SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Dienstag, 10. Oktober 2000 (Woche 41)/26.09.2000

Baden-Baden (ots) - 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Harry-Potters vierter Band erscheint mit Fanclubs, Websides und weiterem. Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry Dienstag, 10. Oktober 2000 (Woche 41)/26.09.2000 21.45 Blickpunkt Europa Moderation: Irene Carrillo und Immo Vogel Thema unter anderen: Nach heftigem Ringen wurde in diesem Sommer das Abkommen zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter unterzeichnet. Obwohl die deutsche Wirtschaft die zugesagten fünf Milliarden Mark immer noch nicht zusammen hat, sollen die Entschädigungszahlungen Ende Oktober beginnen. Beispielsweise an ehemalige Zwangsarbeiter in der Ukraine, die vor 60 Jahren in Singen am Bodensee hauptsächlich in den Unternehmen von Georg Fischer, Alusuisse und Maggi schuften mussten. Blickpunkt Europa schaut nach, wie die Verteilung der Gelder in der Ukraine organisiert ist und in welchen Lebensumständen die ehemaligen Singener Zwangsarbeiter heute leben. Mittwoch, 11. Oktober 2000 (Woche 41)/26.09.2000 18.15 Koch-Kunst mit Vincent Klink (35) Die Lieblingsgerichte der Fallers Wenn sich auf dem Fallerhof abends alle um den Tisch versammeln und Mutter Johanna ihre selbstgemachten Köstlichkeiten in dampfenden Schüsseln auf den Tisch stellt, kehrt Ruhe ein. Es sind die Lieblingsrezepte ihrer Familie, mit denen die Bäuerin des Vier-Generationen-Hofes immer wieder für gemnussreiche und entspannte Stunden sorgt. Zeit, daß davon auch die Zuschauer profitieren und dem ersten Kochbuch nun bald das zweigte folgt: 80 Rezepte der zeitgemäßen Schwarzwälder Küche werden sich dort finden. Anlass für Meisterkoch Vincent Klink von der Stuttgarter "Wielandshöhe" mal nachzuforschen, was denn so dran ist an dieser frischen Schwarzwälder Regionalküche. Unterstützt wird er dabei von Johanna Faller, alias Ursula Cantieni. Sie verrät nicht nur ihre eigenen Lieblingsrezepte, sie erzählt außerdem noch eine Menge aus dem Nähkästchen der Faller-Küche. Moderator Markus Brock wird es gelingen, etwas über die persönlichen Ess- und Kochvorlieben der Faller-Darsteller zu erfahren. Samstag, 14. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000 14.00 Bilderbuch Deutschland Unterwegs im Havelland Durch Theodor Fontanes "Herr von Ribbeck im Havelland" wurde der Landstrich berühmt. Inmitten der märkischen Streusandbüchse prägt eines der bedeutendsten Binnenfeuchtgebiete die Landschaft und die vor dem Aussterben geschützte seltene Tierwelt. Das den Sümpfen abgetrotzte Land diente der Großstadt Berlin und den Brandenburgern als Obst- und Gemüsegarten, sogar Wein wird hier angebaut. Windmühlen, Rittergüter, gemütliche Wirtschaften und mittelalterliche Dorfkirchen machen das Bild dieser Kulturregion aus, ebenso wie unzählige kleine und größere Seen und die Havel mit ihren Niederungen. Berühmte Bewohner wussten den Reiz des Havellandes zu schätzen: Albert Einstein hatte in Caputh ein Sommerhaus, Baron de la Motte Fouqué schrieb auf Schloss Nennhausen Ritterromane und Karl Hagemeister begründete in Ferch die havelländische Malerkolonie. Sonntag, 15. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000 Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten! 23.05 Wortwechsel Gabriele von Arnim mit Prof. Gesine Schwan (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina) Sonntag, 15. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000 Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten! 04.45 Wortwechsel (WH) Gabriele von Arnim mit Prof. Gesine Schwan (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina) Donnerstag, 19. