SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Montag, 25. September 2000 bis Freitag, 13. Oktober 2000 (Woche 41)

Baden-Baden (ots) - Montag, 25. September 2000 (Woche 39) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Westminster Bühne britischer Empiregeschichte Ein Film von Gunar Hochheiden Vom gegenüberliegenden Ufer der Themse bietet der Westminster Palace eine der bekanntesten Postkartenansichten von London mit Big Ben und seiner berühmten Uhr. Der Komplex von Westminster - und dazu zählt neben den Houses of Parliament , St. Margartet's und Westminster Abbey - ist die geschichtsträchtigste Stätte des ganzen britischen Empires. Westminster Palace, ursprünglich Teil des königlichen Palastes, ist Sitz des englischen Parlaments. St. Margaret's ist die Gemeindekirche des Unterhauses, hier werden seit vierhundert Jahren die Spitzen der Gesellschaft getraut. Westminster Abbey ist die Krönungskirche des englischen Königshauses aber auch Ehrenhalle der britischen Nation. Könige und Königinnen, Adelige, Feldherren und Politiker, Staatsmänner, Dichter, Künstler und Wissenschaftler, alle sind in Westminster Abbey begraben, oder es erinnert zumindest eine Gedenktafel an sie. Dienstag, 26. September 2000 (Woche 39) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (20/18) Das Kloster Horezu Rumänien Ein Film von Martin Gessmann Ganz im Westen der Walachei, am Fuß der Karpaten, steht ein Kloster, das Kunstgeschichte gemacht hat: das Kloster Horezu. Mit ihm wollte sich der Barockfürst des Landes, Constantin Brincovan, schon gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein Denkmal setzen. Ende des 17. Jahrhunderts gebaut, vereinigt es Stile ganz verschiedener Herkunft. Byzantinischer Prunk und die klare Linienführung norditalienischer Renaissance durchdringen sich hier. Das Kloster Horezu wurde somit zum ersten und vielleicht sogar besten Beispiel dafür, was sich später als "Bricovan-Stil" an vielen Stellen Ost-europas wiederfinden wird. Mittwoch, 27. September 2000 (Woche 39)/12.9.2000 Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (22/18) Die Wehrkirche von Biertan Ein Film von Martin Gessmann Die Kirche von Biertan (das siebenbürgische "Bierthälm")ist wohl die schönste der fast 200 noch erhaltenen sakralen Wehranlagen Siebenbürgens. Entstanden ist sie aus einer Verlegenheit: weil das Geld fehlte, das ganze Dorf zu befestigen, baute man die Kirche zur Burg um. Der Bau der Ver-teidigungsringe wurde vor fast 500 Jahren begonnen. Damals bedrohten türkische Truppen und Marodeure die Siedler Transsilvaniens. Bis heute wurde an dem Verteidigungsbau nur wenig geändert. Die Kirche enthält einen der eindrucksvollsten Flügelaltäre der Region. Donnerstag, 28. September 2000 (Woche 39) Bitte Textergänzung beachten! 08.05 Beckmann (WH) (4/17) Die Gäste: Mike Krüger, Dagmar Frederic, Alexander Schalck-Golodkowski Alexander Schalck-Golodkowski Als Chef des Staatskonzerns "Kommerzielle Koordinierung" war Alexander Schalck-Golodkowski (67) wichtigster Devisenbeschaffer der DDR. Seinen politisch spektakulärsten Deal, einen Milliardenkredit der Bundesrepublik, fädelte der ehemalige Stasi-Offizier 1983 mit seinem Männerfreund Franz-Josef Strauß ein. Bei "Beckmann" spricht er zum ersten Mal in einer Talk-show über eins der ungewöhnlichsten Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte. Mike Krüger Seit Jahrzehnten ist er im Showgeschäft und hatte oft den richtigen Riecher. Er ist ein Urgestein des deutschen Witzes. Bereits 1974 nölte sich Mike Krüger mit dem Klamauk-Klassiker "Mein Gott, Walter" in die Champions League deutscher Humoristen. In den 80er Jahren folgten die "Supernasen"-Filme mit Thomas Gottschalk. Heute ist Mike Krüger Mitglied der erfolgreichen Comedy- Show "7 Tage, 7 Köpfe". Dagmar Frederic Dagmar Frederic gilt bei ihren Fans als "die Frau von nebenan". Und das seit mittlerweile 35 Jahren! Die 55-jährige Entertainerin ist eine der wenigen Stars der ehemaligen DDR, die sich auch im Showgeschäft der neuen