SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise von Samstag, 26.09.09 (Woche 40) bis Freitag, 06.11.09 (Woche 45)

    Baden-Baden (ots) - Samstag, 26. September 2009 (Woche 40)/25.09.2009

    Geänderten Text beachten!

    20.15 SamstagAbend: Wunderkinder Moderation: Markus Brock

    Wunderkinder haben es gut, alles fällt ihnen in den Schoß - und alle beneiden sie. Ist das wirklich so, das Leben als Wunderkind? Darauf eine allgemeingültige Antwort zu geben, fällt nicht leicht - zu unterschiedlich sind die Talente, die Interessensgebiete und Lebensumstände. Aber dass es "Wunderkinder" gibt, daran besteht kein Zweifel. Dennis Chmelensky zum Beispiel: Der 14-jährige Berliner Junge hat eine ganz außergewöhnlich schöne Stimme. Das blieb natürlich nicht lange verborgen, Dennis wurde "entdeckt" und singt heute u. a. im Staats- und Domchor Berlin. Inzwischen gibt es sogar eine CD von dem Ausnahmetalent. Marina Müllerperth aus Maulbronn errang mit ihren erst 13 Jahren bereits über zehn Preise bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben und ist bei vielen Konzerten im In- und Ausland zu hören.

    Michael Rettig aus dem badischen Wiernsheim hat sich der steirischen Harmonika verschrieben. Der junge Mann beherrscht das Instrument so brillant, dass er damit Weltmeister geworden ist. Wie es dazu kam, wird Michael in der Sendung verraten, und natürlich gibt er eine Kostprobe seines Können. Felix Hell aus Frankenthal, heute Baltimore, hat schon als Kind erfahren, wie stark eine besondere musikalische Begabung den Lebensweg beeinflussen kann. Denn seit seinem 13. Lebensjahr verbringt der angehende Konzertorganist die meiste Zeit in den USA, wo ihm mehrere Stipendien den Weg zu einer Ausnahmekarriere ermöglichten. Bei amerikanischen Gastfamilien zu leben und in einer New Yorker Privatschule Unterricht zu bekommen, das war nicht immer leicht für das "Wunderkind" aus der Pfalz. Aber der Erfolg hat ihm letztlich Recht gegeben.

    Als 16-jähriges "Hochsprung-Wunderkind" quasi über Nacht zum Sportidol einer ganzen Nation geworden -  damit musste die jüngste Einzelolympiasiegerin aller Zeiten, Ulrike Nasse-Meyfarth, 1972 erst einmal selbst zurecht kommen. Aber die Sportlerin hat sich durchgekämpft und zwölf Jahre später bei Olympia 1984 in Los Angeles noch einmal die Goldmedaille im Hochsprung errungen.

    Ob Musik-, Mathe- oder Sportgenie, die Karrieren von Wunderkindern oder hochbegabten Talente - sie gleichen sich kaum. Nicht wenigen droht die Gefahr, isoliert zu werden: vom persönlichen Umfeld oder von einer Umwelt, die sich bisweilen schwer tut mit überragenden Zeitgenossen. Hilfe bietet der Verein MENSA, in dem sich hoch- und höchstbegabte Personen zusammenfinden können. Vor der Mitgliedschaft steht allerdings eine Aufnahmeprüfung, bei der ein IQ von mindestens 130 erreicht werden muss. Christine Warlies, selbst hochbegabt, ist Vorstandsmitglied des Vereins. Sie kennt die speziellen Bedürfnisse und Schwierigkeiten vieler "Wunderkinder". Seit mehr als 20 Jahren forscht Prof. Dr. Detlef H. Rost von der Universität Marburg auf dem Gebiet überdurchschnittlicher Begabung junger Menschen. Der Wissenschaftler ist einer der wenigen Psychologen in Deutschland, der eine Sonderbehandlung hochintelligenter Kinder in der Schule nur im Ausnahmefall für notwendig hält.

