SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Samstag, 9. Dezember 2000 (Woche 50) bis Donnerstag, 11. Januar 2001 (Woche 2)

    Baden-Baden (ots) -

  Samstag, 9. Dezember 2000  (Woche 50)
    
    21.00    "Fluchtpunkt Prag 1989"
                 Flüchtlingsdrama und Staatsaffäre
    
    Jeder kennt die Bilder: Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der
Prager Botschaft Ende September 1989. Seine Worte gehen unter im
Jubel der über 3.000 Flüchtlinge aus der DDR, die zum Teil mehrere
Wochen dort ausharrten. Meist junge Familien mit Kindern. Im Garten
der Botschaft, in Zelten und unter katastrophalen hygienischen
Bedingungen. Fieberhaft wurde in diesen Wochen nach einer politischen
Lösung des Flüchtlingsdramas gesucht. Zugleich waren die
Verhandlungsführer aber auch ratlos. Denn der
Demokratisierungsprozess in den Ländern des ehemaligen Ostblocks ließ
sich nicht mehr stoppen, das Rad der Geschichte nicht mehr
zurückdrehen.
    
    Der Film "Fluchtpunkt Prag 1989" zeichnet die dramatischen
Ereignisse nach. Doch er geht dabei nicht den üblichen Weg. Die
Autoren nähern sich der Flüchtlingsfrage vor allem aus der
tschechoslowakischen Sicht: Die Regierung der damaligen CSSR stellte
sich noch im August 1989 auf den Standpunkt, "es handle sich um eine
rein deutsch-deutsche Angelegenheit". Im Laufe weniger Wochen wuchs
der Druck aber auf das eigene Land so stark an, dass
tschechoslowakische Politiker und Diplomaten die DDR-Führung zu einer
schnellen Lösung drängten. Der Film bietet neue und überraschende
Einblicke in das diplomatische Ränkespiel zwischen Prag, Ost-Berlin,
Bonn, Moskau und New York, wo sich das Schicksal der Flüchtlinge am
Rande der UNO-Vollversammlung entschied. Ehemals tschechoslowakische
Unterhändler berichten, dass die damalige CSSR nicht ganz unbeteiligt
an dieser Entscheidung gewesen war.
    
    
    Sonntag, 10. Dezember 2000 2. Advent  (Woche 50)
    
    23.05    Wortwechsel
              
                 Fritz Frey im Gespräch mit Hans Olaf Henkel
              
                 (Präsident des BDI)
    
    "Ich  war wohl ein recht schwer erziehbares Kind", sagt Hans-Olaf
Henkel von sich  elbst. Aus dem schwierigen Kind ist einer der
erfolgreichsten Manager Deutschlands geworden. Der als Scharfmacher
und Rambo bezeichnete BDI-Präsident scheidet zum Jahresende aus dem
Amt. Während seiner Amtszeit hat er polarisiert wie kein anderer.
Politisches Gespür und Eloquenz bescheinigen ihm die einen.
Ruppigkeit und Mangel an Konsens- und Dialogfähigkeit werfen ihm die
anderen vor. Seine eigene Bilanz zieht er nun in seiner
Autobiografie. Ein sensibler und empfindsamer Henkel tritt einem dort
entgegen, ein Mensch, der geliebt werden möchte. Ist er nunn
Unruhestifter und Kapitalist oder Visionär?
    
    Hans-Olaf Henkel wurde am 14.  März 1940 in Hamburg geboren. Sein
Vater kehrte aus dem Krieg nicht mehr zurück. Die Mutter übernahm die
Leitung des Büros und hat nur wenig Zeit für die Kinder. In Hamburg
besucht Henkel elf verschiedene Schulen. Nach der mittleren Reife und
einer Lehre zum Speditionskaufmann studiert er über den zweiten
Bildungsweg an der Eliteschmiede der Gewerkschaften, der Hamburger
Akademie für Wirtschaft und Politik Volks- und Betriebswirtschaft und
Soziologie. Seine Berufslaufbahn beginnt er 1962 bei IBM Deutschland,
wohin er über mehrere Stationen im Ausland auch wieder als Chef
zurückkehrt. 1994 wird Henkel zum Präsidenten des Bundesverbandes der
Deutschen Industrie gewählt. Zum Jahresende läuft seine dritte
Amtszeit aus. Hans-Olaf Henkel ist verheiratet und hat drei Kinder.
    
