden-Baden (ots) -

    Dienstag, 26. Dezember 2000, 2. Weihnachtsfeiertag (Woche 52)
    
    22.55    Von Havanna nach Santiago de Cuba
              
                 Ein Film von Ulrike Becker
    
    Sozialismus und Sinnlichkeit, Mangelwirtschaft und Lebensfreude:
Kuba ist eine Insel der Widersprüche. Für die einen ein riesiges
Tropicana-Cabaret, für die anderen ein großes Gefängnis. Zwei
Millionen Touristen werden in diesem Jahr erwartet. Schwer zu
schätzen die Zahl der Kubaner, die im gleichen Zeitraum versuchen
werden, ihre Heimat auf Flößen und Gummireifen zu entkommen. Im
Krisensommer 1994 waren es fast 20.000. Direkte Folge der kubanischen
Wirtschaftskrise ist aber auch die Öffnung nach außen. War in der
Vergangenheit Zuckerrohr der größte Devisenbringer, ist es inzwischen
der Tourismus. Kuba boomt - nicht erst seit Wim Wenders' "Buena Vista
Social Club".

    Ein filmische Reise jenseits der Klischeebilder von Musik,  Rum
und Zigarren, stellt die landschaftlichen Schönheiten des
Karibikstaates vor. Die Reise beginnt im Westen, wo der Tabak für die
berühmten Havannas wächst, geht über die Hauptstadt Havanna über
Trinidad bis nach Santiago de Cuba, der Kapitale im Osten.
    
    
    Freitag, 29. Dezember 2000 (Woche 52)
    
    23.15    Mystisches Moor
              
                 Film von Thomas Willers
    
    Wallende Nebel hüllen die Landschaft ein, nur hin und wieder
lichtet ein Sonnenstrahl den Schleier und gibt den Blick auf
tiefschwarzes Wasser frei. Bei jeder Bewegung schwankt der Boden, ein
falscher Schritt, und man sinkt auf Nimmerwiedersehen ein. Bis heute
prägt dieses Bild des Hochmoores unsere Phantasie, angeregt durch
Ereignisse aus einer dunklen Zeit, als das Moor Kult- und
Hinrichtungsstätte war. Moorleichen, gut konserviert, zeugen noch
heute von diesen Schreckensjahren.

    Doch wenn die Nebelschleier sich lichten, zeigt sich ein weit
freundlicheres Bild. Wollgräser wiegen sich sanft im Wind und
verwandeln die Landschaft in ein silbriges Meer. In flachen,
wassergefüllten Schlenken balzen Moorfrösche, himmelblau haben sich
die Männchen im Frühjahr verfärbt.  Birkhähne führen in ihrer Arena
imposante Flattersprünge vor, um die Gunst der Weibchen zu erlangen.
Und an lauen Frühsommertagen glitzern Moorlibellen in der Sonne auf.
  
    Blumenpracht und Tierfülle täuschen Reichtum nur vor. Hochmoore
sind karg, lediglich über den Niederschlag werden sie mit Nährstoffen
versorgt. Torfmoose sondern Säuren ins Wasser ab  Nur gut Angepasste
haben eine Überlebenschance. Moorpflanzen wachsen äußerst langsam.
Doch manche schlagen dem Nährstoffmangel ein Schnippchen. Mit kleinen
Saugfallen stellt der Wasserschlauch Einzellern nach, und die
glitzernden, klebrigen Tautropfen des Sonnentaus locken Insekten an.
Auch unter den Tieren dominieren Spezialisten, Räuber herrschen vor,
Dolomedes etwa, die Piratenspinne. Sie lauert am Wasser kleinen
Libellen auf. Blitzartig gleitet sie über die Wasseroberfläche, ja
vermag selbst in die Tiefe abzutauchen.
    