    Sonntag, 4. Oktober 2009 (Woche 41)/25.09.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    23.35 Wortwechsel Anja Höfer im Gespräch mit Prof. Harald zur Hausen (Mediziner und Nobelpreisträger)

    Es ist der 6. Oktober 2008, im Foyer des Krebsforschungszentrums in Heidelberg drängen sich hunderte von Menschen, Fotoapparate klicken, Kameras surren, alle warten auf ihn: Harald zur Hausen, den langjährigen Leiter des Zentrums. Er selbst kommt sich in diesem Moment vor wie ein "Filmstar". Dabei ist das so gar nicht seine Art. Er ist ein ruhiger, aber auch äußerst beharrlicher Mensch. Diese Beharrlichkeit hat sich an diesem Tag ausgezahlt. Es ist der Tag, an dem er den Medizin-Nobelpreis erhält: "Wie kann man mit einem Nobelpreis rechnen. Ein Nobelpreis ist wie ein Lotteriespiel", sagt er.

    Ausgezeichnet werden seine Forschungen zum Gebärmutterhalskrebs. Der Mediziner hat als erster vermutet, dass Viren Krebs auslösen können. In den 70er Jahren war das. Keiner wollte ihm glauben, doch er forschte weiter, immer auf der Suche nach dem Beweis für seine These. Denn so sagt er: "Ich bin ein hartnäckiger Mensch." Seit drei Jahren gibt es nun einen  Impfstoff gegen den Krebs: sein größter Triumph. Es ist die erste Impfung, die es gegen Krebs gibt.

    1936 in Gelsenkirchen geboren, studiert Harald zur Hausen nach dem Abitur erst Biologie, dann Medizin. In den 60er Jahren geht er nach Philadelphia, 1969 kehrt er nach Deutschland zurück, Würzburg, Erlangen und Freiburg sind seine Stationen. Seit 1983 bis zur seiner Emeritierung 2003 ist er Vorstandvorsitzender des Krebsforschungszentrums in Heidelberg. In sein Labor geht er bis heute. Harald zur Hausen ist verheiratet, hat drei erwachsene Söhne und lebt im Odenwald.

    Anja Höfer spricht mit Harald zur Hausen über seinen jahrzehntelangen Kampf gegen den Krebs, über Rückschläge und Widerstände und sein Leben mit dem Nobelpreis. Die diesjährigen Nobelpreise werden in diesen Tagen bekannt gegeben. Los geht es am Montag mit dem Medizin-Nobelpreis.

    Sonntag, 11. Oktober 2009 (Woche 42)/25.09.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    23.25 (BW) Wortwechsel 23.30 (SR) Walter Janson im Gespräch mit Sally Perel 00.05 (RP) ("Hitlerjunge Salomon" und Zeitzeuge)

    Freitag, 16. Oktober 2009 (Woche 42)/25.09.2009

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Elternsorgen

    Wohl den Vätern und Müttern, die ein völlig spannungsfreies Verhältnis zu ihren Kindern haben. Solche Eltern bilden jedoch die Ausnahme. Denn oft wirft die Harmonie nach außen hinter der Fassade einen dunklen Schatten - und die Eltern stehen hilflos da mit den Sorgen, die ihnen der Nachwuchs bereitet. Kleinigkeiten schaukeln sich hoch zu gravierenden Problemen, Warnsignale werden nicht wahrgenommen. Der elterliche Kummer kann dabei ganz verschiedene Ursachen haben: Der Sohn gerät in einen Sumpf von Drogen und Gewalt, oder die Tochter verweigert vehement die Schule oder - schlimmer noch - das Kind ist verschwunden oder gar tot. In jedem Fall bedeuten Probleme mit den Kindern für die Familien eine Belastungsprobe, an der sie im schlimmsten Fall sogar zerbrechen. Mit welchen Sorgen müssen sich Eltern heute auseinander setzen? Haben sich die Kinder verändert? Wie wirken sich die Probleme auf das Familiengefüge aus? Und was können Eltern tun, um ihre Sorgen in den Griff zu bekommen?

    Sonntag, 18. Oktober 2009 (Woche 43)/25.09.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    23.35 Wortwechsel Anja Höfer im Gespräch mit Steffen Möller (Kabarettist und Schauspieler)

    Sonntag, 25. Oktober 2009 (Woche 44)/25.09.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    23.35 Wortwechsel Anja Höfer im Gespräch mit Sol Gabetta (argentinische Cellistin)

    Freitag, 30. Oktober 2009 (Woche 44)/25.09.2009

    00.00 Literatur im Foyer Thea Dorn im Gespräch mit Ferdinand von Schirach und Reinhard Mehring

    Nichts ist erregender als die Wahrheit

    Ferdinand von Schirach: "Verbrechen"

    Er ist ein angesehener Anwalt und Strafverteidiger. Er hat unter anderem das frühere Politbüromitglied Günter Schabowski vertreten. Jetzt legt Ferdinand von Schirach "Stories" vor. Er erzählt die Geschichten hinter den Fällen, die er selbst erlebt hat: nüchtern, trocken, unsentimental.