    
    Samstag, 16. Dezember 2000 (Woche 51)
    
    21.50    Mamas Liebling geht zum Bund
                 Reportage von Rita Knobel-Ulrich
                 (Erstsendung: 06.03.1998, Das Erste)
    
    Wie macht man sein Bett, faltet man Unter- und Oberhemden.
NDR-Autorin Rita Knobel-Ulrich begleitete der jungen Männer beim
Einrücken in die Kaserne zum Militärdienst. Von der Einberufung bis
zum feierlichen Gelöbnis zeigt sie sechs Wochen lang die
Grundausbildung beim Panzergrenadierbataillon 182 in Bad Segeberg in
Schleswig-Holstein.
    
    
    Montag, 18. Dezember 2000 (Woche 51)
    
    21.45    Teleglobus
                 Ghaddames - Eine Reise durch Libyen
    
    Ghaddhames war einst eine wohlhabende Stadt am Ende der Wüste,
alle Karawanen, die von Nord nach Süd durch die Sahara zogen, machten
dort Halt. Bereits in der römischen Antike war die Stadt ein
bedeutender Handelspartner. Die Altstadt selbst ist von der UNESCO
als Weltkulturerbe anerkannt. Doch in den 70er Jahren mussten die
Bewohner die Stadt verlassen auf Anordnung Ghaddafis,der damals sein
Land um jeden Preis "modernisieren" wollte. Nun wohnen die Menschen
in einem neuen Ghaddhames, eine schnell hoch gezogene Stadt aus
Beton-Fertigbauteilen, völlig ungeeignet für das Wüstenklima. Die
Reise nach Ghaddhames ist auch eine Reise durch das heutige Libyen
und den politischen Verhältnissen im nordafrikanischen Land.
    
    
    
    Montag, 18. Dezember 2000 (Woche 51)
    
    22.45    In den Wind geschrieben
                 Dichter wie du und ich
                 Film von Kai Henkel
    
    Marina D. hatte eine unglückliche große Liebe. Sowas kommt vor,
aber die junge Frau setzte sich hin und schrieb sich die Seele leer.
Ihr ganzes Leben auf Papier. Titel: "Im Schatten der Träume". Dann
sparte sie 15.000 Mark und ließ davon 2000 Exemplare drucken. "Ich
hab ja noch mein ganzes Leben lang Zeit, sie zu verkaufen".Sie
schreibt schon am nächsten Buch und es soll ein Roman werden.
    
    Horst E. hat Geld genug und verlebt luxuriös seinen Ruhestand in
einer Villa in den Felsen Ibizas. Auch seine Biografie wollte kein
Verleger haben. Jetzt hat Horst E. sich ein Pseudonym zugelegt und
schreibt an einem erotischen Roman über eine Nobelhure. "Sex verkauft
sich, und ich will Erfolg" sagt Horst E. "Ich bin es gewöhnt erster
Klasse zu fliegen, und ich will nie wieder hinten drin sitzen." Und
außerdem kann der Lebemann so seine Erfolge bei den Frauen noch
einmal Revue passieren lassen. Seine jetzige Ehefrau sagt dazu nur:
"So ist der Horst wenigstens beschäftigt."
    
    Harry B: sitzt im Knast und schreibt gegen die Mauer an, Jo K.
kriegt tausend Gedichte nicht los, Olaf L. wird sich dieses Jahr
wieder um den Ingeborg Bachmann Preis bewerben und Dr. Gustav P. will
auch keiner drucken, er verlässt die von Büchern überquellende
Wohnung dennoch kaum. "Mir ist die Zeit zu schade, ich muss doch
schreiben."
    
    "In den Wind geschrieben - Dichter wie du und ich" ist ein
Episodenfilm, der Menschen und ihre Schreibwelten portraitiert. Es
ist eine Hommage an alle diejenigen,die auf einem Stück Papier ihr
Innerstes nach außen kehren. Jenseits der Qualität des Geschriebenen
zeigt die Dokumentation den Prozess des Schreibens und dass es immer
einen Grund gibt, sich an die Maschine zu setzen.
    
