SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Dienstag, 10. Oktober 2000 (Woche 41)/26.09.2000

    Baden-Baden (ots) -      
    14.03
                 Yo!Yo!Kids
    
    Thema des Tages: Harry-Potters vierter Band erscheint mit
Fanclubs, Websides und weiterem.
    Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry
    
    
    Dienstag, 10. Oktober 2000  (Woche 41)/26.09.2000
    
    21.45    Blickpunkt Europa
                 Moderation: Irene Carrillo und Immo Vogel
    
    Thema unter anderen: Nach heftigem Ringen wurde in diesem Sommer
das Abkommen zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter
unterzeichnet. Obwohl die deutsche Wirtschaft die zugesagten fünf
Milliarden Mark immer noch nicht zusammen hat, sollen die
Entschädigungszahlungen Ende Oktober beginnen. Beispielsweise an
ehemalige Zwangsarbeiter in der Ukraine, die vor 60 Jahren in Singen
am Bodensee hauptsächlich in den Unternehmen von Georg Fischer,
Alusuisse und Maggi schuften mussten. Blickpunkt Europa schaut nach,
wie die Verteilung der Gelder in der Ukraine organisiert ist und in
welchen Lebensumständen die ehemaligen Singener Zwangsarbeiter heute
leben.
    
    
    Mittwoch, 11. Oktober 2000 (Woche 41)/26.09.2000
    
    18.15
                 Koch-Kunst mit Vincent Klink (35)
              
                 Die Lieblingsgerichte der Fallers
    
    Wenn sich auf dem Fallerhof abends alle um den Tisch versammeln
und Mutter Johanna ihre selbstgemachten Köstlichkeiten in dampfenden
Schüsseln auf den Tisch stellt, kehrt Ruhe ein. Es sind die
Lieblingsrezepte ihrer Familie, mit denen die Bäuerin des
Vier-Generationen-Hofes immer wieder für gemnussreiche und entspannte
Stunden sorgt. Zeit, daß davon auch die Zuschauer profitieren und dem
ersten Kochbuch nun bald das zweigte folgt: 80 Rezepte der
zeitgemäßen Schwarzwälder Küche werden sich dort finden. Anlass für
Meisterkoch Vincent Klink von der Stuttgarter "Wielandshöhe" mal
nachzuforschen, was denn so dran ist an dieser frischen Schwarzwälder
Regionalküche. Unterstützt wird er dabei von Johanna Faller, alias
Ursula Cantieni. Sie verrät nicht nur ihre eigenen Lieblingsrezepte,
sie erzählt außerdem noch eine Menge aus dem Nähkästchen der
Faller-Küche. Moderator Markus Brock wird es gelingen, etwas über die
persönlichen Ess- und Kochvorlieben der Faller-Darsteller zu
erfahren.
    
    
    
    
    Samstag, 14. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000
    
    14.00    Bilderbuch Deutschland
              
                 Unterwegs im Havelland
    
    Durch Theodor Fontanes "Herr von Ribbeck im Havelland" wurde der
Landstrich berühmt. Inmitten der märkischen Streusandbüchse prägt
eines der bedeutendsten Binnenfeuchtgebiete die Landschaft und die
vor dem Aussterben geschützte seltene Tierwelt. Das den Sümpfen
abgetrotzte Land diente der Großstadt Berlin und den Brandenburgern
als Obst- und Gemüsegarten, sogar Wein wird hier angebaut.
Windmühlen, Rittergüter, gemütliche Wirtschaften und mittelalterliche
Dorfkirchen machen das Bild dieser Kulturregion aus, ebenso wie
unzählige kleine und größere Seen und die Havel mit ihren
Niederungen. Berühmte Bewohner wussten den  Reiz des Havellandes zu
schätzen: Albert Einstein hatte in Caputh ein Sommerhaus, Baron de la
Motte Fouqué schrieb auf Schloss Nennhausen Ritterromane und Karl
Hagemeister begründete in Ferch die havelländische Malerkolonie.
    