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000 21.45 Sonde Wissen im Dritten Moderation: Ingolf Baur Die Themen: Hygienefalle Badezimmer - Zuviel Sauberkeit macht Kinder krank: Zwischen den Kacheln, im Abfluss oder auf dem Sofa lebt ein unsichtbarer Mikrokosmos. Staubmilben, Mikroben oder mögliche Krankheitserreger sind der Albtraum jeder perfekten Hausfrau. Aber bedeutet Sauberkeit auch immer Gesundheit? Die Werbung rät zur klinischen Aufrüstung: Ob Zahnpasta oder Geschirrspüller, selbst Waschpulver enthält heute antibakterielle Wirkstoffe, um die Kleidung klinisch rein zu waschen. Doch für den Einsatz dieser Mittel im Haushalt zahlen wir womöglich einen hohen Preis: unsere Gesundheit. Die Umweltforschung sagt: Wer als Kind nicht frühzeitig Kontakt mit Keimen hat, muss später mit Allergien rechnen. Der Kontakt mit Keimen kann tödlich enden, sagt die Pharmaindustrie. Wer hat recht? Wieviel Hygiene braucht der Mensch? Sonde-News: Aktuelle Themen der Woche Sonde-Serie: Geheimnisvoller Alltag: Warum brennen Glühlampen durch? Freitag, 20. Oktober 2000 (Woche 42)/26.09.2000 Nachgeliefertes Thema beachten! 21.45 Streit im Schloss Kampf dem Brustkrebs - Hoffnung für Deutschlands Frauen? Moderation: Dorothee von Bose Aufzeichnung vom 18.10.2000 Samstag, 21. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 Nachgeliefertes Thema beachten! 15.15 Streit im Schloss Kampf dem Brustkrebs - Hoffnung für Deutschlands Frauen? Moderation: Dorothee von Bose (Erstsendung: 20.10.2000) Sonntag, 22. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 19.15 Die Fallers - Eine Schwarzwaldfamilie Zwei Gesichter Folge 246 Buch: Lieselotte Kinskofer Regie: Alexander Wiedl Rollen und Darsteller: Wilhelm Lukas Ammann Hermann Wolfgang Hepp Johanna Ursula Cantieni Karl Peter Schell Monique Anne von Linstow Kati Christiane Bachschmidt Heinz Thomas Meinhardt Eva Tanja Schmitz und andere Eva fährt in Katis alte Wohnung, um ihre Sachen zu packen. Als sie dort ankommt muss sie erstaunt feststellen, dass Kati in der Wohnung ist. Sie hat den Umzug mit Matthias abgesagt. Sein merkwürdiges Verhalten in der letzten Zeit macht es ihr unmöglich, mit ihm unter einem Dach zu wohnen. In der Praxis begrüßt Duffner Kati, als sei alles in bester Ordnung. Er ist sicher, dass Kati ihre Entscheidung noch einmal überdenken wird. Doch Kati sieht das anders: sie will reden und zwar Klartext. Sie ist nicht länger bereit Matthias' Spiel mitzuspielen. Nachdem Duffner den letzten Patienten verabschiedet hat, zeigt er Kati ein Gesicht, bei dem ihr Angst und Bange wird. Völlig aufgelöst macht sich Kati auf den Weg zum Fallerhof. Johanna kann kaum glauben, was ihre Tochter ihr berichtet. Kurze Zeit später steht Matthias vor der Tür. Überraschend taucht Heinz auf dem Hof auf. Er macht einen sehr niedergeschlagenen Eindruck und Wilhelm bittet ihn, doch endlich zu erzählen, was ihn so bedrückt. Der alte Faller ist alles andere als erfreut, als er erfährt, dass Heinz mit seinem Priesteramt hadert. Er ahnt, dass Mechthild in diesem Konflikt eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Montag, 23. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Streßt die Schule schon wieder? Jolinchen zeigt was dagegen helfen kann. Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski Poiski, Tom und Jerry Mittwoch, 25. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 21.00 (VPS 20.59) Schlaglicht Die Nachwuchsmacher Wie die Bundesliga Talente findet Eine Reportage von Reinhild Dettmer-Finke und Sigrid Faltin Nach der Europameisterschaft ist die Suche nach Talenten im deutschen Nachwuchsfußball dringender denn je. Mario und Dominic, Freddy und Manuel sind 15 Jahre alt. Sie spielen in der Auswahlmannschaft des südbadischen Fußballverbandes. Für sie steht fest: sie wollen Profifußballer werden. Im Duisburger Schülerlager müssen und wollen sie zeigen, dass sie das Zeug zur großen Karriere haben. Das jährliche Duisburger Sichtungsturnier ist die