        
    Dienstag, 19. Dezember 2000  (Woche 51)
    
    Geänderten Beitrag für RP beachten!
    
    18.50    Treffpunkt (RP)
                 Hier sind wir
                 Der Rheingau
    
    
    Dienstag, 19. Dezember 2000  (Woche 51)
    
    Geänderten Beitrag für RP beachten!
    
    00.25    Treffpunkt (WH) (RP)
                 Hier sind wir
                 Der Rheingau
    
    
    
    
    Montag, 25. Dezember 2000 (Woche 52)
    
    22.35    25 Jahre  "Länder-Menschen-Abenteuer"
                 - lange Nacht der schönen Filme -
    
    "Die lange Nacht der schönen Filme" beginnt und endet mit einem
Einführungsfilm, der in zehn Minuten einen Rückblick und Ausblick auf
die inzwischen 25-jährige Reihe "Länder-Menschen-Abenteuer" bietet.
1975 wurde diese Sendereihe bei einem kollegialen
Nach-Dienst-Gespräch auf einem Bierdeckel geboren. Der erste eigene
Film der Reihe - vorher wurden Sendungen angekauft - entstand 1976
auf den Philippinen, "7000 Inseln" von Paul Schlecht, dem ersten
Redakteur der Sendereihe. Karl Schüttler kam drei Jahre später dazu.
Die Botschaft von "Länder-Menschen-Abenteuer" lautet nach Angaben der
Programmverantwortlichen: "Die Welt ist schön, das Leben der Menschen
in anderen Kulturen ist anregend und ein Verständnis für Fremdes soll
gewecktwerden."
    
    Zehn dokumentarische Filme aus den Jahren 1978 bis 1997 wird es in
dieser langen Weihnachtsnacht im Südwestfernsehen geben. Ferner gibt
es ein Gespräch unter Machern, mit Erlebnisberichten, Anekdoten und
Bildern über die Hintergründe von einigen der insgesamt fast
vierhundert Produktionen. In der langen Nacht werden nocheinmal
folgende Länderdokumentationen gesendet: "Nepal zu Fuß  - ein
Abenteuer?" von Karl Schüttler (Erstsendung: 18.06.1978 in S 3);
"Engini  - Feuertänzer auf der Gazelle-Halbinsel" (Papua Neuguinea)
von Paul Schlecht (Erstsendung: 04.12.1982 in S 3); "Expedition in
die Vergangenheit - Felsbilder im Tassili der Adjjer" (Algerien) von
Karl Schüttler (Erstsendung: 25.10.1986 in S 3); "Die Ahnen der Inkas
- Eine Entdeckung aus der Moche-Kultur Perus" (2) von Anna Soehring
(Erstsendung: 14.11.1988 in S 3); "Beim geheimen Bund der Männer  -
Die Senufo im Norden der Elfenbeinküste" (Westafrika) von Paul
Schlecht (Erstsendung: 06.11.1991 in Südwest 3); "Nepal  - zwischen
Muktinath und Kali Gandaki  - Im Tal der hundertundacht Quellen" (1)
von Anna Soehring (Erstsendung: 18.03.1992 in Südwest 3); "Nepal -
zwischen Muktinath  und Kali Gandaki  - Die Höhlenmenschen von
Mustang" (2) von Anna Soehring (Erstsendung: 25.03.1992 in Südwest
3); "Die Diener des Sultans  - Von Geistern und Menschen in Java" von
Karl Schüttler und Klaus Fuhrmann (Erstsendung: 26.02.1997 in Südwest
3); Schattenbilder  - Auf der Suche nach dem alten Java" von Karl
Schüttler und Klaus Fuhrmann (Erstsendung: 05.03.1997 in Südwest 3);
"Zurück in die Wildnis  - Winter bei den Dene-Indianern" von H.Jürgen
Grundmann (Erstsendung: 12.11.1997 in Südwest 3).
    
