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Südwestrundfunk (SWR): Junge Regisseure, Autoren und Schauspieler ab 16. November im Südwestfernsehen

Baden-Baden (ots) - SWR-Reihe "Debüt im Dritten" startet neue Staffel 16. "Debüt"-Ausgabe mit vier Langfilmen, einem Dokudrama und fünf Kurzfilmen Die Nachwuchsreihe "Debüt im Dritten" des Südwestrundfunks (SWR) eröffnet am Donnerstag, 16. November 2000, mit dem Spielfilm "Der Sommer mit Boiler" ihre 16. Sendestaffel. Dabei ist die renommierte Reihe der Baden-Badener Fernsehspielredaktion des SWR erstmals auf ihrem neuen Sendeplatz vertreten: donnerstags um 22.15 Uhr im Südwestfernsehen. Alle vier fiktionalen Langfilme dieser jüngsten Ausgabe von "Debüt im Dritten" befassen sich mit Kindheits- und Jugendgeschichten aus den 60er, 70er und 90er Jahren. Ein Dokudrama schließlich zeigt den Arbeitsalltag der Streifenpolizei. Den Abschluss der Staffel am 21. Dezember bildet - wie erstmals im vergangenen Jahr - die "Debüt-Kurzfilmrolle" mit fünf prominent besetzten Produktionen: Muriel Baumeister, Volker Lechtenbrink, Erwin Leder und andere bekannte Schauspieler haben in den ambitionierten Kurzfilmen eine Rolle übernommen. Vier von diesen kleinen Meisterwerken der Filmkunst setzen sich mit dem Thema Tod auseinander, eines mit der Liebe. "Debüt im Dritten" ist längst zu einer Talentschmiede avanciert, die über das Fernsehen hinaus das neue deutsche Kino bereichert hat. In enger Zusammenarbeit mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) und der Ludwigsburger Filmakademie gibt der SWR damit regelmäßig dem filmischen Nachwuchs die Chance, Erstlingswerke für ein breites Publikum zu realisieren. Zahlreichen heute bekannten Regisseuren wie Andreas Dresen, Romuald Karmakar und Hans-Christian Schmid hat "Debüt im Dritten" ihren Karrierestart ermöglicht. "Unschuld und Anarchie" treibe ihre Protagonisten an, sagt Nicole Weegmann über ihre Produktion "Wolfsheim", und das gilt für alle vier Spielfilme der diesjährigen Debüt-Staffel. Das Zusammentreffen kindlicher Unschuld mit der komplizierten Erwachsenenwelt, die Auseinandersetzung mit der eigenen Veränderung, die anarchische Kraft kindlichen Wollens setzen Veränderungen in Gang: Reaktionen in der Erwachsenenwelt, Ablöseprozesse, aber auch frühe Schuld. In "Der Sommer mit Boiler" am 16. November erzählen Sabine Brodersen und Anna Justice eine Pubertätsgeschichte aus den 70ern: Von Sonja, die es mit ihren 13 Jahren noch nicht schafft, sich von den Maßstäben ihrer Clique zu lösen. Sonja opfert ihre Freundschaft zu dem uncoolen Boiler ihrem Bedürfnis nach Anerkennung durch die anderen und merkt erst zu spät, dass sie nicht nur Boiler, sondern auch sich selbst damit unglücklich macht. Traum und Wirklichkeit liegen an der Schwelle zur Pubertät nahe beieinander, und so sind auch in Marie-Louise Bless' Film "Der Onkel vom Meer" am 23. November reales Erleben der elfjährigen Lisa und ihr Traumleben so eng miteinander verwoben, dass sie häufig ununterscheidbar werden. Lisas träumerische Wahrnehmung inmitten der realen Zürcher Arbeiterwelt verleiht dem Film etwas Schwebendes. Ganz real an die Verwirklichung seines Traumes geht der kleine Paul, als er heimlich im Laster seines Vaters Michael mitfährt. Geradlinig und gänzlich unsentimental erzählt René Heisig in "Pauls Reise" am 30. November vom Lernprozess eines Vaters bei der Konfrontation mit der Kraft der Wünsche seines Kindes. Die Protagonisten von