    Lange Zeit konnte der Mensch dem Hochmoor kaum etwas abgewinnen.
Nur am Rande stach er den Torf und ließ auf trockenen Stellen Schafe
weiden. Doch mit dem Aufkommen moderner Technik ändert sich das Bild.
In Mitteleuropa sind in den letzten  Jahrzehnten  durch Entwässerung
und Torfabbau fast alle großen Hochmoore verschwunden. Nicht anders
ging es den Niedermooren. In den Flussniederungen gelegen werden sie
immer wieder überstaut und mit reichlich Nahrung versorgt. Ihre
fruchtbaren Böden sind nach radikaler Trockenlegung sehr gute Weiden,
und nur wo wenig entwässert wurde, sind sie noch heute ursprüglicher
Natur.
    
    Dort durchschreiten Weißstörche zwischen Kühen und bunten Blumen
den Sumpf auf Nahrungssuche. Wo das Niedermoor unberührt blieb,
wechseln sich Röhrichte mit  Seggensümpfen ab. Ihre Bewohner sind
nicht minder faszinierend als die des Hochmoores. Tief in den Seggen
versteckt liegen die Balzplätze der Doppelschnepfe, einer der
seltensten Vögel Europas. Leuchtend weißer Fieberklee blüht in
dichten Beständen.
    
    Kurz ist das Jahr in den Mooren. Schon im Frühherbst kehren die
ersten Nebel mit ihren Schleiern zurück. Immer öfter breiten sie sich
in der Niederung aus und verwandeln die einst sommerliche,
lichtdurchflutete Landschaft wieder in das "mystische Moor".
    
    
    Sonntag, 31. Dezember 2000 (Woche 1)
    
    08.15    Tele-Akademie
              
                 Prof. Dr. Dietmar Rothermund:
              
                 Mahatma Gandhi - Sein Leben und seine Ethik
    
    Das unabhängige Indien wäre ohne Mahatma Gandhi kaum vorstellbar
gewesen. Mahatma, "große Seele", der Revolutionär der
Gewaltlosigkeit, der mit seinen Kampagnen der Nichtzusammenarbeit und
des bürgerlichen Ungehorsams das brititsche Weltreich in seine
Schranken wies. Er prägte den Begriff des "Satyagraha", des
"Festhaltens an der Wahrheit. Die Abspaltung Pakistans empfand er als
"Vivisektion". Als er sich dennoch für eine gerechte Teilung der
Staatskasse zwischen Indien und Pakistan einsetzte,  wurde er dafür
von einem fanatischen indischen Nationalisten erschossen.
    
    Professor Dr. Dietmar Rothermund lehrt Geschichte Südasiens am
Südasien-Institut der Universität Heidelberg
    
    
    Montag, 8. Januar 2001  (Woche 2)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    18.50    Treffpunkt (BW)
                 bei ... Roy Kieferle, Vitalkoch,  Dobel (Schwarzwald)
    
        
    Montag, 8. Januar 2001  (Woche 2)
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Gewinnspiele - Neues Gesetz, alte Probleme
    Versicherungswechsel - Gleicher Schutz für weniger Geld
    Zahnpasta - Strahlend weiß zu jedem Preis?
    
    
    Montag, 8. Januar 2001  (Woche 2)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    00.25    Treffpunkt (WH) (BW)
                 bei ... Roy Kieferle, Vitalkoch,  Dobel (Schwarzwald)
    
    
    Dienstag, 9. Januar 2001  (Woche 2)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    11.30    Treffpunkt (WH von MO) (BW)
                 bei ... Roy Kieferle, Vitalkoch, Dobel (Schwarzwald)
    
    
    Donnerstag, 11. Januar 2001 (Woche 2)
    