    
    Samstag, 30. Dezember 2000 (Woche 1)
    
    18.00    Fußballjahr im Südwesten
                 Moderation: Michael Antwerpes
    
    Abstieg verhindert, Champions League verpasst, Erfolge im
UEFA-Cup. Das ist die Bilanz 2000 der südwestdeutschen
Fußball-Bundesligisten. Von Januar bis Dezember 2000 kommt  alles in
diese Rückblick-Sendung, was vor den Toren passierte. Alle Höhen,
alle Tiefen beim SC Freiburg, dem 1.FC Kaiserslautern und dem VfB
Stuttgart etwa.
    
    
    
    
    Dienstag, 2. Januar 2001  (Woche 1)
    
    Geänderten Programmablauf beachten!
    
    16.05    Kaffee oder Tee?
    
    17.00    Aktuell
    
    17.05    Kaffee oder Tee?
    
    18.00    Aktuell
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
    Mittwoch, 3. Januar 2001  (Woche 1)
    
    Geänderten Programmablauf beachten!
    
    16.05    Kaffee oder Tee?
    
    17.00    Aktuell
    
    17.05    Kaffee oder Tee?
    
    18.00    Aktuell
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
    Donnerstag, 4. Januar 2001  (Woche 1)
    
    16.05    Kaffee oder Tee?
    
    17.00    Aktuell
    
    17.05    Kaffee oder Tee?
    
    18.00    Aktuell
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
    Donnerstag, 4. Januar 2001  (Woche 1)
    
    21.00    Fahr mal hin
              
                 Auf den Spuren von Waldensern und Zisterziensern
              
                 Historische Streifzüge am Rande des Kraichgaus
    
    Im "lieblichen Garten", wie der Kraichgau auch genannt wird, macht
sich Autor Manfred  Hattendorf auf den Weg, die Spuren der Waldenser
und Zisterzienser  zu entdecken und zu beobachten. Weinberge, die auf
die Bepflanzung durch die Zisterziensermönche im 12. Jahrhundert
zurückgehen und Tabakpflanzen, die von den Waldensern eingeführt
wurden, sind Zeugen der Vergangenheit. Aber die ehemaligen Bewohner
haben noch mehr Spuren hinterlassen: Im Falle der Zisterzienser ist
es das Kloster Maulbronn. Dieses Kloster gilt als größtes nördlich
der Alpen, in der auch regelmäßig Konzerte veranstaltet werden. Die
Waldenser haben keine großartigen Bauwerke hinterlassen, wohl aber
ganze Dörfer mit fremdländisch klingenden Namen wie Großvillars,
Perouse oder Pinache. Das kommt daher, daß die Glaubensflüchtlinge
vor 300 Jahren in Baden und Württemberg eine neue Heimat fanden und
hier neue Siedlungen gründeten. Die Spurensuche bringt auch
unerwartete Bilder zutage, die im Jetzt und Hier spielen, wie
griechisch sprechende Eleven des Maulbronner Stifts oder ein
Dorffest, bei dem die Nachfahren der Waldenser deren Ankunft im
Kraichgau darstellen.
    
    Der Film zeigt den Verlauf der Jahreszeiten, von Sommerfesten über
die Weinernte hin zum nächsten Winter. Die Leute aus der Umgebung
kommen zu Wort, der Winzer im Hof der Weingärtnergenossenschaft wie
auch eine 80-jährigen Nachfahrin einer Waldenserfamilie, und so
erzählt der Film von der Geschichte des Landstrichs, seiner Bewohner
und den Berührungspunkten zwischen gestern und heute.
    
    
    Donnerstag, 4. Januar 2001 (Woche 1)
    
    22.10    Mit dem U-Boot nach Amerika
              
                 Film von Wolfram Bauer
    
    Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fährt ein deutsches
Unterseeboot nach Amerika, nach New York. Die U-26 ist mit Torpedos
ausgerüstet, ihre Fahrt über den Atlantik dient der virtuellen
Kriegsführung. Der Dokumentarfilm begleitet das U-Boot auf seiner
Fahrt und beobachtet das Leben an Bord.
    
    Jörn ist 25 Jahre alt, von Beruf Schlosser, das jüngste Mitglied
der Besatzung. Vier Monate lang wird er von seiner Freundin Kathrin
getrennt sein: Monate, in denen er und der Rest der Mannschaft sich
der eisernen Disziplin des U-Boot-Lebens unterwerfen müssen.Monate,
in denen sehr unterschiedliche Männer auf engstem Raum zusammenleben
und arbeiten müssen.
    
