SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Woche 34, Woche 35 und Woche 36

Baden-Baden (ots) - Montag, 21. August 2000 (Woche 34) 23.05 Das Beste aus "Zeichen der Zeit" Europa in 24 Tagen Eine Gruppe amerikanischer Touristen besucht in 24 Tagen neun europäische Länder. Der Autor Helmut Greulich begleitet die Touristen, die versuchen, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele europäische Länder zu besuchen. Die meiste Zeit verbringen sie im Bus oder in ausgesuchten Souvenirläden. Montag, 21. August 2000 (Woche 34) 23.45 Deutschlandfahrt mit Ypsilon Das merkwürdige Reisetagebuch eines Ausländers Im Führjahr und Sommer 1963 gehen die Autoren Karl Günter Simon und Friedhelm Heyde auf eine lange Deutschlandreise - aber nicht allein. Hinter dem "Ausländer", dessen merkwürdiges Tagebuch die beiden verfilmen, verbirgt sich einer der bekanntesten Zeichenstift-Satiriker Frankreichs. Er reiste zum erstenmal durch Deutschland, verstand kein Wort unserer Sprache, hatte also die frischesten Eindrücke, die überhaupt möglich sind. Montag, 21. August 2000 (Woche 34) 00.25 Fremd in Deutschland Paolo Gennari Ein Film über die Situation der sogenannten "Gastarbeiter" in der Bundesrepublik im kalten Herbst und Winter des Jahres 1962, erzählt am Beispiel des Fischers Paolo Gennari, der nach Deutschland geht, um dort Geld für ein neues Fischerboot zu verdienen. In Dokumentation das Leben in der Heimat der Situation im fremden Deutschland gegenüber, schildert die Stationen, die Paolo und seine Kollegen durchlaufen müssen, um Arbeit zu bekommen, die Situation am neuen Arbeitsplatz und im Wohnheim und die Freizeit, in der sie von der Heimat träumen. Freitag, 25. August 2000 (Woche 34) 18.15 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer Thema: Erbsen Gast: Anne-Lise Zilliken, Nittel Weintipp: Rieslauer Moderation: Judith Kauffmann Erbsen sind klein, grün, rund und kommen aus der Dose. Das stimmt nicht ganz: Sie sind nicht einfach nur klein, sie sind "extra fein" bis "jung", je nach Durchmesser. Außerdem kommen sie aus der Schote. Mitten in der Saison wird bei 'Himmel un Erd' natürlich nur mit frischen Erbsen gekocht. Kochgast Anne-Lise Zilliken aus Nittel an der luxemburgischen Grenze, kocht eine Erbsenschaumsuppe mit Pfefferminze und einen Weinbergseintopf aus Erbsen. Bei Johann Lafer stehen Erbsenmaultaschen mit gebratenen Garnelen auf dem Menü. Zu besonderen Speisen gehört auch ein außergewöhnlicher Wein: In der Sendung wird 'Rieslaner' vorgestellt. Sonntag, 27. August 2000 (Woche 35) 14.00 Backfischfest in Worms Moderation: Patricia Küll live "Backfisch-Parade 2000" in Worms: Unter diesem Motto windet sich am letzten Augustwochenende ein fünf Kilometer langer "Gaudiwurm" durch Worms. Der große Festumzug ist einer der Höhepunkte des traditionellen Backfischfestes in der Luther- und Nibelungenstadt . Zum 800. Geburtstag des Nibelungenliedes führt in diesem Jahr ein historischer Teil den Zug durch die Innenstadt an. Kapellen und Fanfarenzüge mit 1.000 Musikern umrahmen den bunten Lindwurm aus über 140 Zuggruppen, darunter eine Vielzahl blumengeschmückter Festwagen und auch viele ausländische Teilnehmer. Das Backfischfest, das sich als "größtes Wein- und Volksfest am Rhein" sieht, beginnt am letzten Samstag im August und endet am Sonntag, 3. September mit dem traditionellen Fischerstechen