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Südwestrundfunk (SWR): SWR-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" im Oktober:

Baden-Baden (ots) - Mythische Orte der Menschheitsgeschichte Neue Filme über Theben, Memphis, Air und Tenere, Grand Canyon und Kakadu Zu mythischen Orten der Menschheitsgeschichte führen die Schätze-der-Welt-Sendungen des Südwestrundfunks (SWR) im Oktober. In den Fernsehkanälen 3sat und Südwestfernsehen werden die Zuschauer zu den heiligen Stätten der Pharaonen in Ägypten, dem Gebirge Air und der Wüstenlandschaft Ténéré in der südlichen Sahara, zum monumentalen Grand Canyon in den USA und zum Kakadu Nationalpark im tropischen Norden Australiens geführt. Die vom SWR neu produzierten Verfilmungen von UNESCO-Welterbestätten laufen immer sonntags um 21.00 Uhr im Kulturkanal 3sat und am folgenden Samstag als Wiederholung um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen. Am Samstag 7. Oktober um 13.45 Uhr wird die ägyptische Königsstadt Theben im Südwestfernsehen vorgestellt. Am Ostufer des Nils gelegen, beherrschte das "Herz des Pharaonenreichs" vier Jahrhunderte lang Ägypten und war zeitweilig Zentrum des östlichen Mittelmeerraumes. Seine Blütezeit erlebte Theben - so der griechische Name für das altägyptische Weset - im Neuen Reich während der 18. Dynastie. Das "hunderttorige" Theben war so groß, dass heute die Orte Luxor, Karnak und die umliegenden Dörfer das ursprüngliche Gebiet nicht bedecken können. Unermesslich alt war der Hauptort Oberägyptens schon zu Ramses Zeiten um 1280 vor Christus und trotzdem vergänglich, weil er aus getrockneten Nilschlammziegeln gebaut wurde. Nur die Tempel aus Stein sind geblieben: Der Luxor-Tempel, die riesige Tempelstadt von Karnak und der Amun-Tempel als der größte Sakralbau der Welt. Der Luxor-Tempel war das zweitwichtigste Heiligtum Thebens. Mit Karnak war es durch eine drei Kilometer lange, von Sphingen gesäumte Allee, verbunden. Die Gott Amun geweihte Anlage besitzt außer einer Fülle von Reliefs riesige Statuen von Ramses II.. Die Pharaonen des Neuen Reiches fanden ihre letzte Ruhestätte in der Totenstadt westlich des Nils, auch Ramses II., der 67 Jahre lang regierte und als der Große im Alter von 92 Jahren seine irdische Reise dort beendete. Die Schätze-Reihe bleibt in Ägypten. Am Sonntag 8. Oktober um 21.00 Uhr in 3sat und am Samstag, 14. Oktober um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen werden die neun Pyramiden von Memphis ins Bild gesetzt. Gegenüber der Millionenstadt Kairo erheben sich diese Pyramiden, darunter die herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 vor Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort Kairos. Dreihundert Jahre vor dem Bau der ersten großen Pyramide war in Sakkara die erste Nekropole entstanden. Der Baumeister Imhotep hatte dort die erste Pyramide entworfen. Die traditionellen Gräber der Ägypter waren die sogenannten 'Mastabas', rechteckige Gebäude aus Lehm, mit Flachdach und mehreren Räumen. Übereinandergesetzt, entstand eine 69 Meter hohe Stufenpyramide. Für die 146 Meter hohe Cheops-Pyramide, deren Seiten jeweils eine Fläche von 20.000 Quadratmetern aufweisen, verbauten die Arbeiter 2,3 Millionen Quader, die bis zu drei Tonnen schwer waren. Die Griechen priesen die Pyramiden als eines der sieben Weltwunder. Heute existiert von den sieben Weltwundern nur noch eines: die Pyramiden. Als Niemandsland in Sand und Felsen kann das nigerianische Air und Ténéré bezeichnet werden. Am 15. Oktober um 21.00 Uhr in 3sat und am 21. Oktober um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen laufen die Filme dieser zwei benachbarten Landschaften in der südlichen Sahara: Das Air ist ein Gebirge, gleich einer Mondlandschaft, mit grau-schwarzer Steinwüste und einem menschenfeindlichen Felsenmeer. Gleich daneben die Ténéré mit