Bundesrepublik durchsetzen konnte.Im Sommer startete ihre neue Sendung "Sommermeldodien" im Ersten. Donnerstag, 28. September 2000 (Woche 39) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (23/18) Das Thrakergrab von Sweschtari Ein Film von Josef Becker Die Thraker glaubten an ein Leben nach dem Tod. Deshalb bauten sie für Ihre Toten Häuser. Damit sie nicht so leicht gefunden und geplündert werden konnten, wurden diese Gräber unter einem Hügel versteckt. So kam es, daß erst 1982 in der Nähe der kleinen Stadt Sweschtari unter einem 11 Meter hohen Erdhügel ein thrakisches Grab aus dem 3. Jhd. vor Chr. gefunden wurde. Die Räume sind mit Gemälden und Skulpturen verziert. Karyatiden umstehen das Totenbett des thrakischen Herrschers, dem man auch seine Pferde und seine Lieblingsfrau mit ins Grab gegeben hatte. Das Thrakergrab von Sweschtari ist ein einmaliges Beispiel thrakischer Kunst und Kultur; seine Architektur und die künstlerische Gestaltung machen es zu einem bedeutenden Denkmal der Antike. Freitag, 29. September 2000 (Woche 39) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (24/18) Die Kirche von Bojana Bulgarien Ein Film von Josef Becker Die Renaissance fing 200 Jahre früher an, als bisher angenommen. In Bulgarien. Zumindest haben die bekannten italienischen Meister des 15. Jahrhunderts dort einen namenlosen Vorläufer. 1259 schuf ein unbekannter Freskenmaler beim Umbau der Burgkapelle von Bojana, südlich von Sofia, Werke von einzigartiger Schönheit. Bemerkenswert ist, bei aller Einhaltung der orthodoxen ikonographischen Vorschriften, wie hier zum ersten Mal Figuren lebendig und realistisch dargestellt werden. An Christus und den Heiligen, die er darstellt, interessiert den Maler nicht so sehr ihre weltentrückte Beispielhaftigkeit als vielmehr ihr Eingebundensein in irdisches Leben und Leiden. Im Zuge dieser Vermenschlichung erhalten die Gesichter individuelle Züge und lebendigen Ausdruck. Diese Änderung des Blicks verändert die orthodoxe Kunst. Nach einer jahrhundertelangen Phase, in der sie sich nur immer weiter schematisiert und in Symbolismus versteift, findet sie mit den Wand-malereien von Bojana zur Betrachtung der Natur und zu einer neuen Natürlichkeit. Wie in der zeitlich viel späteren italienischen Renaissance öffnet die Kunst sich gegenüber dem Leben und der Wirklichkeit. Die Fresken von Bojana sind die bedeutendsten Zeugnisse der bulgarischen Wandmalerei des 13. Jahrhunderts, sie gehören zu den wichtigsten Werken der ganzen mittelalterlichen Kunst. Sonntag, 1. Oktober 2000 (Woche 40) Bitte Gesprächsteilnehmer beachten! 23.05 Wortwechsel Thomas Reimer mit Wolfgang Thierse (Präsident des Deutschen Bundestages) Bitte Gesprächsteilnehmer beachten! 04.45 Wortwechsel (WH) Thomas Reimer mit Wolfgang Thierse (Präsident des Deutschen Bundestages) Montag, 02. Oktober 2000 (Woche 40) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (25/18) Das Kloster Rila Bulgarien Ein Film von Josef Becker Als das Kloster Rila im 19. Jahrhundert durch ein Feuer total zerstört wird, trotzen die Mönche den osmanischen Besatzern den Wiederaufbau ab. Bulgarien ist da schon über 400 Jahre in der Hand der Türken. Als Bollwerk gegen den Islam ist das Kloster Rila ein religiöses, geistiges und künstlerisches Zentrum geworden. Hier werden die christlichen und nationalen Traditionen bewahrt und der Keim gelegt zu einem neuen bulgarischen Selbstbewußtsein, das schließlich zur nationalen Unabhängig-keit Bulgariens führt. Das Kloster liegt inmitten bewaldeter Hügel wie eine mittelalterliche Festung. Von außen streng und abweisend, uneinnehmbar, wirkt es im Innern heiter und verspielt. In seiner heutigen Gestalt, den türkischen Besatzern abgerungen, ist das Kloster Rila das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Architektur des 19. Jahrhunderts, ein steingewordenes Manifest des neu erwachten National-gefühls und ein herausragendes Zeugnis und Symbol für die "Bulgarische Renaissance". Mittwoch, 04. Oktober 2000 (Woche 40) Bitte Textergänzung beachten! 