SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von 17. November 2000 (Woche 46) bis 21. November 2000 (Woche 47)

    Baden-Baden (ots) -
    Freitag, 17. November 2000  (Woche 46)
    
    Geänderten Beitrag für BW beachten!
    
    08.50    (VPS 08.49)
                 Ländersache extra (BW)
                 Der Mensch
                 Manfred Rommel und seine Politik
                 (Erstsendung: 06.01.2000)
    
    
    Freitag, 17. November 2000 (Woche 46)
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Amerikas einzige Königin - eine neue Biographie über Jackie
Kennedy Onassis:"Unbekannte Fotos und bislang nicht veröffentlichte
Details aus Jackies Leben machen dieses Buch zu einer besonderen
Biographie über die 'einzige Königin Amerikas'. Wenn das Buch hält,
was der Verlag verspricht, dann haben Deutschlands Buchhandlungen ab
dem 24. November einen weiteren Knüller in den Regalen stehen: die
neue Biographie über Jackie Kennedy Onassis (1929 - 1994) von Sarah
Bradford. Nachtkultur durfte schon vor der Veröffentlichung einen
Blick in das Buch werfen und hat die Autorin Sarah Bradford in London
getroffen.
    
    Castros vergessene Geliebte - ein Film über die Deutsche
CIA-Agentin Marita Lorenz: Als Teenager reiste Marita Lorenz,
Kapitänstocher aus Bremen, auf dem Schiff ihres Vaters nach Cuba und
lernte an Bord eher zufällig Fidel Castro kennen - der Beginn einer
leidenschaftlichen Affäre von sieben Monaten. Sie geriet in die Fänge
des amerikanischen Geheimdienstes CIA, der sie zu einem Anschlag auf
das Leben Castros überreden wollte. Später wurde Marita Lorenz selbst
zur Gejagten. Der Regisseur Wilfried Huismanns schildert das Leben
der Marita Lorenz in seinem Dokumentarfilm "Lieber Fidel", der als
Vorabpremiere auf dem Internationalen Filmfestival
Mannheim-Heidelberg zu sehen war und am 16. November in die deutschen
Kinos kommt. Nachtkultur stellt den Film über das unglaubliche Leben
der Marita Lorenz vor.
        
    Deutschlands umstrittene Autorin - eine Betrachtung über Anna
Seghers: Anna Seghers (1900 bis 1983) zählt zu den bedeutendsten
Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Werken "Das
siebte Kreuz" (1942) und "Transit" (1944), die sie beide im
mexikanischen Exil geschrieben hat, wurde sie weltberühmt. Die Werke
wurden in viele Sprachen übersetzt und verfilmt. Als die gebürtige
Mainzerin 1947 nach Deutschland zurückkehrte, hat sie sich für
Ost-Berlin entschieden und ist als überzeugte Kommunistin der DDR bis
an ihr Lebensende treu geblieben. Am 19. November wäre Anna Seghers
100 Jahre alt geworden. Nachtkultur erinnert an die Schriftstellerin;
eine mehrstündige Film- und Diskussionsreihe strahlt der SWR in der
Nacht vom 18. auf 19. November aus.
    
    
    Samstag, 18. November 2000  (Woche 47)
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    04.00    (VPS 03.59)
                 Ländersache extra (WH von FR) (BW)
                 Der Mensch
                 Manfred Rommel und seine Politik
    
    
    Sonntag, 19. November 2000 (Woche 47)
    
    11.00    Die Bestenliste - das Literaturmagazin
                 Die besten Bücher im November
                 Moderation: Hubert Winkels
                 Folge 10/11
                 (Erstsendung: 12.11.2000, 3sat)
    
    Gäste: Alexander Kluge - mit seiner zweibändigen "Chronik der
Gefühle" über die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte, über die
Bundesrepublik und die Wiedervereinigung: Geschichtsschreibung aus
der Perspektive des Eigensinns.
    
    Aris Fioretos, der inseinem Roman "Die Seelensucherin" von einer
jungen Frau erzählt, die - auf der Suche nach ihrem verschollenen
Vater - einen fanatischen Wissenschaftler, einen "Seelenbiologen"
findet.
    
    Beiträge über: Martin Mosebachs Roman "Eine lange Nacht", über
einen krummen Lebensweg ins Niemandsland, Andrej Stasiuks
vielgerühmten Roman "Die Welt hinter Dukla", der eine Landschaft neu
erfindet und die Erinnerungsbilder Adam Zagajewskis "Ich schwebe über
Krakau".
    
    Außerdem: In einem Streitgespräch diskutieren die Kritikerin der
SWR-Bestenliste Verena Auffermann und die FAZ-Redakteurin Rose-Maria
Gropp über den neuen Roman von Elfriede Jelinek "Gier", ein
Unterhaltungsroman zwischen Kriminalgeschichte, Porno und
Groschenheft. Der Rezitator Hans Peter Bögel liest aus den neuesten
Prosatexten des diesjährigen Büchner-Preisträgers Volker Braun "Das
Wirklichgewollte".
    
    Dienstag, 21. November 2000 (Woche 47)
    
    22.15
                 (VPS 22.14)
                 Zeichen der Zeit
            
                 Was in unserem Essen steckt
            
                 Lebensmittel als Industrieprodukte
              
                 Ein Film von Karin Haug
    
    In ihrer Dokumentation deckt die Autorin Karin Haug auf, was
alltäglich unerwünscht auf unseren Tellern landet: Aromastoffe,
Fruchtzusätze, Geschmacksverstärker. Sie führt die unsichtbaren
Konsequenzen vor Augen: ob Kinder ihre Geschmacksnerven verlieren, ob
probiotische Bakterien aus Fäkalien gewonnen werden oder
Himbeergeschmack mittels Sägespänen und Schimmelpilzen erzeugt wird.
Der Film zeigt, wie die Lebensmittelproduktion längst ein
Industriezweig geworden ist, der unser Essen normt und zugleich
unseren Geschmackssinn formt. Für ihr "kritisches Feature, das
Verbraucher auffordert, produktbewußt auszuwähhlen und Etiketten zu
lesen", so die Begründung der Jury,  erhielt Karin Haug jetzt den
Europäischen Fernsehpreis auf dem Internationalen
Umwelt-Film-Festival "Ökomedia". Aus diesem Anlaß wird die
Dokumentation in der Reihe Zeichen der Zeit am 21.11. 2000 um 22.15
Uhr wiederholt.
    
    
ots Originaltext: SWR
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