SWR - Südwestrundfunk

Boudgoust bekennt sich zu Sendersolidarität im Südwesten SWR-Intendant will den SR mit jährlich 1,4 Millionen Euro unterstützen

    Baden-Baden (ots) - Baden-Baden. Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Boudgoust, informierte am Freitag, 18. September 2009, den Rundfunkrat in Baden-Baden über die Ergebnisse der ARD-Hauptversammlung in Hamburg vom Anfang der Woche. In den Mittelpunkt stellte der SWR-Intendant und ARD-Vorsitzende die Beschlüsse der Intendantinnen und Intendanten zum Finanzausgleich zugunsten der kleinsten ARD-Sender. Boudgoust erläuterte dem Gremium, dass allein der SWR dem benachbarten Saarländischen Rundfunk (SR) Sach- und Dienstleistungen im Wert von jährlich 1,4 Millionen Euro zu Verfügung stelle. Hinzu kämen weitere Mittel, die von der gesamten ARD getragen werden. Boudgoust: "In den Zeiten zurückgehender Einnahmen brauchen wir die Solidarität der Anstalten untereinander. Der Finanzausgleich ist ein Stück gelebte Rundfunksolidarität im Südwesten." Boudgoust betonte, dass die Zusammenarbeit auch dem SWR ganz konkrete Vorteile bringe: "Zum Beispiel haben wir dem SR für den Bau eines neuen Fernseh-Übertragungswagens Mittel zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug dürfen wir diesen neuen Ü-Wagen, der auch schon fürs HD-Fernsehen geeignet ist, an 100 Tagen im Jahr kostenfrei nutzen. Und weil die vom SR verwendete Technik genau auf unsere abgestimmt ist, können wir die Ü-Wagen beider Sender bei Großereignissen nun einfach zusammenschalten, so geschehen zuletzt bei der Leichtathletik-WM in Berlin."

    Der SWR-Intendant stellte dem Rundfunkrat außerdem die ersten Ergebnisse der bislang noch nicht veröffentlichten neuen JIM-Studie "Jugend, Information, Multimedia" vor. Demnach wollen 71 Prozent der 18- und 19-jährigen Erstwähler zeitnah über bundespolitische Entscheidungen informiert sein, 65 Prozent über lokalpolitische Belange. 61 Prozent interessieren sich für die Bundestagswahl. Der SWR-Intendant sagte, man dürfe das Interesse der jungen Menschen für Politik nicht unterschätzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk trage hier, in der Politikvermittlung, eine besondere Verantwortung. Dies habe sich gerade in dieser Woche mit dem "Kanzlercheck" gezeigt. Hierzu haben sich die Jugendradios der ARD, unter ihnen auch das SWR-Angebot DASDING, an zwei Tagen jeweils für eine Stunde zusammengeschaltet, um Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier die Fragen junger Hörerinnen und Hörer zu stellen. Boudgoust: "Der 'Kanzlercheck' ist ein toller Erfolg für das Radio, das älteste unserer elektronischen Medien. Und weil wir wissen, dass die junge Generation sich nicht gerne nach Sendezeiten richtet, ist es so wichtig, dass wir diese Sendungen auch online aufbereiten, dass wir die spannendsten Fragen und Antworten abrufbar machen. Nur so wird aus der flüchtigen Sendung etwas Greifbares, Zitierbares, über das man diskutieren und das man kommentieren kann." Der SWR werde sich deshalb für einen Fortbestand seiner Online-Angebote für junge Nutzer besonders einsetzen und seinen Informationsauftrag gerade im Internet auch weiterhin erfüllen.

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