SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Mittwoch, 21. Juni 2000 (Woche 25) bis Samstag, 24. Juni 2000 (Woche 26)

    Baden-Baden (ots) -
    Mittwoch, 21. Juni 2000  (Woche 25)
    
    22.35    Kultur Südwest
                 Das aktuelle Magazin
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    "Claims and Constructions" - Landschafts-und Architekturfotografie
von Boris Becker in der Pfalzgalerie Kaiserslautern:
    Der Kölner Fotograf Boris Becker macht großformatige Landschafts-
und Architekturaufnahmen. Dass er zu den herausragenden Vertretern
dieser Kunstrichtung zählt, beweisen die Auszeichnungen, die der
39jährige bereits erhalten hat. Unter anderem erhielt er 1996 den
Chargesheimer-Preis der Stadt Köln und er war Stipendiat der Villa
Massimo in Rom. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und
Gruppenausstellungen in New York, London, Rom und Amsterdam gezeigt.
Becker selbst bezeichnet seine Arbeitsweise als "hyperrealistisch".
In seinen Aufnahmen spielen Farben, Formen und Strukturen eine
entscheidende Rolle. Die Fotografien, die in der Pfalzgalerie
Kaiserslautern zu sehen sind, entstanden zwischen 1990 und 1999.
Landwirtschaftlich bearbeitete Ackerflächen, Gras- und Schneefelder
werden mit Motiven aus der Großstadt konfrontiert.
    
    Zeit Blicke - 30 Jahre BFF Bund Freischaffender Foto- Designer:
    Der Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF) wurde gegründet, um
bessere Bedingungen für die professionelle Fotografie und das
Fotodesign zu schaffen. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des BFF
wird in der Ausstellung "Zeit-Blicke" ein Überblick über drei Dekaden
Moden, Lebensstile, ästhetische Konzepte sowie gesellschaftliche
Ereignisse gegeben und ein Stück Fotografiegeschichte in Deutschland
rekonstruiert. Die meisten der 500 Fotografien, die in der Galerie
der Stadt Stuttgart seit 18. Juni zu sehen sind, waren und sind für
den sofortigen Gebrauch gedacht. Up-to-date mussten und müssen sie
sein. Viele Bilder aus den drei Jahrzehnten haben jedoch ihren
kurzfristigen Einsatz überdauert und können als Meilensteine auf dem
Weg der Geschichte fotografischer Bilder gelten. Der Bogen spannt
sich von der dynamischen Sehweise der 60er-Jahre und ersten
Experimenten mit der Farbfotografie über das steigende Bedürfnis nach
Perfektion in den 80ern bis hin zu Elementen neuer Bildsprachen in
den 90ern.
    
    
    
    
    "Der weiße Wolf" - Koproduktion zwischen Stuttgarter Schauspiel
und Ballett mit der Berliner Band "Die Friedrichs":
    "Hier wird erzählt von einem Land, das in den uralten Zeiten
bestand, vom König und seiner Frau, die ein Kind gebar, das ein
Mensch, ein Wolf und ein Untier war." Der Kinderbuchautor Paul Maar
hat mit "Der weiße Wolf" ein Stück für Erwachsene geschrieben. Ein
vielschichtiges Spiel mit alten und neuen Vorstellungen von
Wolfsmenschen: Ein todgeweihter Säugling wird von einem barmherzigen
Diener im Wald ausgesetzt: wie Ödipus. Er wächst bei Wölfen auf: wie
Mowgli im "Dschungelbuch". Er wird von Menschen gefangen und gezähmt:
wie der Wolfsjunge oder Kaspar Hauser. Und schließlich bricht seine
Wolfsnatur noch einmal hervor: wie bei einem Werwolf.
    Das Stück wurde am 17. Juni am Stuttgarter Staatstheater
uraufgeführt. Eine Koproduktion von Ballett und Schauspiel. Es
spielt, tanzt und singt ein Ensemble aus zwölf Mitgliedern des
Stuttgarter Balletts und neun Schauspielerinnen. Die Musik stammt von
dem Bühnen- und Filmkomponisten Matthias Thurow. Ungewöhnlich ist die
musikalische Besetzung: Bei der Uraufführung musizieren unter anderem
Mitglieder der Stuttgarter Rockband "Friedrichs".
    Kultur Südwest stellt das etwas andere Stück vor.
    
    "Die Haut der Welt" - Dieter Roth in der Stuttgarter
Staatsgalerie:
    Der Schweizer Dieter Roth (1930 - 1998)  galt als einer der
vielseitigsten Künstler seiner Generation. Bücher, Zeichnungen,
Druckgrafiken, Fotos, Videos, Bilder und Objekte, die organische
Materialien und Alltagsgegenstände wie selbstverständlich
miteinbeziehen, dienten ihm zur Darstellung der Fülle und
Vergänglichkeit des Lebens. In Hamburg gründete Dieter Roth ein
Schimmelmuseum. Ein Haus, in dem er Schokolade, Käse, Gewürze oder
gar Abfälle installierte und die bis heute vor sich hingammeln,
stinken und schimmeln. Ausgehend von dem Werkkomplex des Archiv Sohm,
den der Sammler Hanns Sohm durch seine enge Freundschaft mit dem
Künstler in den 60er und 70er-Jahren aufbauen konnte, wird in der
ersten großen Einzelausstellung seit seinem Tod eine Annäherung an
das Werk zunächst über die Bücher gesucht: Hier entwickelte Roth
seine symbolische Bildsprache, die bis in die 80er-Jahre sein ganzes
Werk prägen sollte. Das Ende dieser Werkphase dokumentieren die über
400 Filme des "Tagebuches", die 1982 auf der Biennale in Venedig
gezeigt wurden und in der Ausstellung ebenfalls zu sehen sind. Mit
der vom Künstler noch Anfang des vorletzten Jahres in der
Staatsgalerie erweiterten, interaktiven Arbeit "BAR 0" wird der Bogen
gespannt zum letzten eigenhändigen Werk.
    
    
    Samstag, 24. Juni 2000  (Woche 26)
    
    Geänderten Programmablauf beachten!
    
    20.00    Tagesschau
    
    20.10    (VPS 20.15)
                 Alphamann
    
    21.35    (VPS 21.40)
                 Aktuell
    
    21.45    Pleiten, Pech und Pannen
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    
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