    22.15    My Way - James Last
    
    Mit 80 Millionen verkauften Schallplatten ist er der
erfolgreichste deutsche Musiker der Welt: der Komponist und Arrangeur
Hansi alias James Last. Der Name des heute 71-Jährigen steht für den
Happy Sound, jenen supersoften Big Band  Klang,  mit dem Last
gleichermaßen Weihnachts- oder Volkslieder wie US- Pophits
unverwechselbar macht. Und James Last, das ist nicht zuletzt
bundesdeutsche Fernsehgeschichte: Jahrzehntelang prägte der Anblick
des cool-verschmitzten Orchesterchefs, der beim Dirigieren kaum den
Finger krumm machte, die Samstagabendunterhaltung der
öffentlich-rechtlichen Rundfunksender. Inzwischen ist James Last
auch Kult bei den ganz Jungen. Die Deutschrockband Fettes Brot bat
den Altstar unlängst, ob er mit ihnen eine Platte aufnehme - von
dieser Zusammenarbeit ist Hansi immer noch begeistert.
    Den Autor und Kameramann Thomas Schadt interessierte der Mensch
hinter dem Klischee: Er hat James Last auf seine  große
Deutschlandtournee Ende 1999 begleitet und ihn in seinem Haus in West
Palm Beach, Florida, besucht. Der Film zeichnet dabei das Bild eines
immer noch jungenhaft wirkenden Mannes, der es über all die Jahre
seiner Karriere geschafft hat, sich treu zu bleiben - und das heißt
zunächst: positiv zu denken. Inmitten der verlogenen Scheinwelt des
Showgeschäfts versteht er es, sein  Vision einer grenzenlosen Musik
glaubhaft zu verkörpern. Happy Sound ist tatsächlich ganz wörtlich
gemeint. Er wolle den Menschen mit seiner Musik Glück bringen, sagt
James Last, und man merkt: das ist keine Phrase. Seine Fans behandelt
er geradezu zuvorkommend, empfindet sie nie als aufdringlich, eher
als weltweit verstreute Großfamilie.Tief gerührtist er, wenn ihm
einer schreibt: Seit wir Deine Musik hören, hat unser Wohnzimmer
keine Ecken mehr. Und auch wenn ihm immer mal wieder musikalische
Gleichmacherei vorgeworfen wird: an seinen Arrangements arbeitet er
mit der Akribie und Hingabe eines Musikers, der von der
Einzigartigkeit jedes Stückes überzeugt ist.
    
        
    Montag, 15. Januar 2001  (Woche 3)
    
    18.15
                 Köstliches Deutschland (BW und SR)
    18.50    Köstliches Deutschland (RP)
    
                 Der beschauliche Bodensee
    
    Die kulinarische Reise geht diesmal von Lindau, dem Seeufer
entlang, nach Meersburg und weiter nach Heiligenberg, dem sonnigen
Balkon des Bodensees. Die regionalen Spezialitäten finden sich auch
in dem Bodensee-Menü. Die Blume von der hausgebeizten
Bodensee-Lachsforelle mit Limonen-Joghurt-Sauche, zubereitet von
Sternekoch Friedbert Lang aus Lindau. Ein Stern-Kollege, Clemens
Baader aus Heiligenberg präsentiert den Hauptgang: Eingebackenes vom
fürstlichen Wildschwein. Von Stefan Marquard aus Meersburg stammt das
Dessert: ein Schwarzbrotpudding mit Apfel-Selleriesalat und
Basilikumreis.
    
        
    Donnerstag, 18. Januar 2001  (Woche 3)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    18.15    Familien-Rat (BW)
                 Lebensräume - Neue Wohnformen für die Familie
    
    
    Donnerstag, 18. Januar 2001 (Woche 3)
    
    21.00    Fahr mal hin
                 Im Jura und am Rhein - das Baselbiet
                 Ein Film von Andreas Waetzel
    
    Das Schweizer Hinterland der Stadt Basel gilt als "Transitland"
auf dem Weg in Richtung Süden. Doch eigentlich ist die Gegend viel zu
interessant zum schnellen Durchfahren.