        
    Sonntag, 15. Oktober 2000  (Woche 42)/26.09.2000
    
    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    23.05    Wortwechsel
                 Gabriele von Arnim mit Prof. Gesine Schwan
                 (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina)
    
    
    Sonntag, 15. Oktober 2000  (Woche 42)/26.09.2000
    
    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    04.45    Wortwechsel (WH)
                 Gabriele von Arnim mit Prof. Gesine Schwan
                 (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina)
    
    
    Donnerstag, 19. Oktober 2000  (Woche 42)/26.09.2000
    
    21.45    Sonde
                 Wissen im Dritten
                 Moderation: Ingolf Baur
    
    Die Themen:
    Hygienefalle Badezimmer - Zuviel Sauberkeit macht Kinder krank:
Zwischen den Kacheln, im Abfluss oder auf dem Sofa lebt ein
unsichtbarer Mikrokosmos. Staubmilben, Mikroben oder mögliche
Krankheitserreger sind der Albtraum jeder perfekten Hausfrau. Aber
bedeutet Sauberkeit auch immer Gesundheit? Die Werbung rät zur
klinischen Aufrüstung: Ob Zahnpasta oder Geschirrspüller, selbst
Waschpulver enthält heute antibakterielle Wirkstoffe, um die Kleidung
klinisch rein zu waschen. Doch für den Einsatz dieser Mittel im
Haushalt zahlen wir womöglich einen hohen Preis: unsere Gesundheit.
Die Umweltforschung sagt: Wer als Kind nicht frühzeitig Kontakt mit
Keimen hat, muss später mit Allergien rechnen. Der Kontakt mit Keimen
kann tödlich enden, sagt die Pharmaindustrie. Wer hat recht? Wieviel
Hygiene braucht der Mensch?
    
    Sonde-News: Aktuelle Themen der Woche
    
    Sonde-Serie: Geheimnisvoller Alltag: Warum brennen Glühlampen
durch?
    
    
    
    
    Freitag, 20. Oktober 2000  (Woche 42)/26.09.2000
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.45    Streit im Schloss
                 Kampf dem Brustkrebs - Hoffnung für Deutschlands Frauen?
                 Moderation: Dorothee von Bose
                 Aufzeichnung vom 18.10.2000
    
    
    Samstag, 21. Oktober 2000  (Woche 43)/26.09.2000
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    15.15    Streit im Schloss
                 Kampf dem Brustkrebs - Hoffnung für Deutschlands Frauen?
                 Moderation: Dorothee von Bose
                 (Erstsendung: 20.10.2000)
    
    
    Sonntag, 22. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000
    
    19.15    Die Fallers - Eine Schwarzwaldfamilie
                 Zwei Gesichter
                 Folge 246
                 Buch: Lieselotte Kinskofer
                 Regie: Alexander Wiedl
                 Rollen und Darsteller:
                 Wilhelm    Lukas Ammann
                 Hermann    Wolfgang Hepp
                 Johanna    Ursula Cantieni
                 Karl    Peter Schell
                 Monique    Anne von Linstow
                 Kati    Christiane Bachschmidt
                 Heinz    Thomas Meinhardt
                 Eva    Tanja Schmitz
                 und andere
    
    Eva fährt in Katis alte Wohnung, um ihre Sachen zu packen. Als sie
dort ankommt muss sie erstaunt feststellen, dass Kati in der Wohnung
ist. Sie hat den Umzug mit Matthias abgesagt. Sein merkwürdiges
Verhalten in der letzten Zeit macht es ihr unmöglich, mit ihm unter
einem Dach zu wohnen.
    In der Praxis begrüßt Duffner Kati, als sei alles in bester
Ordnung. Er ist sicher, dass Kati ihre Entscheidung noch einmal
überdenken wird. Doch Kati sieht das anders: sie will reden und zwar
Klartext. Sie ist nicht länger bereit Matthias' Spiel mitzuspielen.
Nachdem Duffner den letzten Patienten verabschiedet hat, zeigt er
Kati ein Gesicht, bei dem ihr Angst und Bange wird.
    Völlig aufgelöst macht sich Kati auf den Weg zum Fallerhof.
Johanna kann kaum glauben, was ihre Tochter ihr berichtet. Kurze Zeit
später steht Matthias vor der Tür. Überraschend taucht Heinz auf dem
Hof auf. Er macht einen sehr niedergeschlagenen Eindruck und Wilhelm
bittet ihn, doch endlich zu erzählen, was ihn so bedrückt. Der alte
Faller ist alles andere als erfreut, als er erfährt, dass Heinz mit
seinem Priesteramt hadert. Er ahnt, dass Mechthild in diesem Konflikt
eine nicht unbedeutende Rolle spielt.
    
