SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Samstag, 2. September 2000 (Woche 36)
Freitag, 22. September 2000 (Woche 38)/

Baden Baden (ots) - Samstag, 2. September 2000 (Woche 36)/08.08.2000 20.15 (VPS 20.14) Drei Herren Rollen und Darsteller: Dölken Karl Merkatz Ivo Karl Markovics Sichel Ottfried Fischer Kamilla Regina Fritsch Alte Frau Erni Mangold Karli Franz Buchrieser Kamillas Vater Peter Faerber Wessely Dietmar Mössmer Wirt Jaromir Borek Wolfi Uwe Schweiger Fritz Johann Lurf Schlüsselmann Martin Heesch und andere Buch und Regie: Nikolaus Leytner nach einer Idee von Max Linder, Nikolaus Leytner und Helmut Grasser Drei höfliche und liebenswürdige Herren besteigen einen Reisebus. Als Patienten einer geschlossenen Anstalt werden sie in die Sommerfrische überstellt. Im tiefsten Waldviertel hat der Fahrer eine Herzattacke. Die plötzlich weit offenstehenden Türen laden zu einem Ausflug in die Freiheit ein. Schon stehen die drei Neuankömmlinge ratlos auf einer vereinsamten Dorfstraße. Ezechiel Dölken, der älteste von ihnen, leidet seit seiner Kindheit an Schlaflosigkeit und ist seither auf der Suche nach seinen fehlenden Träumen. Er freundet sich mit einer alten, etwas verwirrten Frau an. Sie glaubt in Dölken ihren im Krieg vermissten Sohn Franzl zu erkennen, der nun endlich nach Hause gekommen ist. Dölken hilft ihr Frieden mit der Vergangenheit zu schließen. Endlich kann sie in Ruhe sterben. Doch vorher gelingt es ihr, Dölken den Weg in den lang ersehnten Schlaf zu weisen. Ivo ist ein Exilant, der Frau und Kinder bei einem Autounfall verloren hat. Seither lebt er in einer anderen, freundlicheren Welt, die es ihm erlaubt, weiter mit seiner Familie zusammen zu sein. Seine erstaunlichen Talente im Umgang mit der Natur kommen ihm zugute, als es darum geht, dem kleinen Wolfi zu helfen, den ein Lausbubenstreich in große Schwierigkeiten gebracht hat. Sichel, der jüngste, ist bärenstark und hat in seinem Leben noch nie ein Wort gesprochen. Ausgerechnet die schöne Kamilla, von ihrem Vater in ein Dasein als Dorfhure gezwungen, spürt in dem unbeholfenen Klotz den sensiblen Menschen auf. Eine keusche Beziehung zwischen den beiden beginnt, und Sichel entdeckt nicht nur die Sprache der Liebe. Die Veränderungen alarmieren die Dorfbewohner. Unter dem Kommando des Bürgermeisters beginnen sie, auf eigene Faust nach den vermisst gemeldeten Irren zu suchen. Vergeblich. Denn niemand würde die drei Herren verdächtigen, die zwischen den Dorfbewohnern überhaupt nicht auffallen. Als sich der Irrtum aufklärt, sind die drei mit ihren neuen Freunden schon längst über alle Berge. Anrührend und komisch zugleich erzählt Nikolaus Leytner von drei Menschen, die sich in aller Selbstverständlichkeit den eng gezogenen Grenzen entziehen. Verglichen mit den normalen Bewohnern sind seine Irren die Vernünftigsten im Dorf. Wo Macht und Prestige die normalen Prinzipien des Zusammenlebens sind, werden Phantasie und Herzenswärme zu abnormalen Tugenden. Nikolaus Leytner begegnet dem mit einem melancholisch-skurrilen Film über die subversive Kraft des Irrealen. Der Film ist eine Produktion von Allegro Film und Home Run Pictures in Koproduktion mit ORF, SDR und unterstützt vom Österreichischem Filminstitut, dem Wiener Filmfinanzierungsfonds und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Freitag, 22. September 2000 (Woche 38)/08.08.2000 20.15 Fröhlicher Alltag Aufzeichnung am Donnerstag, 7. September 2000, in der Winzergenossenschaft Neuweier / Bühlertal Am Freitag, 22. September, kommt der Fröhliche Alltag aus dem Weindorf Neuweier bei Baden-Baden. Neuweier ist bekannt für seine guten Weine, beliebt wegen seiner gemütlichen und guten Speiselokale und bietet Besuchern einen hohen Erholungswert. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Neuweirer Schloss und die Burgruine Yburg. Natürlich dreht sich bei diesem Fröhlichen Alltag alles um Musik und Wein: Mitveranstalter ist die Ortenauer Weinwerbung e.V., deren Vorsitzender so manch interessante Information über die Spezialitäten der Ortenau parat hat. Die Gäste der Sendung: Wildecker Herzbuben, Peter Orloff, Die Zillertaler, Astrid Harzbecker und Die Steigerburschen. Der erste Hit der Wildecker Herzbuben war gleichzeitig ihr größter: "Herzilein" (1989). Mit ihm sangen sich die zwei rotgewandeten Schwergewichte aus Hessen in die Herzen des Publikums. Die Wildecker Herzbuben, das sind Wolfgang Schwalm und Wilfried Gliem. Schwalms ist gelernter Elektriker. Er galt bereits mit vier Jahren als jüngster Trompeter der Welt. Als 20-jähriger hatte er einige Semester Musikpädagogik absolviert und begegnete Wilfried Gliem. Gliem, der Multiinstrumentalist, ist Betriebswirt und führt das Management von G.G. Anderson. Ein weiterer wichtiger Erfolgstitel des Duos: "Am schönsten ist es daheim (1994). Längst gehören die beiden Herzbuben zu den beliebtesten Interpreten der volkstümlichen Musik. Beim Fröhlichen Alltag treten sie mit zwei Titeln von ihrer neuen CD auf: "Stella di mare" und "Fiesta auf Mallorca". Peter Orloff wurde 1947 als Sohn eines Geistlichen in Lemgo geboren. Sein Vater hatte in den 30er Jahren den Schwarzmeer-Kosaken-Chor mitbegründet. Dem Wunsch des Vaters gemäß machte Peter Orloff sein Abitur und begann Jura zu studieren. Dann schlug er doch die Laufbahn als Schlagersänger ein. Seine erste Single "Das schönste Mädchen der Welt" wurde 1967 gleich ein Hit. Wenig später begann Orloff selbst zu komponieren. Sein Erstlingswerk "Du" wurde von Peter Maffay gesungen ein Riesenhit. Inzwischen hat er über 500 Kompositionen und Texte geschrieben. Für sich selbst und für so erfolgreiche Interpreten wie die Flippers, Julio Iglesias, Freddy Quinn, Heino und viele mehr. 1990 wagte Peter Orloff ein Experiment: Er trat im legendären Kölner Rock-Lokal "Luxor" auf und wurde vom überwiegend jungen Publikum begeistert gefeiert. Die erste Schlagerparty war geboren. Neben seiner Karriere als Schlagersänger tritt Peter Orloff auch immer wieder mit den Schwarzmeer-Kosaken auf. Seine Musiktitel in der Sendung: "Königin der Nacht" und "Die große Liebe". Aus dem Zillertal kommt ja bekanntlich viel gute Musik, aber diese vier sind eindeutig die erfolgreichsten. Florian Prantl, Werner Prantl und Toni Tingler arbeiteten 20 Jahre lang erfolgreich zusammen, bis auch Erwin Schiestl dazukam. Die Zillertaler haben es mit ihren Platten bis zu Platin gebracht und veranstalten jedes Jahr in ihrem Heimattal ein großes Open-Air-Festival. In den Fröhlichen Alltag kommen sie mit "Des taugt ma" und "Mambo Alpin". Die "Stimme aus Sachsen" begann schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung in Gitarre, Klavier und Gesang. Doch dann arbeitete Astrid Harzbecker etliche Jahre als Stahlgießerin, ehe sie ihre Karriere als Sängerin vorzubereiten begann. Sie studierte moderne Tanz- und Unterhaltungsmusik in Leipzig und machte schließlich ihr Examen als Musikpädagogin. Bei allem was Astrid Harzbecker anfängt, legt sie eine gewisse Perfektion an den Tag. Ihre Lieder sind ausgefeilt, haben Sinn und Tiefgang. Dazu kommt Astrid Harzbeckers unverwechselbares Timbre, das gelegentlich an die große Sängerin Alexandra erinnert. 1991 gewann Astrid Harzbecker den begehrten Herbert-Roth-Preis mit dem selbstgeschriebenen Lied "O Maria schütz die Berge", das sich als Riesenhit entpuppte. Harzbecker ist mit dem Kirchenmusiker und Komponist Hans-Jürgen Schmidt verheiratet. Im Januar 2000 war sie Gast bei der großen Tournee "Die volkstümliche Starparade 2000", die durch 30 deutsche Städte führte. Astrid Harzbecker sind zwei Titel aus ihrer neuen CD "Amore Titanic". Etwas frischen Wind in die Volksmusik bringen war das Ziel, als Edmund Kaltenbrunn und Thomas Wilmann die Gruppe "Die Steigerburschen" 1995 gründeten. Neue Ideen einbringen, ohne jedoch die herkömmliche Volksmusik zu vernachlässigen. Inzwischen gehören zu der Gruppe sechs Steigerburschen, die aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen kommen: von Oberkrainer bis zu Rockmusik. Unter dem Motto "Es klingt Musik" hat die Gruppe aus dem Hochschwarzwald (Raum Titisee-Neustadt) jährlich rund 50 Auftritte in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Von ihrer ganz neuen CD singen die Steigerburschen "Freunde der nacht" und "Weil wir Musikanten sind". ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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