Nicole Weegmanns "Wolfsheim" am 7. Dezember sind ihrer Jugend eigentlich schon entwachsen, auch wenn die Träume und Schwüre der Schulzeit in ihrem Gefühlsleben noch eine große Rolle spielen. Mit Laura Tonke, Barnaby Metschurat, Antoine Monot und Niels Bruno Schmidt ist ein aufregendes Schauspielerquartett zusammengekommen, das vom übermütigen Anfang bis zum tragischen Ende dieser "Komitragödie" immer in Bann hält. Im Grenzgebiet zwischen Dokumentar- und Spielfilm ist das Dokudrama "Auf Streife durchs Leben" am 14. Dezember angesiedelt. Samir Nasr, der bereits mit seinem Dokumentarfilm "Nachttanke" (ebenfalls Südwestfernsehen) auf sich aufmerksam machen konnte, hat das gesamte dokumentarische Material, das seiner Doku-Soap "Polizeistation" (Das Erste) zugrundeliegt, noch einmal geschnitten und in neuer Dramaturgie montiert. Aus 90 Stunden Material wurde dadurch ein 90 Minuten-Film, der seine Zuschauer mitnimmt in die Vielfalt von Arbeitstag und Arbeitsnacht der Ludwigsburger Streifenpolizei und sie Anteil nehmen lässt an den Arbeitsbeziehungen seiner Protagonisten. Den Debütanten von morgen widmet sich - wie erstmals im vergangenen Jahr - die "Debüt-Kurzfilmrolle" am 21. Dezember. Gezeigt werden diesmal fünf Produktionen mit einer für Kurzfilme ungewöhnlich prominenten Besetzung: Muriel Baumeister, Erwin Leder, Christian Brückner, Bernd Tauber und Volker Lechtenbrink haben in den kleinen, aber feinen Filmen eine Rolle übernommen. Diese Filme verbindet in erster Linie, dass alle die richtige Länge für ihre Geschichte gefunden haben, ob dies nun fünf, 17 oder 30 Minuten sein mögen: Den Nachwuchsfilmern ist es gelungen, die selbst gewählte Dauer sowohl auszufüllen als auch auszuschöpfen. In ganz unterschiedlichen Genres und Erzählweisen haben vier dieser Filme ihren Fluchtpunkt im Tod, ob satirisch, poetisch oder als Horrorfilm. Dass das Verhältnis zwischen Liebe und Tod 1:4 steht, mag auf den ersten Blick wenig optimistisch wirken. Aber wie die Filmer mit ihrem Thema umgehen, macht Lust auf ihre zukünftigen Projekte, die dann möglicherweise als Langfilme für "Debüt im Dritten" produziert werden. An die Redaktionen Feuilleton/Kultur/Medien/Fernsehen "Debütim Dritten" 2000 - die neue Staffel im Überblick: "Der Sommer mit Boiler" (Buch: Sabine Brodersen, Regie: Anna Justice) 16. November 2000 "Der Onkel vom Meer" (Buch: Marie-Louise Bless und Ralf Zöller, Regie: Marie- Louise Bless) 23. November 2000 "Pauls Reise" (Buch und Regie: René Heisig) 30. November 2000 "Wolfsheim" (Buch: Jürgen Matthäi und Nicole Weegmann, Regie: Nicole Weegmann) 7. Dezember 2000 "Auf Streife durchs Leben" (Idee und Regie: Samir Nasr) 14. Dezember 2000 "Debüt-Kurzfilmrolle" 21. Dezember 2000 Die Filme im Einzelnen: "Vogelforscher" (Buch und Regie: Kathrin Nowak) "Vergessene Ritter" (Buch: Daniel Stamm, Regie: Thomas Grampp) "Glückliches Ende" (Buch: Uwe Gröschel, Regie: Jochen Freydank) "Strandgut" (Buch: Jörn Precht, Regie: Antonia Jerrentrup) "Wohin mit den Witwen" (Buch und Regie: Dirk Kummer) Sendungen jeweils donnerstags um 22.15 Uhr im Südwestfernsehen Fotos zu den Debüt-Filmen finden Sie in Download-Qualität im Internet unter www.ard-foto.de (Akkreditierung erforderlich). Für die Möglichkeit eines Leonardo-Versandes wenden Sie sich bitte an unsere Fotoredaktion: Gabi Genißer-Baudisch, Tel.: 07221/929-2287. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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