    Der Film läßt die Besatzungsmitglieder des U-Boots zu Wort kommen:
Zu ihrem Einsatz, zu Arbeit und Leben auf dem U-Boot. Er begleitet
die Mannschaft auch, wenn sie auf Puerto Rico, der karibischen
Zwischenstation des Boots, an Land geht und später an ihrem Ziel, New
York. Dabei reden auch Puertoricaner und Amerikaner von ihren
Empfindungen gegenüber den deutschen U-Boot-Fahrern. Kontrastiert
werden diese Aussagen mit den Erzählungen dreier alter MÄnner, die im
2. Weltkrieg als U-Boot-Fahrer tätig waren. Dreiviertel ihrer
Kameraden sind "auf Feindfahrt abgesoffen" und liegen schon lange auf
Grund. Die Erinnerungen der  Alten werden den Zuschauern durch
Originalaufnahmen lebendig.
    
    
    
    
    Freitag, 5. Januar 2001  (Woche 1)
    
    Geänderten Programmablauf beachten!
    
    16.05    Kaffee oder Tee?
    
    17.00    Aktuell
    
    17.05    Kaffee oder Tee?
    
    18.00
                 Aktuell
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
    Mittwoch, 10. Januar 2001 (Woche 2)/22.11.2000
    
    18.15    Koch-Kunst mit Vincent Klink
              
                 Das "Wild", das aus dem Stall kommt
    
    Egal ob 'Weiße Riesen', 'Blaue Wiener' oder 'Englische Widder' -
im Deutschland der Jahrhundertwende ware  Kaninchen ein fester
Bestandteil auf dem Speisezettel der sogenannten 'kleinen Leute'. In
den Hungerjahren während und nach den beiden Weltkriegen boten sie
vielen Familien zumindest hin und wieder einen Braten und ihre Felle
halfen manchen über den kalten Winter. Heute findet  man Kaninchen in
der Regel nur noch in speziellen Kleintierzuchtanlagen: in die Ställe
und von dort in den Kochtopf kamen die gezähmten Tiere über
Frankreich und Belgien. Wenn auch mit über hundertjähriger
Verspätung. Den Franzosen war schon 1760 die Züchtung eines
Angorakaninchens gelungen. Schließlich waren unserer feinschmeckenden
Nachbarn schon längst auf das leckere Fleisch aufmerksam geworden.
Inzwischen wird es weltweit geschätzt, und steht auch bei Meisterkoch
Vincent Klink von der Stuttgarter 'Wielandshöhe' hoch im Kurs, nicht
zuletzt wegen seines geringen Fettgehaltes. Er bereitet dem edlen
Kaninchenbraten ein Bett aus Traminertrauben. Moderator Markus Brock
wird sich dafür auf seine Weise erkenntlich zeigen und Studiogast
Werner Straub wird in die Geheimnisse der Kunst des Kaninchenzüchtens
einweihen.
    
    
    Donnerstag, 11. Januar 2001  (Woche 2)
    
    21.45    Sonde - Wissen im Dritten
                 Moderation: Ingolf Baur
    
    Als Weihnachten 1999 der Orkan Lothar über Europa raste,
verwüstete er die Baumbestände im Park von Versailles ebenso wie den
Stadtwald von Baden-Baden. Das war eine Katastrophe für die Kultur
von Landschaften, die über Jahrhunderte von Menschen angelegt und
gepflegt wurden. War es auch eine Katastrophe für die Natur? Oder war
es womöglich für sie eine Chance zur Verjüngung,  zur Neuansiedlung
von Pflanzen und Tieren, die vom Menschen aus dem Kulturwald verbannt
worden waren? In der Sendung wird nachgefragt, wie die Waldschäden
aufgearbeitet werden, welche überraschenden Entdeckungen die
veränderte Landschaft für Menschen bereithält und welches
Experimentierfeld sich der Forstwissenschaft infolge des Windbruches
eröffnet.
    
    
    
ots Originaltext: SWR
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