    
    
    
    Montag, 23. Oktober 2000  (Woche 43)/26.09.2000
    
    14.03    Yo!Yo!Kids
    
    Thema des Tages: Streßt die Schule schon wieder? Jolinchen zeigt
was dagegen helfen kann.
    Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski Poiski, Tom und Jerry
    
    
    Mittwoch, 25. Oktober 2000  (Woche 43)/26.09.2000
    
    21.00    (VPS 20.59)
                 Schlaglicht
                 Die Nachwuchsmacher
                 Wie die Bundesliga Talente findet
                 Eine Reportage von Reinhild Dettmer-Finke und Sigrid
Faltin
    
    Nach der Europameisterschaft ist die Suche nach Talenten im
deutschen Nachwuchsfußball dringender denn je. Mario und Dominic,
Freddy und Manuel sind 15 Jahre alt. Sie spielen in der
Auswahlmannschaft des südbadischen Fußballverbandes. Für sie steht
fest: sie wollen Profifußballer werden. Im Duisburger Schülerlager
müssen und wollen sie zeigen, dass sie das Zeug zur großen Karriere
haben. Das jährliche Duisburger Sichtungsturnier ist die Talentbörse
des deutschen Nachwuchsfußballs, ein Pflichttermin für alle
Bundesligaclubs. Selbst Manchester United hat einen Späher entsandt.
Jedes Spiel, jeder Spieler steht unter strenger Beobachtung. Kein
Schuss, der dem Späher entgeht, kein Pass, der nicht benotet wird.
    
    Jeden Abend stecken die Vereinsvertreter ihre Köpfe zusammen und
geben die ganz heißen Tipps. In fünf Tagen des Jugendturniers werden
Weichen gestellt. Auch wenn es von den 340 Spielern nur eine Hand
voll Kicker in die Bundesliga schaffen - Mario und Dominic, Freddy
und Manuel wollen dabei sein. In Duisburg gilt es nicht nur, mit
Südbaden Deutscher Meister zu werden, sondern auch den Sprung in den
Kader der U-15-Nationalmannschaft zu schaffen.
    
    Reinhild Dettmer-Finke und Sigrid Faltin haben die vier
südbadischen Auswahlspieler und ihre Eltern während der fünf Tage in
Duisburg beobachtet. Schaffen sie es, die Nationaltrainer, die
Scouts, die Agenten auf sich aufmerksam zu machen? Werden sie
vielleicht sogar Deutsche Meister? Gleichzeitig haben die beiden
Autorinnen den Scouts über die Schulter geschaut: Nach welchen
Kriterien sichten die Nachwuchstrainer? Woran erkennt man die großen
Talente? Ist gar ein Ende der Talfahrt des deutschen Fußballs in
Sicht?
    
    
    Donnerstag, 26. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000
    
    21.45    Sonde - Wissen im Dritten
                 Moderation: Ingolf Baur
    
    Die Themen:
    Rückenschmerzen: 70 Prozent aller Deutschen leiden unter
Rückenschmerzen, und bei jedem dritten Patienten werden die Schmerzen
chronisch. Über 100.000 Patienten entscheiden sich pro Jahr sogar für
eine Operation, obwohl diese oftmals überflüssig ist und manchmal den
quälenden Schmerz nicht einmal beseitigt. Sehr häufig verbergen sich
hinter  Rückenschmerzen unbewältigte Probleme am Arbeitsplatz, und 90
Prozent der Kreuzschmerzen werden erst durch die falsche Behandlung
beim Hausarzt und in der Rehabilitation chronisch. Wer auf Bewegung
anstelle von Schonung setzt, hat viel bessere Chancen wieder
schmerzfrei und aktiv zu werden. Dennoch tun sich viele schwer, die
eingespielten Therapiekonzepte über Bord zu werfen.
    
