SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise von Freitag, 27.11.09 (Woche 48) bis Sonntag, 10.01.10 (Woche 2)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 27. November 2009 (Woche 48)/25.11.2009

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Die liebe Familie - Nest oder Pest?

    Familie ist eine Schicksalsgemeinschaft. Allein deswegen gilt die Keimzelle der Gesellschaft als das komplizierteste soziale Gefüge überhaupt, mit Ausprägungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Gegenseitige Unterstützung und Zuneigung im harmonischen Kreise der Lieben auf der einen Seite, erbitterter Streit gepaart mit abgrundtiefem Hass auf der anderen Seite. Im schlimmsten Fall steht am Ende eine Familientragödie. Wie kommt es zu diesen Extremen? Fest steht, dass der Familie eine ungeheure emotionale Kraft innewohnt, die aus einer speziellen Mischung aus Vertrautheit und räumlicher Enge herrührt. Nicht selten spitzt sich im Laufe der Weihnachtszeit die Gefühlslage in vielen Familien zu. Denn dann stellt sich einmal mehr heraus, wie viel Harmonie und Liebe das frohe Fest wirklich bereithält. Gibt es die vielbeschriebene Harmonie, die man gemeinhin mit einem intakten Familienleben verbindet, heute überhaupt noch oder handelt es sich nur noch um ein realitätsfernes Ideal? Wäre ein Leben ohne Familie manchmal vielleicht sogar besser? Darf man sich von seiner Familie guten Gewissens distanzieren?

    Die Gäste:

    Für Lisa Ortgies ist Familie das derzeit wichtigste gesellschaftliche Thema. Überall beobachtet die Moderatorin Erschöpfung in den Familien, Streit unter Paaren und kaputte Beziehungen - von Nest keine Spur. "Familien sind heute extremen Erschütterungen ausgesetzt und stehen enorm unter Druck", so die 43-Jährige. Ortgies geht den Gründen nach und stellt konkrete Forderungen an Mann und Frau, damit Familienharmonie wieder funktionieren kann.

    Daniel Straubs Vertrauen in die Familie wurde schon in der Kindheit extrem erschüttert. Nach der Scheidung der Eltern schob die Mutter den damals 13-Jährigen Knall auf Fall in ein Heim ab. Die Gründe hierfür erschlossen sich ihm erst zwei Jahre später: "Per Brief wurde mir mitgeteilt, dass ich ein Kuckuckskind bin. Meine Mutter hat sich nicht einmal getraut, es mir persönlich zu sagen." Das Verhältnis zu den Angehörigen ist bis heute unterkühlt.

    Kinder, Küche, Kirche - für Höheres war Ulla Hahn nach Ansicht ihres Vaters nicht bestimmt. Fast wäre Hahn an der geistigen Enge ihres Elternhauses zerbrochen. Doch sie ging neue Wege und studierte. Heute zählt die 63-Jährige zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen Deutschlands. In zwei Romanen hat sie ihre eigene Kindheit aufgearbeitet: "Ich habe mich zu einem immer tieferen Verständnis für meine Eltern hingeschrieben und auch Mitleid entwickelt."

    Die elffache Mutter Marianne Gojowczyk lebt ganz im Dienste ihrer Familie. Das Zuhause soll ein Nest sein, in dem sich alle wohlfühlen. Um die Familienharmonie auf Dauer zu erhalten, ist viel Organisation gefragt. Am wichtigsten aber sind Marianne Gojowczyk Vertrauen, Rücksichtnahme und Liebe: "Nur, wenn mein Mann und ich einander Liebe geben, können wir sie auch glaubwürdig an unsere Kinder weitergeben."

    Zwei Mütter, zwei Kinder, ein Vater - die Familie der Schauspielerin Silja Bächlis ist eine moderne Form des Nests. Bächlis Lebensgefährtin Katja Bürkle brachte Tochter Lena mit in die Beziehung. Das Kind stammt aus Bürkles Ehe mit Schauspieler Florian Huber, der auch für Silja Bächlis einjährigen Sohn den Samen spendete. "Wie leben unkompliziert und freundschaftlich miteinander und gehören als Familie doch irgendwie zusammen", sagt Bächli. Derzeit spielt sich die Familie in dem Bühnenstück "Familienbande" selbst.

    Friederike Hassauer und Peter Roos sind ein kinderloses Paar. Beide haben in ihren Herkunftsfamilien derart negative Erfahrungen gemacht, dass sie eine eigene Familie für sich bewusst ausschließen. Hassauers Eltern verstießen ihre Tochter, weil sie an der Verbindung zu Roos festhielt. "Sie haben wirklich jeden gegen mich aufgehetzt", sagt die Romanistikprofessorin. Der Autor Roos sah sich als Kind mit der Unberechenbarkeit seines gewalttätigen Vaters konfrontiert: "Er war der zärtlichste und zugleich brutalste Mann, den ich je kennen gelernt habe."

    An der Bar:

    Den bedingungslosen Rückhalt seiner Familie erfuhr Peter Assies, als ihn 2005 fünf Schlaganfälle aus seinem bisherigen Leben rissen. Am ganzen Körper gelähmt, war er plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen. Seine Familie stand ihm bei und gab ihm die nötige Kraft, mit der er sich wieder zurück ins Leben kämpfte. "Die Bedeutung der Familie hat in dieser Zeit für mich eine ganz andere Qualität bekommen", sagt der Frührentner.

