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Feindbild Islam - woher kommt die Angst vor dem Fremden? Norbert Geis und Hans-Christian Ströbele zu Gast bei "2+Leif" am 7.12.09

    Berlin/Mainz (ots) - Kirchenglocken statt Muezzin: Das Ende der Toleranz? Wie gefährlich ist der Islam in Deutschland? Warum wächst die Islamfeindlichkeit? Wie ehrlich führen wir die Diskussion über die Probleme der Integration? Über diese Fragen diskutiert Moderator Thomas Leif am Montag, den 7. Dezember 2009, im Palais in der Kulturbrauerei in Berlin mit seinen Gästen:

    · Norbert Geis, MdB, CSU · Hans-Christian Ströbele, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

    Wie würde eine Abstimmung über ein Minarett-Verbot in Deutschland ausfallen? Noch deutlicher als in der Schweiz, fürchten nicht nur Muslime. Islamfeindlichkeit ist hierzulande weit verbreitet. Lediglich 16,6 Prozent der Deutschen sind laut einer neuen Studie der Universität Bielefeld der Auffassung, die muslimische Kultur passe gut nach Deutschland - weniger als in allen anderen europäischen Ländern. 52,2 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu "Der Islam ist eine Religion der Intoleranz". Dem Unbehagen gegenüber dem Islam, das sich in Kontroversen um religiöse Symbole wie dem Kopftuch oder den Bau von Moscheen äußert, steht der Eindruck vieler Muslime gegenüber, von Teilen der Gesellschaft abgelehnt und mit Misstrauen beäugt zu werden. Die Mehrheit der deutschen Politiker hat das Schweizer Minarettverbot kritisiert. Unbeantwortet bleibt die Frage, wie das Verständnis zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen verbessert werden kann. Die Bielefelder Studie zeigt aber auch, dass in Zeiten der Krise die "Menschenfeindlichkeit" in unserer Gesellschaft generell zunimmt. Immer mehr Menschen flüchteten in Apathie, Resignation und Misstrauen. Die verdeckte Wut, heißt es, steigere sich gegenüber allen Minderheiten. Die Wirtschaftskrise wird offenbar zu einer System- und Gesellschaftskrise.

    Das politische Streitgespräch "2+Leif" wird montags, 22.30 Uhr bis 23 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Kostenlose Zuschauerkarten gibt es unter Tel.: 030/20267-265.

    Pressekontakt: Heike Rossel, Tel.: 0 61 31 / 929-3272, heike.rossel@SWR.de.

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