    
    
    
    Peter J. klagt über einen dumpfen, stechenden Schmerz an der
Lebenwirbelsäule,  wenn er längere Zeit sitzt oder steht. Sobald er
sich hinlegt, geht es ihm besser. Eine Bandscheibe drückt auf die
Nerven. Automatisch wird Peter J. versuchen, seinen Rücken zu
entlasten, eine Schonhaltung einzunehmen und seine Bewegungen, und
damit seine Beweglichkeit, immer mehr einschränken. Und das ist
grundfalsch. Denn dadurch hat er gute Chancen, daß seine Schmerzen
chronisch werden. Wenn der akute Schmerz behandelt ist, sollte Peter
J. vielmehr aktiv werden und Sport treiben, um seine Rückenmuskulatur
zu stärken. Denn wenn der Verschleiß an Wirbelkörpern und
Bandscheiben nicht übermäßig ist, kann der Körper
Degenerationserscheinungen durchaus kompensieren. Oftmals ist es auch
gar nicht "die Bandscheibe", sondern Unzufriedenheit und Probleme am
Arbeitsplatz finden ihren Ausdruck im Rückenschmerz.
    
    Im Alter um die 40 Jahre definieren wir uns meistens über unseren
Beruf und erhalten soziale Anerkennung und Bestätigung über die
Arbeit. Viele Rückenschmerz-Patienten leiden auch an Depressionen.
Wenn die Patienten durch die Behandlung zusätzlich zur Passivität
gezwungen werden, weil die Wirbelsäule angeblich geschont werden muß,
nimmt man ihnen auch die Verstärkerquelle für ihr Selbstwertgefühl.
Die Patienten richten ihre ganze Aufmerksamkeit immer stärker auf die
Schmerzen, und forcieren dadurch den Prozeß, der den Schmerz
chronisch werden lässt.
    
    
    Donnerstag, 26. Oktober 2000  (Woche 43)/26.09.2000
    
    21.00    Fahr mal hin
                 Römerstraßen und Straßenräuber
                 Auf dem Ausonius-Wanderweg von Bingen nach Trier
                 Ein Film von Sibylle Schulze
    
    Eine römische Fernstraße verbindet bis heute das Rheintal mit dem
Rom an der Mosel.
    Der Ausoniuswanderweg von Bingen nach Trier führt quer über den
Hunsrück und folgt der Trasse einer alten Römerstraße. Auf ihr reiste
368 nach Christus der Dichter Ausonius. In seinem Gedicht "O Mosella"
hielt er seine Reiseeindrücke fest. Es ist die erste Beschreibung der
Landschaft, die wir heute Hunsrück nennen. Und der kommt freilich bei
Ausonius nicht gut weg: dunkle, dichte Wälder, menschenleere
Gegenden, dürre Felder beschreibt Ausonius die Gegend.
    
    Erst im Moseltal geriet der antike Dichter ins Schwärmen. Doch die
Hunsrücker nahmen ihm das nicht übel und benannten den Wanderweg
trotzdem nach dem ersten berühmten Reisenden, den Ausonius-Wanderweg.
Heute ist die Landschaft links und rechts des Wegs alles andere als
öd und leer. Für Erholungssuchende bietet der Hunsrück Erholung, viel
Natur und Ruhe, weite Ausblicke und viel Himmel. Malerische
Fachwerkstädtchen und  Dörfer wie Kirchberg und Dill laden zum
Bummeln ein. Die Kirchen in Rheinböllen, Simmern und Dill bergen
kunstgeschichtliche Überraschungen und gediegene Landgasthöfe bieten
Hunsrücker Spezialitäten. Und wer Glück hat, begegnet nicht nur
römischer Geschichte auf Schritt und Tritt, sondern auch dem
Schinderhannes persönlich.
    
    Erlebnisreich ist auch der traditionelle Viehmarkt in Merscheid,
wo jährlich Hunderte Gänse, Hühner und Kaninchen den Besitzer
wechseln. Keine Frage - würde Ausonius heute nochmal durch den
Hunsrück reisen, sein Urteil fiele ganz anders aus.
    