    Mittwoch, 16. Dezember 2009 (Woche 51)/25.11.2009

    22.30 Auslandsreporter Ein Badener wird Buschmann  - Jagdfieber in Namibia

    Ein Deutscher aus Leopoldshafen am Rhein in Namibia, Berufsjäger und Farmer. Als Großwildjäger hat Arnold Huber zehn Jahre lang unter Buschleuten in einer Blechhütte im Buschmannland gelebt und ist als Weißer mit einer Frau aus dem Stamm der Kung verheiratet. Die Minderheit der San, der Buschleute, ist auch im heute unabhängigen Namibia die am wenigsten angesehene Volksgruppe. Vor wenigen Jahren noch wäre Arnold geächtet worden, bestenfalls. Und seine drei Kinder hätten kaum einen Platz an einer 'weißen Schule' bekommen können wie seine 15-jährige Tochter Edith, die das Filmteam in einem Buren-Gymnasium mit 250 weißen Mitschülern zum morgendlichen Fahnenappell antreten sieht. Da ihre Mutter Casa nie eine Schule besucht hat, muss Arnold selbst am Wochenende die Leseübungen seiner zwei Jüngsten kontrollieren. Ein besonderes Highlight für die Kinder ist die Ankunft und das Brennen der kleinen Ochsen, die Arnold zuvor auf der Viehauktion ersteigert hat. Der Film begleitet die Hubers auch bei einer Fahrt zu Casa's Clan im ehemaligen Reservat 'Buschmannland'. Mit dem Geländewagen geht es über 350 Kilometer unbefestigte Piste zu dem Dorf, in dem Huber früher gelebt hat. Heute könnte die Familie hier ohne ein Hilfsprogramm der Regierung kaum überleben. Edith, die in dem Dorf geboren wurde und aufwuchs, scheut sich, den Ort ihrer Kindheit zu besuchen. Für sie war das immer 'ne paradiesische Märchenwelt', meint Arnold Huber, 'und als sie dann zum ersten Mal zurückkam und das ganze Elend da gesehen hat, war sie völlig schockiert'.

    Mittwoch, 6. Januar 2010 (Woche 1)/25.11.2009

    20.15 Die große Show der Naturwunder Mit Frank Elstner und Ranga Yogeshwar

    Was macht Faultiere und Krokodile zu Wundern der Natur? Die exotischen Tiere sind nur zwei von mehreren Gästen in der zehnten Ausgabe von "Die große Show der Naturwunder" mit Frank Elstner und Ranga Yogeshwar. Die erfolgreiche SWR-Wissenschaftsshow präsentiert Tiere mit erstaunlichen Fähigkeiten und spannende Naturphänomene, von denen Wissenschaftler Erstaunliches lernen können. In einer eindrucksvollen Aktion demonstriert die frühere "Top-Model"-Kandidatin Gina-Lisa, dass Hypnose auch im medizinischen Bereich eingesetzt werden kann. Außerdem löst die Sendung in einem aufwendigen Versuch das Geheimnis, warum sich Männer und Frauen im Auto oder beim Spaziergang über den richtigen Weg streiten. Auch für die zehnte Ausgabe führte Ranga Yogeshwar wieder einen außergewöhnlichen Selbstversuch durch: Vor der Show versuchte er, ohne Ausrüstung in einem der größten deutschen Waldgebiete zurechtzukommen. "Die große Show der Naturwunder" zeigt, wie er ohne Hilfsmittel sein Ziel - die rettende Zivilisation - findet. Mit kniffligen Quizfragen testet Frank Elstner die Naturkenntnisse der vier prominenten Kandidaten. Im Wissens-Wettkampf stehen Moderatorin Nazan Eckes, Comedian Markus Maria Profitlich, Moderator und Meteorologe Karsten Schwanke sowie die Schauspielerin Janina Hartwig aus der ARD-Serie "Um Himmels Willen". "Die große Show der Naturwunder" wird vom SWR in Zusammenarbeit mit First Entertainment produziert.

    Sonntag, 10. Januar 2010 (Woche 2)/25.11.2009

    20.15 Närrische Tage im Dritten ALAAF Karneval Anno Pief

    Der Kölner Karneval unterhält seit Jahrzehnten auch die Fernsehzuschauer. "Karneval Anno Pief" - der Titel ist Programm. Die größten Redner und die besten Lieder und Sänger von einst sorgen für Riesenstimmung. Ein Potpourri aus Evergreens und Büttenreden - neu zusammengestellt von Hanns Dietz und Gisbert Baltes. Gezeigt werden auch Archivschätze, die lange nicht mehr im Fernsehen zu sehen waren: zum Beispiel mit Trude Herr und dem Colonia Duett. Mittendrin erzählen Musiker Günter Eilemann und die unvergessene "Doof Nuss", der Büttenredner Hans Hachenberg, was sich früher hinter den Karnevalskulissen am Rhein so alles abspielte. Dazu gibt es die schönsten Bilder von vergnügten Jecken aus der fünften Jahreszeit früherer Jahre.

    Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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