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Woche 41 - Woche 42

Baden-Baden (ots) - Bitte Textergänzung beachten! Donnerstag, 12. Oktober 2000 12.00 (VPS 11.59) Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Mexico-City Stadt der Azteken - Stadt der Spanier Ein Film von Jens Dücker Mexico-City ist heute die größte Stadt der Welt. In ihr vereinigen sich zwei Kulturen: die der Azteken und die der Spanier. Als die spanischen Eroberer unter Hernan Cortés 1521 die Hauptstadt des Aztekenreiches, Tenochitlan, eroberten, zerstörten sie die Stadt bis auf die Grundmauern. Über ihren Ruinen bauten sie die Kapitale der Neuen Welt - Mexico - die Hauptstadt des Vizekönigreichs Neuspanien. Um den Hauptplatz der Stadt, den "Zocalo", der wie kaum ein anderer Platz die wechselvolle Geschichte wiederspiegelt, standen die Tempel und Paläste der Azteken: auf den Fundamenten des Haupttempels bauten die Spanier ihre barocke Kathedrale, die größte Lateinamerikas; auf dem Platz des heutigen Präsidentenpalastes erhob sich einst der Palast von Moctezuma. Im Präsidentenpalast haben sie alle regiert: die Vizekönige Spaniens, die französischen Invasoren, der Habsburgerkaiser Maximilian und die Revolutionäre. Kaiser Maximilian war es auch, der 1860 die Prachtstraße der Stadt, den "Paseo de la Reforma", nach dem Vorbild der Champs Elysées bauen ließ. Sie führt zu seinem repräsentativen Palast auf dem Chapultepec (aztekisch: "Heuschrekkenhügel"). Mexico-City heute: eine aus allen Nähten platzende Stadt, in die Erdbeben immer wieder Löcher reißt, architektonische Experimente der Vormoderne, die Geschichtsfresken von Diego Riviera im öffentlichen Raum - Mexico City lebt. Donnerstag, 12. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 14.03 (VPS 14.00) Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Mit dem Wind gehen, wie ihr eure Super-Drachen selbst bauen könnt. Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest Montag, 16. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Salvador de Bahia Stadt der 1000 Kirchen, Brasilien Ein Film von Jens Dücker Salvador de Bahia, von den portugiesischen Eroberern als erste Hauptstadt Brasiliens ausersehen, verrät in vielem seine Herkunft. Zum Beispiel als Stadt, die verteidigt werden mußte. Zum Schutz vor den Konkurrenten um die Ausbeutung der neuen Welt liegen vor der Hafeneinfahrt am Ende der geschützten Bucht eine Reihe von Forts, die heute allerdings nur noch malerisch wirken. Auch der christliche Glaube mußte mit vielen Kirchen nach vorn verteidigt werden, gegen Heidentum und die Leere des riesigen neuen Kontinents. Der spanische Kolonialbarock prägt auch heute noch das Stadtbild von Salvador de Bahia. Allerdings läuft das Leben darin nicht mehr nur in christlichen Bahnen: viele Nachfahren der schwarzen Sklaven zelebrieren Candomble, die Religion ihrer afrikanischen Vorväter; afrikanischer Rythmus dominiert auch den Klang in den alten bunten Straßen oben, über dem Meer. Eine faszinierende Synthese. Dienstag, 17. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 22.15 Zeichen der Zeit Blutschande Auswirkungen eines Verbrechens Film von Gabriele Jenk Nur die Liebe war es, die ihn dazu brachte, mit seiner Tochter zu schlafen - das beteuert der Vater immer wieder in langen Briefen aus dem Gefängnis. Die erst 13-jährige wurde schwanger und brachte ein Mädchen zur Welt: Ulrike. Sie ist ein Inzestkind. Mit 11 Jahren erfuhr sie, daß ihre Schwester ihre Mutter ist. Ihr Vater auch ihr Großvater. Seit dieser Zeit lebt Ulrike D. mit dem Trauma ihrer sexuell mißbrauchten Mutter, der Tragödie einer unmöglichen Beziehung und der lebenslänglichen Tatsache "Produkt eines Verbrechens" zu sein. In diesem Film erzählt Ulrike D. über ihre Kindheit in einem katholischen Dorf im Münsterland, wo sie dem Gerede, der Neugier und dem Voyeurismus der Dorfbevölkerung ausgesetzt war, über die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, in deren Leben kein Platz für Annäherung, Begegnung oder Liebe zu ihrer Tochter war. Der Film zeigt auch Ulrikes politische Arbeit, die Folgen von Inzest öffentlich zu machen. 1996 gründete sie in Stuttgart "Melina e.V.", den ersten Verein, der sich um Inzestkinder kümmert. Seitdem referiert sie auf vielen Veranstaltungen, sammelt Geld, um diesen Kindern zu helfen. An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest Dienstag, 17. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Palenque Ruinenstdt der Maya, Mexiko Ein Film von Peter Wendt und Jens Dücker Die Tempelstadt Palenque liegt in der mexikanischen Provinz Chiapas, die in vorspanischer Zeit wesentlicher Bestandteil der Maya-Zivilisation war. Die Meisten dort lebenden Indios sind Nachfahren der Maya. Palenque gilt als eine der prächtigsten Kultstätten der Maya; das von Archäologen freigelegte Gelände zeigt nur einen kleinen Teil der einstigen Mayastadt, über die sich viele jahrhunderte lang der Urwald ausbreitete. Der Palast, Zentrum der Tempelstadt, liegt auf einer großen künstlichen Plattform, die über eine mächtige, fast 70 Meter hohe Treppe zu erreichen ist. Überragt wird der Gebäudekomplex von einem vierstöckigen Turm, der wahrscheinlich als Observatorium diente. Pacal, der bedeutendste Herrscher von Palenque, ließ sich schon zu Lebzeiten ein Monument bauen, in dem er nach seinem Tode verehrt werden wollte. In diesem "Tempel der Inschriften" befindet sich auf dem Boden der Pyramide sein Grab, das erst 1952 entdeckt wurde. Auf 617 Schriftblöcken, der zweitgrößten Glyphenwand, die bisher gefunden wurde, sind die wichtigsten biographischen Daten Pacals und seiner Vorfahren zu "lesen". Warum Palenque im 10. Jahrhundert nach Christus verlassen wurde, können wir heute nur erahnen. Man glaubt, daß es wegen der Bodenerosion nicht mehr genügend Nahrungsmittel gab und die Bewohner in andere Mayastädte abwanderten. Mittwoch, 18. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Copán Ein kultisches Zentrum der Maya, Honduras Ein Film von Peter Wendt und Jens Dücker Die Ruinen von Copàn liegen im westlichen Honduras, mehr als 400 km von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt. In der Blütezeit der Stadt lebten hier etwa 24.000 Menschen. Ohne Zweifel steht Copàn an erster Stelle aller Mayastädte, was die Vielzahl der Skulpturen, Altäre und Stelen anbelangt. Auf den meisten dieser Stelen ist der 13. Mayaherrscher abgebildet, der als 'König der Künste' in die Geschichte eingegangen ist. Nach seinem Tod baute sein Nachfolger eine riesige Treppe. Auf ihr wurde in 1.250 Glyphen die Geschichte Copàns erzählt. Es ist die größte zusammenhängende Maya-Inschrift, die man bisher gefunden hat. Während der Dreharbeiten zum Film haben Archäologen in 20 Metern Tiefe eine Grabkammer gefunden, deren Wandrelief als eines der schönsten Kunstwerke der Maya-Kultur des frühklassischen Zeitalters (250-500 n. Chr.) bezeichnet wurde. Das große Stuckgemälde, das unser Kamerateam filmen durfte, zeigt die Abbildung zweier ineinander verflochtenen Vögel, deren Wortbedeutung auf den ersten Herrscher von Copàn hinweist. Die Filmaufnahmen werden der Nachwelt erhalten bleiben, im Gegensatz zum Stuckrelief in der Grabkammer, das wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und der tropischen Wärme bereits jetzt zu schimmeln und zu zerfallen beginnt. Copàn erzählt viel von der Welt der Maya - aber viele Rätsel bleiben, und die großartigen Kunstwerke der Maya. An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest Donnerstag, 19. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Lübeck Die Königin der Hanse, Deutschland Ein Film von Christiane Albus Lübeck - eine Stadt, die durch die Geschichte der Hanse geprägt wurde, war im spätmittelalterlichen Europa ein Zentrum wirtschaftlicher, politischer und kultureller Macht. Die Bedeutung und Einmaligkeit von Lübeck drückt sich ganz besonders im Stadtbild und in ihrer Architektur aus. Wohlstand, Handelsgeist und Glaubenskraft haben die Backsteingotik der Marienkirche ebenso geprägt wie die Salzspreicher am Holstentor, die Giebelshäuser der Reichen ebenso wie die Bürgerhäuser. Nach dem Niedergang der Hanse verlor Lübeck seine wirtschaftliche Bedeutung. Lübeck heute: eine Stadt, die mit ihrem unverwechselbaren Stadtbild von der Macht und der Freiheit der Bürger und der Kaufleute der Hanse kündet - Geschichte in Backstein. Freitag, 20. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Wallfahrtskirche Die Wies Deutschland Die Wies - im bayerischen Pfaffenwinkel gelegen - gilt als Juwel des süd- deutschen Rokoko. Erbaut wurde sie zwischen 1745 und 1754. Das Ziel der Pilger war das Gnadenbild des "Gegeisselten Heilands", der erstmals bei einer Karfreitagsprozession mitgeführt wurde. Dieses Bild erregte so das Mitgefühl der Gläubigen, daß der Klerus von einer weiteren Zurschaustellung absah und es der Wiesbäuerin Maria Lory schenkte. Bald darauf berichtete die Bäuerin, daß sie beim Beten vor dem Bildnis Tränen auf dem Antlitz des Gegeißelten gesehen habe. Das war der unaufhaltsame Beginn der Wallfahrten. Der anfangs skeptische Klerus mußte sich schließlich dem naiven Wunderglauben seiner Gläubigen beugen: Der Abt von Steingaden ließ eine kleine Kapelle bauen; 1745 wurden die Wessobrunner Brüder Zimmermann mit dem Bau einer Kirche beauftragt. Für Domenikus Zimmermann, den Baumeister, sollte die Wies die Krönung seines Lebenswerkes werden. Ihm, wie seinem Bruder, dem Freskomaler und Stukkateur Johann Baptist Zimmermann, verdankt die Nachwelt ein Bauwerk, das in seiner Synthese von Architektur, Skulptur, Freskenmalerei und Lichtführung von einmaliger Schönheit ist. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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