    
    
    
    Donnerstag, 26. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000
    
    00.05    Vollmondnacht "Bilder der Nacht"
                 (Erstsendung: 25.09.1999, arte)
    
    Francois Vogel, Preisträger des letzten Videokunstpreises hat dazu
eine fantasievolle Moonstory in fünf Teilen produziert. Mondschein,
Träume, Nachtschwärmer: ein Videomix, der von der Computeranimation
bis zum Schwarzweiß-Video reicht. Eine Künstlerin sammelt Träume und
kreiert daraus fantastische Landschaften im Fernsehen, Lichter und
Reflexe werden zu Gemälden, eine nächtliche Straßendemonstration wird
porträtiert. Gesichter verformen sich zu albtraumhaften Fratzen. Die
Illusion eines schlafenden Paares wird auf Video experimentell
aufgezeichnet. Die Erinnerungen eines Babys an die Dunkelheit im
Mutterleib und die emporkreisenden Gedanken eines sterbenden Mannes
nehmen in Bildern Gestalt an. Atmosphärische Bilder, Zeitlupen und
der Ton tragen die Nachtstimmung.
    
    
    Samstag, 28. Oktober 2000 (Woche 44)/26.09.2000
    
    14.00    Bilderbuch Deutschland
              
                 Das neue Regierungsviertel
    
    Mitten in Berlin entsteht das neue Regierungsviertel mit
Abgeordnetenbüros, Ministerien, dem monumentalen neuen
Bundeskanzleramt und dem imposanten umgebauten alten
Reichstagsgebäude. Der politische Alltag der neuen Bundeshauptstadt
Berlin prägt nun das Gesicht des Quartiers, das bis vor zehn Jahren
noch Grenzgebiet war. Eine historische Bruchzone, in der Spuren aus
allen Phasen der deutschen Geschichte abgelagert sind - Kaiserzeit
und Weimarer Republik, Nazi-Deutschland und DDR. An diesen
historischen Ort in der Mitte Berlins ziehen nun nicht nur
bundespolitische Institutionen, sondern auch nationale und
internationale Medien mit ihre Büros. Der Film stellt drei
Journalisten in den Mittelpunkt, deren Arbeitsplatz seit kurzem das
Regierungsviertel ist und die sich wie viele ihrer zugereisten
Kollegen neu orientieren müssen: Da ist Dimitri Pogorschelski, der
Europa-Korrespondent des russischen Fernsehsenders NTW, der erst vor
kurzem von Bonn nach Berlin gezogen ist. Oder Paolo Valentino, der
Deutschland-Korrespondent der Mailänder Tageszeitung "Corriere della
Sera". Der Regierungsumzug veranlasste ihn, sein Büro vom
liebgewonnen Savigny-Platz im Westteil der Stadt nach Berlin-Mitte zu
verlegen. Oder Hanni Hüsch, die vom ARD-Studio an Londons Themse ins
ARD-Hauptstadtstudio an die Spree kam. Geboren wurde sie am Rhein und
hat damit jetzt bei den zalreichen Rheinländern im Berliner
Regierungsviertel einen "Heimvorteil". Das Bilderbuch über das
Regierungsviertel zeigt Hanni Hüsch, wie sie den Staatsbesuch  von
Georgiens Präsident Eduard Schewardnadse bei den obligatorischen
Stationen Schloss Bellevue und Brandenburger Tor begleitet. Paolo
Valentino, wie er Günther Schabowski und Wolfgang Schäuble zum
Interview trifft, und Dimitri Pogorschelski, wie er bei der
Orientierung im Regierungsviertel ungewöhnliche Wege beschreitet.
    
    
    
    
    Samstag, 28. Oktober 2000  (Woche 44)/26.09.2000
    
    21.00    Legenden (2/6)
              
                 Aristoteles Onassis
                 (1906 - 1974)
    