ihren ockerfarbenen, lieblichen Dünen von stetig wechselnden, erotischen Formen. Vereinzelt Wadis, Täler mit spärlicher Vegetation in denen die letzten Wüstenbewohner als Nomaden zu überleben versuchen. Kamelkarawanen ziehen mit dem Salz der Wüste nach Süden. Der Film ist ein Road-Movie durch eine Landschaft, die weder Straßen noch Wege hat. Erzählt wird von der Wüste, die sich ständig verändert, ihre Grenze immer weiter nach Süden verschiebt. Ihr Inneres trocknet dabei immer weiter aus, Menschen und Tiere müssen die Wüste verlassen. Es bleibt allein die Schönheit der Wüste. Ein Panorama der Erdgeschichte wird am Sonntag, 22. Oktober um 21.00 Uhr in 3sat und am Samstag, 28. Oktober um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen gezeigt. Der Grand Canyon im Nordwesten des amerikanischen Bundesstaates Arizona gelegen, besteht aus einer 1.800 Meter tiefen Schlucht, die eine Breite von bis zu 30 Kilometern erreicht und sich über rund 450 Kilometer Länge durch das bewaldete Kaibabplateau zieht. Geologen schätzen, dass sich das Gebiet in den vergangenen vierzig bis fünfzig Millionen Jahren herausgebildet hat. Für die europäischen Eroberer war der Canyon jahrhundertelang unbezwingbares Niemandsland. Erst 1869 erforschte Major John Wesley Powell auf einer legendären Befahrung des Colorado das Innere der großen Schlucht. Er gab ihr auch den Namen Grand Canyon. Heute ist die große Schlucht zusammen mit dem Empire State Building in New York der am meisten besuchte Ort der Vereinigten Staaten. Fünf Millionen Menschen kommen jedes Jahr. "Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen Sie hinab, immer tiefer in seine erschreckenden Abgründe. Dann erfahren Sie ihre eigene, völlige Bedeutungslosigkeit." So die amerikanische Psychologin M. E. Hart über die Wirkung dieses Naturwunders. Ein weiterer mythischer Ort der Menschheitsgeschichte ist der Kakadu Nationalpark. Menschen leben in diesem Gebiet im tropischen Norden Australiens seit über 50.000 Jahren. Wann genau die Gagudju, die Ureinwohner Kakadus, anfingen, ihre Geschichte und Mythen auf Fels zu malen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch es steht fest, die Rock Art von Kakadu gehört zu den ältesten der Welt. Die Aborigines haben diese Tradition bis in die jüngste Vergangenheit weitergeführt. Nayambolmi, auch Barramundi Charlie genannt, war der letzte der Männer, der den Rang hatte und befugt war, auf die Felsen von Nourlangie Rock zu malen. Er starb 1965. Kakadu hat mit über 3.500 Fundorten von Rock Art eine kaum zu überblickende Fülle von Kunst und Geschichte der Ureinwohner Australiens. Doch Kakadu ist nicht nur ein Ort der Mythen sondern auch die größte Brutstätte für Vögel in der südlichen Halbkugel. Bisher wurden mehr als 280 verschiedene Vogelarten im Park beobachtet. Zum einzigartigen Tierreichtum Kakadus gehören 125 Reptilarten - darunter auch Süß- und Salzwasserkrokodile, 65 verschiedene Säugetiere, 25 Froscharten und 59 Fischarten. Kakadu ist ein Kulturerbe der Extreme. Mit zwanzigtausend Quadratkilometer Fläche ist es halb so groß wie Holland und wird von etwa 400 Menschen bewohnt. Nirgendwo sind die Krokodile größer, die Schlangen giftiger und gehen mehr Blitze im Jahr auf die einsamen Weiten nieder. Der Kakadu-Film läuft am 29. Oktober um 21.00 Uhr in 3sat und am 4. November um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen. Diesen Text finden Sie im Internet zum Herunterladen unter http://www.swr.de/presse/news/index.html Ein honorarfreies Foto vom Grand Canyon des Fotografen Matteo Apperto finden Sie in Download-Qualität im Internet unter http://www.swr.de/presse/pressebilder/bilder.html Allgemeine Informationen zu dieser Fernsehreihe unter http://www.schaetze-der-welt.de ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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