SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise von Sonntag, 18.10.09 (Woche 43) bis Freitag, 20.11.09 (Woche 47)

    Baden-Baden (ots) - Sonntag, 18. Oktober 2009 (Woche 43)/12.10.2009

    23.35 Wortwechsel Anja Höfer im Gespräch mit Steffen Möller (Kabarettist und Schauspieler)

    "Ich bin von Beruf Deutscher, ob als Kabarettist, Schauspieler, Philosoph, Klavierspieler - ich bleibe immer von Beruf Deutscher. In Deutschland wiederum bin ich von Beruf Polenkenner. Keine andere Sache kann ich so gut", frotzelt der 40-jährige Steffen Möller. Zur Zeit ist Möller neben Papst Benedikt XVI. der bekannteste Deutsche in Polen.

    Vor 15 Jahren reist Möller für einen Sprachkurs nach Krakau. Dort verliebt er sich nicht etwa in eine Frau, sondern in die polnische Sprache, die Mentalität der Leute und deren Herzlichkeit. Deswegen steht sein Entschluss schnell fest: Er will in Polen leben. Nach seiner Magisterprüfung in evangelischer Theologie und Philosophie zieht er 1994 von Berlin nach Warschau. Er unterrichtet als Deutschlehrer an einem polnischen Gymnasium, entdeckt dabei sein Talent als Kabarettist und organisiert erste Auftritte vor Publikum. Das ist begeistert. Ein Zufall beschert ihm eine Rolle in der beliebten, polnischen Soap-Serie "L - wie Liebe". Später moderiert Möller die polnische Version von "Wetten dass ...?" und tritt in einer wöchentlichen Comedyshow auf. In Polen kennt ihn mittlerweile jedes Kind, er ist ein Medienstar. In Deutschland ist das Multitalent nicht ganz so bekannt. Sein Buch "Viva Polonia" über seine Erlebnisse als deutscher Gastarbeiter in Polen steht seit Wochen in den Bestsellerlisten. Anja Höfer spricht mit Steffen Möller über sein deutsch-polnisches Doppelleben, seine ungewöhnliche Karriere und sein neues Buch "Vita Classica".

    Freitag, 6. November 2009 (Woche 45)/12.10.2009

    00.00 Literatur im Foyer Thea Dorn im Gespräch mit Ingo Metzmacher und Hans Neuenfels

    Hans Neuenfels: "Wie viel Musik braucht der Mensch?"

    Hans Neuenfels ist einer der ganz großen deutschen Opernregisseure. Seine skandalträchtige "Aida" an der Oper in Frankfurt läutete ein neues innovatives Zeitalter der Operninszenierung ein. Im Dezember 2003 sorgte seine Regie von Mozarts "Idomeneo" für einen weiteren Aufruhr. Der abgeschlagene Kopf des Propheten Mohammed - neben Poseidon, Christus und Buddha - empörte gläubige Muslime. Im nächsten Jahr wird er Richard Wagners Lohengrin in Bayreuth inszenieren. Jetzt hat Hans Neuenfels unter dem Titel "Wie viel Musik braucht der Mensch?" eine Sammlung seiner Texte veröffentlicht: Notizen, Essays Annäherungen an die Oper und an Komponisten wie Verdi, Mozart, Schubert, Schumann, Wagner. Eine ganz persönliche Bilanz und zugleich eine literarische Studie über den Regisseur Hans Neuenfels.

    Ingo Metzmacher: "Vorhang auf!"

    "Oper entdecken und erleben", das hat sich der Dirigent Ingo Metzmacher dieses Mal vorgenommen. Nachdem er in seinem letzten Buch die Angst vor "Neutönern" beseitigt hat, führt er jetzt in drei Akten durch die Welt der Oper: von der ersten aller Opern, Claudio Monteverdis "L'Orfeo", über Mozarts "Don Giovanni" bis hin zu Wolfgang Rihm. Ein Opernführer der anderen Art, ein Opernverführer, ein Plädoyer für eine einzigartige Kunstform.

    Ingo Metzmacher war immer ein Anwalt der Moderne, der um ihre Geschichte weiß. Seit 2007 ist er Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

    Mittwoch, 18. November 2009 (Woche 47)/12.10.2009

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    22.30 (VPS 22.29) Auslandsreporter Indiens blutiger November Die Anschläge in Mumbai - eine Spurensuche

    Freitag, 20. November 2009 (Woche 47)/12.10.2009

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Alkohol - verharmlost und verteufelt

    Saufen, bis der Arzt kommt! Komasaufen scheint der neue Volkssport vieler Jugendlicher zu sein. Jeder vierte von ihnen betrinkt sich - laut einer aktuellen Studie - mindestens ein Mal im Monat bis zur Besinnungslosigkeit. Alkohol ist gesellschaftlich ritualisiert und mittlerweile eine sozial anerkannte Droge. Ein Prosit der Gemütlichkeit bringt jedes Bierzelt in Wallung, ein Glas Sekt zur Beförderung ist selbstverständlich und der Weißwein zum Fisch ist Teil unserer Esskultur. Für die einen ist Alkohol unverzichtbar, ein Bestandteil des Alltags zur Steigerung des Wohlbefindens,  andere wiederum fordern rigoros ein striktes Alkoholverbot in Deutschland. Denn schnell kann der Genuss zur Gefahr werden, der Übergang zur Alkoholabhängigkeit ist fließend. Der Weg raus aus der Sucht ist lang; als Lebensbegleiter bleibt der tägliche Kampf um Abstinenz und die Angst vor dem Rückfall. Jetzt ließ ein Selbstversuch eines Arztes aufhorchen: Ein Kardiologe, selbst früher schwerer Alkoholiker, hat in einem Selbstversuch mit einem Arzneistoff nach eigenen Aussagen sein Verlangen nach Alkohol komplett überwunden. Zur Zeit testet auch die Berliner Charité  diesen Wirkstoff in einer Studie. Ein Hoffnungsschimmer für alle Abhängigen? Welche neuen Forschungsergebnisse gibt es? Wann wird das einst genüssliche Trinken zum Missbrauch? Macht die Dosis das Gift? Darüber spricht Wieland Backes mit seinen Gästen.

    Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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