Talentbörse des deutschen Nachwuchsfußballs, ein Pflichttermin für alle Bundesligaclubs. Selbst Manchester United hat einen Späher entsandt. Jedes Spiel, jeder Spieler steht unter strenger Beobachtung. Kein Schuss, der dem Späher entgeht, kein Pass, der nicht benotet wird. Jeden Abend stecken die Vereinsvertreter ihre Köpfe zusammen und geben die ganz heißen Tipps. In fünf Tagen des Jugendturniers werden Weichen gestellt. Auch wenn es von den 340 Spielern nur eine Hand voll Kicker in die Bundesliga schaffen - Mario und Dominic, Freddy und Manuel wollen dabei sein. In Duisburg gilt es nicht nur, mit Südbaden Deutscher Meister zu werden, sondern auch den Sprung in den Kader der U-15-Nationalmannschaft zu schaffen. Reinhild Dettmer-Finke und Sigrid Faltin haben die vier südbadischen Auswahlspieler und ihre Eltern während der fünf Tage in Duisburg beobachtet. Schaffen sie es, die Nationaltrainer, die Scouts, die Agenten auf sich aufmerksam zu machen? Werden sie vielleicht sogar Deutsche Meister? Gleichzeitig haben die beiden Autorinnen den Scouts über die Schulter geschaut: Nach welchen Kriterien sichten die Nachwuchstrainer? Woran erkennt man die großen Talente? Ist gar ein Ende der Talfahrt des deutschen Fußballs in Sicht? Donnerstag, 26. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 21.45 Sonde - Wissen im Dritten Moderation: Ingolf Baur Die Themen: Rückenschmerzen: 70 Prozent aller Deutschen leiden unter Rückenschmerzen, und bei jedem dritten Patienten werden die Schmerzen chronisch. Über 100.000 Patienten entscheiden sich pro Jahr sogar für eine Operation, obwohl diese oftmals überflüssig ist und manchmal den quälenden Schmerz nicht einmal beseitigt. Sehr häufig verbergen sich hinter Rückenschmerzen unbewältigte Probleme am Arbeitsplatz, und 90 Prozent der Kreuzschmerzen werden erst durch die falsche Behandlung beim Hausarzt und in der Rehabilitation chronisch. Wer auf Bewegung anstelle von Schonung setzt, hat viel bessere Chancen wieder schmerzfrei und aktiv zu werden. Dennoch tun sich viele schwer, die eingespielten Therapiekonzepte über Bord zu werfen. Peter J. klagt über einen dumpfen, stechenden Schmerz an der Lebenwirbelsäule, wenn er längere Zeit sitzt oder steht. Sobald er sich hinlegt, geht es ihm besser. Eine Bandscheibe drückt auf die Nerven. Automatisch wird Peter J. versuchen, seinen Rücken zu entlasten, eine Schonhaltung einzunehmen und seine Bewegungen, und damit seine Beweglichkeit, immer mehr einschränken. Und das ist grundfalsch. Denn dadurch hat er gute Chancen, daß seine Schmerzen chronisch werden. Wenn der akute Schmerz behandelt ist, sollte Peter J. vielmehr aktiv werden und Sport treiben, um seine Rückenmuskulatur zu stärken. Denn wenn der Verschleiß an Wirbelkörpern und Bandscheiben nicht übermäßig ist, kann der Körper Degenerationserscheinungen durchaus kompensieren. Oftmals ist es auch gar nicht "die Bandscheibe", sondern Unzufriedenheit und Probleme am Arbeitsplatz finden ihren Ausdruck im Rückenschmerz. Im Alter um die 40 Jahre definieren wir uns meistens über unseren Beruf und erhalten soziale Anerkennung und Bestätigung über die Arbeit. Viele Rückenschmerz-Patienten leiden auch an Depressionen. Wenn die Patienten durch die Behandlung zusätzlich zur Passivität gezwungen werden, weil die Wirbelsäule angeblich geschont werden muß, nimmt man ihnen auch die Verstärkerquelle für ihr Selbstwertgefühl. Die Patienten richten ihre ganze Aufmerksamkeit immer stärker auf die Schmerzen, und forcieren dadurch den Prozeß, der den Schmerz chronisch werden lässt. Donnerstag, 26. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 21.00 Fahr mal hin Römerstraßen und Straßenräuber Auf dem Ausonius-Wanderweg von Bingen nach Trier Ein Film von Sibylle Schulze Eine römische Fernstraße verbindet bis heute das Rheintal mit dem Rom an der Mosel. Der Ausoniuswanderweg von Bingen nach Trier führt quer über den Hunsrück und folgt der Trasse einer alten Römerstraße. Auf ihr reiste 368 nach Christus der Dichter Ausonius. In seinem Gedicht "O Mosella" hielt er seine Reiseeindrücke fest. Es ist die erste Beschreibung der Landschaft, die wir heute Hunsrück nennen. Und der kommt freilich bei Ausonius nicht gut weg: dunkle, dichte Wälder, menschenleere Gegenden, dürre Felder beschreibt Ausonius die Gegend. Erst im Moseltal geriet der antike Dichter ins Schwärmen. Doch die Hunsrücker nahmen ihm das nicht übel und benannten den Wanderweg trotzdem nach dem ersten berühmten Reisenden, den Ausonius-Wanderweg. Heute ist die Landschaft links und rechts des Wegs alles andere als öd und leer. Für Erholungssuchende bietet der Hunsrück Erholung, viel Natur und Ruhe, weite Ausblicke und viel Himmel. Malerische Fachwerkstädtchen und Dörfer wie Kirchberg und Dill laden zum Bummeln ein. Die Kirchen in Rheinböllen, Simmern und Dill bergen kunstgeschichtliche Überraschungen und gediegene Landgasthöfe bieten Hunsrücker Spezialitäten. Und wer Glück hat, begegnet nicht nur römischer Geschichte auf Schritt und Tritt, sondern auch dem Schinderhannes persönlich. Erlebnisreich ist auch der traditionelle Viehmarkt in Merscheid, wo jährlich Hunderte Gänse, Hühner und Kaninchen den Besitzer wechseln. Keine Frage - würde Ausonius heute nochmal durch den Hunsrück reisen, sein Urteil fiele ganz anders aus. Donnerstag, 26. Oktober 2000 (Woche 43)/26.09.2000 00.05 Vollmondnacht "Bilder der Nacht" (Erstsendung: 25.09.1999, arte) Francois Vogel, Preisträger des letzten Videokunstpreises hat dazu eine fantasievolle Moonstory in fünf Teilen produziert. Mondschein, Träume, Nachtschwärmer: ein Videomix, der von der Computeranimation bis zum Schwarzweiß-Video reicht. Eine Künstlerin sammelt Träume und kreiert daraus fantastische Landschaften im Fernsehen, Lichter und Reflexe werden zu Gemälden, eine nächtliche Straßendemonstration wird porträtiert. Gesichter verformen sich zu albtraumhaften Fratzen. Die Illusion eines schlafenden Paares wird auf Video experimentell aufgezeichnet. Die Erinnerungen eines Babys an die Dunkelheit im Mutterleib und die emporkreisenden Gedanken eines sterbenden Mannes nehmen in Bildern Gestalt an. Atmosphärische Bilder, Zeitlupen und der Ton tragen die Nachtstimmung. Samstag, 28. Oktober 2000 (Woche 44)/26.09.2000 14.00 Bilderbuch Deutschland Das neue Regierungsviertel Mitten in Berlin entsteht das neue Regierungsviertel mit Abgeordnetenbüros, Ministerien, dem monumentalen neuen Bundeskanzleramt und dem imposanten umgebauten alten Reichstagsgebäude. Der politische Alltag der neuen Bundeshauptstadt Berlin prägt nun das Gesicht des Quartiers, das bis vor zehn Jahren noch Grenzgebiet war. Eine historische Bruchzone, in der Spuren aus allen Phasen der deutschen Geschichte abgelagert sind - Kaiserzeit und Weimarer Republik, Nazi-Deutschland und DDR. An diesen historischen Ort in der Mitte Berlins ziehen nun nicht nur bundespolitische Institutionen, sondern auch nationale und internationale Medien mit ihre Büros. Der Film stellt drei Journalisten in den Mittelpunkt, deren Arbeitsplatz seit kurzem das Regierungsviertel ist und die sich wie viele ihrer zugereisten Kollegen neu orientieren müssen: Da ist Dimitri Pogorschelski, der Europa-Korrespondent des russischen Fernsehsenders NTW, der erst vor kurzem von Bonn nach Berlin gezogen ist. Oder Paolo Valentino, der Deutschland-Korrespondent der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". Der Regierungsumzug veranlasste ihn, sein Büro vom liebgewonnen Savigny-Platz im Westteil der Stadt nach Berlin-Mitte zu verlegen. Oder Hanni Hüsch, die vom ARD-Studio an Londons Themse ins ARD-Hauptstadtstudio an die Spree kam. Geboren wurde sie am Rhein und hat damit jetzt bei