    Am Rhein liegt die größte ausgegrabene Römerstadt der Schweiz, Augusta Raurica, wo noch immer ausehenerregende Entdeckungen gemacht werden können. Seidenbänder aus dem Baselbiet schmückten einst elegante Kleider und Hüte auf der ganzen Welt. Im Museum der Kantonshausptstadt Liestal sind die schönsten Bänder ausgestellt, und obwohl die Mode sich längst gewandelt hat, gibt es hier noch Seidenbandwebereien.

    Steile Kalkfelsen, lichte Wälder, Wasserfälle und fantastische Fernblicke machen den Baselbieter Jura zu einem idealen Wanderparadies. Und die barocke Domkirche von Arlesheim mit ihrer Silbermann-Orgel gehört zu den schönsten Kirchenbauten am Oberrhein. In der "Ermitage", dem größten und ältesten englischen Landschaftspark der Schweiz, glaubt man sich in die Goethe-Zeit versetzt.

    Die Menschen im Baselbiet pflegen mit Begeisterung alte
Traditionen wie den feurigen "Kienbesen-Umzug"bei der Liestaler
Fastnacht. Doch sie waren auch immer offen für Neues und sind bekannt
für ihre Weltoffenheit und Gastlichkeit.
    Dennoch ist die Landschaft zwischen Jura und Rhein touristisch
noch weitgehend unentdeckt - um so mehr lohnt sich ein Besuch.
        
    
    Donnerstag, 18. Januar 2001 (Woche 3)
    
    22.15    ABBA - The winner takes it all
              
                 Film von Chris Hunt
    
    In seinem Musikfilm über ABBA, eine der erfolgreichsten Popgruppen
aller Zeiten spricht Chris Hunt lange mit den vier ehemaligen
Bandmitgliedern und mit Menschen, die den Erfolg des Quartetts
mitbestimmt und begleitet haben. Der Film beginnt mit den Proben für
"Mama Mia!" und rekonstruiert anhand der Hits in diesem Musical über
ABBA,  anhand von ABBA-Clips und -videos, der Erfolgsgeschichte der
Gruppe.
    
    
    Donnerstag, 18. Januar 2001  (Woche 3)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    23.50    Familien-Rat (WH) (BW)
                 Lebensräume - Neue Wohnformen für die Familie
    
    
    Freitag, 19. Januar 2001 (Woche 3)
    
    21.45    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Glückskinder und Pechvögel
                 Aufzeichnung vom 18.1.2001, Schloss Favorite in
Ludwigsburg
    
    Manchen scheint das Glück in die Wiege gelegt zu sein, anderen
klebt das Pech ein Leben lang an den Sohlen. Steht das in den Sternen
geschrieben? Oder ist Glück vielleicht nicht nur Glücksache, sondern
auch eine Frage der Einstellung? Letzteres predigen die
Glücksforscher in Amerika, wo das Recht auf Glücksuche durch die
Verfassung garantiert ist, jeder also seines eigenen Glückes Schmied
sein darf. Manchmal aber geht das schief, was schief gehen kann - und
das so richtig. Gibt es da ein Gesetz der Serie? Oder redet man sich
nur selbst immer tiefer ins Unglück hinein? Gibt es eine Anleitung
zum Glücklichsein?

    Sicher ist - erzwingen lässt sich nichts. Das weiß jeder, der ein
Leben lang auf den Sechser im Lotto hofft. Der ist laut
Wahrscheinlichkeitsrechnung erst nach 26 892 Jahren drin. Und wenn
man dann vergessen hat, den Schein abzugeben ... Dumm gelaufen! Pech
gehabt! Selber Schuld?
    
    Wieland Backes fragt nach in "Glückskinder und Pechvögel"  im
Nachtcafé am 19.1.2001 um 21.45 Uhr im SÜDWEST-Fernsehen. Unter den
Gästen: Gottfried John - eines der markantesten deutschen
Filmgesichter.
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.:
07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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