    Was kann die Literatur, was das Recht nicht kann?

    Carl Schmitt - historisch

    Reinhard Mehring: "Carl Schmitt - Aufstieg und Fall"

    "Totengräber der Weimarer Republik", "Kronjurist des Dritten Reiches" - der Jurist Carl Schmitt hat die geistige Landschaft der Nachkriegszeit polarisiert. Zwischen Verdammung und Verehrung gab es keinen Weg. Dass Schmitt ein brillanter Kopf war, stand außer Frage, aber auch, dass er sich Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus an den Hals geworfen hat. Warum? Als Opportunist? Als überzeugter Täter? Reinhard Mehring hat jetzt die erste wissenschaftliche Biographie Carl Schmitts vorgelegt. Basierend auf neuen Quellen, gestützt auf die Tagebücher erzählt er ein Leben nach: ein unsteter Charakter, ein Spieler, ein nie ganz mit seiner Gegenwart Versöhnter, einer, der immer meint, er sei zu kurz gekommen. Akribisch entfaltet Mehring   eine  geistige Entwicklung, die immer wieder neu dabei ansetzt, einen Hüter der Ordnung zu bestimmen.

    Samstag, 31. Oktober 2009 (Woche 45)/25.09.2009

    21.50 Schätze des Landes Das Landgestüt Zweibrücken

    Ein Zweibrücker hat vier Beine, das steht für Einheimische außer Frage. Und das ist in der Stadt der "Rosse und der Rosen" nicht verwunderlich. Schon 1755 gründete der Wittelsbacher Herzog Christian IV, ein Pferdenarr, das Gestüt Zweibrücken. Das war damals so etwas ähnliches wie heute die Errichtung einer großen Auto- und Motorenfabrik. Denn alles, was heute Autos und Motoren erledigen, das war damals die Aufgabe der Pferde: In der Landwirtschaft waren Pferde unentbehrliche Helfer, das Transport- und Verkehrswesen war ohne sie undenkbar und auch das Militär hatte einen riesigen Bedarf an Reit- und Zugpferden. Leistungsfähige, möglichst vielseitige Pferde zu züchten - das war die Aufgabe des Gestüts in Zweibrücken.

    Es wurde ein überaus erfolgreiches Unternehmen, sogar "der alte Fritz" kaufte 1783 in Zweibrücken 150 Hengste für den Ausbau seines berühmt gewordenen Gestüts Trakehnen.

    Das Landgestüt Zweibrücken, das vier Pferderassen hervorbrachte und viele Zuchtgebiete beeinflusste, hat eine bewegte Geschichte: Von Statthaltern des schwedischen Königs initiiert, vom Kaiser Napoleon begehrt und gefördert, waren "Zweibrücker Pferde" europaweit gefragt. Unter bayerischer Herrschaft war der "Zweibrücker" zudem unersetzlich für den Ausbau der Landwirtschaft und die Ernährungssicherung der stetig wachsenden Bevölkerung. Heute ist der "Zweibrücker" aus dem Reit- und Fahrsport nicht mehr wegzudenken.

    Glanzvolles und Dramatisches wechselten sich im Laufe der Jahrhunderte ab, dennoch konnten weder Zwangsevakuierung durch napoleonische Truppen noch Evakuierungen und Zerstörungen während zweier Weltkriege das Gestüt zur Aufgabe zwingen. Am 1. Januar 2008 wurde der Betrieb des Landgestüts in eine GmbH überführt.

    "Schätze des Landes" zeigt die wechselvolle Geschichte des Gestüts und ist bei den Höhepunkten dabei: Wenn ein Fohlen zur Welt kommt, bei den "Zweibrücker Pferdetage" mit Elite-Stutenschau und Fohlenbrennen, beim goldenen Zweibrücker Herbst mit Auktionen und großem Gala-Abend.