den zalreichen Rheinländern im Berliner Regierungsviertel einen "Heimvorteil". Das Bilderbuch über das Regierungsviertel zeigt Hanni Hüsch, wie sie den Staatsbesuch von Georgiens Präsident Eduard Schewardnadse bei den obligatorischen Stationen Schloss Bellevue und Brandenburger Tor begleitet. Paolo Valentino, wie er Günther Schabowski und Wolfgang Schäuble zum Interview trifft, und Dimitri Pogorschelski, wie er bei der Orientierung im Regierungsviertel ungewöhnliche Wege beschreitet. Samstag, 28. Oktober 2000 (Woche 44)/26.09.2000 21.00 Legenden (2/6) Aristoteles Onassis (1906 - 1974) Keiner wusste so genau, wie reich er war. Er besaß eine der größten Tankerflotten der Welt, eine Walfangflotte, eine Fluglinie, Bankhäuser. Sein Finanzimperium umfasste 20.000 Angestellte, sechs Residenzen, Privatflugzeuge und die schnellste und größte Privatjacht der Welt. Seine Geschäfte machte er jedoch nicht im Büro. Aus Bars und Restaurants leitete der 1906 geborene Onassis das riesige Unternehmen. Als staatenloser Flüchtling aus Kleinasien begann seine Karriere in Argentinien. Vom Tabakhändler zum weltbekannten Milliardär. Der kleine, nicht unbedingt gutaussehende Mann war begehrt bei Frauen des Jet-Sets. 1946 heiratete er die Reederstochter Tina. Sie führen eine Bilderbuch-Ehe mit zwei Kindern, bis zu einer alles umstürzenden neuen Bekanntschaft. Maria Callas wird der Scheidungsgrund. Mit der weltbekannten Primadonna lebt Aristoteles Onassis Jahre zusammen, ohne sie zu heiraten. 1968 sorgt Onassis für die Sensation in der Weltpresse: Völlig überraschend heiratet er Jackie Kennedy, die Witwe des ermordeten amerikanischen Präsidenten. Ein Arrangement, das die Welt entsetzt, aber auch neugierig macht: der alte Mann und die schöne Witwe. Ein gefundenes Fressen für die Presse. Dann die ersten Schicksalsschläge. Seine erste Frau stirbt vermutlich durch Selbstmord. Sein Sohn stürzt mit dem Flugzeug ab, seine Frau Jackie jettet derweil von einer Nobel-Boutique zur anderen und lässt ihn allein. Onassis ist tief getroffen, er wird zusehends älter und kränker. Am 15. März 1975 stirbt er. Seine letzte Besucherin war Maria Callas. Sonntag, 29. Oktober 2000 (Woche 44)/26.09.2000 20.15 Fritz Walter Eine Legende wird 80 Aus Anlass des 80. Geburtstages von Fritz Walter würdigt der SWR mit einer 90-minütigen Dokumentation das Leben und Werk des Ehrenspielführers der deutschen Fußballnationalmannschaft. Nicht zuletzt sein Name stand und steht für die "Helden von Bern", jene Elf die 1954 den Weltmeistertitel holte. Daher berichtet die Sendung unter anderem über die Auswirkungen dieses Titelgewinns für das Nachkriegs-Deutschland. Doch trotz aller Bekanntheit weit über die Pfalz hinaus ist der gebürtige Kaiserslauterer Fritz Walter seiner Heimatstadt treu geblieben. Damit wurde er nicht nur auf dem Fußballplatz zu einer wichtigen Stütze für seinen Verein, den FCKaiserslautern. Noch zu Lebzeiten gab man dem Stadion auf dem Betzenberg seinen Namen und unterstrich damit die Bedeutung des Mannes für das Selbstbewußtsein einer ganzen Region. Neben vielen interessanten Bildern aus den 40-er, 50-er und 60-er Jahren kommen zahlreiche prominente Zeitzeugen aus Politik, Sport und Kultur zu Wort. Und schließlich wird Fritz Walter selbst dem ebenfalls gebürtigen Kaiserslauterer Rudi Michel in einem Gespräch aus seinem Leben für den Fußball erzählen. Donnerstag, 2. November 2000 (Woche 44)/26.09.2000 13.30 Zivilcourage (1/4) "Verräter der Nation" - Die Ulmer Abiturienten und die "Weiße Rose" Kaum eine Gruppe, die gegen den Nationalsozialismus kämpfte, ist so bekannt geworden wie die Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose" mit Hans und Sophie Scholl, die im Februar 1943 bei der Verteilung von Flugblättern gegen das NS- Regime und den Krieg festgenommen und nur wenige Tage später zusammen