im Wormser Floßhafen. Montag, 28. August 2000 (Woche 35) 10.30 Nahaufnahme Deutschlands Bollwerk am Rhein - die Festung Mainz Ein Film von Utz Kastenholz Wie lebt eine Stadt mit den Zeugnissen ihrer Vergangenheit? Wie bewusst geht man damit um? Der Film mit dem Titel "Deutschlands Bollwerk am Rhein" ist ein Ausflug in die Geschichte des befestigten Mainz, in gute und in schlechte Zeiten. Dank der verbliebenen Festungsteile ist diese Geschichte immer noch spürbar. Mainz war seit der Gründung im Jahr 13 vor Christus bis ins 19. Jahrhundert Festung. Zwischen 1904 und 1930 wurden die meisten Festungsanlagen geschleift. Mainz war also 1.900 Jahre eine befestigte Stadt, umgeben von einem dreifachen Festungsgürtel, der die heutige Landeshauptstadt lange in ihrer Entwicklung behinderte. Erst seit etwa 100 Jahren ist Mainz von jenem Festungsgürtel befreit. Lange galten die Bauwerke als militärische Altlast, die es zu beseitigen galt. Seit Anfang der 80er Jahre sieht man die alten Festungswerke auch als Kulturdenkmäler. Ob die Mainzer Ranzengarde oder das städtische Denkmalamt, das Kulturzentrum oder große Hotels, sie nutzen Räume, die im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert als Festungsteile in Mainz errichtet wurden. Die bei Bauarbeiten wieder gefundenen Kasematten der Alexander-Bastion wurden im Dorint-Hotel integriert: zum Dampfbad und als stimmungsvolle Weinstube. Ebenso verfuhr das Hyatt-Regency-Hotel bei der architektonisch gelungenen Integration des "Fort Malakoffs". Andere Gebäude wie das "Proviantamt" aus der Zeit der Bundesfestung stehen seit 20 Jahren leer. Und das bei einem Objekt mitten in der Stadt. Städtische Zitadellen gibt es in Europa nur eine Handvoll. Doch die Mainzer Zitadelle ist durch Wildwuchs beinahe aus dem Stadtbild verschwunden. Ein Kulturdenkmal wächst zu, Wurzeln sprengen seine Mauern. Mittwoch, 30. August 2000 (Woche 35) 21.00 Schlaglicht Lieder, Leute, Landmaschinen Verrückte Festspiele bei Reuth Eine Reportage von Ursula Höltermann Stelzen nahe der Stadt Reuth im Osten Thüringens: ein kleines, beschauliches Dorf. 180 Menschen leben hier. Im ruhigen Gleichklang geht der Alltag seinen gemächlichen Gang. Doch einmal im Jahr steht hier alles Kopf. Dann kommen die Stars des Leipziger Gewandhausorchesters. Und mit ihnen die Schickeria aus Leipzig, Hamburg und Berlin. Ein Wochenende lang gibt es dann die ungewöhnlichsten Festspiele der deutschen Kulturszene. Die "Landmaschinensinfonie ST 210/7" steht zum Beispiel in diesem Jahr auf dem Programm, die von Güllespritzer, Heuwender sowie Streichern und Bläsern des Gewandhausorchesters aufgeführt wird. Ein diffiziles Klangbild, bei dem Bauern, Musiker und Automechaniker um den idealen Klang streiten. Oder "Sprengmeisters Nachgesang 2" - wie das Programmheft verspricht, ein weiterer Bombenerfolg des Sprengmeisters Paul Fröhlich und der Pianistin Sibylle Stier. Die Stelzenfestspiele bei Reuth finden in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Ein Festival zwischen Agrar und Avantgarde. Auf Feld, Wald und Wiese wird musiziert, in Frack und manchmal auch in Gummistiefeln. Klassik und Moderne stehen auf dem Programm. Seit 1993 kamen mehr als 1000 zum Teil hochkarätige Künstler und etwa 35.000 Besucher in das winzige Dorf in Ostthüringen. Donnerstag, 31. August 2000 (Woche 35) 21.00 Fahr mal hin Die