SWR - Südwestrundfunk

Seit einem Jahr Nobelpreisträger: Professor Harald zur Hausen "Wortwechsel" am Sonntag, 4. Oktober, 23.35 Uhr im SWR Fernsehen

    Mainz (ots) - Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass Professor Harald zur Hausen den Nobelpreis für Medizin bekommen hat. Ausgezeichnet wurde der langjährige Leiter des Deutschen Krebsfoschungszentrums in Heidelberg für seine bahnbrechenden Forschungen zum Gebärmutterhalskrebs. Er konnte nachweisen, dass Viren Krebs auslösen können. Dank seiner Arbeit wurde ein Impfstoff entwickelt, der inzwischen für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen wird. Es ist die erste Impfung, die es vorbeugend gegen Krebs gibt.

    Eine Debatte über Nebenwirkungen wird gerade durch einen aktuellen Fall aus England neu entfacht. So ist eine 14-Jährige nach der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gestorben. Harald zur Hausen fordert in der Sendung "Wortwechsel" im SWR Fernsehen genau zu untersuchen, ob wirklich ein Zusammenhang mit der Impfung besteht. "Allerdings sind Impfungen grundsätzlich nicht völlig risikofrei." Dies könne aber nicht zur Entmutigung führen, eine solche Impfung zu empfehlen, so der Forscher im Gespräch mit Moderatorin Anja Höfer.

    Seit sechs Jahren emeritiert, arbeitet der 73-Jährige noch immer täglich in seinem Labor - wenn er nicht gerade auf Reisen ist oder Vorträge hält. Unzählige Interviewwünsche und Einladungen bringen ihn auch nach einem Jahr als Nobelpreisträger "außer Atem". Vielleicht wird es ab Montag ruhiger um Professor Harald zur Hausen, dann wird nämlich der neue Nobelpreis für Medizin verliehen.

    Pressekontakt: Bianca von der Weiden, Tel. 06131/929-2742 oder E-Mail: Bianca.von_der_Weiden@swr.de.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: