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Weicher Euro, schwache Merkel - Die Schlacht um unser Geld
Thomas Oppermann und Josef Schlarmann zu Gast bei "2+Leif" am 17.05.2010

Mainz (ots) - Der Euro steckt in der tiefsten Krise seiner kurzen Geschichte. Allein Deutschland steht mit mehr als 120 Milliarden in der Verantwortung, die Einheitswährung zu stabilisieren. Abgeordnete von Union und FDP sind "entsetzt" über das Volumen und über das Krisenmanagement der Kanzlerin. Offen wie selten wird Angela Merkel aus den eigenen Reihen kritisiert. Hinzu kommt die Finanznot der Kommunen. Ist der Euro noch zu retten? Wie will die Politik die Spekulanten bändigen? Gewinnen jetzt die Merkel-Kritiker in Union und FDP die Oberhand? Über diese und andere Fragen diskutiert Thomas Leif mit seinen Gästen am Montag, den 17.05.2010, in der Kulturbrauerei in Berlin. Seine Gäste sind:

   - Thomas Oppermann, parl. Geschäftsführer der 
     SPD-Bundestagsfraktion
   - Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstands- und 
     Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU 

Erst war es die Finanzkrise der Banken, dann kam Griechenland hinzu und jetzt hat es die gesamte Eurozone erfasst. Die Einheitswährung droht auseinander zu brechen. In besseren Zeiten vereinbarte Stabilitätsregeln werden außer Kraft gesetzt, um den Euro zu retten. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfond spannen einen 750 Milliarden Euro teuren Rettungsschirm. Zeitgleich gehen die Staatseinnahmen in der Bundesrepublik drastisch zurück. Leidtragende sind auch die Kommunen. Sie gehen von einem Rekorddefizit von 15 Milliarden Euro aus, das sind drei Milliarden mehr, als bisher vorausgesagt. Es muss gespart werden. Bildung und Kinderbetreuung, Schwerpunkte von Kanzlerin Merkels Agenda, werden von konservativen Unionspolitikern offen als erste Sparoptionen genannt. Die Krise gefährdet nicht nur die Eurozone und unseren Wohlstand, sie gefährdet die Politik und Position der Bundeskanzlerin.

"2+Leif" wird am 17. Mai von 23.00 Uhr bis 23.30 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Kostenlose Zuschauerkarten gibt es unter Tel.: 030/20190236.

Pressekontakt: Heike Rossel, Tel.: 06131/929-3272, heike.rossel@swr.de.

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