    Sonntag, 1. November 2009 (Woche 45)/25.09.2009

    13.30 Der Hohe Dom zu Mainz Geschichte(n) aus 1000 Jahren

    Der Mainzer Dom ist das Wahrzeichen und das Herz der Stadt. Die mittelalterliche Kathedrale symbolisiert die Einheit von Gesellschaft, Religion und Kultur - und nicht zuletzt kirchlicher Macht. Die Initiative zum Bau des Domes geht auf Erzbischof und Erzkanzler Willigis zurück. Die herausragende Stellung des Erzbistums Mainz wollte Willigis durch einen mächtigen Kirchenbau bekräftigen. 975 beginnt er mit dem Bau. Vollendet war der Dom 1009, doch am 30. August desselben Jahres brannte er bis auf die Grundmauern nieder. Die Nachfolger von Willigis bauten ihn wieder auf. Sieben Mal wurde er durch Kriege zerstört und wieder aufgebaut. Keiner kennt seine Geschichte besser als der Hausherr: Domdekan Heinz Heckwolf. Seit 40 Jahren steht er im Dienst der Kirche. Der Mainzer Dom hat viel erlebt. Aber auch die Menschen um ihn herum.

    Mittwoch, 4. November 2009 (Woche 45)/25.09.2009

    00.45 Leben live Alarm für die Flughafenfeuerwehr - Einsatz am Airport Frankfurt

    Gerade erst ist die Maschine gestartet, da kommt der Notruf aus dem Cockpit: Eine Warnlampe meldet Probleme mit den Tragflächen. Der Pilot kündigt an, dass er zurück kommt - Notlandung. Das bedeutet: Großeinsatz für die Frankfurter Flughafenfeuerwehr. Harald Trümpler ist heute der Einsatzleiter. Innerhalb von drei Minuten stehen seine Männer mit ihren "Simbas," den großen, 46 Tonnen schweren Löschfahrzeugen, neben der Landebahn bereit. Sollte es eine Bruchlandung geben, liefe das Rettungsprogramm wie am Schnürchen.

    5.500 Einsätze fährt die Flughafenfeuerwehr pro Jahr, mehr als manche Berufsfeuerwehr in einer Großstadt. Brennende Flugzeugreifen, Feuer im Triebwerk, verdächtiges Gefahrgut im Gepäck, Rauch aus dem Mülleimer im Büro - die Ursachen sind vielfältig. Oft gibt es auch Fehlalarm. Reporter Andreas Graf hat ein Feuerwehr-Team rund um die Uhr begleitet. Zusätzlich laufen Übungen auf dem Gelände. Ausbilder schulen Kollegen aus dem Ausland an einem Flugzeugnachbau mit Brandsimulationsanlage. Diesmal kommen die Feuerwehrleute aus Slowenien.

    Nicht weit vom Flughafen, in Mannheim, sind die Frankfurter indes auch ganz real gefragt: Dort ist in der Nacht eine Propellermaschine mit 26 Passagieren über die Landebahn hinaus geschossen - vier leicht Verletzte. Der Schock sitzt den Menschen noch in den Gliedern, da beginnen die Spezialisten der Flughafenfeuerwehr schon mit ihrer Arbeit. Der Flieger muss aus dem Dreck gezogen werden.

    Mittwoch, 4. November 2009 (Woche 45)/25.09.2009

    01.15 Leben live Der Check-Pilot

    Eine harte Landung muss keine schlechte Landung sein, und der Copilot ist kein Lehrling. Aber was weiß der Passagier schon über die Besatzung eines Flugzeuges, und vor allem - wer kontrolliert die da vorne im Cockpit? Kaum ein anderer Beruf ist so strengen wie regelmäßig wiederkehrenden Kontrollen und Eignungsprüfungen unterzogen wie der des Verkehrspiloten: Training im Simulator, unangemeldete Kontrollbesuche im Cockpit, Checkflüge im Linienbetrieb durch den Check-Piloten. In der Regel ist der ein altgedienter Kollege der Flugkapitäne mit Jahrzehnten eigener Erfahrung im Flugbetrieb. Reporter Joachim Schröder hat einen Check-Piloten bei seiner schwierigen Arbeit begleitet. Eine spannende Reportage zwischen Himmel und Erde, aus dem Cockpit und dem Simulator.

    Freitag, 6. November 2009 (Woche 45)/25.09.2009

    Tagestipp 20.15 Fröhlicher Alltag Aus Gernsbach

    Im November macht der "Fröhliche Alltag" in Gernsbach im Murgtal Station. In das idyllisch gelegene Städtchen hat Moderator Malte Arkona naürlich wieder jede Menge musikalische Gäste eingeladen. Mit dabei sind in der Ebersteinhalle Obertsrot unter anderem die Schäfer, Peter Orloff und Pete Tex.

    Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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