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Raufen und Rangeln auf dem Schulhof-Spaß oder Gewalt? Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry Donnerstag, 05. Oktober 2000 (Woche 40) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (27/18) Die Altstadt von Warschau Polen Ein Film von Gunar Hochheiden Das historische Zentrum von Warschau gilt als Idealbild einer Stadt an der Schwelle zur Neuzeit. Während des zweiten Weltkriegs, nach der Nieder-schlagung des Warschauer Aufstandes 1944, wurde es systematisch von den deutschen Truppen zerstört - eine militärisch sinnlose Maßnahme mit einem einzigen Ziel: den Polen sollte ihre Geschichte, ihre Identität genommen werden. Nach dem Krieg wurde die Warschauer Altstadt komplett wieder aufgebaut - so originalgetreu wie möglich. Entstanden ist ein mittelalterliches Viertel, an dem man genau studieren kann, wie damals gebaut und gelebt wurde. Auch das Königsschloß, das bedeutendste Symbol des selbständigen polnischen Staates, erstand in neuem Glanz. Auf diese Weise holten sich die Polen ihre Geschichte zurück. Heute ist das historische Zentrum von Warschau - paradox genug - die jüngste Altstadt Europas, ohne daß man ihr es im geringsten ansähe. In seltenen historischen Aufnahmen zeigt der Film das alte Warschau, die Zerstörung und den Wiederaufbau. Vor diesem Hintergrund entfalten sich das Panorama und der Detailreichtum der Altstadt - eine Attraktion für Touristen und dennoch eine Stadt, die in ihren Traditionen lebt, ohne museal zu wirken. Freitag, 06. Oktober 2000 (Woche 40) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (28/18) Das Salzbergwerk von Wieliczka Ein Film von Gunar Hochheiden Unter der polnischen Kleinstadt Wieliczka im oberschlesischen Industrie-gebiet, tief in der Erde, liegt das Salzbergwerk von Wieliczka. Es ist eine phantastische Kunstwelt ganz aus Salz, die von Bergleuten in jahrhunderte- langer Arbeit geschaffen wurde. Künstliche Seen und bizarr geformte Höhlen, Kapellen und Kathedralen, lebensgroße Figuren sind in diesem 'Atlantis aus Salz' zu sehen, in denen der Mythen- und Legendenschatz der Bergleute ebenso wie die Geschichte des Bergwerks lebendig wird. Die Kamera schweift durch dieses geheimnisvolle Labyrinth, durch die Stollen, die stillgelegten Abbaukammern mit ihren gewaltigen hölzernen Stützgerüsten, die Kapellen, in denen zum Teil heute noch Messen gelesen werden. Der Film zeigt auch, wie der Salzabbau früher vor sich ging, welche Gefahren es gab, welcher Hilfsmittel man sich bediente. Schon vor über 5000 Jahren wurde hier Salz gewonnen, die Geschichte des Bergwerks reicht zurück bis ins Mittelalter. Der Film erzählt die Geschichte dieser versunkenen Welt, die gleichermaßen von der Natur wie von Menschen geschaffen wurde. Sonntag, 08. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 23.05 Wortwechsel Gabriele von Arnim im Gespräch mit Antonio Skármeta (Chilenischer Botschafter und Schriftsteller) (41) Vergnügter Lebemann, Moderator, Dichter, Botschafter - so verschieden sind die Gesichter von Antonio Skármeta. Seit Mai diesen Jahres ist Skármeta chilenischer Botschafter in Berlin. Der Schriftsteller, der mit internationalen Preisen überhäuft wurde und zu den prominentesten Autoren Lateinamerikas zählt, hat sich in die Niederungen der Politik begeben. Der Dissident ist zum Diplomaten geworden - will eine neue, spontane und mit Ironie nuancierte Diplomatie pflegen. Zuhause in Chile war Skármeta ein TV-Star. Mit seiner Fernsehsendung "Die Büchershow" begeisterte er das Publikum. Noch ganz undiplomatisch sagt der "Jungpolitiker" er habe Kultur zu den Leuten gebracht, die sonst kein Buch anrühren, "Aber nicht so dumm wie das Literarische Quartett". Antonio Skármeta im Gespräch mit Gabriele von Arnim. Antonio Skármeta wurde 1940 in Antofagasta, Chile, als Sohn eines Buch-halters geboren. Mit 11 Jahren schon fängt er an zu dichten. Der sozialistische Literaturprofessor flieht nach dem Militärputsch gegen Salvador Allende aus seiner Heimat nach Argentinien. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ermöglicht ihm, seiner Frau und den beiden Söhnen die Einreise nach Deutschland. Skármeta lebt zwischen 1975 bis 1989 in West-Berlin. In dieser Zeit schreibt er seinen bisher erfolgreichsten Roman "Mit brennender Geduld", der mehrfach verfilmt wurde. 1989 kehrt Skármeta nach Chile zurück. Im Mai 2000 tritt er auf ausdrück-lichen Wunsch des amtierenden, sozialdemokratischen Staatspräsidenten Chiles das Amt des Botschfters der Republik Chile in Berlin an. Montag, 09. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (29/18) Prag Eine Reise durch die Geschichte Ein Film von Christiane Albus Prag, die "Goldene Stadt", ist eine der großen europäischen Metropolen. Die Fülle der Kunstschätze ist überwältigend: die Majestät des Doms und des Hradschins (der Burg), der Prunk der Adelspaläste, der Glanz barocker Kirchen und Klöster - sie alle sind Zeugen einer tausendjährigen Stadt-geschichte. Hier wurde auch europäische Geschichte geschrieben: ausgelöst durch den Prager Fenstersturz, nahm von Prag aus der Dreißigjährige Krieg seinen Anfang. Unabhängig aber von Aufstieg und Fall der Stadt an der Moldau, war Prag immer auch die Stadt mit den drei Seelen: Tschechen (Böhmen), Deutsche und Juden prägten das Gesicht der Stadt. Prager Geschichte und Geschichten - wer könnte sie besser erzählen als Libussa, die sagenumwobene Gründerin Prags. Sie war - so die Legende - die Herrscherin mit seherischen Gaben, Stamm-mutter des ersten böhmischen Königsgeschlechts, die am Anfang des Mythos Prag steht. Montag, 09. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Stresst euch die Schule schon wieder? Jolinchen zeigt was dagegen helfen kann Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry Dienstag, 10. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (30/18) St. Petersburg Das Venedig des Nordens, Russland Ein Film von Martin-Jochen Schulz St. Petersburg ist nach Moskau die größte und bedeutendste Stadt Rußlands. Mit seinem barock-klassizistischen Zentrum gehört das "Venedig des Nordens", wie die Metropole an der Newa häufig genannt wird, zu den schönsten Städten Europas. Kaum eine andere Stadt wurde von so vielen Dichtern beschrieben wie St. Petersburg, wo zum Beispiel Puschkin, Gogol, Dostojwski, Majakowski und Anna Achmatowa lebten. Komponisten wie Tschaikowski, Mussorgski, Rimskij-Korsakow und Schosta-kowitsch und berühmte Maler und Bildhauer prägten ebenfalls das Gesicht dieser Stadt, die 1703 von Peter dem Großen gegründet wurde, von 1712 bis 1728 und von 1732 bis 1918 Hauptstadt des Russischen Reiches war und die im zweiten Weltkrieg unter ihrem damaligen Namen Leningrad während der 900 Tage andauernden Belagerung durch Hitler "den Tod bezwang". Geschichte und Kultur von St. Petersburg sind so vielseitig und viel-schichtig, daß es schwerfällt, ein Portrait der Stadt zu zeichnen. Der Film orientiert sich an der Architektur des "Goldenen Zeitalters des russischen Zarenreiches", er zeigt aber auch den Zauber des "Venedig des Nordens", der von der Stadt mit ihrer Vielfalt an Flüssen, Kanälen und Brücken während der berühmten 'Weißen Nächte' ausgeht. Bitte Textergänzung beachten! 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Harry-Potter-der 4. Band kommt! Mit Fan-Clubs, Web-Sides und was noch? Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry Mittwoch, 11. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (31/18) Das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad (Sagorsk) Gläubigkeit in Russland Ein Film von Hannelore Kelling Nördlich von Moskau bis hin zur Wolga zieht sich ein Ring von altrussischen Städten und Klöstern. Am berühmtesten ist das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, das "Kloster Sagorsk". Gegründet wurde das Kloster im 14. Jahrhundert vom Heiligen Sergeij von Radonesh, Sohn eines wohlhabenden Bojaren, der gemeinsam mit seinem Bruder Stepan beschloß, in der Wildnis von Radonesh als Mönche in Askese zu leben. Nach und nach bildete sich eine klösterliche Gemeinschaft. 