SWR - Südwestrundfunk

Karl-Sczuka-Preis 2000 wird an Caroline Wilkins vergeben
Förderpreis geht an Hanna Hartman

Baden-Baden (ots) - Den vom Südwestrundfunk gestifteten und mit 25.000,- DM dotierten Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst erhält die 1953 geborene englische Komponistin Caroline Wilkins für ihr Hörwerk "Mecanica Natura", eine Koproduktion des von Klaus Schöning begründeten Studios Akustische Kunst im WDR mit der ABC Sydney. Den Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 10.000,- DM erhält die 1961 geborene schwedische Klangkünstlerin Hanna Hartman für ihre Produktion "Cikoria. Eine Reise. Ein Jahr", die für das Deutschlandradio Berlin (Redaktion: Götz Naleppa) entstanden ist. Die unabhängige Jury gab für ihre Entscheidung folgende Begründung: "Caroline Wilkins entwirft in ihrem preisgekrönten Stück einen lebendigen Dialog zwischen Umweltgeräuschen und Stimmen aus der Natur, mechanischen Musikinstrumenten und komponierter Instrumentalmusik. Durch die kunstvolle Konfiguration wechseln die Klangmaterialien in der Hörwahrnehmung immer wieder ihre Identität. 'Mecanica Natura' besticht durch Originalität der Erfindung und Präzision der Realisierung, durch Transparenz der Struktur, durch sinnliche Präsenz und poetische Suggestivkraft." Der Jury unter Vorsitz des Literaturwissenschaftlers Klaus Ramm gehörten weiterhin an der Literaturkritiker und langjährige Juryvorsitzende Heinrich Vormweg, die Kritikerin und Hamburger Kultursenatorin Christina Weiss sowie als Musikexperten die Kritikerin Monika Lichtenfeld und der Musiktheater-Regisseur und frühere Freiburger Musikhochschulrektor Johann-Georg Schaarschmidt. Der 1955 vom SWF-Gründungsintendanten Friedrich Bischoff gestiftete und nach dem Hauskomponisten der ersten Nachkriegsjahre benannte Karl-Sczuka-Preis wurde zunächst für Hörspielmusik vergeben. Er wird seit 1972 im Rahmen der Donaueschinger Musiktage verliehen für die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt" und hat sich zur international renommiertesten Auszeichnung für autonome Radiokunst entwickelt. An die Fachredaktionen Kultur und Medien "Akustische Spielformen. Von der Hörspielmusik zur Radiokunst" heißt eine Dokumentation zur Geschichte des Preises, die in der SWR-Schriftenreihe soeben beim Nomos Verlag erschienen ist. Neben Originalbeiträgen von Hermann Naber und Heinrich Vormweg enthält der von Hans Burkhard Schlichting herausgegebene Band auch alle Donaueschinger Reden der Juroren auf die Preisträger. Bei der diesjährigen Preisverleihung am 21. Oktober wird Heinrich Vormweg die Laudatio auf Caroline Wilkins halten. Das Preiswerk "Mecanica Natura" und Ausschnitte von der Veranstaltung werden auf SWR2 am 26. Oktober um 21.00 Uhr zu hören sein. Die mit dem Förderpreis ausgezeichnete Klangkomposition von Hanna Hartman und das Hörstück "Tiempo Dos" des jungen argentinischen Komponisten José Eduardo Mataloni wird die Jurorin Christina Weiss am 2. November ebenfalls um 21.00 Uhr im SWR2-HÖRSPIEL-STUDIO präsentieren. Noch vor Beginn der Donaueschinger Musiktage bringt SWR2 um dieselbe Zeit am 19. Oktober ein Portrait des letztjährigen Preisträgers Barry Bermange von Antje Vowinckel. Mit einem Antwortfax (07221/ 929-2238) können Sie ein Rezensionsexemplar anfordern: Hermann Naber/Heinrich Vormweg/Hans Burkhard Schlichting: Akustische Spielformen - Von der Hörspielmusik zur Radiokunst. Der Karl-Sczuka-Preis 1955-1999. 276 Seiten, Nomos Verlag Baden-Baden, 29, DM. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die SWR2 Programmpresse, Eva Lauinger, Tel.: 07221/929-3854 oder an das Sekretariat des Karl-Sczuka-Preises, Hans Burkhard Schlichting, Tel.: 07221/929-2264 bzw. Bärbel Peyser, Tel.: 07221-929-2722; E-mail: sczuka@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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