nassen Füße der Pfalz - Rund um die Pfälzer Rheinauen Ein Film von Utz Kastenholz Die Pfalz vereint ganz unterschiedliche Landschaften in sich. Am Rhein liegt das nasse Ende einer Landschaft, die vor und hinter den Rheindeichen den Erholungssuchenden eine große Vielfalt bietet. Ein riesiges Radwegenetz, Bademöglichkeiten und viel ursprüngliche Natur. Die Altrheinarme, umgeben von Auwäldern, sind Reste der urwüchsigen ehemaligen Flusslandschaft aus Zeiten, als der Rhein noch fließen konnte, wie er wollte. Der Altrhein ist Lebensraum selten gewordener Fische und Amphibien. "Fahr mal hin" besucht die südöstlichste Ecke von Rheinland-Pfalz; von der Grenzregion entlang des Rheins bis in die Gegend von Germersheim. Freitag, 1. September 2000 (Woche 35) 18.15 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer Thema: Brombeeren Moderation: Judith Kauffmann Vom August bis Oktober geht es in den Wald zum Brombeerensammeln. Die Waldfrüchte haben es in sich, sie enthalten besonders viel Vitamin A und C. Die gezüchteten Sorten bieten im Vergleich weniger Vitamine. Aber natürlich geht es nicht nur um die Vitamine der dunklen Beere, sondern besonders um das Kochen und dafür ist zu wissen, dass sie nur wenig Zucker enthält. Die Rezepte bei "Himmel un Erd" gleichen das Saure der Beeren aus. Es wird süß: Martina Noll aus Bollenbach zaubert Brioche mit warmen Brombeeren an Brombeerweinschaumsauce. Johann Lafer glasiert die Brombeeren und kombiniert sie mit einem Orangenschaumauflauf. Im Getränketipp zeigt sich, dass die Brombeere auch als Saft trinkbar ist. Montag, 4. September 2000 (Woche 36) 22.45 Junger Dokumentarfilm Berlin Tango Ein Film von Sebastian Schrade "Berlin Tango" ist ein Film über die etablierte Tangoszene der neuen deutschen Hauptstadt. Der Tanz wird gezeigt als Ausweg, Flucht oder Gegenpol zur modernen, hektischen und leistungsorientierten Großstadt, als ein Ort, an dem die Tanzenden ihre Angst vor Nähe und Berührung überwinden können. Die zentrale Figur im Film ist Raúl Linarez, er führt den Zuschauer mit seinen Geschichten und Interpretationen zum Thema Tango an viele schöne Orte Berlins. Klassisch gekleidet mit Anzug und Strohhut, immer eine Zigarre oder Zigarette in der Hand. Der Rauch weht in die Nacht. Vor dreißig Jahren verließ er Buenos Aires, um in Göttingen Mathematik zu studieren. Zu seinem Abschied wird am Schiffsquai ein Tango gespielt. Als in Berlin 1982 das Tangofieber ausbrach und die Stadt zum größten Tangozentrum außerhalb Argentiniens wird, entdeckt Raúl seine alte Leidenschaft wieder neu. Und er erlebt den Tango als Brücke zu seiner eigenen Biografie und als Bindeglied zwischen den Kulturen Südamerikas und Europas. Südamerikaner und Europäer, so sagt er, seinen zwar beide Individualisten, der Unterschied sei jedoch, daß die Europäer Angst vor Nähe, vor Intimität hätten. Aber ein möglicher Weg, eben diese Angst zu überwinden, könne der Tango sein. Im Film wird an vielen schönen Orten, im 'Roten Salon', im 'Grünen Salon', im 'Sternenfoyer' der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, in Fabrikhallen und vielerorts mehr getanzt, gespielt, erzählt. Donnerstag. 