    Keiner wusste so genau, wie reich er war. Er besaß eine der
größten Tankerflotten der Welt, eine Walfangflotte, eine Fluglinie,
Bankhäuser. Sein Finanzimperium umfasste 20.000 Angestellte, sechs
Residenzen, Privatflugzeuge und die schnellste und größte Privatjacht
der Welt. Seine Geschäfte machte er jedoch nicht im Büro. Aus Bars
und Restaurants leitete der 1906 geborene Onassis das riesige
Unternehmen. Als staatenloser Flüchtling aus Kleinasien begann seine
Karriere in Argentinien. Vom Tabakhändler zum weltbekannten
Milliardär. Der kleine, nicht unbedingt gutaussehende Mann war
begehrt bei Frauen des Jet-Sets. 1946 heiratete er die Reederstochter
Tina. Sie führen eine Bilderbuch-Ehe mit zwei Kindern, bis zu einer
alles umstürzenden neuen Bekanntschaft. Maria Callas wird der
Scheidungsgrund. Mit der weltbekannten Primadonna lebt Aristoteles
Onassis Jahre zusammen, ohne sie zu heiraten.
    
    1968 sorgt Onassis für die Sensation in der Weltpresse: Völlig
überraschend heiratet er Jackie Kennedy, die Witwe des ermordeten
amerikanischen Präsidenten. Ein Arrangement, das die Welt entsetzt,
aber auch neugierig macht: der alte Mann und die schöne Witwe. Ein
gefundenes Fressen für die Presse. Dann die ersten
Schicksalsschläge. Seine erste Frau stirbt vermutlich durch
Selbstmord. Sein  Sohn stürzt mit dem Flugzeug ab, seine Frau Jackie
jettet derweil von einer Nobel-Boutique zur anderen und lässt ihn
allein. Onassis ist tief getroffen, er wird zusehends älter und
kränker. Am 15. März 1975 stirbt er. Seine letzte Besucherin war
Maria Callas.
    
    
    Sonntag, 29. Oktober 2000  (Woche 44)/26.09.2000
    
    20.15    Fritz Walter
                 Eine Legende wird 80
    
    Aus Anlass des 80. Geburtstages von Fritz Walter würdigt der SWR
mit einer
    90-minütigen Dokumentation das Leben und Werk des
Ehrenspielführers der deutschen Fußballnationalmannschaft. Nicht
zuletzt sein Name stand und steht für die "Helden von Bern", jene Elf
die 1954 den Weltmeistertitel holte. Daher berichtet die Sendung
unter anderem über die Auswirkungen dieses Titelgewinns für das
Nachkriegs-Deutschland.
    
    Doch trotz aller Bekanntheit weit über die Pfalz hinaus ist der
gebürtige Kaiserslauterer Fritz Walter seiner Heimatstadt treu
geblieben. Damit wurde er nicht nur auf dem Fußballplatz zu einer
wichtigen Stütze für seinen Verein, den FCKaiserslautern. Noch zu
Lebzeiten gab man dem Stadion auf dem Betzenberg seinen Namen und
unterstrich damit die Bedeutung des Mannes für das Selbstbewußtsein
einer ganzen Region.
    
    Neben vielen interessanten Bildern aus den 40-er, 50-er und 60-er
Jahren kommen zahlreiche prominente Zeitzeugen aus Politik, Sport und
Kultur zu Wort. Und schließlich wird Fritz Walter selbst dem
ebenfalls gebürtigen Kaiserslauterer Rudi Michel in einem Gespräch
aus seinem Leben für den Fußball erzählen.
    
    
    
    
    Donnerstag, 2. November 2000 (Woche 44)/26.09.2000
    
    13.30    Zivilcourage (1/4)
              
                 "Verräter der Nation" - Die Ulmer Abiturienten und die
"Weiße Rose"
    
    Kaum eine Gruppe, die gegen den Nationalsozialismus kämpfte, ist
so bekannt geworden wie die Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose"
mit Hans und Sophie Scholl, die im Februar 1943 bei der Verteilung
von Flugblättern gegen das NS- Regime und den Krieg festgenommen und
nur wenige Tage später zusammen mit ihrem Freund Christoph Probst zum
Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Weniger bekannt ist, dass es
noch weitere "Weiße-Rose"-Prozesse gab. Insgesamt sind es fünf
gewesen, bei denen zumeist jugendliche Sympathisanten der Münchner
Gruppe vor Gericht standen.
    