1357 wurde der Mönch Sergeij zum Abt des Klosters, das der Dreifaltigkeit gewidmet war. Sein Kloster wurde zum Vorbild für die Entwicklung des russisch-orthodoxen Mönchtums. Immer wieder mußte das Kloster gegen Angreifer und Plünderer verteidigt werden; deshalb gleicht die Anlage einer Festung. Mauer und Wehrtürme, Kirchen und der riesige Glockenturm wurden wiederholt restauriert. Das Dreifaltigkeitskloster wurde zu einer 'Lawra' erhoben, das heißt, es ist ein Kloster höchsten Ranges. Sergijew Possad bietet faszinierende Beispiele russischer Architektur des 14. bis 18. Jahrhunderts, die derFilm dokumentiert. Er zeigt kostbare Ikonen und einen Teil der Schatzkammer. Gedreht wurde während des Dreifaltigkeitsfestes, dem wichtigsten Fest des Klosters, bei dem russische Gläubigkeit und regligiöse Wiedererweckung nach den Kirchenverfolgungen der Sowjetzeit zum Ausdruck kommen. Bitte Textergänzung beachten! 14.03 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Wenn ich groß bin, trage ich ein Kopftuch! Serien: Die Kinder vom Alstertal, Oiski!Poiski!, Tom und Jerry Freitag, 13. Oktober 2000 (Woche 41) Bitte Textergänzung beachten! 12.00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit (33/5) Brasilia Pilotplan zur Moderne, Brasilien Ein Film von Jens Dücker Brasilia, die künstliche Stadt, die Retortenhauptstadt, in 4 Jahren aus dem Boden des brasilianischen Hinterlandes gestampft, eine Stadt, dominiert von Funktionalität und Spannbeton - das kann doch nicht schön sein, denkt der traditionsbewußte Europäer. Und auch innerhalb des eigenen Landes muß Brasilia gegen viele Vorurteile kämpfen. An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest Wer dort hinkommt ist also überrascht: Die Monumentalität der Stadtanlage von Lucio Costa und die Leichtigkeit des Entwurfs der einzelnen Bauwerke von Oskar Niemeyer verbinden sich zu einem einzigartigen Erlebnis von Schönheit und Ästhetik. Sicher, es ist die kühle Ästhetik des 20. Jahrhunderts, die nüchterne Eleganz von Bauhaus, die Funktionalität von Le Corbusier; aber hier scheint die Moderne großräumig zu funktionieren. Niemeyer hat mit Kathedrale und Nationaltheater, mit Parlament und Präsidentenpalast und vielen anderen Gebäuden in der Hauptstadt Brasiliens Orte von kühler Schönheit und Orte der Sammlung geschaffen. Aber kann man in dieser Stadt leben? Es gibt kein gewachsenes und auch kein geplantes Zentrum. Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Einkaufen sollten nirgends zusammenwachsen, es sollte keine Atmosphäre entstehen, die alten Städten ihren Charme verleiht. Brasilia ist in Sektoren für alle Lebens-bereiche geteilt. Kann man also dort leben? Die Einwohner der gerade 30 Jahre alten Stadt sagen JA. Sie sollten es wissen. Brasilia - eine Stadt mit grafischen Strukturen und malerischer Trans-parenz. Brasilia - eine Hauptstadt mit zu vielen Autos auf designten Zubringern und zu vielen Favelas ringsherum. Bitte Textergänzung beachten! 21.45 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Volkskrankheit Angst Schneller, höher, weiter. Erfolg kennt keine Furcht. Wer es heute zu etwas bringen will, darf weder Angst noch Schwäche zeigen. Selbstbewusstes Auf-treten, Charisma und 150-prozentige Leistungsbereitschaft sind zur Mindest-anforderung im Berufsalltag geworden. Ob Hausfrau, Manager oder Freiberuf-ler, wer schwächelt und dem Druck nicht Stand hält, ist aus dem Rennen. Doch: jeder zehnte Deutsche leidet unter Depressionen, Ängsten oder Panik-attacken. Die wenigsten wagen, sich dazu zu bekennen und machen gute Miene zum kräftezehrenden Spiel .... oft bis zum völligen Zusammenbruch. Bloß keine Angst ! Wer Schwäche zeigt ist raus !? Dienstag, 17. Oktober 2000 (Woche 42) Bitte geänderten Beitrag beachten! 22.15 (VPS 22.14) Zeichen der Zeit Blutschande Auswirkungen eines Verbrechens Film von Gabriele Jenk ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. 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