SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise von Freitag, 11.09.09 (Woche 37) bis Sonntag, 18.10.09 (Woche 43)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 11. September 2009 (Woche 37)/09.09.2009

    23.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Terror, Unglück, Trauma - was bleibt zurück?

    Ob bei der Landshut-Entführung, dem Air-France Absturz, dem 11. September oder dem Zugunglück von Eschede - die Überlebenden von Terroranschlägen, Entführungen und Unglücken sind mit katastrophalen Erlebnissen konfrontiert, die einen Menschen leicht aus der Bahn werfen können. Inzwischen ist die Katastrophenintervention und die psychologische Betreuung in solchen Fällen selbstverständlich, und dennoch bleibt meist lebenslang eine Narbe zurück. Was bedeutet eigentlich Traumatisierung? Ist es möglich, solche Ereignisse zu verarbeiten? Unter welchen Umständen gelingt das? Welche Rolle spielt dabei das soziale Umfeld? Oder bleibt immer etwas zurück?

    Die Gäste:

    Der 1. Juni 2009 stellt im Leben von Barbara Crolow eine brutale Zäsur dar: Ihr Sohn Alexander und dessen Lebensgefährtin Júlia waren an Bord des Air-France-Flugzeugs, das über dem Atlantik abstürzte. Jemals zu erfahren, was sich den letzten Minuten dieser junger Menschen abgespielt hat, wird immer unwahrscheinlicher, die bloße Vorstellung ist für die Mutter unerträglich. Zudem zweifelt die 67-Jährige sehr am aufrichtigen Interesse der Fluggesellschaft, diesen Unfall lückenlos aufzuklären: "Wir Hinterbliebene wurden bereits mehrfach wissentlich belogen."

    Psychologische Katastrophennachsorge ist Dr. Hartmut Jatzkos Lebensaufgabe: Der Psychotherapeut betreut traumatisierte Opfer und trauernde Angehörige, ganz gleich ob es sich um einen Terroranschlag, ein Unglück oder eine Naturkatastrophe handelt. "Bei einem dramatischen Ereignis werden im Gehirn Spuren eingebrannt, die unauslöschlich sind. Darum können auch Jahre später noch diese Bilder und Eindrücke ganz plötzlich wieder aufbrechen."

    Der österreichische Erfolgsautor Josef Haslinger spricht erst heute öffentlich darüber, was er im Dezember 2004 in Thailand erlebte. Der 54-Jährige verbrachte dort gerade seinen Familienurlaub, als er Opfer des Tsunamis wurde. So intensiv sich Haslinger bereits in seinem Roman "Opernball" mit dem Thema Massenpanik auseinandergesetzt hatte, dieses Erlebnis war für ihn ein Schock, den er literarisch in seinem Buch "Phi Phi Island" verarbeitete.

    Diana Müll sollte die Erste der Passagiere sein, die die Entführer der Landshut zu erschießen drohten. Die damals 19-Jährige kniete bereits am Boden, spürte die Waffe an ihrer Schläfe und hörte den Entführer den Countdown zählen. "Seit der Fasthinrichtung ist meine Schläfe taub", so die heute 50-Jährige. Mit Hilfe psychologischer Betreuung gelang ihr dennoch der Weg zurück ins Leben.

    Der Ex-Terrorist Michael "Bommi" Baumann versetzte einst die Gesellschaft in Angst und Schrecken. Als Mitbegründer der "Bewegung 2. Juni" war der Revoluzzer für zahlreiche Sprengstoffanschläge mitverantwortlich. Die Polizei suchte ihn jahrelang. Fünf Jahre saß er im Gefängnis, doch das Etikett "Ex-Terrorist" bleibt an ihm haften: "Rausch und Terror war mein Leben. Dann muss ich auch die Konsequenzen tragen."

    Mit den Auswirkungen seiner Traumatisierung in Afghanistan kommt Frank Dornseif bis heute nicht zurecht. Nur knapp überlebte der Familienvater den Anschlag eines Selbstmordattentäters, bei dem vier seiner Kameraden starben. Diese Schreckensbilder prägen den Kriegsheimkehrer bis heute, die körperlichen und seelischen Verletzungen zeichnen ihn schwer. "Mein Leben ist ruiniert. Doch die Bundeswehr interessiert das nicht", beklagt der 40-Jährige.

    An der Bar:

    Auch acht Jahre nach den Anschlägen vom 11. September kämpft die Fernsehreporterin Julie von Kessel noch mit den Tränen: Die damals 29-Jährige wurde zum bereits brennenden World Trade Center geschickt, völlig unwissend, welche Tragweite diese Ereignisse haben sollten. Hautnah erlebte von Kessel den Zusammensturz der Türme und die ausbrechende Panik. Als erste deutsche Fernsehreporterin am Unglücksort berichtete sie sichtlich mitgenommen in ihre Heimat.

