SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Woche 24/2000

Baden-Baden (ots) - Dienstag, 13. Juni 2000 (Woche 24) Geänderten Beitrag beachten! 22.35 (VPS 22.33) Teleglobus Von Siegern, Verlierern und Verrätern Der Südlibanon nach seiner Befreiung Ein Bericht von ARD-Korrespondenten Jörg Armbruster Als innerhalb von zwei Tagen Ende Mai die israelischen Besatzungstruppen sich aus dem Südlibanon zurückzogen, ging der letzte Krieg zwischen Israel und einem arabischen Land zu Ende. 22 Jahre hatte die Besatzungszeit gedauert, die Israel erst vor Anschlägen palästinensischer Guerrilleros schützen sollte, ab Mitte der achtziger Jahre dann vor denen der Miliz der schiitischen Hisbollah. Letzendlich aber steckten der Südlibanon und Israel in einem Teufelskreis: So lange die Besatzung dauerte, griffen die gut ausgebildeten Kämpfer der Hisbollah Ziele in Nord-Israel an. So lange diese angriffen, hielt Israel die sogenannte Sicherheitszone besetzt. Daran änderte auch nichts die Verurteilung durch die UNO. Es war auch nicht die UNO-Resolution 425, die Israel zum Abzug bewegte, sondern die steigende Zahl der eigenen Opfer und die Einsicht, dass sich ein Land durch eine solche Sicherheitszone nicht wirkungsvoll schützen lässt. Der Bericht gibt einen Einblick in die Hisbollah und ihre effektive Miliz, deren Kampfesmut sogar den Respekt israelischer Offiziere abverlangte. Er zeigt Menschen, die entlang der ehemaligen besetzten Zone unter den täglichen Bombardierungen litten und beschreibt das Leben in der sogenannten Sicherheits zone. Der Autor des Berichts hatte eine Woche vor dem Abzug das damals noch von Israel besetzte Gebiet besucht und die erbitterten Kämpfe miterlebt: zwischen der Hisbollah auf der einen Seite und der israelischen Armee und der mit ihr verbündeten sogenannten "Südlibanesischen Armee" auf der anderen. Diese mit Hilfe Israels ins Leben gerufene SLA gehört zu den klaren Verlierern. Für die meisten Libanesen sind es Verräter, Söldner Israels. Die rund dreitausend SLA-Milizionäre verstehen sich selbst aber als die wahren Patrioten, die den Libanon gegen radikale Palästinenser und Schiiten verteidigt haben. Israel braucht sie aber nun nicht mehr, nachdem sie ihre Schuldikeit getan haben. Die meisten sind heute entweder nach Israel geflohen oder sitzen in libanesicher Haft und warten auf Gerichtsverfahren wegen Hochverrats. Dienstag, 13. Juni 2000 (Woche 24) Geänderten Beitrag beachten! 05.30 (VPS 05.28) Teleglobus (WH) Von Siegern, Verlierern und Verrätern Der Südlibanon nach seiner Befreiung Mittwoch, 14. Juni 2000 (Woche 24) Geänderten Beitrag beachten! 10.30 (VPS 10.28) Teleglobus (WH von DI) Von Siegern, Verlierern und Verrätern Der Südlibanon nach seiner Befreiung Mittwoch, 14. Juni 2000 (Woche 24)/08.06.2000 Geändertes Thema beachten! 11.00 Fliege Dir möchte ich noch Danke sagen Mittwoch, 14. Juni 2000 (Woche 24) 22.35 Kultur Südwest Das aktuelle Magazin Moderation: Markus Brock Die Themen: Premierenglamour in Baden-Baden - VIPs und Promis auf dem roten Teppich bei den Pfingstfestspielen Im Festspielhaus Baden-Baden gehören die Herbert-von-Karajan-Pfingstfestspiele mittlerweile zur Tradition. Bereits zum dritten Mal trifft sich in diesem Jahr die Prominenz, wenn während der Festspiele, die vom 9. - 21. Juni stattfinden, ein hochkarätiges Programm präsentiert wird. Zur Uraufführung der Neuinszenierung von Mozarts Oper "Idomeneo" am 10. Juni haben Stars mit Rang und Namen ihr Kommen