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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Woche 33 Woche 34

Baden-Baden (ots) - Samstag, 12. August 2000 (Woche 33) 13.00 Eisenbahn-Romantik (348) Weltkulturerbe Semmeringbahn Die Semmeringbahn ist die erste Bahnlinie über die Alpen und immer noch der Härtetest für Lokomotiven. Als die Strecke über den Semmering 1854 eröffnet wurde, war sie eine Sensation. Heute fasziniert die Bahnlinie vor allem, weil sie sich mit ihren Viadukten und Tunnels harmonisch in die Landschaft einfügt. Mit ein Grund weshalb die Semmeringbahn zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt worden ist. Sonntag, 13. August 2000 (Woche 33) 17.45 Eisenbahn-Romantik (336) Mit dem Tee-Express nach Darjeeling Auf nur zwei Fuß (610 mm) schmalem Schienenweg mit zahllosen Windungen und mehreren Spitzkehren klettern die Dampfzüge der Darjeeling-Gebirgsbahn aus der feuchtheißen nordbengalischen Ebene hinauf zu den weltbekannte Teeplantagen, die auf einem Vorgebirge des Himalaya im äußersten Nordosten Indiens liegen. Die im Jahr 1881 von den englischen Kolonialherren eröffnet Strecke ist ein Meisterwerk der Trassierungskunst. Auf einer Entfernung von 60 Kilometer müssen die heute zum Teil über 100 Jahre alten kleinen Dampflokomotiven einen Höhenunterschied von 2.100 Metern überwinden. Sonntag, 20. August 2000 (Woche 34) 14.00 Europäisches Folklorefestival in Bitburg Aufzeichnung vom 09.07.2000 Moderation: Patricia Küll Beim diesjährigen Europäischen Folklorefestival in Bitburg, das vom 7. bis 10. Juli stattfand, nahmen mehr als 30 Gruppen aus 15 Ländern, von Finnland bis Puerto Rico, von den USA bis Thailand teil. Vier Tage lang wurden die Besucher mit Musik und Tanz in Bitburgs Straßen unterhalten. Höhepunkt des Festes war der große Festzug durch die Innenstadt. Die große Abschiedsgala am letzten Abend des Festivals bot noch einmal ein folkloristisches Potpourri der teilnehmenden Gruppen mit den schönsten Tänzen und Liedern ihrer Heimat. Montag, 21. August 2000 (Woche 34) 21.15 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Die Altstadt von Jerusalem und das Christentum Autor: Wolfram Giese Jerusalem ist auf dieser Welt einzigartig, denn es ist zugleich jüdisches, muslimisches und christliches Heiligtum. In diese Stadt kommen die Pilger auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Religion. Der Film sucht die Stätten auf, die Jesus auf seinem letzten Weg beschritten hat: die Via Dolorosa, den Garten Gethsemane, den Gerichtsplatz, auf dem Pontius Pilatus sein Urteil fällte, und die Stellen, wo sich das Kreuz und das Grab befunden haben sollen. Heute stehen an all diesen Orten Kirchen der verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Allein im größten Heiligtum, der Kirche zum heiligen Grab, streiten sich sechs der Hauptströmungen um die Besitzverhältnisse. Mittwoch, 23. August 2000 (Woche 34) 23.05 Der Körper meines Feindes (Le corps de mon ennemi) Spielfilm Frankreich 1976 Rollen und Darsteller: Francois Leclercq Jean-Paul Belmondo Jean-Baptiste Liegard Bernard Blier Gilberte Marie-France Pisier Emile Michel Beaune Bürgermeister Daniel Ivernel und andere Regie: Henri Verneuil Drehbuch: Felicien Marceau/Henri Verneuil/Michel Audiard Gesellschaftskrimi über die Rache eines Mannes an einem Industriellen, dank dessen Intrigen er sieben Jahre unschuldig hinter Gittern verbringen musste. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Francois Leclercq nach Cournai, einem nordfranzösischen Ort, zurück - dorthin, wo vor einigen Jahren alles begann: Als Opfer finsterer Machenschaften wurde ihm hier ein Doppelmord angehängt, den er gar nicht begangen hatte. Sieben Jahre Haft waren die Folge. Nichts hat sich seitdem verändert. In Cournai regiert wie schon in Leclercqs Jugend die Textilindustrie. Sie hat dem Ort Reichtum gebracht. Und dem mächtigen Fabrikanten Jean-Baptiste Liegard neben Millionen auch politische Macht: Seine Familie beherrscht die Stadt seit Jahren. Der Bürgermeister ist von Liegard ebenso gekauft wie der Staatsanwalt und andere hohe Beamte. Vor zehn Jahren hatte Leclercq in der Villa der Liegards die Tochter des Hauses, die hübsche Gilberte, verführt. Als Geliebter der einzigen Tochter war er sogleich in deren Familie aufgenommen worden. Er machte Karriere als Mitarbeiter des alten Liegard. Bis zu jenem Tag, als sich Leclercqs Vater entschloß, gegen den Kandidaten der Liegards für den Posten des Bürgermeisters zu kandidieren. Mit einem Trick legten sie ihn und seinen Vater damals rein. Der starb vor Kummer über seine Niederlage. Die geplante Hochzeit mit Gilberte wurde abgesagt. Francois nahm den Job des Geschäftsführers in einem Nachtlokal an, in dem die gesamte Prominenz der Gegend verkehrte. Eines Abends entdeckt er, daß in seinem Club Rauschgift verkauft wird und stellt die verdächtige Person zur Rede. Kurze Zeit darauf findet man in einem Zimmer neben seinem Büro zwei Tote: das Mädchen, das den Stoff verkaufte, und ihren Geliebten, einen bekannten Fußballer. Sie wurden erschossen - mit Leclercqs Revolver. Und jetzt, Jahre später, nach seiner Freilassung, ist Francois Leclercq fest entschlossen, die wahren Täter dieses Verbrechens aufzuspüren und den Drahtzieher des Komplotts zu entlarven. Donnerstag, 24. August 2000 (Woche 34) 21.00 Fahr mal hin Vom Exerzierplatz zum Freizeitpark - Rund um die Festung Ehrenbreitstein Ein Film von Hans-Ulrich Stelter Der Ehrenbreitstein - ein Felssporn, der die Mündung der Mosel in den Rhein bei Koblenz um bis zu 118 Meter überragt. Die Wehranlagen, die hier vom Mittelalter bis zum Barock entstanden, sind durch Bilder überliefert. Die preußische Festung, erbaut zwischen 1817 und 1828, ist heute noch erhalten. Romantiker, Maler und Dichter entdeckten den Ehrenbreitstein schon im 19. Jahrhundert und dann auch erste Touristen. Der Blick von der Höhe auf das Deutsche Eck war ein "Muss" für jeden Rheinreisenden. Damals führte ein erfahrener preußischer Unteroffizier für 50 Pfennige Eintritt den Besucher ausschließlich auf den Schlossplatz der Festung. Der Tagessold eines Soldaten betrug zu dieser Zeit 22 Pfennige, der Eintrittspreis sollte den Besucher-Ansturm steuern, nur 300 Eintrittskarten pro Tag wurden ausgegeben. Heute noch zahlen Besucher Eintritt. Spannende und informative Führungen durch die Festung machen den Besuch zum Erlebnis: "Wie versorgt man eine Festung?", "Auf den Spuren des Angreifers" und speziell für Kinder die "Aktive Entdeckungsreise" stehen auf dem Programm. Die unmittelbare Nachkriegsgeschichte dokumentiert die Ausstellung "Heimatfront und Trümmerjahre". Das Landesmuseum für technische Kulturdenkmäler zeigt die Entwicklung der Wirtschafts- und Technikgeschichte der Region und große Sonderausstellungen, die die Vergangenheit und Gegenwart lebendig werden lassen. Auch das Landesamt für Denkmalpflege mit seiner archäologischen Abteilung residiert auf der Festung. Ein Höhepunkt des vielfältigen kulturellen Lebens auf der Festung sind die jährlichen Opernfestspiele, achtmal wird im Jahr 2000 die Oper "Nabucco" aufgeführt. Aber auch Konzerte, Freilichtkino und Kunstausstellungen locken den kulturinteressierten Besucher in die preußischen Mauern. Wer will, kann Räume mieten und in historischem Ambiente seine private Feier organisieren, bis hin zur Hochzeit in der Festungskapelle. In der Festung ist das "Ehrenmal des Heeres" erichtet, das 1972 zum Gedenken an die toten Soldaten der Weltkriege eingeweiht wurde. Dem leiblichen Wohl widmen sich zwei Restaurants; den Aufstieg auf die Festung erleichtert ein Sessellift und man kann sogar im Wehrbau wohnen, die Jugendherberge mit 183 Betten ist eine der schönsten in Deutschland. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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