7. September 2000 (Woche 36) 21.00 Fahr mal hin Mitten im Schwarzwald: Schramberg Schramberg, in fünf Täler des Mittleren Schwarzwaldes eingebettet, bietet, was man von dieser Region erwartet: Geschichte, Kultur, Natur und gute Küche. Wanderwege erschließen die fünf Burgen, die den Ort umgeben und weite Blicke auf Täler, Wälder und Stadt eröffnen. War Schramberg noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein armseliger Marktflecken, so entwickelte es sich mit Steingutmanufakturen und der Uhrenfabrik Junghans zu einem wohlhabenden Industriestädtchen. Im Staddtmuseum mit seiner Uhrensammlung ist diese Entwicklung dargestellt. Ein Tunnel befreit die Stadt seit 1991 vom lästigen Durchgangsverkehr und ermöglicht geruhsame Stadtrundgänge vorbei an Geschäftshäusern aus der Gründerzeit entlang dem malerischen Flüßchen Schiltach. Außerdem erwartet den Besucher in diesem Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen anlässlich der Heimattage Baden-Württemberg. Freitag, 8. September 2000 (Woche 36) 18.15 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer Thema: Paprika Moderation: Judith Kauffmann Wer Paprika sagt, denkt automatisch an Ungarn. Deshalb haben sich Johann Lafer und Judith Kauffmann besonders darüber gefreut, bei 'Himmel un Erd' eine echte Ungarin als Hobbyköchin zu begrüßen. Sie mussten gar nicht weit suchen: Zsuzsanna Római aus Budapest wohnt heute in Mainz und arbeitet beim SWR als Cutterin. Die Kollegin bereitet das ungarische Alltagsgericht 'Lecsó' zu. Johann Lafer füllt die Paprika. Als Weintipp wird die französische Rebsorte 'Sauvignon blanc 'vorgestellt. Die Weißweinsorte ist bekannt für ihre Paprikanote. Freitag, 8. September 2000 (Woche 36) 20.15 Fröhlicher Weinberg Gäste: Heinz Schenk, Hans-Artur Bauckhage, Monika Christmann, Heinz-Gert Woschek, Matthias Köppel, Einzi Stolz, Kevin Tarte vom Musical "Tanz der Vampire" Kerstin Rodger, Lena Romanoff, Moldau Mädel Moderation: Ulrike Neradt und Johann Lafer Die Sommerpause in der Fernsehstraußwirtschaft 'Fröhlicher Weinberg' ist zu Ende. Ulrike Neradt und Johann Lafer begrüßen kurz vor Beginn der Weinlese Freunde des Rebensaftes in ihrer Straußwirtschaft. Heinz Schenk ist zu Gast. Als ehemaliger Wirt der Sendung 'Zum blauen Bock' müsste er sich im 'Fröhlichen Weinberg' besonders wohl fühlen. Ob er trotzdem 'Äppelwoi' trinken will? Hans-Artur Bauckhage ist gelernter Bäckermeister und derzeit Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Er stellt Aktivitäten zur Förderung des rheinland-pfälzischen Weinbaus vor. Der Künstler Matthias Köppel wirbt mit Ölbildern für Wein. Verleger Heinz-Gert Woschek, Herausgeber der Weinzeitschrift 'Alles über Wein', hat den 'Millennium-Wein-Preis' ausgelobt. Eine Jury hat Persönlichkeiten, Weingüter und Institutionen geehrt, die sich im vergangenen Jahrhundert um den Wein verdient gemacht haben. Unter anderem wurde die Forschungsanstalt in Geisenheim ausgezeichnet. Monika Christmann klärt über die Arbeit der Einrichtung auf. Und dann geht es noch um das Robert-Stolz Gedenkjahr. Vor 120 Jahren wurde der Komponist geboren, vor 25 Jahren starb er. Aus diesem Anlass hat Ulrike Neradt seine Witwe Einzi Stolz in Wien interviewt. Lena Romanoff und Ulrike Neradt werden Lieder von Robert Stolz singen. Weitere musikalische Gäste sind Kerstin Rodger, Kevin Tarte vom Stuttgarter Musical 'Tanz der Vampire' sowie die Moldau Mädel. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285 Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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