SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Sommerschwerpunkt ab 24. Juli im Südwestfernsehen
Die "wilden 60er Jahre" von der Sexwelle bis zur Mondlandung
Evi Seibert präsentiert sechs Themenabende

Baden-Baden (ots) - Das Südwestfernsehen unternimmt in seinem Sommerprogramm eine Zeitreise in die "wilden 60er Jahre". Ab 24. Juli sendet der Südwestrundfunk (SWR) jeweils montags von 21.45 bis 04.00 Uhr sechs Themenabende und -nächte, die sich ganz diesem Jahrzehnt widmen. Mit Schlagerrückblicken und eigenproduzierten, neuen Dokumentationen, mit Diskussionen und zeitgenössischen Dokumentationen, aber auch mit Fernsehspielen (Straßenfeger aus den 60ern wie "Stahlnetz") Unterhaltungssendungen und der Übertragung der Mondlandung. Jeder Montag steht unter einem Thema: 1. Freizeit und Konsum, 2. traditionelle und revolutionäre Politik, 3. Prüderie und Sexwelle, 4. Beat, Rock und Jugendkultur, 5. die ersten Gastarbeiter und 6. Zukunftsvisionen. Durch diesen Sommerschwerpunkt führt Moderatorin Evi Seibert. Eigens für diesen Schwerpunkt wurden sechs Dokumentationen von der Redaktion Bildung und Zeitgeschehen des SWR produziert, die im Mittelpunkt eines jedes Themenabends stehen. Jeweils montags um 22.15 Uhr laufen diese Neuproduktionen. Auftakt ist am 24. Juli mit "Toast Hawaii und Fernsehfieber" - Alltag und Konsumträume. Eine Woche später am 31. Juli kommt "Macht kaputt, was Euch kaputt macht" - Gründungsväter und 68er Generation, gefolgt von "Wer zweimal mit derselben pennt" - Prüderie und sexuelle Revolution am 7. August. "Yeah, Yeah, Yeah" heißt es am 14. August in der Dokumentation über Beatgeneration und Popkultur. Gastarbeiter in Deutschland thematisiert am 21. August: "Du nix Deutsch?" und am 28. August geht es um Zukunftsvisionen und Technikeuphorie in dem Film "Das Paradies vor Augen". Die 60er Jahre waren das Jahrzehnt, in dem die politischen und gesellschaftlichen Errungenschaften Nachkriegsdeutschlands in Frage gestellt wurden und sich an neuen Ideen, Theorien und Vorstellungen messen lassen mussten. Sexuelle Revolution, Minirock, Beat- und Rockmusik, Mondlandung, Massenmotorisierung, Frauenbewegung und Studentenrevolten krempelten die Republik um. Dies galt für fast alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens in der Bundesrepublik. Nach Jahren, in denen sich viele Westdeutsche aus der Politik herausgehalten hatten, sorgten der Mauerbau, die Große Koalition und die Einführung der Notstandsgesetze für eine Politisierung der Gesellschaft, neue gesellschaftliche Utopien und eine neue politische Kultur. An die Redaktionen Fernsehen Wichtige Entwicklungen und Probleme, die das Leben der Westdeutschen in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich prägten, nahmen ihren Anfang in den 60er Jahren. Die Massenmotorisierung begann die Umwelt zu verändern, die Konsumgesellschaft entstand, und das Fernsehen veränderte die Freizeitgewohnheiten. Viele traditionelle Sichtweisen in Bezug auf Familie, Erziehung, Sexualität, Mode und Design kamen in den "wilden 60ern" auf den Prüfstand, und in vielen Bereichen wurde Neues gedacht und ausprobiert. In der Bundesrepublik forderte die Frauenbewegung die Abkehr vom Patriarchat, Studenten demontierten die Autoritäten, die Sexwelle machte Schluss mit dem Muff der 50er Jahre. Dies alles ist für das Südwestfernsehen Anlass, die 60er Jahre noch einmal als das Jahrzehnt der Veränderungen zu betrachten und zu durchleuchten. Los geht es jeweils mit einem unterhaltsamen 30-minütigen Schlagerrückblick, moderiert von der Radio- und Fernsehmoderatorin Evi Seibert. Sie führt die Zuschauer entlang des "roten Fadens" auch durch das weitere Programm. Auf die neuproduzierten Dokumentationen folgen nach den Spätnachrichten um 23.05 Uhr zeitgenössische Dokumentationen aus der Südwest-Reihe "Zeichen der Zeit", denen sich die "Langen Nächte" anschließen. In disen Nächten gibt es ein Wiedersehen mit Programm-Highlights der 60er Jahre. Hier bietet sich die Möglichkeit, Filme, die in den Dokumentationen zitiert wurden, noch einmal in voller Länge zu genießen, es gibt aber auch selten Gezeigtes und Kurioses wie die heute witzig wirkenden sogenannten Aufklärungsfilme der "Langen Sex-Nacht". Los gehen die "Langen Nächte" am 24. Juli 2000 mit drei Folgen der legendären Krimi-Serie "Stahlnetz", einem der "Straßenfeger" der 60er Jahre. In der "Langen-Apo-Nacht" am 31. Juli folgen auf das kaleidoskopartige "Bilderbuch einer Revolte" von 1993 über 1968 die manchmal entrüsteten Originaldiskussionen, -debatten und zeitgenössischen Analysen der 68-er Bewegung. Am 7. August wird aufgeklärt mit drei Filmen von 1964, 1968 und 1969, in denen sich der Wandel auch in der filmischen Darstellung von Sexualität abzeichnet. In der "Langen Schlager-Nacht" am 14. August gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit Alexandra, der Sängerin, die nicht zuletzt durch ihren frühen Unfalltod zur Legende wurde. In der "Langen Reise-Nacht" am 21. August wechseln sich der Blick des Fremden auf die Bundesrepublik Deutschland und der Blick der Deutschen auf fremde Urlaubsparadiese ab. Und in der "Langen Mondnacht" am 28. August schließlich kann man das spektakulärste Medienereignis vor fast genau 31 Jahrennoch einmal nacherleben: die erste Mondladung, in einem viereinhalbstündigen Zusammenschnitt der damaligen Originalsendung vom 21./22. Juli 1969. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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