mit ihrem Freund Christoph Probst zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Weniger bekannt ist, dass es noch weitere "Weiße-Rose"-Prozesse gab. Insgesamt sind es fünf gewesen, bei denen zumeist jugendliche Sympathisanten der Münchner Gruppe vor Gericht standen. Beim zweiten "Weiße-Rose"-Prozess am 19. April 1943 wurden nicht nur Willi Graf, Kurt Huber und Alexander Schmorell zum Tode verurteilt, auch eine Gruppe von Jugendlichen aus Ulm erhielt wegen der Weiterverbreitung der Flugblätter teils mehrjährige Haftstrafen. Vier von ihnen: Heinrich Guter, Susanne und Hans Hirzel und Franz Josef Müller erzählen im Film die Geschichte dieser sogenannten Ulmer "Abiturientengruppe". Sie erzählen, wie ihre anfängliche kindliche Begeisterung für Hitler und die "Hitlerjugend (HJ)" bald in Unbehagen und inneren Widerstand gegen den Zwang zum Mitmachen umschlug, wie aus Begeisterung für den Krieg Gegnerschaft gegen das sinnlose Morden wurde, wie privater Religionsunterricht und widerständige Lehrer am humanistischen Gymnasium sie zu kritischem Nachfragen ermunterten. Wie schließlich das Wissen darum, wieviel Unrecht nicht nur im Krieg, sondern in allen Bereichen geschah, sie dazu brachte, die Flugblätter der "Weißen Rose" zu verteilen, und wie sie Prozess und Haft erlebten. Gleichzeitig werden auch die Verbindungslinien zu den ebenfalls aus Ulm stammenden, ein paar Jahre älteren Geschwister Sophie und Hans Scholl deutlich. Immer wieder scheint deren Weg in den Widerstand durch. Dass die Mitglieder der Ulmer Abiturientengruppe im Gegensatz zu den Geschwistern Scholl am Leben blieben, war "ein Glück" und der Tatsache zu verdanken, dass das Regime nach dem "kurzen Prozess" des ersten Prozesses im zweiten eher die Taktik des Differenzierens und, wo es angebracht schien, des Bagatellisierens verfolgte. "Äußerlich hat es gar nichts gebracht", resümiert Susanne Hirzel, aber ein Zeichen für die, die es sehen wollten, sei es schon gewesen. Und Heinrich Guter sinniert: "In so einem System wie dem Nazi-System, da gibt es Zivilcourage eigentlich gar nicht, da ist gleich Widerstand, da geht's gleich ums Leben." Freitag, 3. November 2000 (Woche 44)/26.09.2000 21.45 Thema M ... wie Menschen Stress - Kick oder Killer? mit Kristina Roth und Jo Frühwirth Nervenzehrendes Warten im Stau, keine Zärtlichkeit mehr in der Beziehung, Kinder, die nicht durchschlafen wollen, Lärm, Überforderung im Beruf. Stress lauert überall und Stress ist wohl einer der meistbenutzten Begriffe. Doch Stress trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Stress ist für die einen wie Nahrung - bloß keine Unterforderung - andere drücken sich um jede Herausforderung. Auch wie wir Stress empfinden, hängt oft an unserer Tagesform. Manchmal stecken wir alles mit links weg, ein andermal fühlen wir uns unter Druck gesetzt, erschöpft. Hält der Stress an, können Angst, Depressionen, schwere Erkrankungen bis zum Herzinfarkt die Folge sein. "Thema M .... wie Menschen" fragt: Was ist Stress? Gehört Stress zum Leben? Wann wird aus einer gesunden Herausforderung krankmachender Stress? Warum ist der eine von etwas gestresst, woran ein anderer Spaß hat? Wie können wir Stress vermeiden und wie können wir mit Stress leben? Als Gäste bei Kristina Roth und Jo Frühwirth sind unter anderem Ralf Rangnick, Bundesligatrainer beim VfB Stuttgart. Er steht unter dem Dauerdruck der Medien, Fans und des Vereins. Julia Rogge, die Stressmanagement aus der Sicht einer Mutter mit drei Kindern beschreibt. Zacharias Zaster, Autor von "Kapitale Lust", der Stress nicht zu kennen scheint und Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe und Mediziner, der sagt, ohne Stress könne sich unser Gehirn nicht weiterentwickeln. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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