SWR - Südwestrundfunk

Das Erste: Dritter SWR-Tatort kommt aus Konstanz
Bodensee-Tatort mit Eva Mattes als neuer ARD-Kommissarin

Baden-Baden (ots) - Beim Südwestrundfunk (SWR) ist die Entscheidung gefallen: Im nächsten Jahr wird es im Ersten einen dritten SWR-Tatort geben, dessen Hauptsitz die Stadt Konstanz ist. Für die Hauptrolle der Kommissarin hat der SWR Eva Mattes gewonnen. Bis zum Schluss hatte die Fernsehfilmredaktion unter Leitung von Dr. Dietrich Mack um die Entscheidung zwischen Konstanz und Freiburg gerungen. "Für beide Standorte gab es gute Argumente, denn sowohl Freiburg als auch Konstanz geben eine gute Kulisse für spannende Kriminalfilme, starke Typen und ungewöhnliche Fälle ab. Es ist am Ende wie bei einer Olympiade - nur einer kann gewinnen." Und die Tatort-Redaktions-leiter Ulrich Herrmann und Carl Bergengruen ergänzen: "Wir planen in guter ARD-Tradition Krimis mit intensivem regionalen Bezug, wir werden einen Bodensee-Tatort haben, der alle Vorteile dieser Region ausspielt." Zwei Tatorte mit der neuen Kommissarin "Eva Mattes" soll es pro Jahr geben, "wobei ein Erfolg des dritten SWR-Tatortes auch die "Optionen auf mehr Bodensee-Tatorte enthält", betonen übereinstimmend Herrmann und Bergengruen. Im nächsten Jahr werden zunächst zwei Tatorte am Bodensee gedreht, die Ausstrahlung der Premieren-Krimis ist für die erste Jahreshälfte 2002 geplant. Mit einer weiblichen Besetzung der neuen Hauptfigur setzt der SWR bewusst die Tradition mit Tatort-Kommissarinnen fort. Von Anfang an spielen Kommissarinnen beim SWR eine besondere Rolle: Nicole Heesters (1977-1980 ) hat die Reihe weiblicher Ermittlerinnen als Kommissarin Buchmüller eröffnet, Karin Anselm (1980-1988 ) etablierte als Hauptkommissarin Wiegand eine souveräne Figur in "Twinset und Perlenkette" und mit der Entdeckung von Ulrike Folkerts 1989 schuf der SWR einen ganz neuen Frauentyp im Deutschen Fernsehen: eine mit Kopf und Widerspruchsgeist ausgestattete junge und eigenwillige Beamtin der Mordkommission. Die Vierte im Bunde der SWR-Kommissarinnen ist Eva Mattes - "ein "Kind der Provinz, in der sie ermittelt". Nach Auskunft der Redaktion Fernsehfilm ist die Figur stark vertraut mit den Menschen der Region, eine extrovertierte und dem Leben zugewandte Frau, die ihre Gefühle nicht versteckt und mitunter sehr nachdenklich sein kann. Geschaffen werden soll in jedem Fall eine Figur mit hohem Identifikationspotential. Der SWR ist schon bisher als einziger ARD-Sender mit zwei Tatort-Kommissaren im Ersten vertreten. "Noch vor dem 30-jährigen Jubiläum der ARD-Reihe am 29. November können wir nun einen dritten Beitrag melden, mit dem wir einerseits die ARD-Quote der SWR-Tatort-Zulieferung erfüllen und andererseits die Verbrechensbekämpfung im Süden unterstützen", spielte Fernsehspielchef Dr. Dietrich Mack auf die positiven Begegnungen mit kommunalen politischen Entscheidungsträgern und Vertretern der Polizei im Konstanzer Raum an. Eva Mattes (1954) hat in über 50 Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt und gilt als eine der profiliertesten deutschen Schauspielerinnen. Sie ist in den siebziger Jahren mit dem Neuen Deutschen Film bekannt geworden, hat Preise für "O.K", "Die bitteren Tränen der Petra Kant" oder "Woyzeck" erhalten und mit allen wichtigen Regisseuren gedreht, wie z.B. Margarete von Trotta, Rainer Werner Fassbinder oder Werner Herzog. Eva Mattes hat sich ebenso mit anspruchsvollen Literaturverfilmungen ("Schlafes Bruder", "Effi Briest", "Herbstmilch" ) wie mit Dokumentationen ("Mein liebster Feind - Klaus Kinski") und herausragenden Kinofilmen ("Viehjud Levy", "Deutschland bleiche Mutter") einen Namen gemacht und ist zudem eine vielbeschäftige Charakterdarstellerin an deutschen Theaterbühnen. Eva Mattes spielte erst kürzlich in dem SWR-Tatort "Der schwarze Ritter" (Mai 2000) mit und wird als Magda Goebbels in der SWR-Produktion "Goebbels und Geduldig" zu sehen sein. Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter http://www.swr.de/presse/news/index.html ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Gabi Schlattmann, Tel.: 07221/929-3273. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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