angekündigt. Das Kurstädtchen wartet mit Spannung auf Berühmtheiten wie Marika Kilius, Rudolph Moshammer, Carolin Reiber, Caterina Valente, Thekla Carola Wied und Gerard Mortier, den Intendanten der Salzburger Festspiele. Kultur Südwest hat die Prominenz beobachtet. Tragödie auf dem Lande - "Gnadenlos", das neue Stück der jungen Theaterhoffnung Melanie Gieschen wird in Mainz uraufgeführt "Gnadenlos" heißt das erste Stück der jungen Autorin Melanie Gieschen, das am 17. Juni am Staatstheater Mainz uraufgeführt wird. "Gnadenlos" erzählt die Geschichte der Familie Ruppel, die in einem kleinen Dorf lebt. Die unerbittlichen Gesetze der Dorfgemeinschaft treiben die Familie immer näher an den gesellschaftlichen Abgrund. Als auffliegt, dass sich Magda heimlich an die Männer des Dorfes verkauft, spitzt sich die Lage zu.... Schon vor der Mainzer Uraufführung wurde das Stück mit dem Baden-Württembergischen Landespreis für Volkstheaterstücke ausgezeichnet und in szenischen Lesungen vorgestellt: bei den Autorentheatertagen in Hannover und - in amerikanischer Übersetzung - am New Yorker Cherry Lane Theatre. Melanie Gieschen, 1971 in Limburg an der Lahn geboren, studiert seit 1996 "Szenisches Schreiben" an der Hochschule der Künste in Berlin. Kultur Südwest stellt die junge Autorin vor. Picasso zum Abschied - Der Tübinger Werner Spies gibt seinen Job als Chef des Centre Pompidou in Paris auf Seit 1997 leitet Werner Spies das im Centre Pompidou untergebrachte Museum moderner Kunst. Seine Aufgabe war es, eines der bedeutendsten Museen der Welt neu zu ordnen - für Werner Spies eine Herausforderung und eine Ehre: "Wenn sich die Franzosen dabei an einen Nichtfranzosen wandten, dann zeigt dies, dass sich das politische und ästhetische Klima unwiderruflich geändert hat." Jetzt ist der Vertrag des Tübinger Kunsthistorikers ausgelaufen. Er verabschiedet sich mit einer umfassenden Ausstellung der Picasso-Skulpturen. Schließlich gilt Werner Spies in der internationalen Kunstszene als ausgewiesener Spezialist für die Werke des spanischen Künstlers. 1971 überreichte er Picasso höchstpersönlich das von ihm erstellte Werkverzeichnis von dessen Skulpturen. Kultur Südwest hat Werner Spies in Paris getroffen und stellt seine letzte Schau vor. Urbane Lebensräume in Lack und Video - die Stadtansichten der amerikanischen Künstlerin Sarah Morris in der Kunsthalle Zürich Die in New York und London lebende Malerin Sarah Morris verwendet für ihre Arbeiten Motive aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld, beispielsweise die in Manhattan typischen Glasfronten der Wolkenkratzer. Die Gemälde der 33-jährigen zeigen stilisierte Hochhaus-Fassaden aus Rechtecken, Rauten oder Dreiecken, die sie mit wenigen Farben lackiert. Auch in ihren Filmen beschäftigt sich die 33-jährige mit städtischen Strukturen. Ab Juni werden ihre aktuellen Arbeiten in der Kunsthalle Zürich gezeigt: gleichzeitig mit einem Bilderzyklus, der sich auf die urbane Kulisse von Las Vegas bezieht, präsentiert sie ihre Videoprojektion "am/pm", die die blinkende Lichterfülle von Las Vegas in ein Spannungsverhältnis zu ihrer Energiequelle setzt, einem gigantisch leeren Staudamm. Kultur Südwest war in Zürich und hat Sarah Morris beim Aufbau der Ausstellung begleitet. Donnerstag, 15. Juni 2000 (Woche 24) Geändertes Thema beachten! 11.00 Fliege Geschwistergeschichten ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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