    Mittwoch, 16. September 2009 (Woche 38)/09.09.2009

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    22.30 (VPS 22.29) Auslandsreporter Terror, Tod und Taliban - Ist Afghanistan zu retten?

    Freitag, 18. September 2009 (Woche 38)/09.09.2009

    Tagestipp 20.15 Fröhlicher Weinberg Moderation: Marc Marshall

    Premiere im "Fröhlichen Weinberg": Zum ersten Mal begrüßt Marc Marshall Schlagerqueen Simone im Studio D des SWR in Mainz. Die Top-Sängerin aus Österreich, die auch in Deutschland die Hitparaden stürmt, kommt mit den stimmungsvollsten Songs ihrer aktuellen CD - und wird im Live-Duett mit Marc Marshall das Weinberg-Publikum mit der Ausdruckskraft ihrer Stimme bezaubern. Berührende Momente wird es aber auch geben, wenn der Sohn den Vater zu Gast hat: Schlagerlegende Tony Marshall präsentiert nicht nur seinen brandneuen Titel 'Noch mal will ich Dich nicht verlieren', sondern singt für alle Fans auch einen seiner großen Hits 'Auf der Straße nach Süden'. Und natürlich werden Tony und Marc Marshall gemeinsam singen und sich - jeder in seinem unverwechselbaren Stil - in einem musikalischen Klassiker begegnen. Weitere musikalische Gäste sind die Gruppe Wind, Henry Valentino und Newcomerin Marina Koller.

    Talkgäste bringen spannende Geschichten mit in den Weinberg - der Mainzer Arzt und leidenschaftliche Menschenfreund Gerhard Trabert ist frisch zurück von einem Hilfseinsatz auf den Cook-Inseln im Südpazifik. Ein Unfall in den Anden hat dem Leben des Ellerstädter Winzers Heinrich Vollmer eine spektakuläre Wendung gegeben. Und Sylvia Morgenstern züchtet Esel und kämpft damit für die Erhaltung eines Tieres, von dem die wenigsten denken würden, dass seine Erhaltung in Gefahr ist. Aber natürlich geht es im "Fröhlichen Weinberg" auch nicht ohne Humor und ohne 'De Pälzer' - Ramon Chormann verschafft dem Publikum und Marc Marshall wieder ein paar handfeste Gründe zum Schmunzeln und Lachen.

    Freitag, 2. Oktober 2009 (Woche 40)/09.09.2009

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    18.15 (VPS 18.14) MENSCH LEUTE Arzt ohne Grenzen Noteinsatz in Pfalz und Elsass

    Samstag, 3. Oktober 2009 (Woche 41)/09.09.2009

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    18.45 (VPS 18.44) MENSCH LEUTE Arzt ohne Grenzen Noteinsatz in Pfalz und Elsass

    Freitag, 9. Oktober 2009 (Woche 41)/09.09.2009

    22.15 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Ein erfülltes Leben - was ist das?

    Die Wege, ein erfülltes Leben zu finden, sind vielfältig und individuell. Die einen suchen es in Konsum, gesellschaftlichem Status und großem Reichtum, andere in der besinnlichen Ruhe. Manche sind schon mehrmals gestrauchelt und haben ins normale Leben zurückgefunden. Besonders in der heutigen unruhigen und wenig gesicherten Zeit führt die Sinnsuche oft aus dem erfolgsverwöhnten Leben und der gesellschaftlichen Akzeptanz heraus in einfachere und vielleicht zufriedenere Bedingungen. So mancher wird durch tiefgreifende Einschnitte wie Krankheit oder wirtschaftlichen Absturz aus der Lebensmitte herausgeschleudert und ändert damit seine Parameter. Während dieser so zum Umdenken gezwungen wird, gibt jener Mensch vielleicht seinem Lebensinhalt ganz bewusst eine andere Gewichtung. Wodurch werden die Erwartungen an ein erfülltes Leben bestimmt? Und sind Sie ein Leben lang konstant? Welche Rolle spielt das Schicksal? Und worin liegt denn nun die Erfüllung im Leben? Über diese Fragen spricht Wieland Backes mit seinen Gästen.

    Sonntag, 11. Oktober 2009 (Woche 42)/09.09.2009

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    18.45 (VPS 18.44) Treffpunkt Herbstfest Hallau

    Sonntag, 11. Oktober 2009 (Woche 42)/09.09.2009

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    03.00 (VPS 02.59) Treffpunkt (WH) Herbstfest Hallau

    Mittwoch, 14. Oktober 2009 (Woche 42)/09.09.2009

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    22.30 (VPS 22.29) Auslandsreporter Verschleppt und Verkauft - Frauenraub in China

    Sonntag, 18. Oktober 2009 (Woche 43)/09.09.2009

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    18.45 (VPS 18.44) Treffpunkt Europas knackigste Krautfeste

    Sonntag, 18. Oktober 2009 (Woche 43)/09.09.2009

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    03.00 (VPS 02.59) Treffpunkt (WH) Europas knackigste Krautfeste

    Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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