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Südwestrundfunk (SWR): Mittwoch, 16. August 2000 (Woche 33)

Baden-Baden (ots) - 22.30 Kultur Südwest Das aktuelle Magazin Moderation: Markus Brock Die Themen: "Das Tal - Die Welt" - die Familie Giacometti" - Die erste umfassende Ausstellung der berühmten Künstlerfamilie in der Kunsthalle Mannheim: Im Kreise der berühmten europäischen Künstlerfamilien nehmen die Giacomettis eine herausragende Stellung ein. Zum Beispiel Alberto Giacometti (1901-1966), der Erfinder der hauchdünnen, langen Figuren, und damit Begründer des so genannten "Giacometti-Stils". Oft assistierte ihm dabei sein Bruder Diego, der als Designer sein "zweites Paar Hände" beim Anfertigen der Skulpturen war. Und Bruno, der jüngste, gilt als renommierter Architekt des Funktionalismus. Auch der Vater der drei ungleichen Brüder, Giovanni, war schon zu Lebzeiten berühmt. Zusammen mit Segantini, Hodler und Cuno Amiet ist er der Begründer der Modernen Schweizer Malerei. So unterschiedlich die Talente der Giacomettis waren, alle haben sie früh ihr geliebtes Heimatdorf Stampa verlassen, um in die europäischen Zentren der Avantgarde einzutauchen. Alle sind sie aber immer wieder in die bäuerliche Gegend zurückgekehrt. Sie diente ihnen als wichtige Inspirationsquelle. Andreas Neubauer - Fotograf der Stars und Sternchen: Eigentlich wollte Andreas Neubauer Schauspieler werden. Zwei Jahre besuchte der gebürtige Münchner die Schauspielschule in New York und stellte dann auf einer Urlaubsreise fest, dass ihm das Agieren hinter der Kamera wesentlich mehr liegt. Der erste Star, den Andreas Neubauer im Jahr 1989 fotografierte, war Gustl Bayrhammer. Es folgten Wim Wenders, Volker Schlöndorff und 1994 Billy Wilder. In den folgenden Jahren erweiterte der in Berlin lebende Fotograf seine Sammlung an Künstlerportäts stetig. Er lichtete alte und neue Stars des deutschen und des internationalen Films ab. Udo Kier, Helmut Dietl, Jasmin Tabatabai, Shirley Maclaine, Robert de Niro, Dennis Hopper, Emma Thompson und viele mehr standen vor seiner Kamera, teilweise an ungewöhnlichen Orten und in ungewöhnlichen Posen. Im Deutschen Filmmuseum waren bis Mai erstmals seine Arbeiten in einer Ausstellung zu sehen. Wider den Zeitgeist - Die Berliner Rock-Band "Surrogat" auf Tour: Angefangen hat alles 1993, als Patrick Wagner zusammen mit Raik Hölzel in Berlin das Label "Kitty-yo" gegründet hat, um seine erstes "Surrogat"-Album zu veröffentlichen. "Surrogat", das sind Tilo Schierz (Bass), Maj-Linh-Truong (Drums) und der Sänger Patrick Wagner. "Rock" heißt das mittlerweile vierte Album der Berliner Band. Zehn Stücke, darunter Titel wie "Gib mir alles", Rocker" oder "Berlin liebt dich". Aufgenommen wurde die Scheibe einen Monat lang in Tobias Levins Studio in Hamburg. Es scheint, als hätte "Surrogat" den Spagat geschafft, dem momentan angesagten HipHop-Trend zu widersprechen und damit auch noch erfolgreich zu sein. Und amm 17. August sind "Surrogat" bei der Opening-Night der Popkomm in Köln mit dabei. "5 Tangos" - Meister-Choreograph Hans van Manen höchstpersönlich in Mainz: Hans van Manen gehört zu den führenden Choreographen des 20. Jahrhunderts. 1951 begann er seine Karriere als Tänzer bei Sonia Gaskells "Ballet Recital", bevor er von Françoise Adret für das "Opera Ballet" in Amsterdam verpflichtet wurde. Dort kreierte er auch seine erste Choreographie. 1959 wechselte er zu Roland Petit nach Paris, schloss sich jedoch kurz darauf dem neugegründeten "Nederlands Dans Theater" an, dessen künstlerischer Leiter er von 1961 bis 1971 war. Anschließend war er als freischaffender Choreograph an verschiedenen internationalen Bühnen tätig und wurde 1973 ans Niederländische Nationalballett berufen. Seit 1988 ist er wieder beim "Nederlands Dans Theater", wo er seither choreographiert. Hans van Manen erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderen 1991 den Sonia Gaskell-Preis für sein Gesamtwerk, 1993 den deutschen Tanzpreis und 1997 den Guio Tani International Prize. Bisher hat er mehr als 100 Ballette kreiert, die zum festen Repertoire fast aller namhaften europäischen Compagnien gehören. Martin Schläpfer, der neue Ballettdirektor des Mainzer Staatstheaters, konnte ihn dafür gewinnen, seine "5 Tangos", die er bereits 1977 choreographierte, höchstpersönlich mit der Mainzer Comagnie einzustudieren. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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