    Beim zweiten "Weiße-Rose"-Prozess am 19. April 1943 wurden nicht
nur Willi Graf, Kurt Huber und Alexander Schmorell zum Tode
verurteilt, auch eine Gruppe von Jugendlichen aus Ulm erhielt wegen
der Weiterverbreitung der Flugblätter teils mehrjährige Haftstrafen.
Vier von ihnen: Heinrich Guter, Susanne und Hans Hirzel und Franz
Josef Müller erzählen im Film die Geschichte dieser sogenannten Ulmer
"Abiturientengruppe". Sie erzählen, wie ihre anfängliche kindliche
Begeisterung für Hitler und die "Hitlerjugend (HJ)" bald in Unbehagen
und inneren Widerstand  gegen den Zwang zum Mitmachen umschlug,  wie
aus Begeisterung für den Krieg Gegnerschaft gegen das sinnlose Morden
wurde, wie privater Religionsunterricht und widerständige Lehrer am
humanistischen Gymnasium sie zu kritischem Nachfragen ermunterten.
Wie schließlich das Wissen darum, wieviel Unrecht nicht nur im Krieg,
sondern in allen Bereichen geschah, sie dazu brachte, die Flugblätter
der "Weißen Rose" zu verteilen, und wie sie Prozess und Haft
erlebten.
    
    Gleichzeitig werden auch die Verbindungslinien zu den ebenfalls
aus Ulm stammenden, ein paar Jahre älteren Geschwister Sophie und
Hans Scholl deutlich. Immer wieder scheint deren Weg in den
Widerstand durch. Dass die Mitglieder der Ulmer Abiturientengruppe im
Gegensatz zu den Geschwistern Scholl am Leben blieben, war "ein
Glück" und der Tatsache zu verdanken, dass das Regime nach dem
"kurzen Prozess" des ersten Prozesses im zweiten eher die Taktik des
Differenzierens und, wo es angebracht schien, des Bagatellisierens
verfolgte.
    
    "Äußerlich hat es gar nichts gebracht", resümiert Susanne Hirzel,
aber ein Zeichen für die, die es sehen wollten, sei es schon gewesen.
Und Heinrich Guter sinniert: "In so einem System wie dem Nazi-System,
da gibt es Zivilcourage eigentlich gar nicht, da ist gleich
Widerstand, da geht's gleich ums Leben."
    
    
    
    
    Freitag, 3. November 2000  (Woche 44)/26.09.2000
    
    21.45    Thema M ... wie Menschen
                 Stress - Kick oder Killer?
                 mit Kristina Roth und Jo Frühwirth
    
    Nervenzehrendes Warten im Stau, keine Zärtlichkeit mehr in der
Beziehung, Kinder, die nicht durchschlafen wollen, Lärm,
Überforderung im Beruf. Stress lauert überall und Stress ist wohl
einer der meistbenutzten Begriffe. Doch Stress trifft nicht alle
Menschen gleichermaßen. Stress ist für die einen wie Nahrung - bloß
keine Unterforderung - andere drücken sich um jede Herausforderung.
Auch wie wir Stress empfinden, hängt oft an unserer Tagesform.
Manchmal stecken wir alles mit links weg, ein andermal fühlen wir uns
unter Druck gesetzt, erschöpft. Hält der Stress an, können Angst,
Depressionen, schwere Erkrankungen bis zum Herzinfarkt die Folge
sein.
    
    "Thema M .... wie Menschen" fragt: Was ist Stress? Gehört Stress
zum Leben? Wann wird aus einer gesunden Herausforderung
krankmachender Stress? Warum ist der eine von etwas gestresst, woran
ein anderer Spaß hat? Wie können wir Stress vermeiden und wie können
wir mit Stress leben?
    
    Als Gäste bei Kristina Roth und Jo Frühwirth sind unter anderem
Ralf Rangnick, Bundesligatrainer beim VfB Stuttgart. Er steht unter
dem Dauerdruck der Medien, Fans und des Vereins. Julia Rogge, die
Stressmanagement aus der Sicht einer Mutter mit drei Kindern
beschreibt. Zacharias Zaster, Autor von "Kapitale Lust", der Stress
nicht zu kennen scheint und Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe und
Mediziner, der sagt, ohne Stress könne sich unser Gehirn nicht
weiterentwickeln.
    
    
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.:
07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    Fax  07221 929-2013
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